Alle Beiträge von RCMC Hamburg

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC-Newsletter Nr. 21/ April 2017 – aktualisiert am 17.5.2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Interessierte,

wie immer zu Beginn des Semesters kommt der neue RCMC-Newsletter mit zahlreichen Ankündigungen vor allem zu Konferenzen und Tagungen auf dem Gebiet der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an der UHH.

Vorab ein Hinweis, der fachübergreifend für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Bedeutung ist: Am 22. April findet der March for Science statt, weltweit in über 400 Städten, und auch in Hamburg, hier am Rathausmarkt. Demonstriert wird für die Bedeutung von Wissenschaft, Fakten und Evidenz. Im Bereich der Medien bilden die Debatten um Fake News und ‚alternative Fakten’ sowie die pauschale Diffamierung von ‚Lügenpresse’ spezielle Herausforderungen, und das öffentliche Bekenntnis zur evidenzbasierten Medien- und Kommunikationsforschung ist mehr als angebracht.

Schöne Ostertage und ein erfolgreiches, produktives und vergnügtes Sommersemester wünscht Ihre

Irene Neverla

– für das RCMC-Direktorium –

1. Come and Meet:

1. Come and Meet:

* Wissensforum des Teilprojekts Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels: “Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better”

ZEIT: 20. April 2017, 18 Uhr
ORT: Strips & Stories, Wohlwillstr. 28 Hamburg

Unter der Leitung von Prof. Dr. Astrid Böger und der Mitarbeit von Johannes C. P. Schmid wird eingeladen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Graphic Memoir als eines der erfolgreichsten Genres alternativer grafischer Literatur herausgebildet. Diese Werke stellen echte Erfahrungen dar, die von Krieg und Verfolgung bis zu Flucht und Diskriminierung reichen. Im Graphic Illness Writing als weiterem wichtigen Subgenre berichten AutorInnen über ihre Erlebnisse mit physischen und psychischen Erkrankungen. Die Comicform erweist sich hierbei als besonders geeignet, um besonders emotionale Erfahrungen persönlicher Krisen und Traumata darzustellen. Die Abstraktion des Cartoon-Zeichenstils, sowie die von den LeserInnen zu füllenden Lücken zwischen den Panels erlauben es AutorInnen Erlebnisse dazustellen, die sich anderen Medien entziehen.

In ihrem aktuellen Graphic Memoir Lighter than my Shadow (2013) berichtet die britische Autorin Katie Green über Essstörungen und Missbrauch in ihrer Jugend. Diese „Reise in das schwarze Herz einer tabuisierten Krankheit“ ist aber auch eine Geschichte der Genesung, des Erwachsenwerdens und des Selbstausdrucks durch Kunst. Der Zeichenprozess selbst wird für die Autorin zum Weg, ihre Erfahrungen aufzuarbeiten und darstellbar zu machen. Schlussendlich ist das Zeichnen ihre Rettung. Dieser Workshop will untersuchen, wie gekritzelte Linien komplexe emotionale Vorgänge ausdrücken und Comicpanels dort Krankheitserlebnisse rahmen, einfassen und ausdrücken können, wo Worte versagen.

Neben einem Vortrag der britischen Autorin Katie Green und Dr. des. Lukas Etter vom English Department der Universität Siegen gibt es eine Panel Diskussion, zu der auch BeiträgerInnen aus dem Publikum herzlich eingeladen sind.

Das Programm und den Veranstaltungsflyer gibt es hier.

 

* Jahrestagung des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen: Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices

ZEIT: 18. – 20. Mai 2017
ORT: Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Die Tagung bringt WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus den Bereichen Philosophie, Medien, Kunst, Performance und Cultural Studies zusammen, deren Arbeiten auf dynamische Prozesse kultureller Transformationen in einem globalen Kontext fokussieren. Den gemeinsamen Ausgangspunkt bildet ein Verständnis von Kultur als kontinuierlichem, wechselwirksamem Prozess des Rahmens und Übersetzens. Zu der Konferenz wurden ReferentInnen eingeladen, deren Beiträge existierende Konzepte des Rahmens und Übersetzens erweitern. Die Konferenz will den Blick auf die Art und Weise richten, wie mediale Praktiken nicht nur immer schon gerahmte und übersetzte Ausdrücke bestimmter, meist westlicher Kulturen sind, sondern welche anderen, nicht-westlichen und häufig unsichtbaren und ungehörten Formen des Gestaltens und Übersetzens existieren.

Weiter Informationen. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten:

fuer.bw(at)uni-hamburg.de

 

* Wissensforum: „dokART“

ZEIT: 8. und 22. Mai 2017

ORT: Universität Hamburg, Hörsaal M, Edmund-Siemers-Allee 1

In der Serie “dokART” finden am 8.5. und am 22.5.2017 Vorträge und Filmabende statt, die sich den RegisseurInnen des Autorendokumentarfilms widmen. Das Teilprojekt Authentizität transformieren. Übersetzen und Rahmen als Praktiken des dokumentarischen Films in medialen Milieus unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Weber und Mitarbeit von Eva Knopf lädt zu diesen sogenannten Wissenforen des Forschungsverbundes ein. Es finden jeweils ein Vortrag und eine Kinovorführung mit Diskussion statt. Zu Gast werden Daniel R. Müller und Nicolas Steiner sein. Weitere Informationen.

 

* 23. Internationaler Fachkongress: „OverFlow“

ZEIT:      8. – 11. Juni 2017
ORT:      Kampnagel Hamburg, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

OverFlow – so lautet das Leitthema des Internationalen Fachkongresses „Performance Studies international“, der von den Performance Studies der Universität Hamburg in Kooperation mit Kampnagel vom 8. Bis zum 11.6.2017 in Hamburg ausgerichtet wird. In Verbindung mit dem Festival „Theater der Welt“ (25.05.-11.06.2017), das unter dem Thema „Hafen“ stattfindet, fragt OverFlow nach den Voraussetzungen, Bedeutungen und Effekten von ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen ÜberFlutungen.

Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die derzeit eher die öffentlichen Debatten beherrschen, stehen hierbei im Fokus, sondern genau ihr Gegenteil: der ÜberFluss in all seinen positiv wie negativ besetzten Spielarten.

Mehr als 800 internationale WissenschaftlerInnen undKünstlerInnen widmen sich in unterschiedlichen Formaten wie Lecture Performance, Workshops, Performances oder Vorträgen – der metaphorischen Mehrdeutigkeit und gesellschaftlichen Wirkmacht des OverFlow.

Insgesamt über 300 ReferentInnen und KünstlerInnen aus über 40 verschiedenen Ländern.

OverFlow ist eine Zusammenarbeit zwischen Performance Studies Universität Hamburg, Kampnagel – Zentrum für Schönere Künste und Performance Studies International (PSi) unter der Leitung von RCMC-Mitglied Prof. Dr. Gabriele Klein. Weitere Infos.

