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Newsletter RCMC

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 13 Februar 2015

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

obgleich das neue Jahr noch jung ist, können wir erneut mit guten Nachrichten aufwarten. Neben zahlreichen Tagungen bzw. Konferenzen, die in den kommenden Wochen und Monaten von uns mitgestaltet werden (darunter die Jahrestagung der European Media Management Association, die im Mai 2015 an der Universität Hamburg stattfinden wird), begannen die Arbeiten an den erfolgreich eingeworbenen Drittmittelprojekten, die durch die DFG (Forschergruppe „Vermarktung Hedonischer Medienprodukte im Zeitalter digitaler Sozialer Medien) bzw. durch die Hamburger Landesforschungsförderung nachhaltig und substanziell gefördert werden.

Auch tragen die Aktivitäten in der Nachwuchsförderung Früchte: Der Absolvent der Graduate School Media and Communication, Dr. Nils Wlömert, ist für seine herausragende Dissertation aus dem Bereich der Musikindustrie mit dem Wissenschaftspreis des Deutschen Marketing Verbands ausgezeichnet worden (Preisgeld: 7.000 EUR).

Zudem sind zahlreiche Forschungsprojekte in der aktuellen Diskussion – unter anderem berichtet das Marketing Science Institute umfangreich über die Studie „Dynamic Likeability Effects on Virality of Online Video Advertisements“.

Danken möchte ich Johanna Zuber, die in den letzten beiden Jahren großartige Arbeit für den RCMC-Vorstand leistete – sie hat ihr Studium erfolgreich beendet. Wir begrüßen ihre Nachfolgerin Barbara Konturek sehr herzlich!

Einen schönen Frühlingsbeginn wünscht

Michel Clement – für den RCMC-Vorstand

1. Come and Meet:

Konferenz “Transmedia Storytelling and Its Reception: Economies and Politics of Participation”
ZEIT: 25.-27.2.2015, Schloss Herrenhausen, Hannover
RCMC-Mitglied PD Dr. Monika Pietrzak-Franger ist Mitorganisatorin einer Konferenz, die sich mit transmedialem Storytelling beschäftigt. Insbesondere jungen Wissenschaftlern soll eine Plattform zum Austausch geboten werden. Zwei Aspekte sollen besondere Beachtung finden: die Theorie und Spezifizierung des transmedialen Erzählens als kulturelles Produkt einerseits, sowie andererseits die Rezeption transmedialer Erzählungen. Besonders, wenn dabei Social Media eine Rolle spielen, stellt sich die Frage nach Möglichkeiten der Partizipation des Publikums.
Die Konferenz bringt Wissenschaftler aus den Gebieten der Medien-, Kommunikations-, Literatur- und Kulturwissenschaften ebenso wie Journalisten und Editoren zusammen. Weitere Informationen

Tagung „Das ist ein Bild!“
ZEIT: 12.-13.03.2015, Warburg-Haus Hamburg, Heilwigstraße 116
Die AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft richtet im März einen Workshop aus, der einer medienphilosophischen Bestandsaufnahme dienen soll. Als Referenten wirken Medienwissenschaftler unterschiedlicher Universitäten mit: Prof. Dr. Birgit Mersmann (Bremen), Prof. Dr. Norbert M. Schmitz (Kiel), Prof. Dr. Verena Kuni (Frankfurt), Prof. Dr. Patrick Rupert-Kruse, Valentin Mertes (Wien), Dr. Jochen Venus (Siegen), Prof. Dr. Michaela Ott (Hamburg), Prof. Dr. Hektor Haarkötter (Köln), Dr. Vanessa Aab (Hildesheim), Lena Stölzl (Wien), Johannes Benke (Potsdam) sowie Prof. Dr. Reinhold Görling (Düsseldorf). Der Organisator Prof. Dr. Thomas Weber wird über „Mediale Modalisierungen dokumentarischer Bilder“ sprechen. Der Eintritt ist frei – Anmeldung werden bis zum 28.2. über Irina Scheidgen (Irina.Scheidgen@uni-hamburg.de) erbeten. Weitere Informationen

6. Internationale Konferenz „Language in the Media“
ZEIT: 7.-9.9.2015, Universität Hamburg
Zum sechsten Mal wird 2015 die internationale Konferenz “Language in the Media” stattfinden, in diesem Jahr erstmals in Hamburg. Die Konferenz, die 2005 ins Leben gerufen wurde, vereint Soziolinguisten, Medienlinguisten und Wissenschaftler der Diskursstudien, die sich für Forschung im Bereich der Massen- und neuen Medien als Orte der Sprache, des Diskurses, der Interaktion und Repräsentation interessieren. Die diesjährige Konferenz konzentriert sich auf das Thema „Sprache in einer mediatisierten Welt“. Organisiert wird die Konferenz von Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos und Dr. Jana Tereick. Weitere Informationen

2. Good to know

* Landesförderung für Graduiertenkolleg und wissenschaftlich-künstlerisches Nachwuchskolleg
Am 1.1.2015 hat die Laufzeit der für die Hamburger Landesforschungsförderung ausgewählten Projekte begonnen. Neben einem kooperativen Forschungsverbund werden auch ein Graduiertenkolleg und ein wissenschaftlich-künstlerisches Nachwuchskolleg gefördert, an denen die Universität Hamburg beteiligt ist. In das interdisziplinäre Graduiertenkolleg „Lose Verbindungen: Kollektivität im digitalen und urbanen Raum“ sind die Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft sowie die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften involviert. Weitere Partner sind die HafenCity Universität, die Helmut-Schmidt-Universität und die Leuphana-Universität Lüneburg. Die Sprecher sind Prof. Dr. Urs Stäheli (Fachbereich Sozialwissenschaften) und in Stellvertretung Prof. Dr. Gabriele Klein (Institut für Bewegungswissenschaft).
Am wissenschaftlich-künstlerischen Nachwuchskolleg wirken die Hochschule für Bildende Künste Hamburg sowie die UHH-Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft mit. Sprecher des unter der Thematik „Ästhetiken des Virtuellen“ angebotenen Kollegs sind Prof. Dr. Hans Joachim Lenger und Prof. Dr. Michaela Melián von der HfBK. Weitere Informationen hier und hier

* Projekt „Soziale Medien bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2015“
Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) erforscht anlässlich der Hamburger Bürgerschaftswahlen am 15.02.2015 die Social Media – Aktivitäten der KandidatInnen. In Zusammenarbeit mit Prof. Thorsten Faas von der Universität Mainz und den Plattformen „hamburger-wahlbeobachter.de“ und „politik-tweets-hamburg.de“ sollen die in den sozialen Medien geführten Konversationen stichprobenartig charakterisiert werden. Gleichzeitig wird ermittelt, welchen Stellenwert die KandidatInnen diesen Kanälen einräumen und wie BürgerInnen deren Vertrauenswürdigkeit einschätzen. Weitere Informationen

* Rückblick: Verleihung des Roland-Faelske-Preises
Am 7.11.2014 wurde an der Universität Hamburg der Roland-Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm verliehen. Ausgezeichnet wurden Studierende und Promovenden für herausragende Arbeiten aus den Themenbereichen „Comic“ und „Animationsfilm“. 2014 erhielt Beeke Hadeler den Preis für seine Bachelorarbeit „Papa, tu es en train de perdre la guerre! Zur Darstellung von (Familien-)Geschichte in Jacques Tardis Bande Dessinée Moi René Tardi. Prisonnier de guerre au Stalag II“ sowie Dr. Jochen Ecke für seine Dissertation zu „The British Invasion of American Comics: A Poetics“. Die Preisverleihung fand bereits zum dritten Mal statt und wurde von Prof. Dr. Markus Kuhn und Prof. Dr. Astrid Böger organisiert. Weitere Informationen

* Rückblick: Gastvortrag “Photo-textual Documentary Books from the Great Depression”
Astrid Böger war am 22.1.2015 mit einem Gastvortrag an der Universität Salzburg zu Gast. Der Vortrag “Photo-textual Documentary Books from the Great Depression” handelte vom Format der dokumentarischen Foto-Bücher der 1930er Jahre, also Büchern, die Fotografien mit Reportagen verbinden. Dieses intermediale Format ist besonders gut zur Krisenrepräsentation geeignet. Am Ende folgte ein Ausblick auf die heutigen, zumeist internetbasierten intermedialen Formate der Krisenrepräsentation.

 *Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

 Aufsatz: Representations of Interconnectedness. A Cosmopolitan Framework for Analyzing Travel Journalism
Wiebke Schoon hat einen Artikel des neu erschienenen Sammelbands “Travel Journalism“ verfasst. Das Buch befasst sich mit dem Forschungsfeld des Reisejournalismus. Dabei werden Studien über Produktion, Inhalt und Einfluss dieses Ressorts vorgestellt und erklärt, wie Reisejournalismus aus der Sicht des Postkolonialismus, der Nachhaltigkeit und des Kosmopolitismus verstanden werden kann. Letzteren Aspekt betrachtet Wiebke Schoon mit ihrem Artikel, der an ihr Dissertationsthema angelehnt ist. Dieses befasst sich mit „lokalen Verortungen und (trans)nationalen Verflechtungen im Journalismus. Theoretische Impulse der kosmopolitischen Perspektive und empirische Analysen der Reiseberichterstattung in der ZEIT und der F.A.Z“. Weitere Informationen
Wiebke Schoon (2014): Representations of Interconnectedness. A Cosmopolitan Framework for Analyzing Travel Journalism, in Elfriede Fürsich, Folker Hanusch (Hrsg.): Travel Journalism. Exploring Production, Impact and Culture. Basingstoke: Palgrave Macmillan.

3. Graduate School Media and Communication:

*Eva Boller hat vom 12. bis 15. November 2014 an der internationalen ECREA-Konferenz in Lissabon mit einem Poster teilgenommen. Unter dem Titel “War aesthetics in european evening news – the Libya conflict in 2011” stellte sie vorläufige Ergebnisse ihres Dissertationsprojekts vor. Boller analysierte, wie in Fernsehnachrichten dreier Länder über den Krieg in Libyen berichtet wurde. Dabei berücksichtigte sie besonders die Rolle von Ungewissheiten, welche beispielsweise den Produzenten des Filmmaterials, seinen Standort und die Umstände der Aufnahme betreffen. Auch die Darstellung von Opfern und Tätern und die Reproduktion von Stereotypen bilden einen Schwerpunkt. Die Ergebnisse zeigen, dass einerseits am Anfang des Krieges länderübergreifend auf das gleiche Handy-Filmmaterial zurückgegriffen wurde, als noch keine Korrespondenten im Land waren. Umso mehr Unterschiede finden sich im Vergleich der nationalen Korrespondenten vor Ort, die von England, Frankreich und Deutschland mit der Berichterstattung beauftragt wurden. Weitere Informationen

5. People at the RCMC:

Im März 2015 wird Barbara Konturek, Master-Studentin des Erasmus Mundus-
Programms „Journalism, Media and Communication“ die Stelle der studentischen Hilfskraft für das RCMC antreten. Künftig ist sie für die Redaktion des Newsletters und als erste Ansprechpartnerin für allgemeine Anfragen verantwortlich. Damit löst sie Johanna Zuber ab, die seit 2013 für das RCMC tätig war.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 12 November 2014

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

dieser Newsletter kommt mit richtig guten Nachrichten: Zwei Verbundprojekte, die von RCMC-Mitgliedern erarbeitet wurden, haben den Zuschlag erhalten. Die BWL-Forschergruppe wird demnächst mit Geldern der DFG zur „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ forschen. Zudem wird sich eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die v.a. von RCMC-Mitgliedern aus den Fakultäten für Geisteswissenschaften sowie Psychologie und Bewegungswissenschaften getragen wird, mit Unterstützung der Hamburger Landesforschungsförderung mit „Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformation“ befassen. Mehr dazu lesen Sie im Newsletter.

‚Save the date’ für die Mitgliederversammlung 2014 am 10. Dezember, über die gleich anschließend nachzulesen ist!

Ein schönes und erfolgreiches Wintersemester 2014/15 wünscht
Ihre

Irene Neverla
– für den RCMC-Vorstand –

1. Come and Meet:

RCMC Mitgliederversammlung 2014
ZEIT: 10.12.2014, 18:15 Uhr, ORT: Allende Platz 1, Raum 250
Im Dezember findet die Mitgliederversammlung 2014 des RCMC statt. Am 10. Dezember sind alle Mitglieder des Forschungszentrums herzlich eingeladen, sich über die Entwicklung der zahlreichen Vorhaben und Projekte von RCMC-Mitgliedern auszutauschen. Die RCMC-Sprecher werden berichten über die Weiterentwicklung der Zentrums, über Vernetzungen mit anderen Hamburger Hochschulen, und über Publikationsstrategien. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, bei Häppchen und Getränken neue und langjährige Mitglieder des RCMC kennen zu lernen. Mitte November erhalten RCMC-Mitglieder eine ausführliche Einladung.

Veranstaltung: Informations- und Kommunikationstechnologien in Horizon 2020
ZEIT: 10.11.2014, 13:00 Uhr, ORT: Universität Hamburg, AS-Saal, 20146 Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1
Das EEN Hamburg / Schleswig-Holstein und die Universität Hamburg laden ein zu einer Veranstaltung zum Thema Informations- und Kommunikationstechnologien in “Horizon 2020”, dem EU-Forschungsrahmenprogramm. Die Nationale Kontaktstelle IKT (NKS) informiert über IKT-Ausschreibungen und Beteiligungsmöglichkeiten der neuen Ausschreibungsrunde 2015 und gibt Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung. Darüber hinaus haben Gäste die Gelegenheit, Projektskizzen direkt mit den Vertretern der NKS IKT sowie den EU-Referenten der Universität Hamburg und dem EEN Hamburg vor Ort zu diskutieren.

DGPuK-Fachgruppentagung
ZEIT: 15.01.2015-17.01.2015, ORT: n.n.
Die „Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland“ richtet vom 15. bis 17. Januar 2015 die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikationsgeschichte aus. Das Thema der Tagung lautet „Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive“. Diese soll aus kommunikations- und medienhistorischer sowie aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive genauer untersucht werden. Es wird danach gefragt, wann und wie jeweils eine „neue Vielfalt“ auftrat; wie die bis dahin bestehenden Medien auf die Vervielfältigung und Veränderung reagierten bzw. wie Mediennutzer mit den neuen Möglichkeiten und Versprechen umgingen. Kontakt: Dr. Hans-Ulrich Wagner, Hans-Bredow-Institut.
Weitere Informationen

Konferenz der European Media Management Association (emma) an der Universität Hamburg
ZEIT: 28.05.2015-29.05.2014, ORT: n.n.
Die Fakultät für Betriebswirtschaft richtet vom 28. bis 29. Mai 2015 die Konferenz der European Media Management Association (emma) aus. Die renommierte Konferenz bringt seit 2006 Wissenschaftler aus ganz Europa und aus den verschiedensten Fachgebieten zu allen Themen des Medienmanagements zusammen und findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Sie trägt im kommenden Jahr den Titel „Development and Sustainability in Media Business“. Der Call for Abstracts endet am 12. Januar 2014, vollständige Papers müssen anschließend bis zum 15. April 2015 vorliegen. Bei Fragen stehen Christian Wellbrock und Michel Clement gern zur Verfügung.
Weitere Informationen

2. Good to know

*Neue DFG Forschergruppe an der Uni Hamburg
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschergruppe unter Federführung der Universität Hamburg bewilligt. In dem Projekt „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ wird erstmals eine rein betriebswirtschaftliche Forschergruppe von der DFG gefördert. Beteiligt sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universität zu Köln sowie die Kühne Logistics University. Das Projekt ist auf sechs Jahre angelegt und wird in den kommenden drei Jahren mit ca. 1,5 Millionen Euro gefördert. Soziale Medien wie Facebook, Twitter, Spotify oder YouTube beeinflussen in immer stärkerem Maße das Verhalten von Kundinnen und Kunden. Weil sich durch die digitalen sozialen Medien Informationen viel schneller und weiträumiger verbreiten, werden potentielle Käuferinnen und Käufer immer weniger durch klassische Werbespots und Anzeigen und stattdessen zunehmend durch Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken beeinflusst. Konsumentinnen und Konsumenten erlangen dadurch gegenüber Unternehmen in einer bislang ungeahnten Weise Macht. Dies gilt besonders bei sogenannten hedonischen Medienprodukten (also Produkten, deren Konsum durch Spaß und Vergnügen gekennzeichnet ist) wie Büchern, Computerspielen, Filmen oder Musik. Die Forschergruppe untersucht die Wirkung sozialer Medien auf Konsumverhalten und Produktvermarktung und weitet den Blick auf die Reaktionen der Konsumenten und Märkte aus. Kontakt: Prof. Dr. Henrik Sattler, Institut für Marketing der Universität Hamburg.

*Landesforschungsförderung für den kooperativen Forschungsverbund „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“
Die von den RCMC-Mitgliedern Prof. Dr. Gabriele Klein (Sprecherin) und Prof. Dr. Claudia Benthien (stellvertret. Sprecherin) geleitete Forschungsgruppe “Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformation” wurde im Juli 2014 für die Hamburger Landesforschungsförderung ausgewählt. Die Laufzeit beträgt drei Jahre und beginnt am 1. Januar 2015. An dem kooperativen Forschungsverbund ist die Universität Hamburg mit den Fakultäten für Psychologie und Bewegungswissenschaft (PB), Geisteswissenschaften (GW) sowie die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfBK) beteiligt. Ziel ist es, die Reichweite von Übersetzungs- und Rahmentheorien für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen auszuloten und diese Modelle für die medientheoretische und medienästhetische Forschung fruchtbar zu machen. Der Forschungsverbund umfasst sieben Forschungsprojekte, von denen fünf von RCMC-Mitgliedern geleitet werden:

Performing Poetry. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik – Prof. Dr. Claudia Benthien

Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels – Prof. Dr. Astrid Böger

Bewegungen übersetzen. Tanzästhetische Transformationen und ihre medialen Rahmungen – das Beispiel des ‚afrikanischen Tanzes’ – Prof. Dr. Gabriele Klein 

Ästhetische Prozesse und Aneignungspraktiken in interaktiven und pseudo-authentischen Webserien – Juniorprof. Dr. Markus Kuhn

Authentizität transformieren. Übersetzen und Rahmen als Praktiken des dokumentarischen Films in medialen Milieus – Prof. Dr. Thomas Weber

*Forschungsprojekt „Religiöse Selbstdarstellungen junger Muslim_innen in sozialen Netzwerken Deutschlands“
RCMC-Mitglied Dr. Reyhan Şahin führt seit August 2014 das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Forschungsprojekt „Religiöse Selbstdarstellungen junger Muslim_innen in sozialen Netzwerken Deutschlands“ am Fachbereich Turkologie des Asien-Afrika-Instituts der Universität Hamburg durch. Şahin untersucht, wie sich religiöse Orientierungen von Musliminnen der zweiten und dritten Generation in Deutschland in sozialen Netzwerken im generellen bildlich und sprachlich abzeichen. Wie sprechen junge muslimische Frauen über den Islam? Wie positionieren sie sich bezüglich ihrer Konfession innerhalb der Bundesrepublik Deutschland? Wie betrachten sie Themenbereiche wie etwa Kopftuch, Religiösität, Säkularisierung, Nationalismus, Emanzipation, Integration, Re-Islamisierung, Salafismus? Diese und weitere Aspekte sollen fokussiert und an den Studien zu „Neo-Muslima“ in Deutschland angeknüpft werden.
Weitere Informationen

* Rückblick: Gastvorträge auf den Konferenzen “ Future Visions. Speculation and Anticipation in Graphic Narratives” und „Here You Leave Today. Time & Temporality in Theme Parks”
Prof. Dr. Astrid Böger (Fakultät für Geisteswissenschaften) hat am 11. Juli 2014 einen Gastvortrag am Institut für Amerikanistik an der Universität Bayreuth gehalten. Bei dem Workshop „Future Visions. Speculation and Anticipation in Graphic Narratives“ sprach sie über “Destiny’s Temporal Anomaly’ in X-Men: Days of Future Past”. Die Veranstaltung, an welcher Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler aus der Comicwissenschaft teilnahmen, handelte von in Comics dargestellten Zukunftsvisionen und bisher unverwirklichten Möglichkeiten seit den 1980er Jahren bis heute.
Auch in einem weiteren Vortrag befasste sich Astrid Böger mit past futures, “vergangener Zukunft”. Auf der Konferenz „Here You Leave Today. Time & Temporality in Theme Parks” an der Universität Mainz (18.-20.9.14) war sie mit dem Vortrag “Revisiting Past Futures at the 1939 New York World’s Fair” vertreten.

*Zwischenbericht: Das WebserienBlog zwei Jahre nach dem Launch
Seit das WebserienBlog vor zwei Jahren online ging, hat es sich als wichtige Anlaufstelle für die deutsche Webserienszene etabliert. Das Online-Dokumentationsprojekt von Prof. Dr. Markus Kuhn umfasst inzwischen über 90 Beiträge, die unter der Beteiligung von MitarbeiterInnen und Studierenden des IMK entstanden sind. Es kann inzwischen über 1000 Seitenaufrufe pro Monat verzeichnen und wird von Anbietern als wichtige Plattform wahrgenommen, ihre Webserien bekannt zu machen. Ziel des Projekts ist erstens die möglichst vollständige Dokumentation der deutschsprachigen Webserienlandschaft. Zweitens geht es um die erzähltheoretisch orientierte Auseinandersetzung mit einer neuen audiovisuellen Erzählform, die besonders von den Rahmenbedingungen des Internets geprägt ist. Da die Angebotslandschaft für Webserien sehr unübersichtlich und schnelllebig ist, beinhaltet das auch die Rekonstruktion bereits wieder aus dem Netz verschwundener Serien. Außerdem werden die aufgefundenen Episoden in einem internen Archiv gesammelt. Mit einem weiterentwickelten Analyseraster soll diese Arbeit in Zukunft weiter systematisiert werden. Des Weiteren entstehen derzeit Beiträge zu internationalen Produktionen und intermedialen Grenzphänomenen. Dazu gehören etwa die Eigenproduktionen von Video-on-Demand-Anbietern wie Netflix, die die Grenzziehung zwischen Fernseh- und Webserie erschweren.

*Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

„Hamburg, das ist mehr als ein Haufen Steine.“
Dr. Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut) ist Mitherausgeber eines Bandes, dessen Titel auf ein Zitat Wolfgang Borcherts zurückgeht. In 13 Aufsätzen wird darin die Entwicklung von Borcherts Heimatstadt Hamburg nach 1945 zu einem bedeutsamen kulturellen Zentrum aufgezeigt. Dies geschieht anhand von Beispielen aus dem kulturellen Feld: es geht um Autoren und ihre Werke, aber auch um Agenturen und Institutionen wie die Staatsbibliothek, die Theater, den Rundfunk und die von Hamburgs erfolgreichstem Verleger Axel Springer gegründeten Verlage. Wagner ist als Autor mit dem Aufsatz „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und das literarische Feld in der Metropolregion Hamburg“ vertreten. Das Buch wurde im Auftrag der Internationalen Wolfgang- Borchert-Gesellschaft herausgegeben.
Weitere Informationen
Hans-Ulrich Wagner, Melanie Mergler, Hans-Gerd Winter (Hrsg.) (2014): „Hamburg, das ist mehr als ein Haufen Steine.“ Das kulturelle Feld in der Metropolregion Hamburg 1945-1955. Dresden: Thelem.“Consumer campaigns in corporate public affairs management – the case of climate change and the German energy industry “
Die ehemalige GMaC-Promovendin Inga Schlichting hat im Journal of Communication Management eine Dissertations-Publikation veröffentlicht. Schlichting schloss 2013 ihre Promotion bei Prof. Mike Schäfer ab, ihr Mentor war Prof Michel Clement. Unter dem Titel “Strategie und Wirkung unternehmerischer Klimakampagnen am Beispiel der deutschen und internationalen Energieindustrie” ging sie der Frage nach, ob Kampagnen von Energieunternehmen, in denen sie ein umweltfreundliches Image aufbauen, als glaubwürdig empfunden werden.
Weitere Informartionen
Inga Schlichting (2014): “Consumer campaigns in corporate public affairs management: The case of climate change and the German energy industry “, in:Journal of Communication Management, Vol. 18 Iss: 4, pp.402 – 421.