 

* Internationale Konferenz des Teilprojekts ‘Performing Poetry‘. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik: „Poetry in the Digital Age“

ZEIT: 15. – 17. Juni 2017
ORT: Akademischer Senatsaal der Universität Hamburg

Gegenstand der internationalen Tagung ist die Relevanz von der auf den ersten Blick anachronistisch anmutenden Textsorte ‚Gedicht‘ im digitalen Zeitalter. Die Veranstaltung geht davon aus, dass sich Lyrik erstens gegenwärtig einer durchaus erklärungsbedürftigen Beliebtheit erfreut und, dass sie zweitens heutzutage in höchst unterschiedlichen Formaten und Medien zu finden ist. In vier Sektionen diskutieren die ReferentInnen ästhetische Strategien des Herausstellen der Materialität sprachlicher Zeichen in zeitgenössischer Lyrik, die in poetischen Traditionen seit der Avantgarde stehen (Foregrounding Materiality – Polyphonic and Multilingual Poetry), die musikalischen Ursprünge sowie Formen von Lyrik und deren gegenwärtigen Ausprägungen (‚Music(alization) and the Lyric’), produktionsästhetische und übersetzungstheoretische Fragestellungen (‚Audioliteral Poetry between Text, Performance, and Mediatization’) und verschiedene mediale Darbietungsformen (‚Poetry and Audiovisual Media’).

Die Tagungssprache ist Englisch. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Claudia Benthien und Wiebke Vorrath in Verbindung mit Catrin Prange veranstaltet.

 

* 8. Hamburger Mediensymposium: „Künstliche Intelligent statt menschlicher Dummheit?“

ZEIT: 13. Juni 2017, 13:30 Uhr

ORT: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

8. Hamburger Mediensymposium, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg zur Frage, wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert. Weiterführende Informationen.

 

* Wissensforum: „Lyrik Live!: Nora Gomringer und Jan Wagner lesen Gedichte

ZEIT: 15. Juni 2017, 19:30 Uhr

ORT: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 HamburgEtwas mit Sprache machen, und einem Bienenschwarm: „Lyrik live!” bringt zwei der renommiertesten DichterInnen der deutschsprachigen Lyrikszene zusammen: Nora Gomringer und Jan Wagner werden eigene, aber auch Gedichte anderer LyrikerInnen auf Deutsch und Englisch lesen und performen.

Dies eröffnet einen Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit. Im Anschluss an ihren Auftritt diskutieren Gomringer und Wagner mit den Literaturwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Claudia Benthien und Wiebke Vorrath Fragen zur gegenwärtigen Popularität von Dichterlesungen, dazu, wie die Aufführungssituation das poetische Werk als ›ästhetisches Ereignis‹ hervorbringt, und zur Übersetzbarkeit fremdsprachiger Gedichte.

Nora Gomringer, Jahrgang 1980, ist Lyrikerin, Spoken-Word-Poetin und Rezitatorin. Sie leitet das Künstlerhaus Concordia in Bamberg. Seit 2000 hat sie acht Lyrikbände veröffentlicht, 2017 erschien »Moden« (Voland & Quist). Zuletzt wurden ihr der Ingeborg Bachmann-Preis und der Weilheimer Literaturpreis zugesprochen.

Jan Wagner, Jahrgang 1971, ist Lyriker und Lyrikübersetzer. Seit 2001 hat er acht Lyrikbände veröffentlicht, für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ (Hanser) erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Zuletzt wurde ihm der Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreises verliehen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturhaus Hamburg mit dem Forschungsprojekt Performing Poetry. Situationale Rahmungen und mediale Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik, in dem Gegenwartslyrik unter medien- sowie performativitätstheoretischer Perspektive untersucht wird. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen, der durch die Landesforschungsförderung Hamburg finanziert wird.

Weitere Informationen zum Forschungsverbund gibt es hier.

* Symposium: “Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film”

ZEIT: 13. und 14. Oktober 2017

ORT: Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Vom 13. bis zum 14. Oktober 2017 findet das Symposium “Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film” an der Hochschule für bildende Künste Hamburg statt. Das Symposium – organisiert von den Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen – widmet sich Fragen kultureller Transformationsprozesse aus postkolonialen Perspektiven. Die Veranstaltungsreihe “PraMeTra” wurde vom 31.03.-01.04.2016 an der Universität Hamburg mit einem interdisziplinären Symposium eröffnet und mit einer Tagung zu “Übertragungen in und aus dem digitalen Raum” im Dezember 2016 ebenfalls an der Universität Hamburg fortgeführt. Die dritte Veranstaltung im Oktober 2017 widmet sich Beobachtungen von Zeitlichkeit im Hinblick auf Funktion, Produktion, Nutzung und Bedeutung von Dingen in post- und dekolonialen Kontexten. Sich daraus ergebende Fragen können sein: Wie werden zeitlichen Querungen von Dingen verursacht? Wie gehen wir mit Dingen in Archiven um? Welches transformatorische Potential ist den Dingen eigen oder zugedacht? Können Dinge übersetzt werden oder übersetzen Dinge selbst etwas? Können sich Dinge – oder ihre Handhabung und Wahrnehmung – von ihren Kontexten emanzipieren?

Weiterführende Informationen zu der Veranstaltung.

2. Good to know

2. Good to know

* Teilnahme an Jahrestagung: Das Hans-Bredow-Institut auf der Jahrestagung 2017 der DGPuK “Vernetzung: Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation”

Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Hans-Bredow-Instituts waren als ReferentInnen und PodiumssprecherInnen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e. V. (DGPuK) vertreten. Sie präsentierten einige aktuelle Projekte, zu denen am Hans-Bredow-Institut geforscht wird. Mehr dazu. 

 

* DFG-Projekt “Literarizität in der Medienkunst” wird um ein weiteres Jahr verlängert

Das von Prof. Dr. Claudia Benthien geleitete Forschungsprojekt „Literarizität in der Medienkunst” (Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Jordis Lau und Maraike Marxsen) ist in das Jahr 2017 mit zwei schönen Erfolgen gestartet. Zum einen wurde die Förderung von der DFG um ein weiteres Jahr verlängert, sodass das Projekt nun bis zum 30.06.2018 läuft. Zum anderen ist die gemeinsame Monografie „The Literariness of Media Art” nun in Vorbereitung. Sie wird 2018 bei Routledge erscheinen und so die Forschungsergebnisse auch einem internationalen Publikum zugänglich machen. Nähere Infos zum Projekt.

 

* Call for Applications: Visiting Postdoctoral Fellowships “Algorithmed Public Spheres”

Das Hans-Bredow-Institut bietet im Rahmen seines Post-Doc-Kollegs „Algorithmed Public Spheres” 3- bis 12-monatige Forschungsaufenthalte für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der Rolle von Algorithmen in der öffentlichen Kommunikation befassen an. Die internationale Ausschreibung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aus Fächern wie Computerwissenschaft und Informatik, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Recht, Soziologie, Philosophie etc. Weitere Infos in englischer Sprache.

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: „Biopunk Dystopias Genetic Engineering, Society and Science Fiction“

Das assoziierte RCMC-Mitglied Prof. Dr. Lars Schmeink hat ein neues in englischer Sprache verfasstes Buch veröffentlicht.

‘Biopunk Dystopias’ contends that we find ourselves at a historical nexus, defined by the rise of biology as the driving force of scientific progress, a strongly grown mainstream attention given to genetic engineering in the wake of the Human Genome Project (1990-2003), the changing sociological view of a liquid modern society, and shifting discourses on the posthuman, including a critical posthumanism that decenters the privileged subject of humanism. The book argues that this historical nexus produces a specific cultural formation in the form of “biopunk”, a subgenre evolved from the cyberpunk of the 1980s. The analysis deals with dystopian science fiction artifacts of different media from the year 2000 onwards that project a posthuman intervention into contemporary socio-political discourse based in liquid modernity in the cultural formation of biopunk. Biopunk makes use of current posthumanist conceptions in order to criticize contemporary reality as already dystopian, warning that a future will only get worse, and that society needs to reverse its path, or else destroy all life on this planet. As Rosi Braidotti argues, “there is a posthuman agreement that contemporary science and biotechnologies affect the very fibre and structure of the living and have altered dramatically our understanding of what counts as the basic frame of reference for the human today”. The proposed book analyzes this alteration as directors, creators, authors, and artists from the field of science fiction extrapolate it from current trends.

Dank der Knowledge Unlatched-Förderung ist der Band hier ebenfalls kostenlos als PDF verfügbar.

Lars Schmeink: Biopunk Dystopias Genetic Engineering, Society and Science Fiction. Liverpool: Liverpool Science Fiction Texts and Studies. 2016.  

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 1/2017“

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Darin enthalten sind Artikeln zur Darstellung von Menschen mit Behinderung in deutschen Daily Soaps, zur Verarbeitung von Audioinhalten in Multitasking-Situationen, zur Leserbeurteilung der Qualität journalistischer Online-Artikel unter Berücksichtigung des Einflussfaktors Medienreputation,  zu Belegmustern und Akteuren in Polit-Talkshows zur Griechenlandkrise sowie mit zwei Beiträgen in der Reihe „Methodeninnovationen in der Kommunikationswissenschaft“ zur Messung von States und Traits in der Kommunikationswissenschaft sowie zum faktoriellen Survey.

* CD: Flucht und Vertreibung im Rundfunk

Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart? Antworten auf diese Fragen und Anregungen zu Diskussionen bietet eine neue CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, die das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD herausgegeben hat.
Die CD enthält Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks, die die Aufnahme und Erfahrungen deutscher Flüchtlinge und Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg behandeln. Zu hören sind sowohl Produktionen des Rundfunks in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik als auch des Rundfunks in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. So verfolgt die CD die Kommunikation über die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 im Massenmedium der Zeit, dem Radio. Sie leistet deshalb Aufklärung über die zeit- und medienhistorische Situation, wirft aber ebenso Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart auf.
Die CD kann im Institut abgeholt oder durch Zusendung eines frankierten Rückumschlags (DinA5, frankiert mit EUR 1,45 für 1 Exemplar) bestellt werden: Hans-Bredow-Institut, Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg. Bei Bestellung mehrerer Exemplare wenden Sie sich bitte zur Klärung der Höhe der Frankierung des Rückumschlags an info@hans-bredow-institut.de oder 040/45021711.

* Projektergebnisse zum Download: Zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung

Auch wenn die Nutzung von Intermediären weit verbreitet ist, sind Online-Intermediäre in der Regel nicht zentrale Quellen des Informationsrepertoires zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Hans-Bredow-Institut (Dr. Jan-Hinrik Schmidt / Lisa Merten / Prof. Dr. Uwe Hasebrink) durchgeführte Studie, die im Auftrag der Medienanstalten entstand. Nachdem erste Ergebnisse der qualitativen Studie bereits in einer Veranstaltung der Medienanstalten „Intermediäre und Meinungsbildung“ im November 2016 vorgestellt wurden, ist seit März 2017 auch der wissenschaftliche Endbericht online verfügbar.

Weitere Informationen

3. People at the RCMC:

Das RCMC-Direktorium hat seit dem 1.4.2017 mit Prof. Dr. Michel Clement einen neuen Sprecher (BW-Fakultät). Die weiteren Vorstandsmitglieder sind unverändert Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI und GW-Fakultät) und Prof. Dr. Thomas Weber (GW-Fakultät), beide zugleich stellvertretende Sprecher; sowie Prof. Dr. Irene Neverla und Prof. Dr. Michael Brüggemann (beide WiSo-Fakultät bzw. CLISAP), Prof. Dr. Gabriele Klein (PB-Fakultät), Prof. Dr. Astrid Böger (GW-Fakultät), Prof. Dr. Wolfgang Schulz (HBI und Fakultät für Rechtswissenschaft) und Prof. Dr. Henrik Sattler (BWL-Fakultät).

Die Koordination der GMaC (Graduate School Media and Communication) liegt seit 1. April 2017 bei Uwe Hasebrink. Die Verantwortung für den Newsletter bis zum Ende des Sommersemesters 2017 bei Irene Neverla.

Informationen für den Newsletter bitte an:

Der nächste Newsletter wird voraussichtlich am Ende des Sommersemesters im Juni 2017 erscheinen. Bis dahin haben alle RCMC-MitgliederInnen im Laufe des Juni die Möglichkeit neue Informationen für den Newsletter einzureichen. Bis zum 15.06.2017 können diese an Hendrik Kannenberg gerichtet werden:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Schoon, Dr. Wiebke

Wiebke Schoon hat ihr Promotionsverfahren im Juli 2016 mit der Publikation ihrer Dissertationsschrift zur diversitätsorientierten Journalismusforschung erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeit ist als E-Dissertation unter dem Titel „Lokale Verortungen und (trans)nationale Verflechtungen im Journalismus. Theoretische Impulse der kosmopolitischen Perspektive und empirische Analysen der Reiseberichterstattung in der ZEIT und der F.A.Z.“ veröffentlicht und online abrufbar.

Seit Oktober 2010 ist Wiebke Schoon assoziiertes Mitglied der Graduate School Media and Communication (GMaC). Von April 2008 bis Juli 2014 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich von Prof. Dr. Irene Neverla am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg.

Die Lehr- und Forschungsschwerpunkte von Wiebke Schoon sind die kultursoziologische Fundierung und empirische Analyse von geschlechtergerechter und multiperspektivischer Medienproduktion und -repräsentation.

Wiebke Schoon studierte Journalistik und Kommunikationswissenschaft sowie Ethnologie an der Universität Hamburg. Ihre Magisterarbeit schrieb sie zum Thema „Gendering im Berufsfeld Journalismus. Ein Überblick über Empirie und Theorie sowie die Integration der Sozialtheorie Pierre Bourdieus“. Während des Studiums arbeitete sie als studentische Mitarbeiterin für verschiedene Lehr- und Forschungsprojekte am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft. Erfahrungen im medienpraktischen Bereich sammelte sie studienbegleitend im Lokaljournalismus, bei der Nachrichtenagentur AP und bei verschiedenen PR-Agenturen.

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

Zweite, überarbeitete Fassung für den Newsletter vom Februar 2017

Editorial – Zweite, überarbeitete Fassung für den Newsletter vom  Februar 2017 (Stand: 28.02.2017)

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

mit Spannung wurde der Evaluationsbericht des Wissenschaftsrates mit „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Gesamtstrategie der Universität Hamburg“ erwartet. Seit Januar 2017 liegt der Bericht vor: Wir finden darin etliche Verweise auf das RCMC. Eine der Empfehlungen im Bericht des Wissenschaftsrates (S. 115) lautet: Die „bestehende Kooperation von Vertreterinnen und Vertretern aller geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten mit dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) im Rahmen des Research Center for Media and Communication (RCMC) sollte weiter gefestigt und ausgebaut werden, um die medienwissenschaftliche Forschung der Universität noch stärker in der ‚Medienstadt’ Hamburg zu verankern.“

Damit wird exakt die bisherige RCMC-Arbeit gewürdigt und die RCMC-Zielsetzung bekräftigt. Diesem Zweck der Vernetzung, des Austausches und der Sichtbarkeit dient auch der vorliegende Newsletter – Sie finden darin etliche Berichte zum breiten Spektrum der Forschungs- und Publikationsaktivitäten von RCMC-Mitgliedern.