3. Graduate School Media and Communication:

* Eva Boller hat vom 18. bis 19. September 2014 an der Konferenz „Media, War and Memory“ in Auckland, Neuseeland teilgenommen. Anlässlich des 100. Jahrestages seines Ausbruchs stand dabei der erste Weltkrieg im Mittelpunkt. Eine zentrale Frage betraf dabei die Bedeutung des Konflikts aus heutiger Sicht, stets im Hinblick auf die Verbindung zu den Medien und der Erinnerung. Weitere Informationen

* Tobias Steiner hat vom 1. bis 3. Oktober 2014 an der internationalen Konferenz ‘Transgressive Television: Politics, Crime, and Citizenship in 21st-Century American TV Series’ im Amerika Haus Wien teilgenommmen. Die Konferenz befasste sich mit den sogenannten “neuen amerikanischen Qualitäts-Fernsehserien” und deren produktionstechnischen, thematischen, strukturellen und formalen Konstellationen. Auf der RCMC-Website berichtet Tobias Steiner von der Tagung. Weitere Informationen

Des Weiteren stellte Tobias Steiner am 11. Oktober 2014 an der Universität Mainz im Rahmen des Postgraduate Forum der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien sein Projekt unter dem Titel “Serial TV Drama as Medium of Cultural Memory, and the History of History on US Television” vor. Weitere Informationen

* Jana Tereick, GMaC-Absolventin, hat ihr Promotionsprojekt zum Thema Klimawandel in den Medien abgeschlossen und am 17. Juli 14 verteidigt. Am 1. Oktober 2014 hat sie eine Vertretungsprofessur für Germanistische Didaktik an der Universität Vechta übernommen.

4. International News:

Juliana Guarany, a former Mundus-Journalism- Master student of Hamburg University, has received a fellowship from Alexander von Humboldt Foundation to start a project at Hamburg University. Juliana will create a global digital app to be used by women in dangerous situations, either from verbal aggression on the streets to domestic violence. The idea is to create a global database and feminist network in which similar initiatives around the globe can benefit from each other. She will be working closely with Dr. Monika Pater.

5. People at the RCMC:

Das Direktorium hat als neue RCMC-Mitglieder bestätigt: Dipl.-Medienwissenschaftlerin Imke Hoppe, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und PD Dr. Monika Pietrzak-Franger, Institut für Anglistik und Amerikanistik. Herzlich willkommen!

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 11 Juli 2014

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

im Sommersemester 2014 hat das RCMC-Direktorium eine Reihe von Initiativen gesetzt. Über die Einzelheiten werden wir Sie ausführlich in der nächsten Mitgliederversammlung informieren – save the date: Mittwoch 10.12.2014 um 18 Uhr (die förmliche Einladung folgt im Herbst). Hier fürs Erste ein knapper Überblick über die wichtigsten Aktivitäten der vergangenen Monate.

Das RCMC-Direktorium hat das Präsidium unserer Universität um ein Gespräch gebeten, um das Kompetenzfeld Medienforschung an der UHH stärker zu beleuchten. In diesem Gespräch mit der für Forschung zuständigen Vizepräsidentin Leopold berichteten wir über Aktivitäten, v.a. zur Verbundforschung, und erörterten Zukunftsperspektiven des RCMC, wie etwa die Option einer Etablierung des RCMC als interdisziplinäres und interfakultäres Forschungszentrum.

Medienforschung wird nicht nur an der UHH betrieben, sondern auch an anderen Hamburger Hochschulen. Das RCMC-Direktorium hat ForscherInnen anderer Hamburger Hochschulen zu einem Vernetzungsgespräch eingeladen, um einen Anfang zu machen für verbesserten Informationsaustausch am Medienforschungs-Standort Hamburg und für mögliche Forschungskooperationen. Zu diesem Gespräch durften wir Ende Juni KollegInnen aus HAW, Macromedia und HMS begrüßen – mit dem Ergebnis, dass die Gespräche im Herbst fortgesetzt werden sollen.

Das RCMC-Direktorium hat sich einen Überblick verschafft, welche Varianten von gemeinsamen Publikationsstrategien für RCMC-Mitglieder sinnvoll sein könnten, zu welchen Kosten. Das Ergebnis werden wir der Mitgliederversammlung zur weiteren Beschlussfassung im Dezember vorlegen.

Wir wünschen allen einen schönen, sonnigen, erholsamen und produktiven Sommer.
Mit herzlichen Grüßen, Ihre

Irene Neverla
– für den RCMC-Vorstand –

1. Come and Meet:

* Konferenz: 6th International ‘Language in the Media’ Conference an der Universität Hamburg
ZEIT UND ORT: 07.-09.09.2014, Universität Hamburg
Vom 07.-09.09.2015 findet an der Universität Hamburg die 6. internationale Konferenz “Language in the Media” statt. Diese Tagung führt seit 2005 ein internationales Publikum aus den Fachgebieten der Medien-, Diskurs- und Soziolinguistik alle zwei Jahre zusammen. Die Tagung, die bislang nur im englischsprachigen Raum stattfand, wird nun zum ersten Mal nach Deutschland geholt. Die Keynotes werden von Ruth Ayaß (Klagenfurt), Ana Deumert (Cape Town), Rodney Jones (Hong Kong) und Robin Queen (Michigan) gehalten. Der Call for Papers wird Ende September 2014 geöffnet. Die Leitung der lokalen Organisation haben Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos und Jana Tereick (Institut für Germanistik & Institut für Medien und Kommunikation).
Kontakt über LiM-6@uni-hamburg.de

*Tagung: Entangled Media Histories – Forum III
ZEIT UND ORT: 25.-28.11.2014, Hans-Bredow-Institut
Das Forschernetzwerk „Entangled Media Histories“ (EMHIS) fördert die Zusammenarbeit zwischen drei Instituten, die auf dem Gebiet der Mediengeschichte forschen und lehren, darunter auch die „Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland“ am Hans-Bredow-Institut. Nach der Tagung in Bournemouth im Mai 2014 setzt EMHIS seine Arbeit in Hamburg fort. Vom 25. bis 28.11.2014 wird am Hans-Bredow-Institut das EMHIS-Forum III stattfinden. Parallel dazu werden mehrere Doktoranden aus Lund (Schweden) und Bournemouth (Großbritannien) für einen kürzeren oder längeren Arbeitsaufenthalt nach Hamburg kommen. Gastgeber und Ansprechpartner ist Dr. Hans-Ulrich Wagner (hans-ulrich.wagner@uni-hamburg.de)
Weitere Informationen hier und hier

2. Good to know

*Projektstart des DFG-Forschungsprojekts „Literarizität in der Medienkunst“
Zum 01.07.14 hat das von Prof. Dr. Claudia Benthien (Institut für Germanistik) geleitete Forschungsprojekt „Literarizität in der Medienkunst“ begonnen. Es handelt sich um ein von der DFG gefördertes interdisziplinäres Projekt, das zwischen Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft und Kunstgeschichte angesiedelt ist.
Ausgehend vom Russischen Formalismus wird Literarizität als der auf Sprache bezogene Bereich der Ästhetik verstanden. Literarizität beschreibt Formen des poetischen ‚Sinnüberschuss‘’, die einen künstlerischen Sprachgebrauch vom alltäglichen unterscheiden. Am Beispiel von Videokunst, Multimedia-Installationen und Netzkunst werden insbesondere mit Sprache, Stimme und Schrift im Zusammenhang stehende Bedeutungsdimensionen untersucht. Die Untersuchung strukturiert das Material anhand von vier Strategien: der Integration von Schrift und Schriftelementen, dem Gebrauch von verbalisierter Sprache, dem Rückgriff auf literarische Werke und deren Transformation in audiovisuelle Kunst sowie der Exploration und Adaptation literarischer Genres durch Medienkünstler/innen.
Das Projektteam besteht aus den Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Jordis Lau und Maraike Marxsen sowie zwei Studentischen Hilfskräften. In dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt werden beide Doktorandinnen eine thematisch einschlägige Dissertation verfassen und gemeinsame Publikationen zur Fragestellung des Projekts mit Claudia Benthien vorlegen. Für 2015 ist eine internationale Tagung geplant.
Weitere Informationen

* Rückblick: 2nd International Conference of the European Sound Studies Association 2014

Dr. Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) referierte am 28.06.2014 auf der zweiten internationalen Konferenz der European Sound Studies Association (ESSA). Mit seinem Vortrag „Sounds like Hamburg. The communicative figurations of spatial identity-building in the past and the analysis of historic sound documents“ wandte er das Konzept der “Kommunikativen Figurationen” (nach Norbert Elias) auf die Klanggeschichte an und analysierte Tondokumente aus den 30er und 40er Jahren.
Die Konferenz unter dem Titel “Sound Studies. Mapping the Field” fand vom 27. bis 29.06.2014 in Kopenhagen statt.
Weitere Informationen

* Rückblick: “Muslimische Diversität in sozialen Netzwerken – die „sichtbare“ Religiosität in den Facebook-Seiten von Kopftuch tragenden Musliminnen in der Bundesrepublik Deutschland“
RCMC-Mitglied Dr. Reyhan Sahin hielt am 02.07.2014 einen Vortrag im Rahmen einer Vortragsreihe des TürkeiEuropaZentrums (TEZ) zum Thema “Muslimische Diversität in sozialen Netzwerken – die „sichtbare“ Religiosität in den Facebook-Seiten von Kopftuch tragenden Musliminnen in der Bundesrepublik Deutschland“. Die Referentin stellte dabei wesentliche Aspekte ihres aktuellen Forschungsvorhabens vor. Die qualitative Untersuchung soll ergründen, in welcher Weise in Deutschland ansässige, muslimische Akademikerinnen verschiedener Herkunft ihre Religiosität durch Sprache und Bilder in sozialen Netzwerken ausdrücken. In welcher Weise stimmt diese Online-Darstellung mit ihrer Offline-Lebenswelt überein? Wie äußern sich politisch-nationalistische und emanzipatorische Orientierungen bei den Frauen und wodurch unterscheiden sich diese untereinander? Wie ist der Zusammenhang des orthodoxen Islam und feministischer Emanzipationsabsichten bei den Frauen zu bewerten? Das Forschungsvorhaben ist auf drei Jahre angelegt.
Weitere Informationen hier und hier

*Rückblick: Wenn Wissenschaftskommunikation digital und demokratisch wird“
Dr. Monika Taddicken und Stefanie Trümper hielten am 29.05.2014 einen Vortrag auf der 59. Jahrestagung der DGPuK in Passau zum Thema „Wenn Wissenschaftskommunikation digital und demokratisch wird“. Die Referentinnen stellten dabei zentrale Ergebnisse ihrer Untersuchung der Darstellung des Climategate-Skandals in professionellen journalistischen Online-Medien und der Blogosphäre vor. Die theoretische Rahmung basierte auf den Themenfeldern „Wissenschaft, Öffentlichkeit und Partizipation“ sowie „Wandel der Wissenschaftskommunikation und des Wissenschaftsjournalismus im Zuge der Digitalisierung“. Mit einer standardisierten Inhaltsanalyse deutscher journalistischer Online-Medien (n=125) und Weblogs unterschiedlicher Expertisegrade (n=113) wurden Aufmerksamkeitsverlauf und Umgang mit wissenschaftlichen Aussagen bei der Darstellung des Skandals untersucht. Die Ergebnisse zeigen sowohl Parallelen als auch Abweichungen in den Aufmerksamkeitsverläufen der journalistischen Angebote und der Blogs. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Bewertung des Skandals und der Klimaforschung insgesamt.
Weitere Informationen

*Think Tanks Medienmanagement an der Hamburg Media School
Prof. Dr. Insa Sjurts (Fakultät für Betriebswirtschaft) untersucht in einem Forschungsteam der Hamburg Media School, welche emotionalen Reaktionen digitale, crossmedial platzierte Werbung hervorruft. Als Teil des Think Tanks Medienmanagement kommt dabei das im Frühjahr 2014 eingerichtete HMS Neuro Competence Center (NCC) zum Einsatz. Es bietet eine Erweiterung um neurowissenschaftliche Instrumente, zu denen z.B. die Eye-Tracking-Methode gehört. Im NCC werden Fragestellungen zur kognitiven Wahrnehmung von Medien und Kommunikationsmitteln untersucht: Eine Anschlussstudie (in Kooperation mit der Huffington Post) beschäftigt sich mit den impliziten Wirkungsweisen von Native Advertising-Formaten.
Weitere Informationen

*Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

„Media Freedom Indices. What They Tell Us – And What They Don’t”

Die Doktorandin Laura Schneider hat am 30.06.2014 das von ihr verfasste Buch „Media Freedom Indices. What They Tell Us – And What They Don’t“ in Bonn vorgestellt. Die Publikation setzt sich mit den fünf bekanntesten Ranglisten zur Medienfreiheit auseinander, indem sie anhand von Daten und Experteninterviews deren Methodik untersucht. Die Medienwissenschaftlerin geht der Frage nach der Objektivität dieser Erhebungen nach und beleuchtet Stärken und Schwächen. Der Band wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und ist in der Buchreihe „Edition DW Akademie“ erschienen.
Weitere Informationen
Schneider, Laura: Media Freedom Indices. What They Tell Us – And What They Don’t (Edition DW Akademie), hrsg. Von Petra Berner und Christian Gramsch, Bonn 2014

 

3. Graduate School Media and Communication:

* Die Graduate School gratuliert Judith Lohner (WiSo-Fakultät), Nils Wlömert und Juliane Mathys (beide Fakultät für Betriebswirtschaft) zur erfolgreichen Promotion.
Juliane Mathys promovierte über „Managing Entertainment Brands”, Nils Wlömert über “Information Technology and Online Content Distribution: Empirical Investigations and Implications for the Marketing of Entertainment Products”. Judith Lohners Dissertationstitel lautete “Journalistische Erinnerung als Dimension europäisierter Öffentlichkeit. Theoretische Grundlegung und empirische Anwendung am Beispiel der „Europäischen Wende“.* Mit Ines Drefs und Michael Grimm waren zwei GMaC-Promovenden auf der Jahrestagung der International Communication Association (ICA) vom 22.05. bis 26.05.2014 in Seattle vertreten. Drefs‘ Vortragstitel lautete “Journalistic Social Web Communication: A Theoretical and Methodological Proposal for Analyzing Democratic Potential”. Grimm präsentierte zum Thema „What is Visual Framing Research? A Systematic Overview of an Emerging Field of (Visual) Communication Research”. Die ICA ist die weltweit größte internationale kommunikationswissenschaftliche Gesellschaft.
Weitere Informationen*Jana Tereick organisiert die vom 24.-25.07.2014 stattfindende Tagung “Correctly Political! Sprachkritik und kritischer Sprachgebrauch für das 21. Jahrhundert” an der Universität Hamburg. (Sprach-)Wissenschaftler_innen, Aktivist*innen und Performx beschäftigen sich damit, wie Sprache zur Kritik an Rassismus, Sexismus und Ableismus und zur kreativen Subversion genutzt werden kann. Die Keynotes werden von Noah Sow, Ruth Wodak, Lann Hornscheidt, Heike Wiese und Reyhan Şahin gehalten. Die Tagung wird von der Körber-Stiftung gefördert.ZEIT und ORT: 24.-25.07.2014, Edmund-Siemers-Allee 1, Ostflügel, Saal ESA1 O 221
Weitere Informationen und Anmeldung

4. People at the RCMC:

*PD Dr. Andreas Stuhlmann, dem RCMC seit Gründung als Koordinator und Mitglied des Direktoriums und der GMaC als Mentor und Betreuer von Dissertationsprojekten verbunden, wechselt zum Herbst-Semester 2014 für zunächst zwei Jahre als Associate Professor of German and Media Studies an die University of Alberta nach Edmonton, Kanada. Er bleibt dem RCMC als Research Fellow verbunden.

*Dr. Monika Taddicken hat den Ruf der Technischen Universität Braunschweig angenommen und besetzt dort ab dem 1. Oktober 2014 die Professur für Kommunikations- und Medienwissenschaften. Monika Taddicken kam im Sommer 2009 von der Uni Stuttgart-Hohenheim nach Hamburg, um hier im DFG-Projekt “Klimawandel aus Sicht der Medienrezipienten” (Leitung: Prof. Irene Neverla, WiSo-Fakultät) zu arbeiten; seit 2013, mit der dritten Bewilligungsphase, auch als Mit-Antragstellerin. Zugleich wechselte Monika Taddicken 2013 zu CLISAP, als Koordinatorin der Media Research Group “Climate Change, Perception and Communication”. Monika Taddicken bleibt dem RCMC als Research Fellow verbunden.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 10 April 2014

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

die Hamburger Hochschulen und speziell die Universität sind neuerdings verstärkt Gegenstand der öffentlichen Debatte. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ und auch das „Hamburger Abendblatt“ haben mit Beiträgen von Ex-Bürgermeistern der Hansestadt die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung von Wissenschaft, Forschung und akademischer Ausbildung hervorgehoben. Nicht unbedingt zu Gunsten der UHH. Seit einem weiteren Beitrag von UHH-Präsident Lenzen im „Hamburger Abendblatt“ wogt die Debatte weiter hin und her – das Thema bleibt auf der öffentlichen Agenda.

Die Leistung der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an der Universität Hamburg stärker sichtbar zu machen (innerhalb und auch außerhalb der Uni) und zur Geltung zu bringen, ist eines der Ziele des RCMC (und der Newsletter bietet hierfür ein Forum). Das RCMC bildet in Hamburg den größten Pool an akademischen Medienforscher_innen, daher sehen wir uns in der Verantwortung über unsere Universität hinaus. Wir nehmen den öffentlichen Diskurs über Leistungen und Potenziale der UHH zum Anlass, Gespräche zwischen den Hamburger Hochschulen und ihren Medienforschern zu suchen und dabei fachspezifische und hochschulpolitische Aspekte zu verbinden. Wir werden darüber berichten.

Im neuen Newsletter finden Sie wie immer Informationen über das aktuelle Geschehen – Vorträge und Konferenzen, Publikationen und Projekte der Medien- und Kommunikationsforschung an der UHH, sowie Hinweise auf neue RCMC-Mitglieder.

Ein schönes und erfolgreiches Sommersemester 2014 wünscht
Ihre

Irene Neverla
– für den RCMC-Vorstand –

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung „Medienkulturen des Dokumentarischen (Teil 1) – Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur“
ZEIT UND ORT: Montags, 07.04.2014 – 07.07.2014, jeweils 18-20 Uhr, VMP 6, Hörsaal C
Die Ringvorlesung führt ein in die medialen Praktiken und Theorien des dokumentarischen Films und gibt einen Überblick über dessen Ausdifferenzierung in verschiedenen Medienkulturen. Dazu zählen konkrete Arbeits- und Produktionsprozesse in verschiedenen Medien ebenso wie die Auseinandersetzung mit zentralen Themen, Konzepten und Ästhetiken des dokumentarischen Films. Anhand von Fallbeispielen werden charakteristische Merkmale unterschiedlicher dokumentarischer Ansätze vorgestellt und durch WissenschaftlerInnen, FilmemacherInnen und VertreterInnen einschlägiger Institutionen vermittelt. Die Ringvorlesung wird in Kooperation mit Mitgliedern des DFG-Projekts “Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945-2005”, der Gruppe “dokART” und dem Kommunalen Kino Hamburg, dem Metropolis, durchgeführt.*

Konferenz re:publica

ZEIT UND ORT: 06.05.2014 -08.05.2014, Station Berlin, Luckenwalder Str. 4-6, Berlin
Unter dem Motto „Into the wild“ findet 2014 zum achten Mal die Social-Media-Konferenz „re:publica“ statt. Im Zentrum stehen verschiedene Ansätze, um das Internet und die Gesellschaft der nahen Zukunft zu verstehen und zu verbessern. Etwa 500 Vortragende werden die Netzgemeinschaft aus der politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Perspektive betrachten. Auch zwei Mitglieder des RCMC sind an einer Veranstaltung beteiligt: PD Dr. Wiebke Loosen und Nele Heise, M.A. befassen sich in einem Vortrag mit der Nicht-Nutzung bestimmter Bereiche des Internets. Neben aktuellen Forschungsergebnissen zu den Folgen und Ursachen dieses bewussten Verzichts ist auch eine Diskussion zum Thema vorgesehen. Das Programm ist über die Konferenz-Website abrufbar.
Weitere Informationen
* Erzähltheoretisches Kolloquium

ZEIT UND ORT: Donnerstag, 17.04.2014, 15.05.2014 und 05.06.2014, jeweils 18: 15 Uhr, VMP 6, Raum 1314
Organisation: Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikation), Prof. Dr. Ulrich Moennig (Institut für Griechische und Lateinische Philologie) & Lena Schüch, M.A. (Institut für Germanistik)
Das erzähltheoretische Kolloquium geht in diesem Sommersemester in die achte Runde: Zu den nächsten Treffen des interdisziplinären und fächerübergreifenden Kolloquiums sind alle Student_innen und Doktorand_innen herzlich eingeladen, die planen oder schon dabei sind, eine Abschlussarbeit, einen Forschungsantrag oder ein anderes Projekt im Bereich der Erzähltheorie zu schreiben oder vorzubereiten. Im Kolloquium wird es möglich sein, in lockerer Atmosphäre Impulse für das eigene Thema zu sammeln, grundlegende Fragestellungen und Konzepte zu besprechen, eigene Projekte vorzustellen und zu diskutieren sowie sich über Institutsgrenzen hinaus mit anderen Studierenden, Promovierenden und auch Lehrenden zu vernetzen. Bei Interesse wird um eine kurze Anmeldung per Email an lena.schuech [a t] public.uni-hamburg.de gebeten.
Weitere Informationen

*Tagung “Theatre and History: Cultural Transformations”
ZEIT UND ORT: 19.06.2014 bis 22.06.2014, Elsa Brändström Haus, Kösterbergstraße 62, Hamburg
The 2014 CDE conference (Society for Contemporary Drama in English) addresses versions and visions of history in contemporary drama and theatre in English across the world. It aims to investigate the relations between theatre and history, to analyse different temporalities in performance, and to explore the historical visions thus emerging. The conference is organized by Ute Berns, Department of English and American Studies, at the University of Hamburg and will be held as a residential conference at Elsa Brändström Haus in Hamburg.
Weitere Informationen

2. Good to know

*DGPuK Jahrestagung “Digitale Öffentlichkeit(en)”
ZEIT UND ORT: 28.05.-30.5.2014 in Passau
Mehrere RCMC-Mitglieder sind mit Vorträgen bei der 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft vertreten:

Dr. Monika Taddicken und Stefanie Trümper: „Wenn Wissenschaftskommunikation digital und demokratisch wird. Eine Untersuchung der Darstellung des Climategate-Skandals in professionellen journalistischen Online-Medien und der Blogosphäre“,  Abstract-Panel 12 „Digitaler Klimajournalismus“, 29.05.2014: 15.30-17.00.
Weitere Informationen

Prof. Dr. Uwe Hasebrink: „Kommunikationsrepertoires und digitale Öffentlichkeiten. Ein konzeptioneller Ansatz und erste empirische Befunde“
Offenes Panel 2 „Mediennutzungs- und Medienwirkungsforschung 2.0“, 29.05.2014: 15:30-17:00.
Weitere Informationen

PD Dr. Wiebke Loosen, Julius Reimer, Nele Heise, Dr. Jan-Hinrik Schmidt: „Was Journalisten wollen und sollen: Rollenselbstverständnis im Abgleich mit Erwartungen des Publikums“
Abstract-Panel 9: Grenzen partizipativer Kommunikation, 29.05.2014: 13:30-15:00.
Weitere Informationen

* Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen

Sammelband „Journalismus und (sein) Publikum“
PD Dr. Wiebke Loosen (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) hat gemeinsam mit Dr. Marco Dohle (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) den Band „Journalismus und (sein) Publikum. Schnittstellen zwischen Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung“ herausgegeben. Auf 355 Seiten befassen sich die Autoren mit der Beziehung zwischen Journalismus und Publikum. Dabei thematisieren sie den Wandel der Kommunikationsverhältnisse im Online-Zeitalter und bieten einen Ausblick auf neue sich daraus ergebende Forschungsfelder. Zu den behandelten Schwerpunkten gehören die Partizipation im Journalismus, Urteile über journalistische Qualität sowie die Wirkung journalistischer Darstellungsmittel.
Weitere Informationen
Dohle, Marco/ Loosen, Wiebke (Hrsg.)(2014): Journalismus und (sein) Publikum. Schnittstellen zwischen Journalismusforschung und Rezeptions- und Wirkungsforschung. Wiesbaden: Springer VS.