Beste Grüße und Wünsche für die vorlesungsfreie Zeit, Ihre

Irene Neverla

– Sprecherin des RCMC-Direktoriums –

 
1. Come and Meet:

* Internationale Jahrestagung “Situated in Translation”

ZEIT: 18.- 20. Mai 2017
ORT: Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Vom 18.-20. Mai 2017 findet die internationale Jahrestagung des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen  unter dem Titel “Situated in Translation” statt. Austragungsort ist in diesem Jahr die Hochschule für Bildende Künste (HFBK) Hamburg. Neben den Keynotes von Souleymane Bachir Diagne (Columbia University, New York) und William Uricchio (Utrecht University & MIT Game Lab) haben Ramsay Burt (Tanzwissenschaftler), Elisabeth El Refaie (Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin), Birgit Weyhe (freie Illustratorin und Comic-Zeichnerin), Tobias Ebbrecht-Hartmann (Filmwissenschaftler), Deniz Göktürk (Germanistin), Julia Lajta-Novak (anglistische Literaturwissenschafterin), Encarnacion Gutierrez Rodriguez (Soziologin), Martin Schäfer (Theaterwissenschaftler) und Kader Attia (Installationskünstler und Fotograf) Beiträge zugesagt. Das Rahmenprogramm umfasst eine Hafenrundfahrt mit Schwerpunkt Kolonialgeschichte. Save the date!

 
2. Good to know

* Editionssprojekt: Unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD gibt das Hans-Bredow-Institut im Frühjahr 2017 eine CD heraus, die historische Rundfunktöne zum Thema Flucht und Vertreibung versammelt.

Die CD enthält 21 Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks der Jahre 1946 bis 1960, die Ankunft, Herkunft und Erlebnisse deutscher Flüchtlinge und Vertriebener behandelten. Die Aufnahmen sind in den Schallarchiven der ARD-Sendeanstalten und im Deutschen Rundfunkarchiv überliefert. Wir stellen sie auf der CD zusammen, um Aufklärung zu leisten über die historische Situation der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im geteilten Deutschland nach 1945 und um Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart aufzuwerfen. Die CD betritt Neuland, als sie erstmals Quellen zu einer Rundfunkgeschichte von Flucht und Vertreibung der Deutschen ediert. Überdies bezieht sie bislang unbekannte Töne aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ein und ermöglicht so neue Einsichten in eine gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte.
Die CD richtet sich an alle, die sich über die Geschichte der Vertriebenenintegration in Deutschland nach 1945 informieren und weiterbilden möchten. Sie richtet sich an alle, die über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland heute und vor 70 Jahren nachdenken möchten. Die CD kann speziell die historische Wissensvermittlung an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen unterstützen. Sie gibt Journalistinnen und Journalisten Materialien an die Hand geben für die Berichtserstattung über aktuelle und historische Aspekte zur Flüchtlingsaufnahme in. Schließlich soll die CD, die bisher unveröffentlichtes Quellematerial kuratiert und wissenschaftlich kommentiert, neue zeit- und medienhistorische Forschungen anstoßen.
Die CD wird im Frühjahr 2017 erscheinen und den Titel “Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960” tragen. Sie wird gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags beim Hans-Bredow-Institut bestellt oder selbst dort abgeholt

* Rückblick: „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

Am 9. und 10. Dezember 2016 fand die Veranstaltung „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raumals Teil des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ an der Universität Hamburg statt. Organisiert wurde sie als „Nachwuchsforum“ von den Wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Wiebke Vorrath (TP Benthien), Andreas Veits (TP Kuhn) und Johannes Schmid (TP Böger) organisiert. Sie befasste sich inhaltlich mit den ästhetischen und künstlerischen Wechselwirkungen zwischen analogen und digitalen Medienphänomenen des 21. Jahrhunderts.
Die geladenen internationalen Keynote-Speaker Erwin Feyersinger (Institut für Medienwissenschaften, Universität Tübingen), Hans-Joachim Backe (Center for Computer Games Research, IT University of Copenhagen) und Sebastian Deterding (Digital Creativity Hub, University of York) sprachen zu unterschiedlichen Wechselwirkungen analoger und digitaler Räume wie Motion Graphics, der Übersetzung von Tabletop- in digitale Spiele sowie den veränderten Nutzungsrahmen in der Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts. 12 weitere Referent_innen verschiedener deutscher Universitäten stellten ihre Arbeiten unter anderem zu digitalen Bildkulturen und Internet-Memes, Fandom und Partizipation, wie auch (Selbst-)Inszenierung und Performativität in sozialen Medien und Internetforen vor. Die interdisziplinäre Tagung brachte Nachwuchsforscher_innen aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen wie auch ca. 30 Gäste in regen Austausch mit den Keynote-Speakern und Teilprojektleiter_innen des Forschungsverbundes. Hierbei wurde unter anderem die Neuaushandlung der Rezeptionsrahmen durch die veränderte Rolle der „Prosumer“ sowie die zirkulären Übersetzungsprozesse zwischen und die Verschmelzung digitaler und analoger Räume diskutiert. Mehr dazu.

* Rezeptionsstudie: Du weißt gar nichts, Jon Schnee…

Seit ihrer Erstausstrahlung 2011 begeistert die vom US Pay-TV Sender HBO produzierte Serie Game of Thrones weltweit das Publikum und konnte bereits in mehr als 80 Länder exportiert werden. Bislang aber fehlte eine ethnografische Analyse, die sich der Serie von Seiten ihres Publikums nähert und dabei für die Rezeptionsforschung relevante Fragen beantwortet. Dem Erfolg des World Hobbit Project folgend, haben sich 40 Wissenschaftler weltweit zum Game of Thrones Research Project zusammengeschlossen und möchten mit Hilfe eines Online-Fragebogens die Meinung von Zuschauerinnen und Zuschauern der Serie erfragen. An dem Projekt beteiligten sich Mitglieder des RCMC und insbesondere das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Vertreter des deutschen Teams im Forschungsverbund sind Prof. Dr. Lars Schmeink und Felix Schröter (MA). Die Umfrage findet sich auf www.questeros.org; die Fragen können in weniger als 20 Minuten beantwortet werden. Die Forschung ist individuell finanziert und von HBO oder George R. R. Martin unabhängig.

Die Website ist gerade „live“ geschaltet worden. Das Projekt bittet interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer von Game of Thrones darum, den Fragebogen auszufüllen – dieser ist bislang aber nur auf Englisch vorhanden. Antworten können jedoch auch auf Deutsch abgegeben werden. Für Anfragen zum Projekt oder dem wissenschaftlichen Thema der Fantastikforschung stehen die Projektbeteiligten jederzeit zur Verfügung. Ansprechpartner für die Studie sind die beiden RCMC-Mitglieder Prof. Lars Schmeink und Felix Schröter. Auf Facebook gibt es dazu weitere Infos und Updates.

 

* Rückblick: Internationale Konferenz „Dance Future II. Claiming Contemporaneity“

Vom 26.-28. Januar 2017 fand auf Kampnagel in Hamburg die internationale Konferenz „Dance Future II. Claiming Contemporaneity“ statt. DANCE FUTURE setzt sich mit dem Konzept von Zeitgenossenschaft, seinen kultur- und kunstpolitischen und postkolonialen Implikationen sowie dem damit verbundenen Geschichtskonzept des Tanzes und der Tanzforschung auseinander. Ausgangspunkt war der weltweite Status des Tanztheaters Wuppertal als paradigmatische, historische, zeitgenössische, ästhetische Veränderungen initiierende und Desinteresse bis Widerstand hervorrufende Kunstform. Die zentrale Frage der Konferenz richtete sich auf globale ästhetische und kulturelle Übersetzungsprozesse zwischen Tanztheater und zeitgenössischem Tanz. In der Session “Translating via Media” gab es vier Vorträge, die sich u.a. mit der Übersetzung von Sprache in Tanz (im choreographischen Prozess), der Übersetzung von Tanz in Sprache (Tanzkritik), der Rolle von Medien zum einen bei der Weitergabe der Stücke von Pina Bausch an neue Tänzer*innen und zum anderen im Kontext der Archivierung auseinandersetzen. Die Vortragenden hier waren: Hirohiko Soejima (Tokyo, Japan): Language and Choreography – The Case of Pina Bausch. Christina Thurner (Bern, Switzerland): How to re-see Things with Words.Dance Criticism as Translation. Lecture Performance by Stephan Brinkmann (Essen, Germany): From Body to Body. Translating Choreography. Marc Wagenbach (Den Haag, Netherlands): Don’t Look Back in Anger. Materialities of Loss.