Sammelband „Media and Revolt“
Prof. Dr. Kathrin Fahlenbrach (Institut für Medien und Kommunikation) hat mit den Professoren Erling Sivertsen und Rolf Werenskjold (Volda University College, Norwegen) einen Sammelband herausgegeben. Darin untersuchen die Autoren, inwieweit soziale Bewegungen seit den 60er Jahren die Aufmerksamkeit von Massenmedien erregt haben. Welche Rolle spielten dabei Symbole, Bilder und Protest Performance? Die Beiträge von Medienwissenschaftlern, Historikern und Soziologen befassen sich mit theoretischen Ansätzen und Fallstudien über Print, Fernsehen, Film und Internet und soziale Medien.
Weitere Informationen
Fahlenbrach, Kathrin/ Sivertsen, Erling/ Werenskjold, Rolf (Hrsg.) (2014): Media and Revolt. Strategies and Performances from the 1960s to the Present. New York/Oxford: Berghahn Books.

Sonderausgabe Triple C: “Critical Visual Theory”
Ebenfalls als Mitherausgeberin wirkte Prof. Dr. Kathrin Fahlenbrach bei einer Spezialausgabe des Open Access Journals Triple C (Communication, Capitalism & Critique) mit. Diese widmet sich der kritischen Bildwissenschaft in drei verschiedenen Themengruppen. Behandelt werden die Bilderzeugung als Machtinstrument, Prozesse des Wandels und der Rekanonisierung in Bildkulturen sowie Ansätze der kritischen Bildwissenschaft.
Die Ausgabe ist online verfügbar
Ludes, Peter/ Nöth, Winfried/ Fahlenbrach, Kathrin (Hrsg.) (2014): Critical Visual Theory. Special Issue of triple C: Communication, Capitalism & Critique. Open Access Journal for a Global Sustainable Information Society. Vol. 12, No 1 (2014).

Monographie „Mann des gedruckten Wortes. Helmut Schmidt und die Medien“
Dr. Thomas Birkner (Universität Münster), assoziertes RCMC-Mitglied, widmet sich in „Mann des gedruckten Wortes“ dem publizistischen Wirken Helmut Schmidts. Gegenstand des zehnten Bandes der Schriftenreihe der Helmut und Loki Schmidt-Stiftung ist dabei das Spannungsverhältnis zwischen Politik und Medien. Birkner konnte im Privatarchiv von Helmut Schmidt Dokumente auswerten und hat unter anderem mit Peer Steinbrück, Giovanni di Lorenzo und Klaus Bölling Interviews zu Schmidts Umgang mit den Medien geführt. Neben ersten Beiträgen aus Hamburger SPD-Blättern und den späteren zahlreichen ZEIT-Artikeln ist dabei auch seine Rolle in der Hamburger Flutkatastrophe sowie der Kampf gegen die RAF von zentraler Bedeutung. Der ehemalige Bundeskanzler betonte stets die Wichtigkeit der Medien als vierte Gewalt, zugleich aber auch die Notwendigkeit, deren Macht zu kontrollieren.
Im Mai wird das Buch durch Prof. Dr. Michael Naumann, Direktor der Barenboim-Said-Akademie und früher Kulturstaatsminister, im Beisein von Helmut Schmidt in Hamburg vorgestellt.
Weitere Informationen
Birkner, Thomas (2014): Mann des gedruckten Wortes. Helmut Schmidt und die Medien. Bremen: Edition Temmen.

3. Graduate School Media and Communication:

* Ann Mabel Sanyu promoviert seit dem Wintersemester 2013/2014 an der GMaC. In den kommenden Jahren bearbeitet sie hier ihr Promotionsthema “African women migrants use of new media for identity and sense of belonging”. Die gebürtige Uganderin absolvierte zuvor das Erasmus-Mundus Masterprogramm „Journalism, Media and Globalisation“ in Aarhus und Hamburg. Als Reporterin und Moderatorin und Nachrichtenplanerin war sie zudem für die Uganda Broadcasting Corporation tätig.

* Felix Schröter und Sebastian Armbrust sind für Vorträge zur Jahrestagung der Society for Cognitive Studies of the Moving Image vom 11.06. bis14.06.2014 in Lancaster, Pennsylvania eingeladen. Auf dem diesjährigen Programm stehen u.a. die Themen von zwei GMaC-Promovenden: „Awesome! Video Game Aesthetics and the Moment of Awe“ (Felix Schröter) und „A cognitive Semantics of Plotting in Serial Television Drama” (Sebastian Armbrust). Im vergangenen Jahr hatte die Konferenz an der Berliner Universität der Künste stattgefunden. Die SCSMI ist eine interdisziplinäre Organisation aus Wissenschaftlern, die sich für kognitive, philosophische, ästhetische, neurophysiologische und evolutionspsychologische Ansätze der Analyse von Film und anderen Bewegtbild-Medien interessiert.
Weitere Informationen

4. International News:

*Kickoff-Meeting von MeCoDEM in Leeds: EU-Forschungsprojekt zur Rolle von Medien in Demokratisierungskonflikten gestartet
Das im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderte Verbundprojekt MeCoDEM (Media, Conflict and Democratisation) hat offiziell begonnen. Beteiligt sind unter anderen Prof. Dr. Irene Neverla sowie die GMaC-Mitglieder Judith Lohner und Laura Schneider. Vom 26. bis 28. März trafen sich die Mitglieder des Forschungskonsortiums und des Advisory Boards auf Einladung der Projektkoordinatorin Dr. Katrin Voltmer zu einem Kickoff-Meeting in Leeds, UK.
MeCoDEM untersucht die Rolle von traditionellen und neuen Medien in Konflikten, die Transformationsgesellschaften im Rahmen von Demokratisierungsprozessen erfassen können. Die empirische Forschung fokussiert dabei mit Serbien, Ägypten, Kenia und Südafrika auf vier so genannte “Emerging Democracies“.
Als erstes empirisches Teilprojekt wird in den kommenden Monaten unter der Leitung von Prof. Nebojsa Vladisavljevic (Universität Belgrad) eine Inhaltsanalyse der medialen Berichterstattung zu relevanten Demokratisierungskonflikten in den vier Untersuchungsländern durchgeführt.
Die Feldforschung im von Irene Neverla geleiteten Teilprojekt, das die Arbeitspraktiken, Rollenverständnisse und ethischen Orientierungen von Journalistinnen und Journalisten in Demokratisierungskonflikten untersucht, beginnt im Herbst 2014. Am 6. und 7. Oktober 2014 begrüßt das Hamburger Team um Irene Neverla und Projektmitarbeiterin Judith Lohner die am Teilprojekt mitwirkenden MeCoDEM-Mitglieder für ein so genanntes Fieldwork Meeting in der Hansestadt.
Insgesamt acht Universitäten wirken im Forschungskonsortium mit. Neben Leeds, Hamburg und Belgrad sind dies: Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr Barbara Thomaß und ihre Mitarbeiterin Laura Schneider), Universität Oxford (Dr. Nicole Stremlau), Rhodes University Grahamstown (Prof. Herman Wasserman), die Universität Stockholm (Prof. Christian Christensen) und die American University in Cairo (Dr. Marco Pinfari).
MeCoDEM wird von der EU mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro unterstützt, die Fördersumme für die Universität Hamburg beträgt rund 307 000 Euro.

5. People at the RCMC:

Das Direktorium hat als neues RCMC-Mitglied bestätigt: Prof. Dr. Gertraud Koch, Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie. Herzlich willkommen!

Zu den Regeln der Mitgliedschaft: RCMC-Mitglied kann werden, wer Vollmitglied der UHH ist und auf dem Gebiet der Medien- und Kommunkationsforschung tätig ist. Der Nachweis darüber wird i.d.R. durch mindestens zwei einschlägige wissenschaftliche Publikationen erbracht. Selbstnominierung (eigener Antrag online) ist möglich.
Für nähere Informationen kontaktieren Sie gerne eines der RCMC- Direktoriumsmitglieder.
Auf der Website finden Sie eine Übersicht der RCMC-Vollmitglieder sowie weitere Übersichten zu den RCMC-Alumni (Ehemalige, die nun an anderen Hochschulen tätig sind) sowie RCMC-Assozierte Mitglieder (Ehemalige, die nun an anderen Hochschulen tätig sind, jedoch durch Forschungsprojekte in besonderer Weise der UHH verbunden sind).

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 9 Februar 2014

 

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

im zurückliegenden Wintersemester 2013/14 wurde das RCMC-Direktorium von der Mitgliederversammlung neu gewählt. Die Mitglieder des neuen Direktoriums – sie sind gleich anschließend genannt – bilden wiederum alle in der Medien- und Kommunikationsforschung aktiven Fakultäten ab. Durch die ebenfalls im Wintersemester erfolgte Änderung der Fakultätenstruktur ist die Medien- und Kommunikationsforschung an der UHH nun auf sechs beteiligte Fakultäten und das Bredow-Institut verteilt. Umso wichtiger wird die Bündelung der Informations-, Koordinations- und Initiativfunktionen durch das RCMC, zwischen den Forschenden, zwischen den Organisationseinheiten der UHH und auch nach außen hin.

Das neu gewählte Direktorium ist dabei, Ziele der nächsten Jahre zu definieren – im Hinblick auf bessere Vernetzung und Information, Optimierung der Forschungskooperationen, Publikationsstrategien, Nachwuchsförderung. Wir machen es noch spannend und wollen die Ergebnisse unserer Planungen und erste praktische Schritte im Newsletter im Sommer detailliert vorstellen.

Herzlich willkommen ist, wer RCMC-Mitglied werden möchte. Voraussetzung ist lediglich die Mitgliedschaft als WissenschaftlerIn an der UHH und Forschungstätigkeiten in der Medien- und Kommunikationsforschung (was für Nachwuchskräfte bedeutet, dass i.d.R. zwei wissenschaftliche Publikationen vorliegen). Ein formloses Schreiben an das RCMC-Direktorium mit einem kurzen CV und den wichtigsten Publikationen genügt.  

Mit besten Wünschen für die vorlesungsfreie Zeit – Erholung und Produktivität und Freude wünscht Ihre

Irene Neverla
(Sprecherin des RCMC-Direktoriums)

 Hier die Mitglieder des für den Zeitraum 2013-2015 gewählten RCMC-Direktoriums – wir bedanken uns für das Vertrauen, das die Mitglieder in uns setzen!

Hauptmitglieder:
Irene Neverla (WiSo) Sprecherin
Thomas Weber (GW) Stv. Sprecher
Uwe Hasebrink (HBI/GW) Stv. Sprecher
Gabriele Klein (PB)
Michel Clement (BWL)

Stellvertretende Mitglieder:
Volker Lilienthal (WiSo)
Astrid Böger (GW)
Wolfgang Schulz (HBI /Rechtswissenschaft)
Rudolf Kammerl (EW)
Henrik Sattler (BWL)

 

1. Come and Meet:

* Radiostammtisch

ZEIT UND ORT: 5.3.2014, 18 Uhr, Café Nuestro, Ruschbahn 17
Der Radiostammtisch ist eine neue Initiative innerhalb des RCMC, um Radioforscher und an Radioforschung Interessierte locker und informell ins Gespräch zu bringen. Organisiert wird der Radiostammtisch von Nele Heise, Dr. Corinna Lüthje und Dr. Hans-Ulrich Wagner. Das erste Treffen fand am 15. Januar statt und gefiel allen Anwesenden so gut, dass gleich ein neuer Termin vereinbart wurde. Das nächste Treffen findet am 5. März um 18 Uhr im Café Nuestro statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und werden gebeten, sich mit Corinna Lüthje unter mail [a t] corinnaluethje.eu in Verbindung zu setzen.

* Konferenz „Science 2.0“
ZEIT UND ORT 26.-27. März 2014, Empire Riverside Hotel
Wissenschaftler zahlreicher Disziplinen kommen vom 26. bis 27. März in Hamburg zusammen, um zu beleuchten, wie das Internet mit seinen vielfältigen Web 2.0-Anwendungen Forschungs- und Publikationsprozesse in der Wissenschaft verändert. Die Konferenz wird vom Leibniz Forschungsverbund „Science 2.0“ organisiert, dem seit 2013 auch das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung angehört. Am Vortag der Konferenz wird zudem ein Wikipedia-Workshop angeboten. Programmeinsicht und Anmeldung können auf der Veranstalter-Website vorgenommen werden.
Weitere Informationen

* RCMC-Schwerpunkt “Spiele und virtuelle Welten”
Felix Schröter (Medienwissenschaft, GW/IMK) und Jun.Prof. Dr. Alexander Unger (Erziehungswissenschaft, EW 1) laden Interessierte ein zu neuen Aktivitäten im RCMC-Schwerpunkt “Spiele und virtuelle Welten”.  Ein erstes Arbeitstreffen für Ideenaustausch ist geplant für Mittwoch, den 23. April 2014, um 19 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben). Neben einer allgemeinen Ideenfindung zur Arbeit der Gruppe soll es konkret um die Beteiligung am PLAY14-Festival gehen, das vom 16.-20.9.14 in Hamburg stattfindet, sowie um die Einrichtung eines ‘Games-Stammtisch’ (Vorschlag: 2-3mal im Semester, jeweils Mittwoch 19 Uhr), der sich ggf. auch zu einem Kolloquium für Games-bezogene Promotionsprojekte, studentische Abschlussarbeiten oder andere Projektideen weiterentwickeln kann. Interessierte können sich auch erst einmal unverbindlich melden per Mail an felix.schroeter [a t] uni-hamburg.de.

 

2. Good to know

* Rückblick: Erzähltheoretisches Kolloquium
Am 16. Januar 2014 ist die siebente Runde des Erzähltheoretischen Kolloquiums zu Ende gegangen. Die drei Treffen im Wintersemester 2013/2014 wurden durch Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikation), Prof. Dr. Ulrich Moennig (Institut für Griechische und Lateinische Philologie) und Lena Schüch, M.A. (Institut für Germanistik) organisiert. Das interdisziplinäre und fächerübergreifende Kolloquium wurde im November und Dezember 2013 durch zwei Gastvorträge bereichert: PD Dr. Jan Alber von der Universität Freiburg referierte über „Das Unnatürliche und die Postmoderne“. Simona Zetterberg Gjerlevsen von der Aarhus University sprach über „Fictionality and the Novel“.
Das erzähltheoretische Kolloquium wird auch im kommenden Sommersemester 2014 fortgesetzt. Alle an Erzählforschung interessierten Studierenden und Promovierenden sind dazu herzlich eingeladen. Die Treffen werden im April, Mai und Juni jeweils an einem Donnerstagstermin stattfinden. Die genauen Daten werden im kommenden Newsletter bekanntgegeben.

* Rückblick: 1. Jahrestagung der Ad-Hoc-Gruppe „Wissenschaftskommunikation“
Ines Schaudel, Dr. Monika Taddicken und Prof. Dr. Irene Neverla haben am 1.Februar 2014 einen Vortrag bei der DGPuK-Tagung am IPMZ der Universität Zürich gehalten. Mit dem Thema „Let’s talk about… Veggie-Day oder Weltklimabericht? Themen und ihre Bewertungen in der Online-Klimakommunikation in verschiedenen Kommunikationsarenen“ erbrachten sie einen Beitrag zur 1. Jahrestagung der Ad-Hoc-Gruppe «Wissenschaftskommunikation» der DGPuK. Die Referentinnen stellten Ergebnisse der quantitativen Online-Inhaltsanalyse zur Onlinekommunikation über den Klimawandel vor. Diese war im Rahmen des DFG-Projekts „Klimawandel aus Sicht der Medienrezipienten“ durchgeführt worden. Untersucht wurden unterschiedliche Online-Kommunikationsarenen, darunter Online-Nachrichten und die dazugehörigen Nutzerkommentare, Diskussionsforen und wissenschaftliche Expertenblogs. Von besonderem Interesse war dabei, worüber in der Onlinekommunikation zum Klimawandel genau gesprochen wurde, wie klimaskeptisch die Beiträge waren und wie darin Klimawissenschaft und der Weltklimabericht bewertet wurden.
Weitere Informationen 

*Tagung „Queer Film Culture: Queer Cinema and Film Festivals“
Skadi Loist (Institut für Medien und Kommunikation) plant im Rahmen der im Oktober 2014 stattfindenden 25. Lesbisch Schwulen Filmtage eine Tagung zum Thema „Queer Film Culture: Queer Cinema and Film Festivals“. Über den Antrag auf Finanzierung durch den Körber Fonds Nachwuchsforschung an der Universität Hamburg wurde nun positiv entschieden. Die Tagung soll vom 14. bis 15. Oktober 2014 stattfinden.

* Forschungsprojekt „Literarizität in der Medienkunst“
Das von Prof. Dr. Claudia Benthien (Institut für Germanistik II) bei der DFG beantragte Forschungsprojekt „Literarizität in der Medienkunst“ ist im Dezember 2013 bewilligt worden. Die Förderung umfasst u.a. zwei wissenschaftliche Mitarbeiterstellen sowie Sachmittel. Das Projekt fragt nach den Potenzialen einer literaturwissenschaftlichen Analyse von Medienkunst. Am Beispiel von Videokunst, Multimedia-Installationen und Netzkunst werden insbesondere mit Sprache, Stimme und Schrift in Zusammenhang stehende Bedeutungsdimensionen untersucht. Anhand ausgewählter Werke werden Ebenen des Literarischen erschlossen und differenziert, wie sie sich etwa in poetischen Titeln, integrierten Textsegmenten, akustischen Sprachpassagen, lyrischen Sprechweisen, narrativen Strukturen oder dramatischen Handlungsverläufen finden. Das Projekt, zu dem bereits eine Reihe von Aufsatzpublikationen vorliegen, baut auf einem umfänglichen Korpus von internationalen Medienkunst-Arbeiten auf, u.a. von Vito Acconci, Irit Batsry, Young-Hae Chang Heavy Industries, Keren Cytter, Tracey Emin, Jochen Gerz, Anna Gollwitzer, Mona Hatoum, Freya Hattenberger, Gary Hill, Ferdinand Krivet, Bruce Nauman, Magdalena von Rudy, Sam Taylor-Wood und Peter Weibel.
Weitere Informationen

 * Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen

 Sammelband „Der Sound des Jahrhunderts“

Für das Multimediaprojekt „Der Sound des Jahrhunderts“ hat Dr. Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) mehrere Beiträge zur Geschichte des Radios geschrieben. In sechs Abschnitten rekonstruieren und analysieren die Autoren die unterschiedlichen Klangwelten zwischen den Medienrevolutionen des beginnenden und des endenden 20. Jahrhunderts. In seinen vier Aufsätzen befasst sich Hans Ulrich Wagner aus historischer Sicht mit Mikrofonberufen, Radiosignalen sowie -meldungen und dem Hörspiel. Die 634-seitige Buchausgabe enthält auch eine DVD mit Hörproben. „Der Sound des Jahrhunderts“ wurde von Gerhard Paul und Ralph Schock herausgegeben und ist Ende 2013 bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen.
Weitere Informationen
Paul, Gerhard/Schock, Ralph (2013): Sound des Jahrhunderts. Geräusche, Töne, Stimmen 1889 bis heute. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.  

Aufsatz „Von einsamen Mädchen, Prom-Queens und ‘coolen Säuen’. Die Webserie als neue serielle audiovisuelle Erzählform im Internet”
Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikation) schrieb für den eben erschienenen Sammelband „Expanded Narration. Das neue Erzählen“ einen Beitrag mit dem Titel “Von einsamen Mädchen, Prom-Queens und ‘coolen Säuen’. Die Webserie als neue serielle audiovisuelle Erzählform im Internet”. Der Beitrag umreißt das Feld an Webserien anhand von unterschiedlich konzipierten Beispielen: lonelygirl 15 (USA 2006-2008), Prom Queen (USA 2007, 2010) und Pietshow (D 2008). Dabei stützt sich Kuhn auf die Arbeitshypothese, Webserien sollten nicht nur nach werkinternen Merkmalen, sondern auch im Hinblick auf kontextuelle Faktoren analysiert werden. Hintergrund dafür ist der Einfluss medialer, lokaler und sozialer Rahmung von Webserien auf Genremuster und Erzählkonventionen. Zugleich wird gezeigt, wie Webserien auf Genremuster und Erzählkonventionen aus Film und Fernsehen zurückgreifen.
Weitere Informationen
Kuhn, Markus (2013): Von einsamen Mädchen, Prom-Queens und ‘coolen Säuen’. Die Webserie als neue serielle audiovisuelle Erzählform im Internet, in: Kracke, Bernd/Ries, Marc (Hgg.), Expanded Narration. Das neue Erzählen, Bielefeld: transcript 2013, S. 305-321.

Aufsatz „The ‘Privacy Paradox’ in the Social Web“
Obwohl Internetnutzer besorgt sind um ihre Online-Privatsphäre, spiegelt ihr Internetnutzungsverhalten diese Bedenken nicht wider. Vielfach wird eine erhöhte Selbstoffenbarung von persönlichen Informationen online, insbesondere im Social Web, festgestellt. Das sogenannte „Privacy Paradox“ ist Gegenstand der neusten Veröffentlichung von Dr. Monika Taddicken: „The ‘Privacy Paradox’ in the Social Web: The Impact of Privacy Concerns, Individual Characteristics, and the Perceived Social Relevance on Different Forms of Self-Disclosure“. Der Beitrag im Journal of Computer-Mediated Communication bezieht sich auf eine Studie, die den möglichen Einfluss von Datenschutzbedenken, psychologischen Merkmalen, Einstellungen zum Social Web und Alter auf Selbstoffenbarung untersucht. Die Ergebnisse einer Online-Befragung einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Internet-Nutzer (n = 2.739) zeigen, dass Datenschutzbedenken kaum direkten Einfluss auf die Selbstoffenbarung haben, dass aber unterschiedliche Variablen diese Beziehung moderieren. Wahrgenommene soziale Relevanz des Social Web, die Anzahl der subjektiv wichtigen Anwendungen sowie die generelle Offenbarungsbereitschaft der Nutzer spielen bei der Veröffentlichung von sensiblen persönlichen Informationen eine wichtige Rolle.
Der Artikel ist online abrufbar.
Taddicken, Monika (2014): The ‘Privacy Paradox’ in the Social Web: The Impact of Privacy Concerns, Individual Characteristics, and the Perceived Social Relevance on Different Forms of Self-Disclosure, in: Journal of Computer-Mediated Communication 19 (2014), S. 248-274.

 

3. Graduate School Media and Communication:

* Die Promovierenden der GmaC Graduate School Sebastian Armbrust und Felix Schröter nehmen vom 24. bis 28. Februar an der Veranstaltung “Transmedial Worlds in Convergent Media Culture. Winter School at the Graduate Academy of the University of Tübingen, Germany” teil. Mit eigenen Vorträgen bringen sie Impulse zu ihren Dissertationsthemen in die Diskussion um transmediale Welten ein. Mit seinem Thema „Mad Men between Historical Fiction, Transmedial World and Pop-Culture Phenomenon“ wird Sebastian Armbrust an seinen Vortrag bei der Informations- und Diskussionsveranstaltung „Repeat, Remix, Remediate: Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medien“ anknüpfen. Für die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius hatte er am 13.11.2013 sein Projekt „Mad Men als Remediation der 1960er“ vorgestellt.
Weitere Informationen

 *Julius Reimer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung und assoziiertes Mitglied der GMaC, hat am 22. Januar an der Technischen Universität Dortmund über den “Freiberufler als Marke am Beispiel des Journalisten” gesprochen. Der 90-minütige Vortrag war Teil der Veranstaltungsreihe “Freiberuflich in Kultur & Medien” der tu>startup Entrepreneurship School und lehnte sich inhaltlich an Reimers Dissertations-Projekt zu den Markenführungsstrategien von Journalisten an: Durch Fallbeispiele illustriert wurden Theorie, Funktionen und Bestandteile einer ‘Journalisten-Marke’ vorgestellt sowie die Besonderheiten im Vergleich zu den Marken von Medienorganisationen aufgezeigt. Dabei wurden auch die Potentiale und Probleme erörtert, die sich aus dem ‘Personal Branding’ von Journalisten ergeben (können): für die Journalisten selbst, die Medienunternehmen, für die sie arbeiten, sowie den Journalismus und die Gesellschaft im Ganzen. Die Folien zum Vortrag sind online verfügbar.
Weitere Informationen

 

4. International News:

Erasmus Mundus Gastvortrag von Dr. Neil Thurman
Am 9. Januar 2014 war Dr. Neil Thurman (City University London) an der Universität Hamburg zu Gast. Vor den Hamburger Studenten des Erasmus Mundus Studiengangs „Journalism, Media and Globalisation“ hielt er einen Vortrag über Medienpublikumsmessung. Thurman stellte Methoden vor, welche Fernseh-,Radio-, Zeitungs- und Internetnutzung messbar machen. Dabei bezog er sich auch auf seine Studie „Newspaper Consumption in the Digital Age: Measuring Multi-Channel Audience Attention and Brand Popularity“ (2014). Darin untersucht Thurman die Nutzung von britischen Zeitungen und ihren Online-Versionen im In- und Ausland.
Im Netzwerk des Mundus Studiengangs ist Thurman eine tragende Säule. Als Mundus Journalism Programmdirektor koordiniert er das Zweigprofil der City University London, „Multimedia Business Reporting“.
Weitere Informationen

 

5. People at the RCMC:

Dr. Marie Cronqvist, Associate Professor in Journalism and Media History an der Universität Lund, Schweden, ist seit Oktober 2013 bis Mai 2014 Gastwissenschaftlerin am Hans-Bredow-Institut. Im Rahmen des Kooperationsprojekts Entangled Media History (EMHIS), finanziert von STINT (Swedish Foundation for International Cooperation in Research and Higher Education), untersucht sie den Austausch von Fernsehprogrammen zwischen der DDR und Schweden 1969 bis 1989.

 

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

   

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 8 November 2013

 

Editorial

 

Summer School 2013Die Teilnehmer_innen und das Team 
der RCMC-Summer School 2013
“Repeat, Remix, Remediate”

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
“Repeat, Remix, Remediate – Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medien” – dieses Thema begleitet uns anhaltend. Es war Hauptthema bei der internationalen RCMC-Summer School 2013. Es ist bald Thema einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von RCMC und ZEIT-Stiftung am 13.11.2013. Und es erweist sich als ein Kernthema des RCMC und der angeschlossenen Graduate School Media and Communication – neuerdings auch aus aktuellen Gründen: Das Thema berührt auch Formen und Normen der (Wieder-)Verwendung digitaler Daten und damit die Big-Data-Debatte, die mit dem NSA-Skandal eine breitere Öffentlichkeit erreicht hat.
 
Über Kernthemen im RCMC-Netzwerk, ebenso wie über kleinere und mittlere Forschungsvorhaben und Kooperationsoptionen werden wir uns wechselseitig bei der nächsten RCMC-Mitgliederversammlung informieren können. Der Vorstand lädt ein zur Mitgliederversammlung am 28.11.2013 (Zeit und Ort s.u.). Auf der Tagesordnung steht satzungsgemäß auch die Neuwahl des Vorstands.
 
Wer kommt, hat aber vor allem Gelegenheit über laufende Forschungsaktivitäten zu informieren und informiert zu werden, und Gelegenheit zum Networking beim anschließenden kleinen Empfang. Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

 

Mit besten Grüßen,
 
Irene Neverla
 
– Sprecherin des RCMC-Vorstands (RCMC-GD) –

 

1. Come and Meet:

* Einladung: “Repeat, Remix, Remediate: Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medien”
Informations- und Diskussionsveranstaltung von RCMC und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
ZEIT UND ORT: 13.11.2013, 16-18 Uhr, Esplanade 36, Raum 4011
Digitale Medienangebote sind heute im Prinzip unbegrenzt verfügbar, kopierbar, speicherbar, bearbeitbar und verbreitbar. Die Medien- und Kommunikationslandschaft wird zunehmend durch Phänomene der Wiederverwendung, Wiederaneignung oder Wiedernutzbarmachung von bereits veröffentlichten Angeboten geprägt. Darüber, wie diese Phänomene zu beurteilen sind, wird in der Öffentlichkeit heftig gestritten: Was auf der einen Seite als kreative Neuschöpfung oder als hilfreiche Anknüpfung an frühere Ereignisse Lob findet, wird auf der anderen Seite als Piraterie oder auch als Plagiat kritisiert. Das RCMC hat zu diesem Thema mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Kurzzeitstipendien an Nachwuchswissenschaftler_innen vergeben, die aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Impulse zur weiteren Bearbeitung des neuen Themenschwerpunktes erarbeitet haben, der durch die diesjährige Summer School des RCMC eröffnet wurde. Auf einer öffentlichen Veranstaltung am 13. November 2013 werden ausgewählte Ergebnisse dieses Projekts präsentiert und diskutiert.  Die Teilnahme ist kostenlos, eine kurze Anmeldung per Email an jessica.kurre [a t] uni-hamburg.de wird erbeten.
Weitere Informationen
 
 
* RCMC-Mitgliederversammlung 2013
ZEIT UND ORT: Donnerstag, 28.11.2013, 18.30 Uhr, AP1, Raum 250

Im November findet die diesjährige Mitgliederversammlung des RCMC statt: Am 28.11. sind alle Mitglieder des Forschungszentrums herzlich dazu eingeladen, sich über die Entwicklung der zahlreichen größeren und kleineren Vorhaben und Projektideen im Umfeld des Zentrums aus dem vergangenen Jahr auszutauschen. Darüber hinaus wird das Direktorium des RCMC für die kommenden zwei Jahre von den Mitgliedern neu gewählt. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, bei einem kleinen Empfang neue und langjährige Mitglieder des RCMC kennen zu lernen. 
 
 
* Ringvorlesung: “Immer und überall online? Medienpädagogische Perspektiven auf das Aufwachsen in der digitalen Gesellschaft”
ZEIT UND ORT: Montags, 18-20 Uhr, VMP 8, Raum 05
Organisation: Prof. Dr. Rudolf Kammerl (FB Erziehungswissenschaft, Medienpädagogik und Ästhetische Bildung)
Mit der Verbreitung der Smartphones wird der gesamtgesellschaftliche Trend zur persistenten Internetnutzung deutlich. Immer und überall online sein zu können, wirft neue Fragen nach dem richtigen Maß der Nutzung von Onlineangeboten auf. Berichte über exzessive Internetnutzung lassen erkennen, dass vielfältige Problempotentiale existieren, die in Familien und pädagogischen Einrichtungen zu Konflikten führen können. Wie lassen sich Maßstäbe für die Internetnutzung aushandeln? Wie können Eltern und Pädagogen die Entwicklung zur Medienkompetenz unterstützen? Welche Konsequenzen hat die Entwicklung für gesellschaftlich organisierte Enkulturationshilfen und individuelle Bildungsprozesse?
Die Teilnehmer_innen der Veranstaltung erhalten einen umfassenden Einblick in die Theorie und Praxis medienpädagogischer Interventionen. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen medienpädagogischen Handlungsfeldern werden vielfältige medienpädagogische Konzepte anschaulich gemacht und diskutiert.
 
 
* Ringvorlesung: “Medien zwischen Markt und Staat: Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur” – 2. Themenkomplex: Online-Medien, Digitale Publikationen und Games

ZEIT UND ORT: Montags, 18-20 Uhr, VMP 6, Hörsaal C

Organisation: Prof. Dr. Joan K. Bleicher, Prof. Dr. Thomas Weber & Skadi Loist, M.A. (Institut für Medien und Kommunikation)
Seit dem 14.10.2013 widmet sich die Ringvorlesung “Medien zwischen Markt und Staat” dem Wandel der Geschäftsmodelle von Buch- und Presseverlagen aufgrund der Digitalisierung und der Etablierung des WWW. Print-Zeitschriften und -Zeitungen sind ohne Online-Auftritt in ihrer Existenz bedroht, gleichzeitig sind Online-Geschäftsmodelle bislang kaum etabliert. Für das E-Book wird eine große Zukunft vorausgesagt, aber werden die Angebote vom Markt auch akzeptiert? Welche Rollen spielen dabei technische Normierungsfragen? Welche technischen Möglichkeiten öffnen sich insbesondere für AV-Content im E-Book-Bereich? Wie hat sich die Rechtssituation von E-Content in den letzten Jahren verändert? Und wie geht es eigentlich der Game-Industrie in Deutschland – Boom oder Subventionsfall? In Vorträgen und moderierten Podiumsdiskussionen werden die folgenden Themenkomplexe behandelt: 1) Presseverlage auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, 2) E-Books – neuer Markt oder Open Access, 3) Games. 
 
 
* Erzähltheoretisches Kolloquium
ZEIT UND ORT: Donnerstag, 14.11.2013, 12.12.2013 & 16.01.2014, jeweils 18:15 Uhr, VMP 6, Raum 1314

Organisation: Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikation), Prof. Dr. Ulrich Moennig (Institut für Griechische und Lateinische Philologie) & Lena Schüch, M.A. (Institut für Germanistik)
Das erzähltheoretische Kolloquium geht in diesem Wintersemester in die siebte Runde: Zu den nächsten Treffen des interdisziplinären und fächerübergreifenden Kolloquiums sind alle Student_innen und Doktorand_innen herzlich eingeladen, die planen oder schon dabei sind, eine Abschlussarbeit, einen Forschungsantrag oder ein anderes Projekt im Bereich der Erzähltheorie zu schreiben oder vorzubereiten. Im Kolloquium wird es möglich sein, in lockerer Atmosphäre Impulse für das eigene Thema zu sammeln, grundlegende Fragestellungen und Konzepte zu besprechen, eigene Projekte vorzustellen und zu diskutieren sowie sich über Institutsgrenzen hinaus mit anderen Studierenden, Promovierenden und auch Lehrenden zu vernetzen. Bei Interesse wird um eine kurze Anmeldung per Email an lena.schuech [a t] public.uni-hamburg.de gebeten.
 

2. Good to know

* Rückblick: “Repeat, Remix, Remediate” – dritte Summer School des RCMC
Die Summer School 2013 des RCMC war nach 2009 und 1010 bereits die dritte und doch eine Premiere, denn zum ersten Mal wurde sie als international ausgeschrieben und beworben. Zu dem Motto “Repeat, Remix, Remediate. Modes and Norms of Digital Media Repurposing” diskutierten vom 29. Juli bis zum 2. August 20 Teilnehmer_innen, dazu zahlreiche Gäste und Mitglieder der Universität aus insgesamt 19 Ländern die aktuellen Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medieninhalte. 
Es war zugleich der Auftakt zum gleichnamigen neuen Forschungsschwerpunkt des RCMC, der sich mit den Fragen beschäftigt, die durch die quasi unbegrenzte Verfügbarkeit, beliebige Speicherung, Bearbeitung und Verbreitung digitaler Medieninhalte für die Wissenschaft, Medienpraxis und Medienpolitik entstehen. Die Summer School hat sich diesen Fragen gewidmet und dabei in Vorträgen, Workshops und Arbeitsgruppen sowohl Wissenschaftler_innen als auch Gäste aus der Praxis zu Wort kommen lassen. 
Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Andreas Stuhlmann (Institut für Medien und Kommunikation), die Initiatoren dieser ersten internationalen Summer School, zeigten sich hoch zufrieden mit den Ergebnissen der Veranstaltung: Die Vorträge der Teilnehmer_innen und selbst waren von durchweg hoher Qualität, deckten eine Reihe von zentralen Themengebieten ab und gaben hervorragenden Input für die Diskussionen. Die Summer School hat die Relevanz des Themas noch einmal eindrucksvoll unterstrichen; der Forschungsschwerpunkt des RCMC wird sich mit den zentralen Fragen in den kommenden Jahren noch detaillierter auseinandersetzen. Das Gesamtprogramm mit Abstracts zu allen Vorträgen und Veranstaltungen sowie ein laufend aktualisierter Blog der Teilnehmer_innen finden sich unter repeat-remix-remediate.com
 
 
* Rückblick: Konferenz “American Media – European Cultures”
Prof. Dr. Astrid Böger (Institut für Anglistik und Amerikanistik) hat gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Decker (Ludwig-Maximilians-Universität München) die Konferenz “American Media – European Cultures: Negotiations of Transnational Exchange” ausgerichtet, die vom 10. bis zum 12. Oktober 2013 an der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfand. Die Tagung widmete sich an drei Tagen den unterschiedlichen Feldern des Kontaktes zwischen amerikanischer Medienkommunikation und europäischen Kulturen. Diese in wechselndem Maße durch ökonomische, ästhetische und kulturelle Aushandlungsprozesse bestimmten Felder wurden dabei anhand unterschiedlicher Erscheinungsformen des transnationalen Kulturaustausches in den Bereichen Photographie, Film, Mode, Fernsehen und Neuen Medien untersucht, in denen amerikanische Medienprodukte nicht nur für den kulturellen Kontext Europas übersetzt wurden und werden, sondern dort auch die Vorstellung distinkter, aber gleichwohl verbundener europäischer Identitäten entscheidend mit prägen. Die Eröffnungsrede hielt Prof. Dr. Udo Hebel (Universität Regensburg), der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien, es folgten Beiträge von Forscher_innen aus  den Niederlanden, Spanien, Tschechien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Deutschland und den USA.
 
 
* Neuer Webauftritt des RCMC online
Unter der bekannten Adresse www.rcmc-hamburg.de finden alle Interessierten den Online-Auftritt des RCMC ab sofort in einem neuen Gewand. Im Zuge der Umstellung auf ein neues Content-Management-System haben sich auch Layout und Erscheinungsbild der Webseite geändert. Die Informationen zum RCMC sind dabei weiterhin in den bewährten Rubriken gegliedert: Unter “Das RCMC” finden sich die Profile aller Mitglieder des Zentrums; unter “Forschung” konzentrieren sich die Darstellungen der aktuellen Forschungsschwerpunkte sowie der angegliederten Arbeitsstellen. Alle Informationen zur Graduate School Media and Communication und die Profile der Promovierenden finden sich unter “Graduate School”. Aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und sonstige Projekte erscheinen regelmäßig unter “Neuigkeiten”; dort ist auch die Web-Fassung der Newsletter-Ausgaben archiviert. Der von den Promovierenden der GMaC geführte PhD-Blog bleibt ebenfalls über einen eigenen Menüpunkt aufrufbar. 
 
 
* Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:
 
Monographie “Social Media”
Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) hat in der Reihe “Medienwissen kompakt” bei Springer VS den Band “Social Media” veröffentlicht. Plattformen wie Facebook, Wikipedia, YouTube oder Twitter haben in den vergangenen Jahren das Internet stark verändert. Sie gelten als “soziale Medien”, weil sie großen Einfluss darauf haben, wie Menschen sich selbst und ihre Interessen im Internet präsentieren, wie sie Beziehungen pflegen, neu knüpfen und sich über relevante Themen informieren.  Zugleich werfen sie eine Reihe von weit reichenden Fragen auf: Verschwindet durch soziale Medien die Privatsphäre? Machen soziale  Medien jeden zum Journalisten? Bringen soziale Medien Wissen für  alle? Sind die sozialen Medien partizipativ – oder überwachen und kontrollieren sie den Menschen? Diese Fragen beantwortet der Band aus kommunikationssoziologischer Sicht und gibt so einen Überblick darüber, wie soziale Medien unseren individuellen Alltag wie auch unsere Gesellschaft verändern.
Weitere Informationen
Schmidt, Jan-Hinrik (2013): Social Media. Wiesbaden: Springer VS.

Sammelband “Sexy Media? Gender/Queer-theoretische Analysen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften”
In medial bestimmten Gesellschaften stehen ‘Medien’ und ‘Gender’ in interdependenten Beziehungen. Die damit einhergehenden Dynamiken werden von den Medien- und Kommunikationswissenschaften einerseits sowie von den Gender- und Queer Studies andererseits erforscht.
In einem transdisziplinären Brückenschlag werden in dem von Skadi Loist, M.A. (Institut für Medien und Kommunikation), Prof. Dr. Joan K. Bleicher (Institut für Medien und Kommunikation) und Dr. Sigrid Kannengießer (Universität Bremen) herausgegebenen Band unterschiedliche Theorien und Methoden vorgestellt, angewandt und kritisiert. Die Beiträger_innen analysieren, wie sich Konzepte von Geschlecht und Sexualität in aktuellen Medienprodukten, medialen Kontexten und Aneignungsprozessen manifestieren.
Loist, Skadi/Bleicher, Joan Kristin/Kannengießer, Sigrid (Hg.) (2013): Sexy Media? Gender/Queer-theoretische Analysen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften. Bielefeld: transcript. 
 
Neuauflage “Studienbuch Medienpädagogik”
Das von Prof. Dr. Daniel Süss (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften/Universität Zürich), Dr. Claudia Lampert (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Dr. Christine W. Wijnen (Universität Wien) verfasste “Studienbuch Medienpädagogik” ist in zweiter, überarbeiteter und aktualisierter Auflage erschienen. Das Buch führt in das interdisziplinäre Feld der Medienpädagogik ein und stellt die Dimensionen, Modelle und Theorien vor, welche empirischen Studien und angewandten Projekten zugrunde liegen. Die Entwicklung der Medienpädagogik wird historisch und im internationalen Vergleich aufgezeigt; Mediensozialisation, Medienerziehung und Mediendidaktik werden miteinander in Verbindung gebracht. Medienpädagogische Forschung und die Konsequenzen für Ausbildung und pädagogische Praxis werden diskutiert. Das Lehrbuch bietet eine kompakte und gut verständliche Einführung und enthält zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur und Online-Quellen. Das Inhaltsverzeichnis und Vorwort zur zweiten Auflage des Bandes sind online abrufbar.
Süss, Daniel/Lampert, Claudia/Wijnen, Christine W. (Hg.) (2013): Medienpädagogik. Ein Studienbuch zur Einführung. Wiesbaden: Springer VS.
 
Forschungsbericht 2012/2013 des Hans-Bredow-Instituts
Der aktuelle Forschungsbericht des Hans-Bredow-Instituts kann ab sofort  online heruntergeladen werden. Er informiert auf 103 Seiten über die Forschungsprogramme des Instituts, die einzelnen Projekte des letzten Jahres, die Nachwuchsförderung, Kooperationen, den Wissenstransfer und die Serviceleistungen des Instituts, Veranstaltungen, sowie über die wichtigsten Publikationen und Vorträge der Mitarbeiter_innen. Gedruckte Exemplare sind auf Anfrage über das Hans-Bredow-Institut zu beziehen.
Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg (2013): Forschungsbericht 2012/2013. Hamburg: Hg.
 
Aufsatz “Der Einfluss medialer Rahmungen auf das Spiel mit Genrekonventionen” im Sammelband “Hollywood Reloaded. Genrewandel und Medienerfahrung nach der Jahrtausend­wende”
Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikationhat in dem soeben erschienen Sammelband “Hollywood Reloaded. Genrewandel und Medienerfahrung nach der Jahrtausend­wende” einen Beitrag mit dem Titel “Der Einfluss medialer Rahmungen auf das Spiel mit Genrekonventionen. Die Webserie Prom Queen als Transformation des Highschool-Films im Internet” veröffentlicht. Der von Dr. Jennifer Henke, Magdalena Krakowski, M.A., Benjamin Moldenhauer, M.A. und Dr. Oliver Schmidt (Universität Bremen) herausgegebene Band beschäftigt sich in elf Beiträgen mit den Transformationen und Hybridbildungen, die der Genrefilm Hollywoods seit 2000 hervorgebracht hat.
Kuhn, Markus (2013): Der Einfluss medialer Rahmungen auf das Spiel mit Genrekonventionen. Die Webserie Prom Queen als Transformation des Highschool-Films im Internet, in: Henke, Jennifer/Krakowski, Magdalena/Moldenhauer, Benjamin/Schmidt, Oliver (Hg.): Hollywood Reloaded. Genrewandel und Medienerfahrung nach der Jahrtausend­wende. Marburg: Schüren, S. 192-217. 
 

3. Graduate School Media and Communication:

* Die Graduate School ist umgezogen: Die Büros der Promovierenden befinden sich seit Mitte August 2013 im neuen zentralen Standort des Hans-Bredow-Instituts. Neue Besucheradresse und Postanschrift ist die Rothenbaumchaussee 36 in 20148 Hamburg; die insgesamt vier Büros von GMaC und RCMC sind im vierten Stock des Gebäudes zu finden.
 
 
* Vom 18. bis zum 20. September 2013 fand die “play13” in Hamburg statt. Das von der “Initiative Creative Gaming” ausgerichtete Festival widmet sich seit 2007 jährlich digitalen Spielen aus der Perspektive von Kreativen, Wissenschaftler_innen, Pädagog_innen und Nutzer_innen.  Felix Schröter, Promovierender der Graduate School, diskutierte gemeinsam mit Florian Hohmann (Institut für Medien und Kommunikation) und Lutz Schröder (FB Geschichte) in einem Talk zum Thema “Computerspiele und Wissenschaft”. Im PhD-Blog berichtet er von drei spannenden Messetagen.
 
 
Eva Boller, Promovierende der Graduate School, hat gemeinsam mit Michael Grimm (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) das internationale Symposium “Building the Frame(work). Discussing Methodological Challenges of Applying Content Analysis in Visual Framing Research” organisiert, welches mit finanzieller Unterstützung der Graduate School Media and Communication, des Hans-Bredow-Instituts, des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und der Medienstiftung Hamburg/Schleswig-Holstein ausgerichtet werden konnte. Am 11. und 12. Oktober 2013 kamen Wissenschaftler_innen zusammen, um die methodologischen Herausforderungen zu diskutieren, welche sich bei der Anwendung des Konzeptes des “Visual Framing” in der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Inhaltsanalyse stellen. 
 