Das Book of Abstracts mit allen weiteren Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

 

* Visiting Fellowship: RCMC-Mitglied Hans-Ulrich Wagner an der Macquarie University in Sydney, Australien

Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut und an der Universität Hamburg, ist vom 28. Januar bis zum 18. Februar 2017 Visiting Fellow am Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney, Australien. Sein Aufenthalt ist Teil der Arbeit im Forschernetzwerk „Transnational Media Histories“ in der Trilateral Strategic Partnership der Universität Hamburg mit der Fudan Universität in Shanghai und der Macquarie Universität.

Am 9. und 10. Februar 2017 findet in Sydney eine Konferenz zum Thema „Transnational Media Histories“ statt; Hans-Ulrich Wagners einleitendes Referat gilt dem Thema „Media, Memory and Migration. Exploring an emerging field of Transnational Media Histories“.

 

* Rückblick: Podiumsdiskussion „Algorithmic News in the 2016 US Election

Wie Google und Facebook die US-Wahl beeinflusst haben können, war Thema der Bucerius Lab Lunch Session #3 im Betahaus Hamburg am 19. Dezember 2016. Prof. Nick Diakopoulos, Fellow im Hans-Bredow-Institut, hat die Darstellung der beiden Spitzenkandidaten am Beispiel von Google untersucht. Er diskutierte die Rolle der großen Internetplattformen und Algorithmen im Wahlkampf 2016 gemeinsam mit Matthias Spielkamp, Bucerius Lab Fellow und Mitgründer von AlgorithmWatch. Nick Diakopoulos, Assistant Professor an der University of Maryland, war im Dezember Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut in dessen Postdoc-Kolleg Algorithmed Public Spheres, das von Dr. Cornelius Puschmann geleitet wird.

Informationen und die aufgezeichnete Diskussion sind online verfügbar.

 Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: Handbuch Soziale Medien

Handbuch Soziale Medien, herausgegeben von Dr.Jan-Hinrik Schmidt und Dr. Monika Taddicken, erschienen im Springer-Verlag (2017), Dr. Jans-Hinrik Schmidt ist wissenschaftlicher Referent am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung; Prof. Dr. Monika Taddicken ist Professorin an der TU Braunschweig, und assoziiertes RCMC-Mitglied (vormals tätig am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der UHH tätig).

 

* Buch: „Medienkulturen des Dokumentarischen“

RCMC-Vorstandsmitglied Prof. Thomas Weber hat zusammen mit Dr. Carsten Heinze ein neues Buch veröffentlicht. Der Band analysiert dokumentarische Formen des Films, die in aktuellen Medienkulturen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen und für die Kommunikation in modernen Gesellschaften maßgeblich verantwortlich sind. Durch neue Technologien und veränderte Formen der Produktion, Distribution und Rezeption sowie innovative ästhetische Konzepte kommt es zu einer Ausdifferenzierung der dokumentarischen Praktiken in ihren jeweiligen Medienkulturen, die nicht zuletzt auch das Verständnis dessen verändern, was unter dokumentarischen Filmen zu verstehen ist. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf, auf die Autorinnen und Autoren aus der Medien- und Kulturwissenschaft, der Geschichtswissenschaft, der Kunstwissenschaft und der Soziologie in diesem Band Antworten geben. Weitere Informationen

Carsten Heinze/ Thomas Weber (Hrsg.): Medienkulturen des Dokumentarischen. Wiesbaden: Springer VS. 2017.  

 

* Sammelband: “Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive

Gemeinsam mit Maria Löblich und Thomas Birkner haben die beiden RCMC-Mitglieder Alina Laura Tiews und Dr. Hans-Ulrich Wagner von der Forschungsstelle Mediengeschichte erfolgreich einen neuen Sammelband veröffentlicht, Dieser ist Band 10 in der Reihe “Öffentlichkeit und Geschichte” im Herbert von Halem Verlag. Der Band dokumentiert die Beiträge der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK 2015. Weiterführende Informationen.

Thomas Birkner / Maria Löblich / Alina Laura Tiews / Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.): Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive Öffentlichkeit und Geschichte. Band 10. Köln. Herbert von Halem Verlag. 2016.

 

* Sammelband: “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“

Der Sammelband “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ ist im Februar im Wilhelm Fink Verlag erschienen. Herausgegeben wird es von den RCMC-Mitgliedern Claudia Benthien und Gabriele Klein. Der Sammelband geht auf die Jahrestagung des Forschungsverbundes im Jahre 2015 zurück. Die Beiträge der Mitglieder des Forschungsverbundes und der eingeladenen Kooperationspartner*innen  fokussieren Wahrnehmungs- und Aneignungsprozesse, die als Praktiken medialer Transformationen beschrieben und mittels der Konzepte »Übersetzung« und »Rahmung« gefasst werden. Der Band lotet diese Konzepte für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen aus. Am Beispiel von Comics, Tanz, Performance, Film, Fotografie, Literatur, Webserien und Kunstprojekten werden mediale Übersetzungs- und Rahmungsprozesse untersucht. Rahmen und Übersetzen werden als Praktiken beschrieben, die in einem performativen Wechselverhältnis zueinander stehen. Der interdisziplinäre Band versammelt philosophische, sozial-, kultur-, literatur- und medienwissenschaftliche sowie designtheoretische Beiträge. Der Band ist ab sofort im Buchhandel oder online erhältlich.

 

* Onlinepublikation: Studie “Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen”

Menschen mit Behinderungen sind noch immer von vielen Medien-Angeboten ausgeschlossen und können nicht mitreden, wenn Freunde oder Kollegen über das Fernsehprogramm sprechen. Das ist eines der herausragenden Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Hans-Bredow-Instituts (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse), die im Auftrag der  Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch erstellt wurde und deren Langfassung jetzt online verfügbar ist. Erste Ergebnisse der großen standardisierten Befragung wurden bereits am 26. Oktober 2016 auf einem Panel der Münchner Medientage diskutiert. Die Studie belegt bundesweit erstmals, wie intensiv Menschen mit Behinderungen Medien nutzen und welches Marktpotenzial barrierefreie Angebote haben.

 

* Onlineveröffentlichung: 1945: Flüchtlinge in Norddeutschland

Bereits im November hat Alina Laura Tiews im NDR eine einen Beitrag zur Chronik „1945: Flüchtlinge in Norddeutschland” veröffentlicht. Ausschnitte aus historischen Rundfunksendungen zum Thema in dem Artikel kann man hier nachhören.