 
Juliane Mathys, Stipendiatin der Graduate School, hat gemeinsam mit Ann-Kristin Knapp (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Thorsten Henning-Thurau (City University London) einen Aufsatz mit dem Titel “The importance of reciprocal spillover effects for the valuation of bestseller brands: introducing and testing a contingency model” im “Journal of the Academy of Marketing Science” veröffentlicht. Der Beitrag beschreibt die Bedeutung von Interdependenzen zwischen Buchverfilmungen und ihren Vorlagen bei der Bewertung von Verfilmungsrechten auf der Basis einer Untersuchung von Daten zu 446 Literaturverfilmungen, die zwischen 1998 und 2006 in Nordamerikanischen Kinos zu sehen waren.
Knapp, Ann-Kristin/Henning-Thurau, Thorsten/Mathys, Juliane (2013): The importance of reciprocal spillover effects for the valuation of bestseller brands: introducing and testing a contingency model. Journal of the Academy of Marketing Science, September 2013. doi 10.1007/s11747-013-0350-9.
 
 
* Die nächsten Termine des GMaC-Doktorand_innenkolloquiums im Wintersemester 2013/14:
 
12.11.2013 um 18:00 Uhr,
26.11.2013 um 18:00 Uhr,
10.12.2013 um 18:00 Uhr,
07.01.2014 um 18:00 Uhr,
21.01.2014 um 18:00 Uhr,
 
jeweils im Sitzungssaal des Akademischen Senates, ESA 1.
 

4. International News:

* EU-Forschungsprojekt zur Rolle von Medien in Demokratisierungskonflikten startet 2014

Wenn Bewegung in Transformationsgesellschaften kommt, wenn sich gesellschaftliche Konflikte zuspitzen – welche Rolle spielen dann die Journalist_innen mit ihrer Berichterstattung in herkömmlichen Medien? Und welche Rolle spielen Social Media bei der Organisation von Protesten, aber auch bei der Debatte um politische Ziele in Richtung Demokratisierung? Ein neues von der EU finanziertes Forschungsprojekt soll zu diesen brisanten Fragen Aufschlüsse liefern: “Media, Conflict and Democratisation” (MeCoDEM) – so der Titel des im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten internationalen Verbundprojekts, an dem auch Prof. Dr. Irene Neverla (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft) mit ihrem Team beteiligt ist. 
Irene Neverla wird das Teilprojekt leiten, das die Arbeitspraktiken, Rollenverständnisse und ethischen Orientierungen von Journalist_innen in Demokratisierungskonflikten untersucht. Die empirische Forschung fokussiert dabei mit Serbien, Ägypten, Kenia und Südafrika auf vier so genannte “Emerging Democracies”. Das Gesamtprojekt startet im Februar 2014, die vom Hamburger Team verantwortete Feldforschung beginnt im Oktober 2014. Koordinatorin des Gesamtprojekts ist Prof. Dr. Katrin Voltmer von der University of Leeds. Insgesamt acht Universitäten wirken im Forschungskonsortium mit: Neben Leeds und Hamburg sind dies die Ruhr-Universität Bochum (Prof. Barbara Thomaß), die Universität Oxford (Dr. Nicole Stremlau), die Rhodes University Grahamstown (Prof. Herman Wasserman), die Stockholms Universitet (Prof. Cristian Christensen), die Universität Belgrad (Prof. Nebojsa Vladisavljevic) und die American University in Cairo (Dr. Marco Pinfari). MeCoDEM wird von der EU mit insgesamt rund 2 200 000 Euro unterstützt, die Fördersumme für die Universität Hamburg beträgt rund 307 000 Euro.

 
* Hans-Bredow-Institut an EU-Projekt zur Entwicklung von Law Clinics beteiligt
Gemeinsam mit dem Queen Mary and Westfield College der University of London, der Universität Amsterdam und der KU Leuven führt das Hans-Bredow-Institut das von der EU-Kommission geförderte Projekt “iLinc – Establishing a European Network of Law Incubators that bridge ICT Entrepreneurs and Start-ups with Law Students” durch. Das Konsortium hatte sich im Wettbewerb um Förderung aus dem Framework Programme 7 der EU durchgesetzt. Ziel des Projekts ist es, Ausbildungsprojekte in Europa zu unterstützen, bei denen Studierende angeleitet rechtliche Expertise für Personen und Unternehmen zur Verfügung stellen, die sich professionelle Rechtsberatung (noch) nicht leisten können. Bedarf danach besteht etwa in der frühen Phase von Start-ups, so dass vor allem Gründungszentren davon profitieren können. Derartige “Law Clinics” sind in den USA bereits vielfach Bestandteil der Ausbildung, in Europa aber erst im Entstehen.
Weitere Informationen
 

5. People at the RCMC:


* Mit ihrer Rückkehr aus dem forschungsfreien Semester übernimmt Prof. Dr. Neverla wieder die Aufgaben der Geschäftsführenden Direktorin des RCMC, nachdem sie im Frühjahr und Sommer 2013 in dieser Funktion von Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik/Institut für Medien und Kommunikation) vertreten worden war. Das RCMC bedankt sich bei Uwe Hasebrink und Jannis Androutsopoulos für die interimsweise Ausübung des Amtes sowie bei Irene Neverla für die Wiederaufnahme der Aufgaben.
 

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

   

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 6 Mai 2013

 

 



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RCMC Summer School 2012: Remix! Remake! Remediate!

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des RCMC, mit dem Sommersemester sind nicht nur mildere Temperaturen nach Hamburg zurückgekehrt, auch von Seiten des RCMC gibt es in dieser Ausgabe unseres Newsletters Erfreuliches zu berichten. Die kommenden Monate stehen ganz im Zeichen unseres neuen Forschungsschwerpunktes “Repeat, Remix, Remediate”, der nun von der ZEIT-Stiftung gefördert wird. Als “Seeding Money” konnten Kurzzeitstipendien an NachwuchswissenschaftlerInnen vergeben werden, die im Rahmen des RCMC neue Forschungsimpulse zu Fragen der Wiederverwertung digitaler Inhalte setzen werden. Parallel dazu erarbeiten die Mitglieder des RCMC die konzeptionellen Weichen des Schwerpunktes, um eine nachhaltige Förderung zu gewährleisten. Die Ergebnisse der Aufbauphase werden wir im Herbst 2013 auf einer Tagung präsentieren, Genaues werden wir mit ausreichendem Vorlauf mitteilen. “Repeat, Remix, Remediate” ist auch das Thema unserer diesjährigen Summer School, die wir Juli und August dank der Unterstützung durch die Medienstiftung Hamburg/Schleswig-Holstein anbieten können. Während der Planungsphase haben uns in den vergangenen Wochen zahlreiche Anmeldungen und Interessenbekundungen erreicht; nach wie vor besteht aber auch für interessierte Hamburger Promovierende die Gelegenheit, sich um eine Teilnahme zu bewerben. Darüber hinaus zeugen in diesem Semester eine Ringvorlesung, ein Symposium, zwei Tagungen, internationale Konferenzteilnahmen und zahlreiche Publikationen von den thematisch breit gefächerten Aktivitäten der RCMC-Mitglieder. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und wünschen Ihnen allen ein erfolgreiches Semester! Ihr Jannis Androutsopoulos Stellvertretender geschäftsführender Direktor

1. Come and Meet:

*Ringvorlesung: “Medien zwischen Markt und Staat – Teil 1: Film und Fernsehen” ZEIT UND ORT: Montag, 18-20 Uhr (ab 8.4.2013), ESA 1, Hörsaal J Organisation: Prof. Dr. Joan K. Bleicher & Prof. Dr. Thomas Weber (Institut für Medien und Kommunikation) Medien entfalten sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen marktwirtschaftlicher Ökonomie und staatlichen Förder- und Regulierungsmaßnahmen, zwischen freier Finanzierung durch Mediennutzer und staatlicher Subventionen, zwischen interinstitutionellem Handel (etwa von Fernsehsendern) und politischen Rahmenbedingungen. Die Ringvorlesung möchte die Mechanismen der Medienfinanzierung ausloten und insbesondere die zentralen Faktoren der fortlaufend sich verändernden Marktbedingungen und ihren Auswirkungen auf Medienangebote und Berufsbilder diskutieren. Dabei stellen sich grundlegende Fragen nach den Geschäftsmodellen unter veränderten ökonomischen, politischen und technischen Bedingungen, da Medien immer weniger als singuläre Dispositive auftreten, sondern in Form eines hochgradig vernetzten Medienverbunds. Wie wirken sich staatliche Fördermaßnahmen aus, die für einzelne Medien gewährt werden? Welche Strategien verfolgen Medienschaffende, die sich über ein einzelnes Medium nicht mehr finanzieren können? Wie verändert sich die Ästhetik, die Auswahl der Themen, der Bearbeitungsprozess von Medien in diesem Zusammenhang? Was war früher möglich, was ist heute (nicht mehr) machbar? Weitere Informationen

*Symposium: “auffinden | auffindbar machen | auffindbar sein: Informative Inhalte in digitalen Medien” ZEIT UND ORT: 12.6.2013, Handelskammer Hamburg In der “Digitalen Gesellschaft” mit all ihren Kommunikationsplattformen ist es für ein Informationsangebot entscheidend, ob und wie es auffindbar ist. Das 4. Hamburger Mediensymposium des Hans-Bredow-Instituts, der Mediananstalt Hamburg / Schleswig-Holstein und der Handelskammer Hamburg soll der Diskussion um die Zukunft der Plattformregulierung eine fachliche Grundlage bieten. Für eine Keynote konnte Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, gewonnen werden. Am Vormittag wird im ersten Teil des Symposiums – auffinden – das derzeitige Informationsverhalten der Bevölkerung medienübergreifend dargestellt. Anschließend wird im zweiten Teil – auffindbar machen – aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht beleuchtet, über welche Wege und Dienste Anbieter dafür sorgen, dass ihre Inhalte auffindbar werden. Im dritten Teil – auffindbar sein – wird am Nachmittag eine medienpolitisch-regulatorische Perspektive eingenommen. Weitere Informationen

 

*Tagung: “Games, Cognition, and Emotion. Conference on Cognitive Studies of the Video Game Experience” ZEIT UND ORT: 5.-6.7.2013, Universität Hamburg Organisation: Felix Schröter, M.A. Im Zentrum der vom Körber-Fonds Nachwuchsforschung geförderten Tagung steht die Frage nach den kognitiven und emotionalen Dimensionen des Spielerlebens aus der Perspektive kognitiver Medientheorien: Wie lenken Videospiele durch ihre spezifische Ästhetik die Wahrnehmung und Gefühlswelt der Spieler_innen? Dabei sollen empirische wie theoretische Ansätze der Unterhaltungs- und Emotionsforschung mit medienwissenschaftlichen Ansätzen zur Analyse audiovisueller und dramaturgischer Gestaltungsprinzipien digitaler Spiele verbunden werden. Die Paneldiskussionen werden von drei geladenen Keynote Speakern eröffnet: Prof. Torben Grodal, Universität Kopenhagen (Panel I: “Games and Cognition”), Prof. Bernard Perron, Universität Montréal (Panels II-III “Games and Emotion”) und Prof. Dr. Christoph Klimmt, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (Panel IV “Games and Effects”). Weitere Informationen

*Tagung: “Postdigitalität und Film” ZEIT UND ORT: 18.7.-20.7.2013, Universität Hamburg Organisation: Dr. Daniel Kulle, Dr. Cornelia Lund, Dr. Oliver Schmidt, Nicola Valeska Weber, M.A. & David Ziegenhagen, M.A. (Institut für Medien und Kommunikation) Als Abkehr von den digitalen Utopie-Versprechen, aber auch als Reflexion über die enge Verknüpfung von Materialität und Digitalität hat sich in den Diskursen zur Musik und Kunst der Begriff des ‘Postdigitalen’ etabliert, nicht selten steht dabei das bewegte Bild im Mittelpunkt – als Spielfilm auf dem Smartphone, als via Twitter kommentierter Wahlwerbespot oder als privat aufgenommene und auf YouTube verbreitete Szene. Im Rahmen der vom Körber-Fonds Nachwuchsforschung geförderten Tagung soll der Begriff wissenschaftlich und theoretisch geschärft und ein akademischer Diskurs des Postdigitalen etabliert werden. Dazu soll auch der Austausch der deutschen, speziell der Hamburger Medienwissenschaft mit internationalen Wissenschaftler_innen, aber auch mit nicht­‐akademischen Diskursen zur Postdigitalität fördern.

 

* Summer School 2013: “Repeat, Remix, Remediate: Modes and Norms of Digital Media Repurposing” ZEIT UND ORT: 29.7.-2.8.2013, Universität Hamburg Organisation: Prof. Dr. Uwe Hasebrink, PD Dr. Andreas Stuhlmann & Sebastian Bartosch, B.A. Im Zeichen der im Prinzip unbegrenzten Verfügbarkeit, Kopierbarkeit, Speicherbarkeit, Bearbeitbarkeit und Verbreitbarkeit von digitalen Medieninhalten wird die Medien- und Kommunikationslandschaft zunehmend durch Phänomene der Wiederverwendung, Wiederaneignung oder Wiedernutzbarmachung geprägt. Ob diese Wiederverwendung eine reine Wiederholung des Alten oder tatsächlich etwas Neues ist, wird im Juli und August die Leitfrage unserer internationalen Summer School sein. Wir schauen dorthin, wo Produzenten vorgefundene Medieninhalte rekombinieren und so eine ganz neue Konstellation schaffen, wo Mediennutzernutzer Altes als neu erfahren oder sich Altes produktiv neu aneignen. Zahlreiche internationale Anmeldungen und Interessenbekundungen haben uns bereits erreicht; nach wie vor besteht jedoch auch für Hamburger Doktorand_innen die Gelegenheit zur Teilnahme bei formloser Anmeldung per Email an Remediation@uni-hamburg.de. Ein Wochenplan der Summer School mit allen Themenschwerpunkten, Keynote Lectures, Referent_innen, Workshops und Arbeitsgruppen wird in Kürze online veröffentlicht. Laufend aktuelle Hinweise werden über die facebook-Präsenz der Summer School sowie die Internetseiten des RCMC bekannt gegeben.

2. Good to know

* LfM-Studie “Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung: Medienerziehung in der Familie” unter Beteiligung des Hans-Bredow-Institutes in Düsseldorf vorgestellt Gemeinsam mit Medien umgehen und dabei nah an den Bedürfnissen der Kinder bleiben – dies ist die zentrale Empfehlung der neuen Familienstudie der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) “Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung: Medienerziehung in der Familie”, die am 19. März 2013 während einer Fachtagung im Düsseldorfer NRW-Forum vorgestellt wurde. Unter Leitung von Dr. Ulrike Wagner (JFF – Institut für Medienpädagogik, München) und RCMC-Mitglied Dr. Claudia Lampert (Hans-Bredow-Institut, Hamburg) haben sich Forscherinnen und Forscher im vergangenen Jahr eingehend damit befasst, wie Medienerziehung in Deutschland derzeit stattfindet, wo die zentralen Herausforderungen liegen und welche Empfehlungen die Medienpädagogik für eine verbesserte Medienerziehung liefern kann. Dazu wurden mehr als 450 Erziehende mit Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren zur Art und Weise ihrer Medienerziehung befragt und 48 qualitative Familienstudien durchgeführt. Die Kurzfassung der Studie, die in der Schriftenreihe Medienforschung der LfM erschienen ist, steht als pdf-Datei zum Download bereit. Weitere Informationen Wagner, Ulrike/Gebel, Christa/Lampert, Claudia (Hg.) (2013): Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung: Medienerziehung in der Familie. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 72. Berlin: Vistas.

 

* Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

Sammelband “Mediale Transformationen des Holocausts” Der von Prof. Dr. Thomas Weber (Institut für Medien und Kommunikation) und Prof. Dr. Ursula von Keitz (Universität Konstanz) herausgegebene Band befragt in zahlreichen Einzelbeiträgen Kinofilme, Fernsehsendungen, Romane, Comics und Websites daraufhin, wie sie eine unablässige Aufarbeitung und Remediatisierung des Holocausts organisieren und damit das mediale Spektrum unserer Erinnerungskultur erweitert haben. Welche materialen Probleme ergeben sich bei der medialen Darstellung des Holocausts? Wie kann Authentizität hergestellt oder gewahrt werden, auch wenn Zeitzeugen nicht mehr leben oder materiale Spuren der Vernichtung verloren sind? Welche Rolle spielen dabei mediale Eigendynamiken? Welchen neuen Spielregeln folgt eine mediatisierte Erinnerung? Stehen wir gar vor einem epochalen Wandel der Gedenkkultur? Weitere Informationen Keitz, Ursula von/Weber, Thomas (Hg.) (2013): Mediale Transformationen des Holocausts. Berlin: Avinus-Verlag.

* Aufsatz “Climate change from the user’s perspective” im “Journal of Media Psychology” Dr. Monika Taddicken (Institut fur Journalistik und Kommunikationswissenschaft) hat im “Journal of Media Psychology” unter dem Titel “Climate change from the user’s perspective: The impact of mass media and internet use and individual and moderating variables on knowledge and attitudes” einen Artikel veröffentlicht, der die Perspektive deutscher Internetnutzer_innen auf den globalen Klimawandel untersucht. Die im Artikel vorgestellte repräsentative Studie weist nach, dass die Nutzung des Internets in Interdependenz mit den Inhalten anderer Medien wie Radio und Fernsehen unterschiedliche Auswirkungen auf Informationsstand, Problembewusstsein und Handlungsabsichten haben kann. Weitere Informationen Taddicken, Monika (2013): Climate change from the user’s perspective: The impact of mass media and internet use and individual and moderating variables on knowledge and attitudes. Journal of Media Psychology: Theories, Methods, and Applications 25:1 (2013), S. 39-52. doi: 10.1027/1864-1105/a000080 . * Artikel “Medienübergreifende Informationsrepertoires” in “Media Perspektiven”
Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hand-Bredow-Institut für Medienforschung) haben in Ausgabe 1/2013 der “Media Perspektiven” unter dem Titel “Medienübergreifende Informationsrepertoires” einen gemeinsamen Artikel veröffentlicht, der sich mit der Rolle der Mediengattungen und einzelner Angebote für die Information und Meinungsbildung auseinandersetzt. Der Artikel steht als pdf-Datei zum Download bereit:
Weitere Informationen
Hasebrink, Uwe/Schmidt, Jan-Hinrik (2013): Medienübergreifende Informationsrepertoires. Zur Rolle der Mediengattungen und einzelner Angebote für Information und Meinungsbildung. Media Perspektiven 1 (2013), S. 2-12.

* Jahrbuch “Musikindustrie in Zahlen 2012” Das aktuelle Jahrbuch “Musikindustrie in Zahlen 2012” des Bundesverbands Musikindustrie e. V. (BVMI) veröffentlicht aktuelle Forschungsergebnisse von Mitgliedern des RCMC bzw. des Lehrstuhls für Marketing und Medienmanagement, Prof. Dr. Michel Clement und Dipl.-Kfm. Nils Wlömert. Als kostenloses ePaper steht das Jahrbuch zum Download bereit: Weitere Informationen Bundesverband Musikindustrie e.V. (Hg.) (2012): Musikindustrie in Zahlen 2012. Berlin: Hg.

 

* Fallstudie zur Publikumsbeteiligung bei der Tagesschau Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt “Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums: Journalismus unter den Bedingungen von Web 2.0”, welches sich mit dem Wandel von Publikumsbeteiligung im Nachrichtenjournalismus befasst, hat weitere Ergebnisse veröffentlicht. Ein Projektbericht zur Publikumsinklusion bei der Tagesschau von PD Dr. Wiebke Loosen, Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Nele Heise, M.A., Julius Reimer, M.A. und Mareike Scheeler, B.A. ist als Arbeitspapier des Hans-Bredow-Instituts Nr. 26 erschienen und kann als pdf-Datei heruntergeladen werden: Weitere Informationen Loosen, Wiebke/Schmidt, Jan-Hinrik/Heise, Nele/Reimer, Julius/Scheler, Mareike (2013): Publikumsinklusion bei der Tagesschau. Fallstudienbericht aus dem DFG-Projekt “Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums”. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut.

 

* Projektbericht zur Geschichte des Nord- und Westdeutschen Rundfunkverbands (NWRV) Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland des Hans-Bredow-Instituts, der Universität Hamburg und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) erforscht in einem aktuellen Projekt den Nord- und Westdeutschen Rundfunkverband, eine Gemeinschaftsorganisation von NDR und WDR, die von 1956 bis 1961 das bundesdeutsche Fernsehen entwickelte und den Aufstieg des Fernsehens zum Leitmedium der deutschen Nachkriegsgesellschaft ermöglichte. Ein Arbeits- und Quellenbericht, der Vorarbeiten und Stichproben zu einer umfassenden Organisationsgeschichte des NWRV dokumentiert, steht ab sofort als pdf-Datei zur Verfügung. Weitere Informationen

3. Graduate School Media and Communication:

* ZEIT-Stiftung fördert RCMC und GMaC Die ZEIT-Stiftung fördert den neuen Forschungsschwerpunkt “Repeat, Remix, Remediate: Formen und Normen der Wiederwendung digitaler Medien” des RCMC und der GMaC. Die Fördermittel, die per Kurzzeitstipendien als “Seeding Money” innovative Ideen unterstützen sollen, wurden an Nachwuchswissenschaftler_innen vergeben, die aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Impulse zur weiteren Bearbeitung des Themas der Wiederverwertung digitaler Medienangebote setzen werden. Die RCMC-Mitglieder selbst werden die konzeptionellen Grundlagen für den Forschungsschwerpunkt in eigenen Projekten vertiefen und Anträge auf nachhaltige Förderformen ausarbeiten, mit denen die Arbeit in den Folgejahren auf eine sichere Basis gestellt werden kann. Zugleich bauen sie ihre Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medienkultur, -wirtschaft und -politik sowie aus der Zivilgesellschaft aus, um diese Akteursperspektiven in die Forschung einfließen zu lassen. Die Aufbauphase endet mit einer eintägigen Konferenz im Spätherbst 2013, bei der das Thema sowie die bis dahin erarbeiteten Impulse öffentlich präsentiert werden sollen. Weitere Informationen * Die Graduate School gratuliert Tim Prostka und Inga Schlichting zur erfolgreichen Promotion. Tim Prostka untersuchte im Rahmen seiner kumulativen Dissertation “Der Einfluss der Digitalisierung auf Medienmärkten – Analyse der Effekte neuer Technologien auf Angebot und Nachfrage im Buchmarkt” Aspekte der nachfrageorientierten Angebotsgestaltung im Buchmarkt, der Buchwerbung sowie dem Design experimenteller Erhebungen. Inga Schlichting ging in ihrer kumulativen Dissertation “Strategie und Wirkung unternehmerischer Klimakampagnen am Beispiel der deutschen und internationalen Energieindustrie” der Frage nach, ob Kampagnen von Energieunternehmen, in denen sie ein umweltfreundliches Image aufbauen, als glaubwürdig empfunden werden. * Laura Schneider, Doktorandin der Graduate School, hat beim Jour Fixe des Forums Medien & Entwicklung am 15. April in Berlin erste Ergebnisse ihres neu entwickelten Instruments zur weltweiten Messung der Medienfreiheit vorgestellt. Weitere Informationen * Die nächsten Termine des GMaC-Doktorand_innenkolloquiums im Sommersemester 2013: 14.5.2013 um 18:00 Uhr, 28.5.2013 um 18:00 Uhr, 11.6.2013 um 18:00 Uhr, 25.6.2013 um 18:00 Uhr, 9.7.2013 um 18:00 Uhr, jeweils im Mittelweg 176.

4. International News:

* Gastvortrag: “Strategies and Opportunities in a Complex Media World”, John Lavine (Northwestern University, Chicago) ZEIT UND ORT: 6.5.2013, 19.00 Uhr, Hamburg Media School., R. 210, Kunst- und Mediencampus Finkenau, Finkenau 35, 22081 Hamburg Prof. John Lavine, bis Herbst 2012 Dean der Medill School of Journalism und derzeit Professor an der Kellogg School of Management (Northwestern University, Chicago), hält im Rahmen eines Informationstages zum neuen Journalismus-Studiengang “Digital Journalism” an der Hamburg Media School einen Gastvortrag über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsstrategien des internationalen Medienmarktes. Die Teilnehmerzahl für die Veranstaltung ist begrenzt; um eine Anmeldung über den folgenden Link wird gebeten: Weitere Informationen * RCMC- und GMaC-Mitglieder auf der ICA pre-conference “Audiences, Elsewhere?” an der University of Leicester ZEIT UND ORT: 17.6.2013, University of Leicester/UK Die RCMC-Mitglieder Prof. Dr. Irene Neverla und Dr. Monika Taddicken sowie Ines Schaudel, M.A., assoziiertes Mitglied der GMaC, (alle: Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft) sind mit einem Vortrag unter dem Titel “A multifactorial model of media use and media effects: Audience Research on Climate Change” auf der ICA pre-conference “Audiences, elsewhere? Reviewing the applicability of audiences and audience research to those in other fields” vertreten. Die pre-conference zur ICA 2013 wird von der ECREA-Sektion”Audience and Reception Studies” und der COST Action IS0906 “Transforming Audiences, Transforming Societies” in Zusammenarbeit mit der ICA Division for Communication and Technology organisiert. Weitere Informationen

5. People at the RCMC:

* Mit der Rückkehr aus dem forschungsfreien Semester übernimmt Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik I/Institut für Medien und Kommunikation) seit dem 1. April 2013 als gewählter Stellvertreter die Funktionen und Aufgaben der Geschäftsführenden Direktorin des RCMC, Prof. Dr. Irene Neverla (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft), bis diese im Sommer aus dem Forschungssemester zurückkehrt. * Dr. Kathrin Voss hat die Arbeitsstelle Medien und Politik des RCMC verlassen. Das RCMC und Arbeitsstellenleiter Mike S. Schäfer danken ihr für ihr langjähriges intensives und unschätzbares Engagement. Kathrin Voss hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Arbeitsstelle ein lebendiger Ort des intellektuellen Austauschs über Fragen von politischer Kommunikation und Medienregulierung blieb und eine 30-jährige Institution der kommunikations- und politikwissenschaftlichen Landschaft an der Universität Hamburg erhalten wurde. Künftig wird sich Kathrin Voss verstärkt der Kommunikationsberatung widmen (www.kathrinvoss.de) – dabei wünschen wir ihr viel Erfolg!

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

   

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 5 Januar 2013




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Editorial

 

James Bond - Anatomie eines MythosFöcking, Mark/Böger, Astrid (Hg.) (2012): James Bond – Anatomie eines Mythos. Heidelberg: Winter.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des RCMC,

 

der erste Newsletter dieses Jahres wartet mit einem spannungsreichen Themenspektrum auf, das von James Bond bis zum Jugendmedienschutz, von Computerspielen, Film, Comics und Literatur bis zu aktuellen Formen der Remediation in digitalen Medienumgebungen reicht.

2013 wird für das RCMC ein wichtiges Jahr: Anträge auf DFG-Forschergruppen, Einzelprojekte und ein Graduiertenkolleg stehen zur Entscheidung an; die Vorarbeiten zu einem Sonderforschungsbereich/Transregio “Kommunikative Figurationen” mit der Universität Bremen sollen bis Anfang 2014 zu einem Antrag führen. Bereits um April begrüßen wir William Uricchio vom MIT am RCMC, der mit einem Vortrag und einem Workshop zum Thema “Repeat, Remix, Remediate”, das ja auch Titel der Summer School ist, den offiziellen Auftakt für unseren neuen Forschungsschwerpunkt  gibt. Universitätsintern hoffen wir zudem, die Voraussetzungen für die interfakultäre Zusammenarbeit weiter verbessern zu können.

 

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen eine erholsame und produktive vorlesungsfreie Zeit!

 

Ihre
Uwe Hasebrink                                                        Andreas Stuhlmann
Stellvertretender geschäftsführender Direktor        Redaktion 

1. Come and Meet:

 

*Gastvortrag: William Uricchio (MIT, Cambridge/USA)
ZEIT UND ORT: 9.4.2013, 18.00 Uhr, Universität Hamburg
Am Dienstag, den 9. April, kommt William Uricchio, Direktor des Department of Comparative Media Studies am Massachusetts Institute of Technology (MIT), als Gast an das RCMC. Sein Abendvortrag gibt den Auftakt zum neuen Forschungsschwerpunkt “Repeat, Remix, Remediate”, dem auch die diesjährige Summer School des Zentrums gewidmet ist. Der genaue Ort der Vortrags wird mit einem ausreichendem Vorlauf bekannt gegeben.

 

* Summer School 2013: “Repeat, Remix, Remediate: Modes and Norms of Digital Media Repurposing”
ZEIT UND ORT: 29.7.-2.8.2013, Universität Hamburg
Organisation: Prof. Dr. Uwe Hasebrink, PD Dr. Andreas Stuhlmann & Sebastian Bartosch, BA
Im Zeichen der im Prinzip unbegrenzten Verfügbarkeit, Kopierbarkeit, Speicherbarkeit, Bearbeitbarkeit und Verbreitbarkeit von digitalen Medieninhalten wird die Medien- und Kommunikationslandschaft zunehmend durch Phänomene der Wiederverwendung, Wiederaneignung oder Wiedernutzbarmachung geprägt. Ob diese Wiederverwendung eine reine Wiederholung des Alten oder tatsächlich etwas Neues ist, wird im Juli und August die Leitfrage unserer internationalen Summer School sein. Wir schauen dorthin, wo Produzenten vorgefundene Medieninhalte rekombinieren und so eine ganz neue Konstellation schaffen, wo Mediennutzernutzer Altes als neu erfahren oder sich Altes produktiv neu aneignen. Um unsere Leitfrage zu beantworten, werden wir über die Woche hinweg verschiedene disziplinäre und gegenstandsbezogene Zugänge bündeln. In Vorträgen, Workshops und Arbeitsgruppen mit Medien- und Kommunikationswissenschaftlern, Ökonomen, Juristen und Gästen aus der Praxis werden uns journalistische und monetäre Strategien, ästhetische Praktiken und juristische Normendiskussionen ebenso beschäftigen wie der Blick von Produzenten und Konsumenten auf diese Entwicklungen und ihre Einschätzungen. Zu den bisher bestätigten Referent_innen gehört der Dirigent, Komponist, Musikproduzent und Filmemacher Christian von Borries (Berlin).

Aktuelle Hinweise zu Referent_innen, Programm und Teilnahmebedingungen werden laufend über die facebook-Präsenz der Summer School sowie die Internetseiten des RCMC bekannt gegeben. Anmeldung und Kontakt: Remediation@uni-hamburg.de

2. Good to know

 

* Rückblick: “In Bewegung setzen… Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung”
Vom 15. bis zum 17. November 2012 veranstalteten das RCMC, die Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) der Universität Hamburg und die AG Animation der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) gemeinsam die Tagung In Bewegung setzen…, um die Vernetzung der deutschsprachigen Animationsforschung zu fördern. Drei Tage lang diskutierten Wissenschaftler_innen unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung und Vertreter_innen aus der Praxis aktuelle Fragestellungen aus dem Forschungsfeld der Animation. In einer Keynote Lecture zeigte Prof. Dr. Suzanne Buchan (University for the Creative Arts, Farnham/UK) auf, welche Herausforderungen die Animation dabei als transmediales und transkulturelles Phänomen für die Theoriebildung bereithält. Ein ausführlicher Tagungsbericht erscheint in Kürze auf den Internetseiten der AG Animation:
Weitere Informationen

 

* Rückblick: Roland-Faelske-Preis 2012 verliehen
Im Rahmen der Konferenz In Bewegung setzen… (s.o.) haben die Roland-Faelske-Stiftung und Universität Hamburg am 16. November 2012 zum zweiten Mal den Roland-Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm verliehen. Ausgezeichnet wurden Andreas Veits (Universität Hamburg) für die beste Masterarbeit (“Varianten der Bewusstseinsdarstellung und Fokalisierung im Comic – Versuch einer Klassifizierung”) und Jonas Engelmann (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) für die beste Dissertation (“Perspektiven grafischen Erzählens – Zur selbstreflexiven Ästhetik des zeitgenössischen Independent-Comics”). Der Roland-Faelske-Preis wird alle zwei Jahre an Studierende und Promovenden für herausragende Abschlussarbeiten aus dem Themenberich ‘Comic’ oder ‘Animationsfilm’ vergeben.
Weitere Informationen

 

* Rückblick: GamingLAB der Fakultät EPB eröffnet
Mit der Eröffnung des GamingLAB am 23. Januar 2013 setzen der Arbeitsbereich Medienpädagogik und das Medienzentrum der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft neue Akzente in Lehre und Forschung. Digitale Spiele sind umstrittene, aber nichtsdestotrotz relevante Gegenstände der medienpädagogischen Forschung und zeigen vielfältige Bezüge zur Tätigkeit von Pädagoginnen und Pädagogen. Das GamingLAB ermöglicht in Zukunft insbesondere die medienpädagogische Erforschung der digitalen Spielekultur, der Lern- und Bildungspotentiale sowie der pädagogischen und didaktischen Einsatzmöglichkeiten von digitalen Spielen.
Weitere Informationen

 

* Rückblick: Filmreihe und Workshop Exil Film! Emigranten in Hollywood – Filme über Faschismus und Exil
Das Exil der Filmschaffenden, vor wie hinter der Kamera, hat viele Facetten, viele Geschichten sind noch nicht erzählt. In einer Zusammenarbeit mit dem Hamburger Metropolis Kino haben das RCMC und die Walter-A.-Berendsohn-Forschungsstelle für deutsche Exilliteratur im Januar vier der wichtigsten Filme des Exils gezeigt. Diese Filmreihe wurde am 1. Februar durch einen Workshop ergänzt, der verschiedene Aspekte des Exilfilms vertiefte: In drei Kurzvorträgen widmeten sich Dr. Christoph Hesse (Freie Universität Berlin) dem Filmexil in der Sowjetunion, PD Dr. Andreas Stuhlmann (RCMC, Universität Hamburg) dem Verhältnis von Exilliteratur und -Film, den Netzwerken der Filmschaffenden im US-amerikanischen Exil und der Situation des ‘Filmerbes’ des Exils sowie Dr. Alexander Zons (Universität Konstanz) den Produktionsnetzwerken der Filmkünstler im Exil.
Weitere Informationen

 

* Drei neue Forschungsprojekte des Hans-Bredow-Institutes gestartet:

Kinder und Online-Werbung
Kinder nutzen heute in immer früherem Alter und zunehmend das Internet – insbesondere als neuen virtuellen Spielplatz. Dabei sehen sie sich einer Vielzahl werblicher Ansprachen und Werbeformen gegenüber. Mit welcher spezifischen Art von Online-Werbung werden Kinder im Grundschulalter konfrontiert? Inwieweit und ab welchem Alter sind sie in der Lage, Internet-Werbung als solche zu erkennen und von nicht-werblichen Inhalten zu unterscheiden? Nehmen sie verdeckte, im redaktionellen Umfeld enthaltene Werbebotschaften wahr? Welche Anforderungen an die Interpretation und Bewertung kommerzieller Onlineinhalte sehen Kinder sich gegenüber? Dies sind einige zentrale Forschungsfragen eines neuen interdisziplinär angelegten Forschungsprojektes, das die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gemeinsam an das Hans-Bredow-Institut vergeben haben. Die Leitung des Projekts obliegt Dr. Claudia Lampert und Stephan Dreyer.
Weitere Informationen

Jugendschutzsoftware aus Sicht der Eltern: Kenntnisse, Nutzung, Informationsverhalten
Ende 2011 hatte das Hans-Bredow-Institut im Auftrag des BMFSFJ den Stand der Forschung über elterliche Kenntnisse, Erwartungen und Nutzung von Jugendschutzsoftware aufgearbeitet. Mittlerweile sind mit den Jugendschutzprogrammen von JusProg e.V. und der Deutschen Telekom zwei Programme anerkannt worden; außerdem haben Bund, Länder und die Wirtschaft im Jahr 2012 die Initiative “Sicher online gehen – Kinderschutz im Internet” gestartet. Ziel des neuen Projekts unter der Leitung von Stephan Dreyer, Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Dipl.-Soz. Hermann-Dieter Schröder ist es nun, eine aktuelle Bestandsaufnahme der Kenntnisse und der Nutzung von Jugendschutzprogrammen vorzunehmen, um so zu erfassen, welche Veränderungen sich in diesem Zeitraum ergeben haben.
Weitere Informationen

Entwicklungs- und Nutzungstrends im Bereich digitaler Medien und damit verbundene Herausforderungen für den Jugendmedienschutz
Der Schweizerische Bundesrat möchte im Rahmen seines Programms “Jugend und Medien” bis Ende 2015 zu einer Einschätzung darüber kommen, ob zusätzlicher Regulierungsbedarf im Jugendmedienschutz auf Bundesebene besteht und wie der zukünftige Jugendmedienschutz in der Schweiz ausgestaltet sein soll. Hierfür hat das federführende Bundesamt für Sozialversicherungen eine erste Studie an das Hans-Bredow-Institut vergeben (Beteiligte: Stephan Dreyer, Dipl.-Soz. Hermann-Dieter Schröder, Prof. Dr. Uwe Hasebrink). Diese soll die Entwicklungs- und Nutzungstrends im Bereich der digitalen Medien aufzeigen und damit verbundene Herausforderungen für den Jugendmedienschutz identifizieren.
Weitere Informationen

 

* Forschungsprojekt “Literarizität in der Medienkunst”: DFG-Antrag auf Sachbeihilfe eingereicht
Das von Prof. Dr. Claudia Benthien (Institut für Germanistik II) geleitete Forschungsprojekt Literarizität in der Medienkunst hat bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Antrag auf Sachbeihilfe eingereicht. Das Projekt untersucht Bedeutungsdimensionen von Videokunst, Multimedia-Installationen und Netzkunst, die insbesondere mit Sprache, Stimme und Schrift im Zusammenhang stehen. Anhand eines umfangreichen Korpus internationaler Medienkunst-Arbeiten werden dabei Ebenen des Literarischen erschlossen und differenziert, wie sie sich etwa in poetischen Titeln, integrierten Textsegmenten, akustischen Sprachpassagen, lyrischen Sprechweisen, narrativen Strukturen oder dramatischen Handlungsverläufen finden. Im Fokus der Untersuchung stehen der körperliche sowie der technisch-mediale Einsatz von Schrift, Sprache und Stimme im Verhältnis zu den Parametern Bild, Ton, Räumlichkeit und Temporalität. 
Weitere Informationen 

 

* Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

Sammelband “James Bond – Anatomie eines Mythos” erschienen
Der von Prof. Dr. Marc Föcking (Institut für Romanistik) und Prof. Dr. Astrid Böger (Institut für Anglistik und Amerikanistik) herausgegebene, interdisziplinär angelegte Band versammelt zwölf Beiträge zum Mythos James Bond, zugleich einer der langlebigsten Serienhelden der Populärkultur überhaupt. Der Band enthält Beiträge zu den literarischen Vorlagen Ian Flemings, zum medialen Bond-Universum (Film, Parodien, Musik) sowie zur mythischen Dimension Bonds. “Die Langlebigkeit des Mythos Bond rührt [dabei] aus der richtigen Mischung aus Wiedererkennbarkeit und Variation, aus Traditionalität und Technikverliebtheit, aus Statik und chamäleonhafter Wandlungsfähigkeit.” (Auszug aus dem Klappentext).
Weitere Informationen
Föcking, Marc/Böger, Astrid (Hg.) (2012): James Bond – Anatomie eines Mythos. Heidelberg: Universitätsverlag Winter.

Sonderausgabe “Language and society in cinematic discourse” des “Multilingua – Journal of Cross-Cultural and Interlanguage Communication” erschienen
Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik I/Institut für Medien und Kommunikation) hat unter dem Titel Language and society in cinematic discourse eine zweibändige Sonderausgabe des “Multilingua – Journal of Cross-Cultural and Interlanguage Communication” herausgegeben. Der Band widmet sich dem filmischen Diskurs als einem bislang nicht ausreichend erschlossenen Feld soziolinguistischer Forschung. Die insgesamt sieben Beiträge gehen der Frage nach, wie linguistische Heterogenität im filmischen Diskurs zur Darstellung gelangt, welche konzeptuellen und analytischen Werkzeuge für dessen soziolinguistische Untersuchung geeignet sind, und ob dabei die soziolinguistische Theorie vor neue Herausforderungen gestellt wird. Der behandelte Analysekorpus umfasst US-amerikanische Kinofilme und TV-Serien ebenso wie europäische Produktionen aus Zypern, Frankreich und Deutschland. Das vollständige Inhaltsverzeichnis ist online abrufbar. 
Weitere Informationen
Androutsopoulos, Jannis (Hg. (2012): Language and society in cinematic discourse. Special Issue, Multilingua – Journal of Cross-Cultural and Interlanguage Communication 31:2/3 (2012).

Lehrbuch “Medienpsychologie” veröffentlicht
Prof. Dr. Sabine Trepte (Universität Hamburg/Hamburg Media School) und Prof. Dr. Leonard Reinecke (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) haben ein Einführungswerk zur Medienpsychologie veröffentlicht. Der in der Reihe “Grundriss der Psychologie” im Kohlhammer Verlag erschiene Band vermittelt die Grundlagen der Medienpsychologie auf anschauliche Weise. Das Buch ist als Einführung für die Lehre in Bachelor- und Masterstudiengängen konzipiert.
Weitere Informationen
Trepte, Sabine/Reinecke, Leonard (Hg.) (2012): Medienpsychologie. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer.

Sammelband “Das literarische Feld in Hamburg 1933-1945” erschienen
Das gleichgeschaltete Kulturleben der Metropole Hamburg im ‘Dritten Reich’ ist Thema eines Bandes, der von PD Dr. Dirk Hempel (Institut für Germanistik II) und Dr. Hans-Ulrich Wagner (Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland, Hans-Bredow-Institut) herausgegeben wurde. Medien-, Theater-, Literaturwissenschaftler und Historiker widmen sich darin den Handlungen und den Handlungsspielräumen im Bereich des Theaters, des Kinos und des Buchhandels sowie dem literarischen Programmangebot des Reichssenders Hamburg. Sie geben Einblick in Forschungsprojekte, bieten Überblicksdarstellungen und Detailstudien zum literarischen Feld in Hamburg. Das vollständige Inhaltsverzeichnis sowie die Einleitung der Herausgeber sind online abrufbar. 
Weitere Informationen
Hempel, Dirk/Wagner, Hans-Ulrich (Hg.) (2012): Das literarische Feld in Hamburg 1933-1945. Hamburg: Verlag Dr. Kovac. 

Neuauflage der “NDR-Bibliografie” steht zum Download bereit
Die Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland der Universität Hamburg, des Hans-Bredow-Instituts und des NDR hat eine Neuauflage der NDR-Bibliografie veröffentlicht, die Quellenschriften und wissenschaftliche Literatur verzeichnet, welche im Zeitraum von 1956 bis 1980 zur Geschichte des Norddeutschen Rundfunks erschienen sind und in öffentlichen Bibliotheken ausgewertet werden können. Die Bibliografie steht ab sofort als PDF-Datei unter dem folgenden Link zum Download bereit:
Weitere Informationen
Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland (Hg.): Auswahlbibliografie NDR 1956-1980; Online-Ressource [http://www.hans-bredow-institut.de/de/webfm_send/697].

3. Graduate School Media and Communication:

 

* Die GMaC ist 2009 mit Mitteln aus der Landesexzellenzinitiative eingerichtet worden; diese Finanzierung ist Ende 2012 ausgelaufen. Die Beteiligten sind sich einig darin, die GMaC weiterzuführen und damit die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb des RCMC nicht nur in der Forschung, sondern auch auf dem Gebiet der Ausbildung von Doktorand_innen fortzusetzen. Derzeit gehören 32 Promovierende der School an. Für das Jahr 2013 ist für Kontinuität gesorgt: Noch stehen Restmittel aus der Landesexzellenzinitiative zur Verfügung, und die Räume im Mittelweg können vorerst weiter genutzt werden. Die Koordinatorin Anke Timmann kann mit Hilfe von Berufungsmitteln (Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Prof. Dr. Michel Clement) auf jeden Fall bis Ende September weiter beschäftigt werden. Die Antragsskizze auf Einrichtung eines DFG-Graduiertenkollegs zum Thema “Repeat, Remix, Remediate” wird im Frühjahr 2013 eingereicht; parallel dazu sind verschiedene Anträge in Arbeit, mit denen die Aktivitäten der GMaC insgesamt oder auch einzelne Dissertationsvorhaben finanziert werden sollen. Entsprechend wird es auch im Sommersemester wieder alle 14 Tage dienstags abends das GMaC-Kolloquium geben: Freunden des inspirierenden wissenschaftlichen Diskurses sei diese Veranstaltung wärmstens empfohlen. Über die genauen Termine und Themen wird rechtzeitig informiert. 

 

* In der zweiten Jahreshälfte 2012 haben acht weitere Mitglieder der Graduate School Media and Communication ihre Dissertationsprojekte begonnen:

Eva Boller beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit der Darstellung des Libyenkriegs in europäischen Medien.

Ines Drefs analysiert in ihrer Dissertation die Rolle des Auslandsrundfunks im Zeitalter von Social Media.

Marie Harder untersucht in ihrem Dissertationsprojekt zeitgenössische massenmediale Repräsentationen von Weiblichkeit hinsichtlich ihrer ikonographischen Gehalte. 

Ines Schaudel beschäftigt sich in ihrem Dissertationsprojekt im Rahmen des DFG-Projektes “Klimawandel aus Sicht der Medienrezipienten” mit der Bedeutung spezifischer Medienerfahrungen für die Einstellung der Rezipienten zum Klimawandel.

Rouven Seifert analysiert dynamische Aspekte in der Kommunikation und im Pricing von hedonischen Medienprodukten.

Tobias Steiner beschäftigt sich mit der Integration des Fernsehmediums in den Bereich der Medien des Kulturellen Gedächtnisses durch die Entwicklung eines zu den fiktionalen Narrationen des Fernsehens passenden Analysewerkzeugs.

Vitaniy Yulia analysiert in ihrer Dissertation sich verändernde Mediennutzungsmuster in Indonesien. 

Malte Werner untersucht, wie Soziale Medien die Auslandsberichterstattung speziell im Krisenfall beeinflussen; eine inhaltsanalytische Untersuchung von Qualitätsmedien unterschiedlicher Mediengattungen am Fallbeispiel Syrien wird dabei durch eine qualitative Befragung der Akteure ergänzt. 

Herzlich Wilkommen!