 

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 4/2016

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift “Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Enthalten sind darin Artikeln um die Themen “Journalismus studieren in der Krise”, zu einer “kommunikationswissenschaftlichen Forschungsethik”, mit Analysen darüber, “wie die Herkunft über das mediale Framing von Einwanderern entscheidet” und über “Whistleblowing in deutschen und deutschschweizerischen Printmedien” berichtet wird, sowie in der Reihe “Methodeninnovationen” einem Aufsatz “zum Konstrukt Themenverdrossenheit und seiner Messung”. Zum Inhaltsverzeichnis.

 

* Zeitschriftenpublikation: „Ästhetik & Kommunikation 171/172

Am 13.12.2016 wurde in der C/O Galerie in Berlin die Ausgabe 171/172 der „Ästhetik & Kommunikation“ präsentiert, die im Rahmen des Teilprojekts „Keying als subversive Aneignungsstrategie“ des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen herausgegeben wird. Rund 50 Gäste wurden von dem Chefkurator Felix Hoffmann begrüßt. Anschließend hielt Friedrich von Borries einen einführenden Vortrag darüber, inwiefern Strategien der Identitätserzeugung eine Entgegnung auf die Herausforderungen der Gegenwart sein könnten. Dabei ging er auf das Medium „Ästhetik & Kommunikation“ ein und die Hintergründe der Herausgabe der betreffenden Ausgabe. In der Podiumsdiskussion sprachen Ralf Schlüter (Stellvertretender Chefredakteur des art Magazins), Frank Taffelt (Psychoanalytiker und Künstler) sowie Stephan Porombka (Professor für Texttheorie und -gestaltung) miteinander. Moderiert wurde das Gespräch von Elisabeth von Haebler und Mara Recklies. Das zentrale Thema des Gesprächs war das Verhältnis von Terror, Angst und Identität sowie deren Thematisierung in den Künsten. Die Diskutierenden warfen dabei immer wieder die Frage auf, ob wir in der Welt, in der wir leben, überhaupt Angst haben müssen und besprachen künstlerische Bewältigungs- und Verarbeitungsstrategien von Angst. Auch die Gäste konnten sich in der folgenden Podiums-diskussion äußern. Mehr Infos zu der neuen Ausgabe gibt es hier.

 

* Artikel: „Journalismus unter den Bedingungen des Medienwandels

Vervielfältigung der Kanäle, Big Data und neue Formen der Publikumsbeteiligung, Online-Artikel von Dr. Wiebke Loosen für die Bundeszentrale für politische Bildung

 

* Artikel zu Studie: Nachrichtennutzung über soziale Medien im internationalen Vergleich

Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Survey 2016 von Dr. Sascha Hölig und Prof. Uwe Hasebrink, erschienen in Media Perspektiven 11/2016.

 

* Working Paper: „ Structural Working Conditions of Journalism in Egypt, Kenya, Serbia and South Africa: Empirical Findings from Interviews with Journalists reporting on Democratisation Conflicts

Im Rahmen des EU-finanzierten internationalen Forschungsprojekts MeCoDEM (Media, Conflict and Democratisation) erstellten Dr. Judith Lohner, Prof. Dr. Irene Neverla und Sandra Banjac M.A. ein Working Paper zu Arbeitsbedingungen von Journalisten in Ländern mit ausgeprägten Demokratisierungskonflikten. Dieses und weitere Working Papers aus dem MeCoDEM-Projekt finden sich hier.

  1. People at the RCMC:

Ein Wechsel im RCMC-Direktorium steht an: Zum 1.4.2017 übernimmt Prof. Dr. Michel Clement (Fakultät BW) die Aufgabe des RCMC-Sprechers. Prof. Dr. Irene Neverla, die diese Aufgabe seit 2009 ausübte, bleibt noch bis Ende September 2017 Mitglied des RCMC-Vorstandes. Stellvertretende Sprecher sind weiterhin Prof. Dr. Thomas Weber (Fakultät GW) und Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI).

Wir freuen uns, neue Mitglieder am RCMC willkommen zu heißen:

Dr. Alexa Burmester, WiSo-Fakultät, Institut für Marketing

Prof. Chris Biemann, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Institut für Informatik

Florian Hohmann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Katharina Kleinen- von Königslow, WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaften

Dr. Cornelia Lund, WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Lars Schmeink (assoziiert), Institut für Kultur- und Medienmanagement, Medienwissenschaften

Iris Westermann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Februar 2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

mit Spannung wurde der Evaluationsbericht des Wissenschaftsrates mit „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Gesamtstrategie der Universität Hamburg“ erwartet. Seit Januar 2017 liegt der Bericht vor: Wir finden darin etliche Verweise auf das RCMC. Eine der Empfehlungen im Bericht des Wissenschaftsrates (S. 115) lautet: Die „bestehende Kooperation von Vertreterinnen und Vertretern aller geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten mit dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) im Rahmen des Research Center for Media and Communication (RCMC) sollte weiter gefestigt und ausgebaut werden, um die medienwissenschaftliche Forschung der Universität noch stärker in der ‚Medienstadt’ Hamburg zu verankern.“

Damit wird exakt die bisherige RCMC-Arbeit gewürdigt und die RCMC-Zielsetzung bekräftigt. Diesem Zweck der Vernetzung, des Austausches und der Sichtbarkeit dient auch der vorliegende Newsletter – Sie finden darin etliche Berichte zum breiten Spektrum der Forschungs- und Publikationsaktivitäten von RCMC-Mitgliedern.

Beste Grüße und Wünsche für die vorlesungsfreie Zeit, Ihre

Irene Neverla

– Sprecherin des RCMC-Direktoriums –

1. Good to know

* Editionssprojekt: Unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD gibt das Hans-Bredow-Institut im Frühjahr 2017 eine CD heraus, die historische Rundfunktöne zum Thema Flucht und Vertreibung versammelt.

Die CD enthält 21 Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks der Jahre 1946 bis 1960, die Ankunft, Herkunft und Erlebnisse deutscher Flüchtlinge und Vertriebener behandelten. Die Aufnahmen sind in den Schallarchiven der ARD-Sendeanstalten und im Deutschen Rundfunkarchiv überliefert. Wir stellen sie auf der CD zusammen, um Aufklärung zu leisten über die historische Situation der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im geteilten Deutschland nach 1945 und um Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart aufzuwerfen. Die CD betritt Neuland, als sie erstmals Quellen zu einer Rundfunkgeschichte von Flucht und Vertreibung der Deutschen ediert. Überdies bezieht sie bislang unbekannte Töne aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ein und ermöglicht so neue Einsichten in eine gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte.
Die CD richtet sich an alle, die sich über die Geschichte der Vertriebenenintegration in Deutschland nach 1945 informieren und weiterbilden möchten. Sie richtet sich an alle, die über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland heute und vor 70 Jahren nachdenken möchten. Die CD kann speziell die historische Wissensvermittlung an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen unterstützen. Sie gibt Journalistinnen und Journalisten Materialien an die Hand geben für die Berichtserstattung über aktuelle und historische Aspekte zur Flüchtlingsaufnahme in. Schließlich soll die CD, die bisher unveröffentlichtes Quellematerial kuratiert und wissenschaftlich kommentiert, neue zeit- und medienhistorische Forschungen anstoßen.
Die CD wird im Frühjahr 2017 erscheinen und den Titel “Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960” tragen. Sie wird gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags beim Hans-Bredow-Institut bestellt oder selbst dort abgeholt

 