 

* Prof. Dr. William Porath (Pontificia Universidad Católica de Chile) war am 29. Januar 2013 in der GMaC zu Gast. Im Rahmen einer Lunch Lecture stellte er die konzeptuellen Grundlagen sowie erste Ergenisse seines aktuellen Forschungsprojekts “Uses of elements of personalization and strategic frames in newspaper coverage of two Chilean presidential campaigns (1989-2009)” vor. 
Weitere Informationen 

 

* Im Rahmen seines Besuchs am RCMC ist William Uricchio, Direktor des Department of Comparative Media Studies am Massachusetts Institute of Technology (MIT), am 10. April 2013 von 10:00 bis 13:00 Uhr für einen Workshop zum neuen Forschungsschwerpunkt “Repeat, Remix, Remediate” in der GMaC zu Gast. 

 

* Die nächsten Termine des GMaC-Doktorand_innenkolloquiums im Sommersemester 2013:

2.4.2013 um 18:00 Uhr,
16.4.2013 um 18:00 Uhr,
30.4.2013 um 18:00 Uhr,
14.5.2013 um 18:00 Uhr,
28.5.2013 um 18:00 Uhr,
11.6.2013 um 18:00 Uhr,
25.6.2013 um 18:00 Uhr,
9.7.2013 um 18:00 Uhr, 

jeweils im Mittelweg 176.

4. International News:

 

* RCMC-Mitglieder partizipieren an FP7-Antrag zum Thema Mehrsprachigkeit
Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik I/Institut für Medien und Kommunikation) und Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut) partizipieren am Kollaborativen Projektantrag “Empowering the European Citizen in a Mobile and Multilingual World: Towards a 2020 Vision”, der Ende Januar 2013 von einem Konsortium von 14 europäischen und außereuropäischen Hochschulen im Rahmen des 7. Europäischen Forschungsrahmenprogramms eingereicht worden ist. Darin leitet Jannis Androutsopoulos das Arbeitspaket “Multilingualism in Young People’s Digital Language Practices”. Bei Förderungszusage ist ein Projektbeginn für Januar 2014 geplant. 
Weitere Informationen

 

* Gemeinsames Forschungsprojekt “Nationale Identität und politisches Wissen” mit der Ohio State University gestartet
Im Rahmen der Programme des projektbezogenen Personenaustauschs (PPP) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) starten Prof. Dr. Sabine Trepte (Universität Hamburg/Hamburg Media School) und Prof. Dr. Silvia Knobloch-Westerwick (Ohio State University) im Januar 2013 ein gemeinsames Forschungsprojekt. Dieses ist auf zwei Jahre angelegt und wird gefördert durch die Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Fokus stehen vergleichende Studien hinsichtlich des Themas “Nationale Identität und politisches Wissen” zwischen jungen Erwachsenen in Deutschland und den USA. Im Rahmen der Forschungskooperation wird außerdem der Fortbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses starkes Gewicht beigemessen. Unterstützung erfolgt daher von US-amerikanischer Seite von den Doktorand_innen Benjamin K. Johnson und Laura Willis (Ohio State University), von deutscher Seite von Josephine B. Schmitt (Hamburg Media School).
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5. People at the RCMC:

 

* Bis zum April 2013 übernimmt Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut) interimsweise von Prof. Dr. Irene Neverla (Institut für Journalistik und Kommunikationswissnschaft) die Aufgaben des Geschäftsführenden Direktors (GD) des RCMC. Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik I/Institut für Medien und Kommunikation), momentan noch im Forschungsfreisemester, übernimmt als gewählter Stellvertreter der GD dann regulär diese Funktion zum 1. April 2013, bis Irene Neverla im Sommer aus dem Forschungssemester zurückkehrt.

* PD Dr. Andreas Stuhlmann, in den Jahren 2008 bis 2012 Koordinator des RCMC sowie zusätzlich von 2009 bis 2012 Wissenschaftlicher Koordinator der GMaC, bleibt dem Forschungszentrum in Zukunft als Senior Research Fellow verbunden. 

Dr. Sascha Hölig, erfolgreicher Promovend der Graduate School Media and Communication mit einem Dissertationsprojekt zur Identifikation informationsorientierter Kommunikationsmodi im Internet, ist seit Anfang 2013 als Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Mediennutzung in neuen Medienumgebungen, empirische Forschungsmethoden und die Wissenschaftskommunikation. Derzeit ist er an zwei laufenden Projekten des Instituts beteiligt: dem COST-Programm “Transforming Audiences – Transforming Societies” sowie dem Forschungsprojekt “Konvergenz aus Nutzerperspektive – das Konzept der Kommunikationsmodi”.

Informationen für den Newsletter bitte an:

 

RCMC@uni-hamburg.de

   

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 4 Oktober 2012




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Editorial

 

Dr. Kay Hoffmann und Prof. Dr. Thomas Weber“In Bewegung setzen…”: Motto der Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung, 15.-17.11.2012

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des RCMC,

“in Bewegung setzen” – das ist ja eigentlich in nuce das Ziel des RCMC, wir wollen Ideen, Institutionen und Menschen “in Bewegung setzen”, um die medien- und kommunikationswissenschaftliche Forschung in Hamburg im Verbund voran zu bringen. Wie wir mehr Bewegung erreichen und die erreichte Bewegungsfreiheit noch besser in Dynamik für die Forschung umsetzen, war eines der Themen unserer Jahresversammlung am 2. Juli.

“In Bewegung setzen…” ist aber auch der Titel einer Tagung des RCMC, der Arbeitsstelle für Graphische Literatur und anderer Partner, die sich vom 15. bis 17. November 2012 erstmals aus wissenschaftlicher Perspektive dem Animationsfilm widmet. Dies ist aber nur eine von drei Hamburger Tagungen, vier Ringvorlesungen und fünf Publikationen, an denen wir als RCMC beteiligt sind und die wir hier vorstellen können – der Sommer war lang und ertragreich. 
Schon jetzt wollen wir Sie alle auf unseren adventlichen “Media and Communication Slam” hinweisen, der am 10. Dezember stattfindet. Sie alle sind herzlich dazu eingeladen, in lockerer Form in drei Minuten neue Forschungs-Ideen bei Punsch und Gebäck vorzustellen. Eine gesonderte Einladung geht Ihnen aber noch zeitig zu.

Für heute wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Semester,

 

Ihre
Irene Neverla                                  Andreas Stuhlmann
Geschäftsführende Direktorin        Koordinator 

1. Come and Meet:

 

*In diesem Wintersemester finden vier Ringvorlesungen unter Beteiligung des RCMC statt:

‘In Transit’ – Mediales Übersetzen in den Künsten
ZEIT UND ORT: Mittwoch, 18-20 Uhr (ab 17.10.2012), ESA 1, Hörsaal J
Organisation: Prof. Dr. Claudia Benthien (FB Sprache, Literatur, Medien I) & Prof. Dr. Gabriele Klein (FB Bewegungswissenschaft)
Shakespeare im Original, auf Deutsch, im Theater oder im Kino; HipHop in der New Yorker Bronx, im Fernsehen, im Videoclip, auf YouTube; Performances auf der Stra­ße mit Live-Übertragungen in verschiedene Theater weltweit – solche ‘Übersetzungen’ in und zwischen verschiedenen Medien sind seit einigen Jahren ein zentrales Muster nicht nur der Medienökonomie, sondern auch der Künste und ein wichtiger, gegenwartsbezogener For­schungsgegenstand der Medienwissenschaften. Die interdisziplinäre Ringvorlesung knüpft an aktuelle Tendenzen in den Künsten sowie an gesellschaftlich und zeitdiagnostisch relevante Forschungen an. Sie lenkt den Blick auf die Ästhetik medialer Transformationen und wählt mit ihrem Fokus auf Wahrnehmungs- und Aneignungsprozesse eine bislang wenig diskutierte praxeologische Perspektive. Ziel der Vorlesungsreihe ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Übersetzungstheorien für kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen auszuloten und sie für die medientheoretische und medienästhetische Forschung fruchtbar zu machen. Es sprechen Wissenschaftler_innen aus den Fächern Medienwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Semiotik, Theaterwissenschaft, Tanzforschung, Musikwissenschaft, Linguistik, Germanistik und Amerikanistik.
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Film- und Fernsehstandort Hamburg. Dialoge zwischen Wissenschaft und Praxis
ZEIT UND ORT: Montag, 18-20 Uhr (ab 22.10.2012), VMP 6, Hörsaal C
Organisation: Prof. Dr. Joan K. Bleicher & Prof. Dr. Thomas Weber (Institut für Medien und Kommunikation)
Ziel der Ringvorlesung ist es, die Perspektiven der Wissenschaft und der Praxis in eine umfassende Charakterisierung des Film- und Fernsehstandortes Hamburg münden zu lassen. Der Fokus liegt auf vielfältigen Aspekten der Konzeption ebenso wie auf der Angebotsentwicklung und Distributionsweisen. Mit der geplanten thematischen Ausrichtung soll ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der regionalen Film- und Fernsehkultur geleistet werden.
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Online-Spiele und Pädagogik: Medienpädagogische Perspektiven auf ein Kulturgut
ZEIT UND ORT: Montag, 18-20 Uhr (ab 22.10.2012), VMP 8, Raum 504
Organisation: Prof. Dr. Rudolf Kammerl (FB Erziehungswissenschaft)
Online-Spiele erfreuen sich einer hohen Beliebtheit und sind gleichzeitig nicht unumstritten. Die Risiken des Gamings zu vermeiden, die Chancen der Spiele zu nutzen und das Spielen einer reflektierten Betrachtung zuzuführen sind zentrale medienpädagogische Aufgabenstellungen, die den thematischen Rahmen dieser Veranstaltung bilden. Zur Förderung der Medienkompetenz der heranwachsenden Spieler_innen und zur Unterstützung der pädagogischen Bemühungen von Eltern und Pädagog_innen bedarf es eines Zusammenspiels unterschiedlicher Forschungsdisziplinen, Einrichtungen und pädagogischer Handlungsfelder. Die Teilnehmer_innen der Ringvorlesung erhalten einen umfassenden Einblick in die Theorie und Praxis medienpädagogischer Interventionen. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen medienpädagogischen Handlungsfeldern werden vielfältige Konzepte anschaulich gemacht und diskutiert.
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Medien & Bildung – Medienbildung zwischen Utopie und Praxis
ZEIT UND ORT: Dienstag, 18-20 Uhr (ab 16.10.2012), VMP 8, Raum 504
Organisation: Dipl. Ing., M.A. Christina Schwalbe (FB Erziehungswissenschaft)
Mit Blick auf die gesellschaftliche Relevanz von Medien und Bildung stehen theoretische Perspektiven und euphorische Utopien nicht selten praxisorientierten Projekten oder teils ernüchternden Erfahrungen aus dem pädagogischen Tagesgeschäft gegenüber. Die Ringvorlesung Medien & Bildung möchte im Wintersemester 2012/13 einen interdisziplinären Raum schaffen, um dieses Spannungsfeld zwischen – im weitesten Sinne medienpädagogischen – Visionen und Forderungen sowie tatsächlichen Praxen und Förderungen in den Blick zu nehmen und zu diskutieren. Es soll verdeutlicht werden, warum beides notwendig ist: einerseits die Beschäftigung mit Hintergründen und Zusammenhängen, die nicht selten geprägt sind von einer idealisierenden Sichtweise auf aktuelle technologische, soziale und kulturelle Veränderungen; andererseits die Reflexion der Praxis und damit eine Auseinandersetzung mit alltäglichen Problemen, Hindernissen, Risiken – aber auch mit Chancen, Erfolgen, Veränderungen.
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*Tagung: Diskursive und produktive Praktiken in der Digitalen Kultur. Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)
ZEIT UND ORT: 8.11.-9.11.2012, Von-Melle-Park 8, Universität Hamburg
Organisation: Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Prof. Dr. Alexander Unger, Hélène Gaudet (FB Erziehungswissenschaft)
Die Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der DGfE findet in diesem Jahr an der Universität Hamburg statt. Im Zentrum der Tagung steht die Frage, ob sich durch die Verbreitung neuer digitaler Medien eine neue Erfahrungs- und Handlungssphäre etabliert hat und wie diese aus medienpädagogischer Perspektive einzuschätzen ist. Im Fokus stehen dabei vor allem diskursive und produktive Praktiken, die sich in informellen und formalen Kontexten etabliert haben.
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*Tagung: In Bewegung setzen… Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung
ZEIT UND ORT: 15.-17.11.2012, ESA 1 Ost, Raum 221, Universität Hamburg
Organisation: Prof. Dr. Markus Kuhn, Maike Sarah Reinerth, M.A., Johannes Jakob Rosemann, B.A. (Institut für Medien und Kommunikation), Franziska Bruckner, M.A. (Universität Wien), Dr. Erwin Feyersinger (Universität Innsbruck)
Animation bewegt Bilder – aus statischen Einzelteilen wird ein fluides Ganzes. Animation bewegt das Gemüt – sie provoziert, fasziniert und berührt. Animation bewegt die Kunst – als ausdrucksstarkes Mittel avantgardistischer und experimenteller Praxis. Animation bewegt die Industrie – und das nicht nur in Hollywood. Animation bewegt auch die Forschung – sie stellt traditionelle Disziplinen und Theorien des (Audio-)Visuellen vor neue Herausforderungen. Die Konferenz In Bewegung setzen… widmet sich dieser Aufgabe und versteht sich als Impuls für die Vernetzung der deutschsprachigen Animationsforschung. Zum Programm gehören neben der Key Note Lecture von Suzanne Buchan (Animation Research Centre, University College for Creative Arts, Farnham/UK), zahlreiche Vorträge und Workshops, die Präsentation studentischer Arbeiten und ein Animationsfilmabend im Metropolis Kino.
Am Freitag, den 16.11.2012 wird im Rahmen der Tagung um 16:30 Uhr der Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm 2012 verliehen. Im Anschluss findet ein Empfang statt.
Vollständiges Programm und weitere Informationen

 

*Symposium: Europa und der Journalismus. Medienberichterstattung zwischen Populismus und Aufklärung
ZEIT UND ORT: Freitag, 30.11.2012, Ditze-Hörsaal u. Konferenzräume, Hamburg Media School, Finkenau 35, 22081 Hamburg
Vor dem Hintergrund der EU-Krise rückt die Frage nach der Rolle des Journalismus in den Vordergrund: Haben vor allem die Mainstreammedien die Euro-Krise mit neo-nationalistischer Intonierung verschärft? Wurden Vorurteile und Ressentiments gefördert? Die Hamburg Media School und die Zeitschrift message veranstalten am 30. November 2012 gemeinsam die Tagung Europa und der Journalismus. Medienberichterstattung zwischen Populismus und Aufklärung. Unter der Moderation von Prof. Dr. Volker Lilienthal (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft) und Prof. Dr. Michael Haller (Hamburg Media School) berichten, analysieren und diskutieren Journalisten und Wissenschaftler zu diesem zentralen berufsethischen Thema. Den Eröffnungsvortrag hält Dr. Carsten Brosda, Journalistikwissenschaftler und Leiter des Amtes Medien in der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg. 
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*Tagung: Internet & Partizipation: Bottom-up oder Top-down? Politische Beteiligungsmöglichkeiten im Internet
ZEIT UND ORT: Samstag, 1.12.2012, Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Flügelbau Ost
Organisation: Dr. Kathrin Voss, Arbeitsstelle Medien und Politik im RCMC
Mit dem Internet wurde schon früh die Vision einer partizipativen Gesellschaft verbunden. Skeptiker_innen gehen hingegen davon aus, dass die bestehenden sozialen Barrieren zwischen Individuum und politischer Öffentlichkeit auch durch das Internet nicht aufgehoben werden können. Zwischen der eher technikdeterministischen und der technikindifferenten Position bewegen wir uns noch heute. Zugleich sind mit dem Social Web neue Partizipationsmöglichkeiten entstanden. Die Tagung widmet sich den Funktionsweisen neuer Online-Tools und deren Einfluss auf politische Kommunikations- und Entscheidungsprozesse sowie das politische System selbst. Geladen sind Wissenschaftler_innen ebenso wie Vertreter_innen aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Politik und Medien.
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*Raum für neue Ideen: Adventlicher “Media and Communication Slam”
Die RCMC-Jahresversammlung im Juli hat für die Öffnung und Flexibilisierung der Organisationsformen votiert, um mehr Platz für neue Inhalte und Formen gemeinsamer Forschung zu eröffnen.
Am 10. Dezember will der erste Media and Communication Slam des RCMC diese Idee aufgreifen. Sie alle sind eingeladen, in lockerer Form in drei Minuten neue Forschungs-Ideen zu präsentieren. Ziel ist es, jenseits von Antragsprosa und Verwertungslogik einen Raum für neue Ideen und unkonventionelle Formate zu eröffnen, um über neue Phänomene und Perspektiven ins Gespräch zu kommen.
Zu welchem Thema wollten Sie also schon immer mal eine Tagung, einen Workshop oder eine Publikation machen? Bei weihnachtlichem Punsch und Gebäck werden wir gemeinsam ein Siegerthema auswählen. Dessen Realisierung will das RCMC im nächsten Jahr unterstützen.

Wann: 10.12.2012, 18 Uhr
Wo: RCMC/GMaC: Mittelweg 177
Wie: drei Minuten Redezeit pro Slammer_in, gerne mit PowerPoint-Unterstützung 
Sprachen: Deutsch und Englisch

2. Good to know

 

* Rückblick: Vortragsveranstaltung “Adapting Public Service to the Multiplatform Scenario” am 9. Juli 2012 im Hans-Bredow-Institut (HBI)
Am 9. Juli 2012 fand unter dem Titel Adapting Public Service to the Multiplatform Scenario eine Vortragsveranstaltung in der Bibliothek des Hans-Bredow-Instituts statt. Im Anschluss an Vorträge von Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Universität Hamburg/HBI) und Dr. Alison Harcourt (University of Exeter) stellte Dr. Roberto Suárez Candel, Marie-Curie-Fellow am HBI, die Ergebnisse des Projektes “Public Service Rundfunk in digitalen Multiplattform-Szenarien: Akteure und Strategien” vor.
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*Rückblick: Erste Ergebnisse des DFG-Projekts “Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums” vorgestellt
Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt Die (Wieder-)Entdeckung des Publikums: Journalismus unter den Bedingungen von Web 2.0, welches sich mit dem Wandel von Publikumsbeteiligung im Nachrichtenjournalismus befasst, hat im Herbst erste Ergebnisse aus der Auftaktfallstudie vorgestellt. Das Projektteam des Hans-Bredow-Instituts um PD Dr. Wiebke Loosen und Dr. Jan-Hinrik Schmidt hat in Kooperation mit der Tagesschau qualitative und quantitative Befragungen unter Redaktionsmitgliedern sowie unter Nutzer_innen von tagesschau.de durchgeführt. Auf der internationalen Tagung Towards Neo-Journalism? Extending or Reconfiguring a Profession, die am 3. und 4. Oktober in Brüssel stattfand, wurden Befunde zur Diskussion gestellt. Aktuelle Neuigkeiten und Hinweise auf projektrelevante Entwicklungen im Feld des “Journalismus 2.0” finden sich laufend auch im Projektblog. 
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* Neue Leitung der Arbeitsstelle Medien und Politik
Prof. Dr. Mike S. Schäfer (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft/Exzellenzcluster CLiSAP) hat die Leitung der Arbeitsstelle Medien und Politik übernommen. Damit wird die älteste und traditionsreichste assoziierte Forschergruppe des RCMC nach dem Tod ihres Gründers Prof. Dr. Hans J. Kleinsteuber im Februar 2012 fortgeführt.
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*GamingLab: Fakultät EPB richtet Labor zur Computerspielforschung ein
An der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Pädagogik und Bewegungswissenschaft (EPB) wird demnächst ein Labor zur Erforschung der aktuellen Spielekultur eingerichtet. Das GamingLab entsteht als Kooperation zwischen dem MMS (Multi Media Studio), Prof. Dr. Rudolf Kammerl und Jun. Prof. Dr. Alexander Unger (FB Erziehungswissenschaft). Das GamingLab wird über eine leistungsfähige Hardwareausstattung verfügen, die auch eine Auseinandersetzung mit aktuellen Spieletiteln ermöglicht. Neben der empirischen Erforschung der Spielkultur und dem Einsatz für die universitäre Lehre soll über das GamingLab eine Zusammenarbeit mit außeruniversitären Initiativen (u. a. Creative Gaming) und Zielgruppen etabliert werden. 

 

*Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

Sammelband “Datenschutz” in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen
Dr. Jan-Hinrik Schmidt hat gemeinsam mit Dr. Thilo Weichert, dem Landesbeauftragten für Datenschutz Schleswig-Holstein, den interdisziplinären Sammelband Datenschutz herausgegeben, der im August 2012 innerhalb der Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB) erschienen ist. Insgesamt 44 Beiträge geben einen allgemeinverständlichen Überblick zum aktuellen Stand von Recht, Technik und gesellschaftlichen Debatten, zu Herausforderungen, Chancen und Risiken sowie zu möglichen Szenarien der zukünftigen Entwicklung rund um die Themen Datenschutz und Privatsphäre. Auch die RCMC-Mitglieder PD Dr. Wiebke Loosen und Prof. Dr. Sabine Trepte sind mit Beiträgen vertreten. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit auf der Homepage der BPB.
Schmidt, Jan-Hinrik/Weichert, Thilo (Hg.) (2012): Datenschutz. Grundlagen, Entwicklungen und Kontroversen. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Handbuch “Computer Games and New Media Cultures” veröffentlicht
Unter dem Titel Computer Games and New Media Cultures haben Prof. Dr. Alexander Unger (FB Erziehungswissenschaft) und Prof. Dr. Johannes Fromme (Universität Magdeburg) ein Handbuch mit 42 internationalen und nationalen Beiträgen veröffentlicht. Die abgedeckten Themenfelder reichen von “Computer Games and Game Analysis” über die “Player-Game-Relation” und “Player Cultures and Social Contexts” bis zu “Educatonal Approaches”.
Weitere Informationen
Fromme, Johannes/Unger, Alexander (Hg.) (2012): Computer Games and New Media Cultures. A Handbook of Digital Games Studies. Heidelberg/London/New York: Springer.

Aufsatz “Online communication on climate change and climate politics: a literature review.” in Wiley’s Interdisciplinary Reviews (WIREs) erschienen
Prof. Dr. Mike S. Schäfer (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft/Exzellenzcluster CLiSAP) hat in den WIREs Climate Change unter dem Titel Online communication on climate change and climate politics: a literature review einen Artikel veröffentlicht, der die vorliegende wissenschaftliche Literatur zur Internet-Kommunikation über den Klimawandel zusammenführt und systematisch auswertet. Dabei wird aufgezeigt, wie zentrale Akteure die Online-Kommunikation strategisch einsetzen, wie diese charakterisiert ist und mit welchen Nutzungen und Effekten sie in Zusammenhang gebracht wird.
Weitere Informationen
Schäfer, Mike S. (2012): Online communication on climate change and climate politics: a literature review. WIREs Climate Change 2012. Online First. doi: 10.1002/wcc.191.

Weblog zur deutschen Webserien-Landschaft gestartet
Ein von Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikation) herausgegebener Weblog verfolgt ab sofort das Ziel, die deutsche Webserien-Landschaft zu dokumentieren. Beabsichtigt ist, alle im deutschsprachigen Raum auffindbaren Webserien zu erfassen und jeweils in Form eines kurzen Eintrags vorzustellen. Dazu gehören neben der Angabe von Grunddaten auch Hinweise zum Inhalt sowie zu Produktionshintergründen, konzeptionellen Besonderheiten usf. Dabei ermöglicht es die Form des sukzessive aktualisierten Blogs, der Schnelllebigkeit des Internets gerecht zu werden.
Weitere Informationen
Kuhn, Markus (Hg.): “Webserien-Blog: Webserien, Online-Serien, Webisodes, Websoaps und Mobisodes in Deutschland”; die erste Version (August 2012) wurde gemeinsam mit Jan Henne erstellt, unter Mitarbeit von Johannes Noldt und Stella Schaller; Online-Ressource [http://webserie.blogspot.de/].

3. Graduate School Media and Communication:

 

*Markus Oermann, Dipl.-Jur. Univ., M.A., Doktorand der Graduate School und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hans-Bredow-Instituts, hat unter dem Titel Individualdatenschutz im europäischen Datenschutzrecht. Eine theoriegeleitete Analyse soeben seine erste Monographie veröffentlicht. Der Schutz personenbezogener Informationen ist seit Jahren Gegenstand rechtspolitischer Streitigkeiten. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Band vier Anforderungsprofile für die Ausgestaltung des Datenschutzrechts auf der Grundlage normativer politischen Theorien, um im Anschluss das europäische Datenschutzrecht hinsichtlich seiner Übereinstimmungen mit diesen Anforderungsprofilen zu untersuchen. Das Buch macht so die normativ-theoretischen Hintergründe des europäischen Datenschutzrechts transparent und ermöglicht damit eine entsprechende Einordnung aktueller und kommender Vorschläge in der Debatte um die Zukunft des Datenschutzes. 
Weitere Informationen

 

*Amaranta Alfaro Muirhead, M.A., Stipendiatin der Graduate School, hat gemeinsam mit Prof. Dr. Dante Contreras Guajardo (Universidad de Chile) und Paulina Sepúlveda einen Aufsatz unter dem Titel Desarollo con cohesión en América Latina (“Development with Social Cohesion in Latin America”) verfasst, der im Sammelband Violencia y cohesión social en América Latina (“Violence and Social Cohesion in Latin America”) erschienen ist. Der Beitrag verweist auf die Notwendigkeit, die soziale Integration mittels politischer Maßnahmen zu fördern, welche durch die Interaktion von Individuen aus unterschiedlichen sozioökonomischen Kontexten im öffentlichen Raum die soziale Kohäsion stärken. Eine zentrale Dimension wird in diesem Zusammenhang den Informations- und Kommunikationstechnologien zugestanden, welche ihren Nutzer_innen nicht-hierarchische Interaktionsstrukturen für eine kulturelle Partizipation auf globaler Ebene zur Verfügung stellen könnten, um so Demokratie und soziale Kohäsion zu vertiefen. Der Aufsatz ist in spanischer Sprache ab sofort auch online abrufbar.
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* Die nächsten Termine des GMaC-Doktorand_innenkolloquiums im Wintersemester 2012/13:

13.11.2012 um 18:00 Uhr,
27.11.2012 um 18:00 Uhr,
11.12.2012 um 18:00 Uhr,

jeweils im Mittelweg 176.

5. International News:

 

* Rückblick: ECREA 2012: 4th European Communication Conference
ZEIT UND ORT: 24.10.-27.10.2012, Mimar Sinan Fine Arts University, Istanbul/Türkei
Unter dem zentralen Thema Social Media and Global Voices fand vom 24. bis zum 27. Oktober 2012 die vierte European Communication Conference (ECC) der European Communication Research and Education Association (ECREA) statt. Der diesjährige Schwerpunkt fokussierte die Sozialen Medien aus unterschiedlichen akademischen Perspektiven. Vertieft wurden unter anderem Fragen nach den globalen, sozialen, ethischen und politischen Dimensionen Sozialer Medien sowie deren Folgen für Publika und die wissenschaftliche Auseinandersetzung. Mit Vorträgen vertreten waren u.a. die RCMC-Mitglieder Stephan Dreyer, Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Prof. Dr. Irene Neverla, PD Dr. Wiebke Loosen, Dr. Corinna Lüthje, Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Prof. Dr. Wolfgang Schulz und Dr. Hans-Ulrich Wagner sowie die GMaC-Promovierenden Wesam Amer, M.A., Nele Heise, M.A., Judith Lohner, M.A., und Laura Schneider, M.A. Bereits am 23.10.2012 fand die Pre-Conference unter dem Titel Communicating Climate Change III – The Audience Perspective statt, welche von der Forschergruppe “Public Discourse on Climate Change” (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft/Exzellenzcluster CLiSAP) organisiert wurde, der mit Prof. Dr. Irene Neverla und Dr. Monika Taddicken sowie Shaheem Mahmud, M.A. und Ines Schaudel, M.A. je zwei Mitglieder von RCMC und GMaC angehören. 
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* Im Rahmen des Erasmus Mundus-Programms besuchen in diesem Wintersemester zwei Gastwissenschaftler_innen mit medienbezogenen Forschungsschwerpunkten die Universität Hamburg:

Lanita Pace-Hinton, Direktorin des Knight Digital Media Center (KDMC) an der UC Berkeley Graduate School of Journalism, war vom 15. bis 17. Oktober für einen Workshop unter dem Titel Tools of Engagement. Exploration of technology used by news organizations to engage with audience zu Gast.

Prof. Dr. William Porath Campos (Pontificia Universidad Católica de Chile), ist vom 7.1. bis zum 1.2.2013 als Gastwissenschaftler an der Universität Hamburg tätig. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehören u.a. die Qualität des chilenischen Journalismus, die Auslandsberichterstattung sowie die politische Kommunikation.

6. People at the RCMC:

 

*Im Rahmen der Jahresversammlung des RCMC im Juli 2012 wurden insgesamt sechs Neumitglieder des Forschungszentrums formal bestätigt:

Prof. Dr. Ute Berns, Professorin für Anglistische Literaturwissenschaft am Institut für Anglistik und Amerikanistik;
Dr. Reyhan Sahin, Gastwissenschaftlerin am RCMC seit Juni 2012;
Felix Schröter, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien und Kommunikation sowie assoziiertes Mitglied der GMaC;
Prof. Dr. Alexander Unger, Juniorprofessor für “Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Medienpädagogik” am Fachbereich Erziehungswissenschaft;
Dr. Kathrin Voss, Lehrbeauftragte am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und dem Institut für Politikwissenschaft sowie Mitglied der Arbeitsstelle Medien und Politik;
Prof. Dr. Thomas Weber, Professor für “Medienwissenschaft mit den Schwerpunkten Film und Fernsehen” am Institut für Medien und Kommunikation.

Herzlich Willkommen!

Informationen für den Newsletter bitte an:

 

andreas.stuhlmann@uni-hamburg.de und RCMC@uni-hamburg.de

   

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 3 Juni 2012




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RCMC Summer School 2012: Remix! Remake! Remediate!

Editorial

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, liebe RCMC-Mitglieder,

dies ist die erste Sommer-Ausgabe des RCMC-Newsletters; sie trotzt den mäßigen Sommertemperaturen, denn „Klima“ bietet uns Anlass zur Freude: Der interdisziplinäre Exzellenzcluster zur Klimaforschung (CLISAP 2) wird von 2012-2017 über die Exzellenzinitiative des Bundes  weiter gefördert und umfasst auch dieses Mal kommunikationswissenschaftliche Forschungsschwerpunkte: An der Research Area „Climate Change Perception and Communication“ (Leitung: Irene Neverla und Beate Ratter) und in der Forschungsgruppe „Media Constructions on Climate Change“ (Leitung: Mike Schäfer) sind insgesamt 5 Wissenschaftler_innen  des RCMC beteiligt. Parallel konnten zwei Publikationen zum Klima-Diskurs abgeschlossen werden.
Die öffentliche Tagung des Hans-Bredow-Instituts unter Federführung von Wolfgang Schulz und Uwe Hasebrink in der Handelskammer hat auch medial für Aufsehen gesorgt. Die Arbeitsgruppe „Ästhetik der Medien“ um Gabriele Klein und Claudia Benthien kündigt für das Wintersemester eine hochkarätig besetzte Ringvorlesung zu ihrem Schwerpunktthema „Rahmung und Übersetzung“ an.  
Last but not least, weisen wir noch einmal auf die diesjährige Summer School des RCMC „Repeat, Remix, Remediate“ vom 16.-20. Juli hin, für die noch einige Plätze vergeben werden können.

Viel Vergnügen mit dieser Ausgabe,

 

Irene Neverla                                  Andreas Stuhlmann
Geschäftsführende Direktorin        Koordinator 

1. Come and Meet:

* Summer School des RCMC und der Graduate School Media and Communication, 16.–20. Juli 2012
Repeat! Remix! Remediate! Formen und Normen der Wiederverwertung digitaler Medien 
Im Zeichen der im Prinzip unbegrenzten Verfügbarkeit, Kopierbarkeit,Speicherbarkeit, Bearbeitbarkeit und Verbreitbarkeit von digitalen Medieninhalten wird die Medien- und Kommunikationslandschaft zunehmend durch Phänomene der Wiederverwendung, Wiederaneignung oder Wiedernutzbarmachung geprägt. Ob diese Wiederverwendung eine reine Wiederholung des Alten oder tatsächlich etwas Neues ist, wird die Leitfrage unserer Summer School 2012 sein. Wie wird “alter Wein” medial durch Digitalisierung und das sogenannte Web 2.0 in “neue Schläuche” verpackt? Was gilt überhaupt als “alt” bzw. “neu” in den Medien? In welcher Weise können urheberrechtlich geschützte Werke wiederverwendet werden? Wir schauen dorthin, wo Produzenten vorgefundene Medieninhalte rekombinieren und so eine ganz neue Konstellation schaffen, wo Mediennutzernutzer Altes als neu erfahren oder sich Altes produktiv neu aneignen. Thematisch geht es dabei um Plagiate, Piraterie, um Reaktualisierung alter Inhalte als Bestandteil von Erinnerungskultur, um Formen des Remix und Remakes von Musik und Filmen sowie um aktuelle politische Debatten über ACTA und SOPA.
Um unsere Leitfrage zu beantworten, bündeln wir über die Woche hinweg verschiedene disziplinäre und gegenstandsbezogene Zugänge. In Vorträgen, Workshops und Arbeitsgruppen mit Medien- und Kommunikationswissenschaftlern, Ökonomen, Juristen und Gästen aus der Praxis werden uns journalistische und monetäre Strategien, ästhetische Praktiken und juristische Normendiskussionen ebenso beschäftigen wie der Blick von Produzenten und Konsumenten auf diese Entwicklungen und ihre Einschätzungen.

Für die Summer School sind derzeit noch Restplätze zu vergeben. Das Programm und alle Informationen auf der Homepage der Summer School sowie aktuelle Hinweise auf der facebook-Präsenz.
Anmeldung und Kontakt: Remediation@uni-hamburg.de

 

* Neue Runde der Exzellenzinitiative: RCMC-Mitglieder Irene Neverla und Mike Schäfer Leading Investigators im Klimaforschungs-Cluster.  
Am 15.6.2012 kam im Rahmen der zweiten Runde der Exzellenzinitiative ein Zuschlag auch an die UHH. Damit werden hier im Zeitraum 2012-2017 zwei Exzellenzcluster gefördert: einmal die Fortführung des interdisziplinären Clusters  zur Klimaforschung (CLISAP 2), zum anderen eine neues Cluster über ultraschnelle Atombewegungen in Echtzeit (CUI) in Zusammenarbeit von Physik und Chemie. Im Cluster zur Klimaforschung ist einer der vier CLISAP-Research Areas dem sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt  “Climate Change and Social Dynamics” gewidmet; mit einem Schwerpunkt zu “Climate Change Perception and Communication” (Leading Principal Investigators: Irene Neverla und Beate Ratter). Daneben wird auch der Schwerpunkt “Media Constructions on Climate Change” fortgeführt (Leitung: Mike Schäfer). Irene Neverla und Mike Schäfer sind Mitglieder des Fachbereichs Sozialwissenschaften (Fach Journalistik und Kommunikationswissenschaft) und leiten in CLISAP die “Media Research Group”, mit zur Zeit sieben Forscherinnen und Forschern: Ana Ivanova, Shameem Mahmud, Inga Schlichting, Monika Taddicken, Ines Schaudel, Andreas Schmidt und Stefanie Trümper. Die Projekte der CLISAP- Media Research Group befassen sich u.a. mit Langzeitanalysen der medialen Klimaberichterstattung im internationalen Vergleich, mit Analysen journalistischer Praktiken zur Erinnerung an Extremereignisse, mit Informationsstrategien der Stakeholder, aber auch mit dem Verständnis des komplexen Wissens über Klimawandel seitens der ‘Laien’ auf der Basis der Medienberichterstattung oder der Socialmedia Debatten. 

 

* Vortragsveranstaltung “Adapting Public Service to the Multiplatform Scenario” am 9. Juli 2012 im Hans-Bredow-Institut
Den Einführungsvortrag zum Thema des Abends hält Alison Harcourt, Jean Monnet Chair in the Information Society an der University of Exeter (UK). Im Anschluss stellt Roberto Suárez, Marie Curie Fellow am Hans-Bredow-Institut, den Endbericht seines Projekts “Redefining and repositioning public service in the digital and multiplatform scenario” vor.
Termin: Montag, den 9. Juli 2012, 18.00-20.00 Uhr, Bibliothek des Hans-Bredow-Instituts, Heimhuder Str. 21, 20148 Hamburg. Der Eintritt ist frei, Anmeldung und weitere Informationen

 

* Ringvorlesung: In Transit. Mediales Übersetzen in den Künsten
Organisation: Gabriele Klein (FB Bewegungswissenschaft); Claudia Benthien (FB Sprache, Literatur, Medien I) Ort: ESA 1, Hörsaal J Zeit: Mittwoch, 17.10.2012 – 30.01.2013, jeweils 18-20 Uhr

Shakespeare im Original, auf deutsch, im Theater oder im Kino; HipHop in der New Yorker Bronx, im Fernsehen, im Videoclip, auf YouTube; Performances auf der Straße mit Live- Übertragungen in verschiedene Theater weltweit – solche ‚Übersetzungen‘ in und zwischen verschiedenen Medien sind seit einigen Jahren ein zentrales Muster nicht nur der Medienökonomie, sondern auch der Künste und ein wichtiger, gegenwartsbezogener und zeitkritischer Forschungsgegenstand der Medienwissenschaften. Die interdisziplinäre Ringvorlesung knüpft an diese Tendenzen sowie an gesellschaftlich und zeitdiagnostisch relevante Forschungen an. Sie lenkt den Blick auf Transformationen in und zwischen den verschiedenen Künsten, die sich als Praktiken medialer und kultureller Übersetzungen beschreiben lassen. Mit ihrem Fokus auf Wahrnehmungs- und Aneignungsprozessen will sie eine bislang wenig diskutierte praxeologische Perspektive in den Blick nehmen. Ziel der Vorlesungsreihe ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen Übersetzungstheorien für kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen auszuloten und sie für eine praxisorientierte medientheoretische und medienästhetische Forschung fruchtbar zu machen.
Eine Veranstaltung der Arbeitsgruppe “Ästhetik der Medien” des RCMC. Mit finanzieller Unterstützung des Fachbereichs Bewegungswissenschaft.

2. Good to know

* Sammelband zu Privatsphäre und Selbstoffenbarung im Internet erschienen:
“Privacy Online. Perspectives on Privacy and Self-Disclosure in the Social Web”
Der von JProf. Dr. Sabine Trepte (FB Psychologie, Universität Hamburg/Hamburg Media School) und JProf. Dr. Leonard Reinecke (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) gemeinsam herausgegebene Band nimmt die Preisgabe privater Daten und dem Wunsch nach Privatsphäre im Internet aus einer psychologischen Perspektive in den Blick. Die enthaltenen Beiträge widmen sich dem anauernden Widerspruch zwischen diesen Faktoren, fragen nach Vorteilen der Selbstoffenbarung im Internet und betrachten die Folgen intensiver Nutzung von sozialen Netzwerken für das Bedürfnis nach Privatheit und ebenso wie die Auswirkungen auf die Freundschaftsverhältnisse der User_innen. Die Publikation versammelt damit aktuelle Forschungsergebnisse eines internationalen Netzwerkes von Pricacy-Expert_innen. Zu den Autor_innen gehören auch die RCMC-Mitglieder Dr. Jan-Hinrik Schmidt und PD Dr. Wiebke Loosen (beide: Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Hamburg). 

 

* Studie am FB Psychologie zur sozialen Dimension von Online-Computerspielen
Eine am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg von JProf. Dr. Sabine Trepte, Leonard Reinecke und Keno Juechems durchgeführte Studie untersucht die grundlegenden Faktoren bei der Ansammlung sozialen Kapitals im Internet am Beispiel von Online-Sportspielen. Unter dem Titel The social side of gaming: How playing online computer games creates online and offline social support weist die Studie Zusammenhänge zwischen der Beteiligung an Online-Spielen und der Herausbildung sozialer Bindungen nach, die sich auch in Offline-Aktivitäten fortsetzen. Die Ergebnisse der Studie sind im Journal “Computers in Human Behavior” veröffentlicht worden.

 

* Zwei Publikationen zur gesellschaftlichen und medialen Debatte um den Klimawandel erschienen
Der von Prof. Dr. Irene Neverla und JProf. Dr. Mike S. Schäfer gemeinsam herausgegebene Band Das Medien-Klima. Fragen und Befunde der kommunikationswissenschaftlichen Klimaforschung sichert den aktuellen Kenntnisstand zu medialen Konstruktionen des Klimawandels, wertet die vorliegende Literatur aus und zeigt Perspektiven für die zukünftige Forschung auf. Die Massenmedien verdeutlichen die thematische Relevanz weltweiter Klimaveränderungen und dienen als Forum, in dem sich Wissenschaftler, Politiker, NGOs und Unternehmen zu positionieren versuchen. Verstärkt sind daher massenmediale Darstellungen des Klimawandels in den Blick der Kommunikationswissenschaften gerückt. Weitere Informationen

Unter dem Titel Kampf um die Köpfe. Der Meinungskampf um die Klimapolitik hat Mike S. Schäfer gemeinsam mit Jun.-Prof. Dr. Jochen Roose (Freie Universität Berlin) das Sonderheft 2/2012 des “Forschungsjournal Soziale Bewegungen” herausgegeben. Das Heft untersucht akutelle Auseinandersetzungen zum Klimawandel sowie mögliche Strategien zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung und berücksichtigt dabei die Rolle von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, NGOs und der Medien. Weitere Informationen

 

* Studie des Hans-Bredow-Instituts zu den Informationsrepertoires der deutschen Bevölkerung veröffentlicht
Die Studie Tagesschau, Google und BILD: Was den Deutschen für ihre politische Meinungsbildung wichtig ist wurde am 13. Juni 2012 in Berlin dem Bundestagsausschuss für Kultur und Medien vorgestellt. Sie basiert auf einer bundesweiten repräsentativen Befragung von gut 1000 Personen ab 14 Jahren. Untersucht wurde, welche Angebote aus der Sicht der Bevölkerung für ihr eigenes Informationsverhalten am wichtigsten sind. Auch in den heutigen digitalen Medienumgebungen spielen danach die etablierten Medien Fernsehen und Zeitung eine wichtige Rolle. Das Internet ist aber mittlerweile zu einem wesentlichen Faktor auch für die politische Meinungsbildung geworden. Auffällig ist vor allem, dass mit Google und Facebook auch solche Angebote dazu gehören, die selbst keine politischen Inhalte anbieten.
Der Projektbericht sowie eine Zusammenfassung sind hier online abrufbar

 

* Gemeinsame Arbeitstagung von RCMC und IMK in Verbindung mit der Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland
Am 8. und 9. Juni 2012 fand die Tagung Die Hamburgische Dramaturgie der Medien. Egon Monk – Autor, Regisseur, Produzent statt. Im Rahmen der von Knut Hickethier, Julia Schumacher und Andreas Stuhlmann in Verbindung mit Hans-Ulrich Wagner organisierten Veranstaltung wurden das Leben und Wirken von Egon Monk beleuchtet, der als Autor und Regisseur, Produzent und Fernsehspielchef des NDR den Aufbruch im Feld der Hamburger Medien maßgeblich mitgestaltet hat. Weitere Informationen

 

* Gemeinsames Symposium von Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein, Hans-Bredow-Institut und Handelskammer Hamburg am 5. Juni 2012
Ausgangsfrage des Symposiums macht|medienmacht|meinung war, wie sich die Gesellschaft heute informiert, was Meinungsmacht unter den veränderten medialen Bedingungen heißt und wie sich Einflusspotenzale verschieben. Nach der Darstellung aktueller wissenschaftlicher Befunde diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Medienpolitik und Wissenschaft, welche konzeptionellen Veränderungen erforderlich erscheinen, damit Medienkonzentrationsrecht, Plattformregulierung und Kartellrecht in einem fein abgestimmten Zusammenspiel Meinungsmacht verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen sichern können. Mehr Informationen

3. Graduate School Media and Communication:

* Am 27. April 2012 fand der zweite gemeinsame Doktoranden-Workshop von Promovierenden der GMaC und des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg statt. Schwerpunktthema des Treffens in Salzburg waren qualitative Forschungsmethoden. Mehr Informationen

 

* Am 15. Mai 2012 fand unter dem Motto “Comparing Media Policy and Regulation” im Hans-Bredow-Institut ein GMaC-Lunch mit englischsprachigem Vortrag von Dr. Manuel Puppis (derzeit Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut und an der GMaC) und anschließender Diskussion statt. Mehr Informationen

 

* Der nächste Termin des GMaC-Doktorand_innenkolloquiums im Sommersemester 2012:
10.07.2012 um 18:30 Uhr, im Mittelweg 177. 

4. International News:

* Vom 20.06. bis 21.06.2012 war Prof. Ajay Kohli (Gary T. and Elizabeth R. Jones Chair for Marketing, Georgia Institute of Technology College of Management) als Leiter eines Seminars zum Thema “Theory Construction” am Lehrstuhl für BWL – Marketing und Branding der Universität Hamburg (Prof. Henrik Sattler) zu Gast. Neben zahlreichen Auszeichnungen und hochrangigen Veröffentlichungen in internationalen Marketingzeitschriften war Prof. Kohli u. a. von 2008 bis 2011 Editor des Journal of Marketing, einer der renommiertesten Marketingzeitschriften weltweit.

 

* Am 2. Juli 2012 findet eine Informationsveranstaltung zur neuen Ausschreibung im 7. Rahmenprogramm der EU für den Bereich der Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften mit einer Vertreterin der nationalen Kontaktstelle des Bundesministeriums für Bildung und Forschung statt.
Termin: 2. Juli 2012, 14-17 Uhr, AS-Saal im Hauptgebäude der Universität. Anmeldung bis spätestens 27. Juni per formloser Mail bei Katharina Berghöfer (katharina.berghoefer@verw.uni-hamburg.de).

5. People at the RCMC:

* Seit Juni 2012 ist Dr. Reyhan Sahin als Gastwissenschaftlerin am RCMC tätig. Reyhan Sahin schloss 2012 ihre Promotion im Fachbereich Linguistik ab, die im Rahmen einer qualitativen Studie die Bekleidungsweise und Religiosität jünger muslimischer Kopftuchträgerinnen analysiert. Ihre aktuellen Forschungsinteressen umfassen die Sozialisation junger Musliminnen in der Bundesrepublik, Subkulturen, Diskurslinguistik, Visuelle Semiotik, Islamischer Feminismus und Gender Studies. Für ihr neuen Projekt beabsichtigt sie, die Selbstdarstellung und die Alltagspraktiken junger muslimischer Kopftuchträgerinnen in Social Networks zu untersuchen.

Informationen für den Newsletter bitte an:

Andreas.stuhlmann@uni-hamburg.de und RCMC@uni-hamburg.de