* Rückblick: „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

Am 9. und 10. Dezember 2016 fand die Veranstaltung „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raumals Teil des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ an der Universität Hamburg statt. Organisiert wurde sie als „Nachwuchsforum“ von den Wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Wiebke Vorrath (TP Benthien), Andreas Veits (TP Kuhn) und Johannes Schmid (TP Böger) organisiert. Sie befasste sich inhaltlich mit den ästhetischen und künstlerischen Wechselwirkungen zwischen analogen und digitalen Medienphänomenen des 21. Jahrhunderts.
Die geladenen internationalen Keynote-Speaker Erwin Feyersinger (Institut für Medienwissenschaften, Universität Tübingen), Hans-Joachim Backe (Center for Computer Games Research, IT University of Copenhagen) und Sebastian Deterding (Digital Creativity Hub, University of York) sprachen zu unterschiedlichen Wechselwirkungen analoger und digitaler Räume wie Motion Graphics, der Übersetzung von Tabletop- in digitale Spiele sowie den veränderten Nutzungsrahmen in der Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts. 12 weitere Referent_innen verschiedener deutscher Universitäten stellten ihre Arbeiten unter anderem zu digitalen Bildkulturen und Internet-Memes, Fandom und Partizipation, wie auch (Selbst-) Inszenierung und Performativität in sozialen Medien und Internetforen vor. Die interdisziplinäre Tagung brachte Nachwuchsforscher_innen aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen wie auch ca. 30 Gäste in regen Austausch mit den Keynote-Speakern und Teilprojektleiter_innen des Forschungsverbundes. Hierbei wurde unter anderem die Neuaushandlung der Rezeptionsrahmen durch die veränderte Rolle der „Prosumer“ sowie die zirkulären Übersetzungsprozesse zwischen und die Verschmelzung digitaler und analoger Räume diskutiert. Mehr dazu.

 

* Rezeptionsstudie: „Du weißt gar nichts, Jon Schnee…

Seit ihrer Erstausstrahlung 2011 begeistert die vom US Pay-TV Sender HBO produzierte Serie Game of Thrones weltweit das Publikum und konnte bereits in mehr als 80 Länder exportiert werden. Bislang aber fehlte eine ethnografische Analyse, die sich der Serie von Seiten ihres Publikums nähert und dabei für die Rezeptionsforschung relevante Fragen beantwortet. Dem Erfolg des World Hobbit Project folgend, haben sich 40 Wissenschaftler weltweit zum Game of Thrones Research Project zusammengeschlossen und möchten mit Hilfe eines Online-Fragebogens die Meinung von Zuschauerinnen und Zuschauern der Serie erfragen. An dem Projekt beteiligten sich Mitglieder des RCMC und insbesondere das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Vertreter des deutschen Teams im Forschungsverbund sind Prof. Dr. Lars Schmeink und Felix Schröter (MA). Die Umfrage findet sich auf www.questeros.org; die Fragen können in weniger als 20 Minuten beantwortet werden. Die Forschung ist individuell finanziert und von HBO oder George R. R. Martin unabhängig.

Die Website ist gerade „live“ geschaltet worden. Das Projekt bittet interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer von Game of Thrones darum, den Fragebogen auszufüllen – dieser ist bislang aber nur auf Englisch vorhanden. Antworten können jedoch auch auf Deutsch abgegeben werden. Für Anfragen zum Projekt oder dem wissenschaftlichen Thema der Fantastikforschung stehen die Projektbeteiligten jederzeit zur Verfügung. Ansprechpartner für die Studie sind die beiden RCMC-Mitglieder Prof. Lars Schmeink und Felix Schröter. Auf Facebook gibt es dazu weitere Infos und Updates.

 

* Visiting Fellowship: RCMC-Mitglied Hans-Ulrich Wagner an der Macquarie University in Sydney, Australien

Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut und an der Universität Hamburg, ist vom 28. Januar bis zum 18. Februar 2017 Visiting Fellow am Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney, Australien. Sein Aufenthalt ist Teil der Arbeit im Forschernetzwerk „Transnational Media Histories“ in der Trilateral Strategic Partnership der Universität Hamburg mit der Fudan Universität in Shanghai und der Macquarie Universität.

Am 9. und 10. Februar 2017 findet in Sydney eine Konferenz zum Thema „Transnational Media Histories“ statt; Hans-Ulrich Wagners einleitendes Referat gilt dem Thema „Media, Memory and Migration. Exploring an emerging field of Transnational Media Histories“.

 

* Rückblick: Podiumsdiskussion „Algorithmic News in the 2016 US Election

Wie Google und Facebook die US-Wahl beeinflusst haben können, war Thema der Bucerius Lab Lunch Session #3 im Betahaus Hamburg am 19. Dezember 2016. Prof. Nick Diakopoulos, Fellow im Hans-Bredow-Institut, hat die Darstellung der beiden Spitzenkandidaten am Beispiel von Google untersucht. Er diskutierte die Rolle der großen Internetplattformen und Algorithmen im Wahlkampf 2016 gemeinsam mit Matthias Spielkamp, Bucerius Lab Fellow und Mitgründer von AlgorithmWatch. Nick Diakopoulos, Assistant Professor an der University of Maryland, war im Dezember Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut in dessen Postdoc-Kolleg Algorithmed Public Spheres, das von Dr. Cornelius Puschmann geleitet wird.

Informationen und die aufgezeichnete Diskussion sind online verfügbar.

 

 Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: Handbuch Soziale Medien

Handbuch Soziale Medien, herausgegeben von Dr.Jan-Hinrik Schmidt und Dr. Monika Taddicken, erschienen im Springer-Verlag (2017), Dr. Jans-Hinrik Schmidt ist wissenschaftlicher Referent am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung; Prof. Dr. Monika Taddicken ist Professorin an der TU Braunschweig, und assoziiertes RCMC-Mitglied (vormals tätig am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der UHH tätig).

 

* Buch: „Medienkulturen des Dokumentarischen“

RCMC-Vorstandsmitglied Prof. Thomas Weber hat zusammen mit Dr. Carsten Heinze ein neues Buch veröffentlicht. Der Band analysiert dokumentarische Formen des Films, die in aktuellen Medienkulturen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen und für die Kommunikation in modernen Gesellschaften maßgeblich verantwortlich sind. Durch neue Technologien und veränderte Formen der Produktion, Distribution und Rezeption sowie innovative ästhetische Konzepte kommt es zu einer Ausdifferenzierung der dokumentarischen Praktiken in ihren jeweiligen Medienkulturen, die nicht zuletzt auch das Verständnis dessen verändern, was unter dokumentarischen Filmen zu verstehen ist. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf, auf die Autorinnen und Autoren aus der Medien- und Kulturwissenschaft, der Geschichtswissenschaft, der Kunstwissenschaft und der Soziologie in diesem Band Antworten geben. Weitere Informationen

Carsten Heinze/ Thomas Weber (Hrsg.): Medienkulturen des Dokumentarischen. Wiesbaden: Springer VS. 2017.  

 

* Sammelband: “Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive

Gemeinsam mit Maria Löblich und Thomas Birkner haben die beiden RCMC-Mitglieder Alina Laura Tiews und Dr. Hans-Ulrich Wagner von der Forschungsstelle Mediengeschichte erfolgreich einen neuen Sammelband veröffentlicht, Dieser ist Band 10 in der Reihe “Öffentlichkeit und Geschichte” im Herbert von Halem Verlag. Der Band dokumentiert die Beiträge der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK 2015. Weiterführende Informationen.

Thomas Birkner / Maria Löblich / Alina Laura Tiews / Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.): Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive Öffentlichkeit und Geschichte. Band 10. Köln. Herbert von Halem Verlag. 2016.

 

* Onlinepublikation: Studie “Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen”

Menschen mit Behinderungen sind noch immer von vielen Medien-Angeboten ausgeschlossen und können nicht mitreden, wenn Freunde oder Kollegen über das Fernsehprogramm sprechen. Das ist eines der herausragenden Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Hans-Bredow-Instituts (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse), die im Auftrag der  Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch erstellt wurde und deren Langfassung jetzt online verfügbar ist. Erste Ergebnisse der großen standardisierten Befragung wurden bereits am 26. Oktober 2016 auf einem Panel der Münchner Medientage diskutiert. Die Studie belegt bundesweit erstmals, wie intensiv Menschen mit Behinderungen Medien nutzen und welches Marktpotenzial barrierefreie Angebote haben.

 

* Onlineveröffentlichung: 1945: Flüchtlinge in Norddeutschland

Bereits im November hat Alina Laura Tiews im NDR eine einen Beitrag zur Chronik „1945: Flüchtlinge in Norddeutschland” veröffentlicht. Ausschnitte aus historischen Rundfunksendungen zum Thema in dem Artikel kann man hier nachhören.

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 4/2016

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift “Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Enthalten sind darin Artikeln um die Themen “Journalismus studieren in der Krise”, zu einer “kommunikationswissenschaftlichen Forschungsethik”, mit Analysen darüber, “wie die Herkunft über das mediale Framing von Einwanderern entscheidet” und über “Whistleblowing in deutschen und deutschschweizerischen Printmedien” berichtet wird, sowie in der Reihe “Methodeninnovationen” einem Aufsatz “zum Konstrukt Themenverdrossenheit und seiner Messung”. Zum Inhaltsverzeichnis.

 

* Artikel: „Journalismus unter den Bedingungen des Medienwandels

Vervielfältigung der Kanäle, Big Data und neue Formen der Publikumsbeteiligung, Online-Artikel von Dr. Wiebke Loosen für die Bundeszentrale für politische Bildung

 

* Artikel zu Studie: „Nachrichtennutzung über soziale Medien im internationalen Vergleich

Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Survey 2016 von Dr. Sascha Hölig und Prof. Uwe Hasebrink, erschienen in Media Perspektiven 11/2016.

 

* Working Paper: „ Structural Working Conditions of Journalism in Egypt, Kenya, Serbia and South Africa: Empirical Findings from Interviews with Journalists reporting on Democratisation Conflicts

Im Rahmen des EU-finanzierten internationalen Forschungsprojekts MeCoDEM (Media, Conflict and Democratisation) erstellten Dr. Judith Lohner, Prof. Dr. Irene Neverla und Sandra Banjac M.A. ein Working Paper zu Arbeitsbedingungen von Journalisten in Ländern mit ausgeprägten Demokratisierungskonflikten. Dieses und weitere Working Papers aus dem MeCoDEM-Projekt finden sich hier.

2. People at the RCMC:

Ein Wechsel im RCMC-Direktorium steht an: Zum 1.4.2017 übernimmt Prof. Dr. Michel Clement (Fakultät BW) die Aufgabe des RCMC-Sprechers. Prof. Dr. Irene Neverla, die diese Aufgabe seit 2009 ausübte, bleibt noch bis Ende September 2017 Mitglied des RCMC-Vorstandes. Stellvertretende Sprecher sind weiterhin Prof. Dr. Thomas Weber (Fakultät GW) und Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI).

Wir freuen uns, neue Mitglieder am RCMC willkommen zu heißen:

Dr. Alexa Burmester, WiSo-Fakultät, Institut für Marketing

Prof. Chris Biemann, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Institut für Informatik

Florian Hohmann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Katharina Kleinen- von Königslow, WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaften

Dr. Cornelia Lund, WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Lars Schmeink (assoziiert), Institut für Kultur- und Medienmanagement, Medienwissenschaften

Iris Westermann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften.

3. Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

De Silva- Schmidt, Fenja M.A.

Fenja De Silva-Schmidt, M.A. ist seit Mai 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Kommunikationswissenschaft, insbes. Klima- und Wissenschaftskommunikation, am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg.

Zuvor studierte sie Medien- und Kommunikationswissenschaft und Französisch sowie Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg. Während des Studiums war sie als studentische Mitarbeiterin im Projekt „Die Sprache des Klimawandels“ des Instituts für Germanistik und am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung im Projekt „Datenjournalismus“ beschäftigt.

Ihre bisherige Forschung untersucht Strukturen der (Wissenschafts-)Kommunikation, Meinungsführer und die Wissensvermittlung durch Medien. Außerdem interessiert sie sich für Datenjournalismus und lehrt Methodenkurse über quantitative Inhaltsanalyse.

In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Medienberichte und interpersonelle Kommunikation das Wissen über Klimapolitik beeinflussen.

Weitere Informationen

Biemann, Prof. Dr. Chris

Chris Biemann ist seit 2016 Professor für Sprachtechnologie am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Semantik natürlicher Sprache und mit sämtlichen Aspekten der automatischen Erschließung von Text – sowohl in computerlinguistischen, als auch in geistes- und sozialwissenschaftlichen Kontexten.

Hohmann, Florian M.A.

Florian Hohmann, geboren 1981 in Gotha, studierte von 2005 bis 2008 an der Universität Erfurt im Bachelor Kommunikationswissenschaft. Nach einem anschließenden Jahr Elternzeit belegte er von 2009 bis 2012 ebenfalls an der Universität Erfurt den Masterstudiengang Kinder- und Jugendmedien und schloss diesen mit einer Arbeit zu Gamification-Anwendungen im Alltag am Beispiel des location-based Service “Foursquare” ab.

Von November 2012 bis Ende Oktober 2013 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg in Elternzeit-Vertretung für Frau Juliane Finger. Seit Oktober 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg.

Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Digitale Spiele / Game Studies, Medienpädagogik und (qualitative) Methoden.

Lohner, Dr. Judith

Judith Lohner (Dr. phil., Universität Hamburg) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg. Seit Juni 2014 ist sie als Postdoctoral Researcher im Work Package “Journalistic ethics and work practices in conflict societies” des EU-FP7-Projekts “Media, Conflict and Democratisation” (MeCoDEM) beschäftigt.

Judith Lohner studierte Journalistik und Kommunikationswissenschaft sowie Politische Wissenschaft an den Universitäten Bonn, Bordeaux und Hamburg. Von April 2009 bis September 2013 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Irene Neverla tätig. Von Oktober 2013 bis Mai 2014 war sie Promotionsabschlussstipendiatin der Universität Hamburg.

Sie forscht und lehrt vor allem zu den Bereichen inter- bzw. transnational vergleichende Journalismusforschung, Medien und Kommunikation in Transformationsgesellschaften und Demokratisierungskonflikten, mediale Erinnerungskultur, Europäische Öffentlichkeit(en), zur EU- bzw. europabezogenen Kommunikation sowie zum Mediensystem der Bundesrepublik.

Ihre Dissertation befasst sich mit der theoretischen wie empirischen Analyse von Formen, Entstehungsbedingungen und Entwicklungsgraden europäisierter journalistischer Erinnerung als Dimension europabezogener Öffentlichkeiten und Identitäten. Die Arbeit wurde unter dem Titel “Journalistische Erinnerung als Dimension europäisierter Öffentlichkeit: Theoretische Grundlegung und empirische Anwendung am Beispiel der ‘Europäischen Wende'” online veröffentlicht. Ihre Magisterarbeit ist unter dem Titel “Die Europäische Union in der Regionalpresse. Inhalte und journalistische Praxis aktueller Berichterstattung” im LIT-Verlag erschienen.