Alle Beiträge von RCMC Hamburg

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Juli 2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

wie immer zum Sommersemester kommt hier der RCMC-Newsletter mit Ausblicken und Rückblicken zu Konferenzen, Workshops und Vorträgen, zu Projekten und Publikationen im Umfeld der RCMC-Mitglieder.

Die jüngsten Ereignisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben in höchstem Maße öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, in und um Hamburg. Ein Medienereignis, das in das kollektive Gedächtnis der Hansestadt eingehen wird, verbunden mit mediatisierten wie auch direkten Erfahrungen und Kommunikationen vor Ort, etlichen Teilöffentlichkeiten, lokal und regional und global, unterschiedliche Meinungen, anhaltende Debatten – jede Menge Stoff für kommunikations- und medienwissenschaftliche Debatten und Forschungsprojekte.

Zuletzt ein Wort in eigener Sache: Ein Stabwechsel steht an. Ich verabschiede mich als RCMC-Sprecherin und Herausgeberin des RCMC-Newsletter und freue mich, diese Aufgaben an meine Kollegen und RCMC-Direktoriumsmitglieder Michel Clement und Uwe Hasebrink weitergeben zu dürfen. Der nächste RCMC-Newsletter erscheint wie gewohnt im Herbst – alle  RCMC-Mitglieder erhalten rechtzeitig eine Mail mit der freundlichen Aufforderung, die Meldungen an das Redaktionsteam zu senden, die Sie gerne im Newsletter publizieren möchten.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen und sonnigen (Rest-)Sommer, und gleichermaßen erholsame und produktive Wochen in der vorlesungsfreien Zeit.

Mit besten Grüßen, Ihre

Irene Neverla

– Herausgeberin des RCMC-Newsletter –

1. Come and Meet:

* Keynote-Vortrag von Astrid Böger bei der Summer School „Transnational Graphic Narratives“ an der Universität Siegen.
Die Summer School wird vom 31.7.-5.8.2017 stattfinden. Astrid Böger wird einen Vortrag zum Thema “Transnational Graphic  Narratives from Down Under: An Overview.“ halten.

* Diskussionsbeitrag von Astrid Böger zur Konferenz “Poverty viewed at a distance? Depicting Destitution across Media an der Universität Graz.
Die Diskussion wird vom 11.-13. Oktober 2017 am Center for Intermediality Studies an der Universität Graz, Österreich, stattfinden.

* Das Thema des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen lautet im Wintersemester 17/18 „Rahmungen und Rahmen“.
Als Gäste begrüßt der Verbund Michi Knecht und Jürgen Raab mit jeweils einem Vortrag und anschließender Diskussion.

* Tagung „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“, HFBK Hamburg, 13. und 14.10.2017.
Die Tagung wird von den wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen organisiert. Auf den Call der Tagung hat es rund 60 Bewerbungen aus Europa, Australien und den USA gegeben. Das umfassende Programm wird in Kürze auf den Seiten des Forschungsverbundes unter diesem Link veröffentlicht.

2. Good to know

* Relaunch der Website des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung.
Seit 14. Juni 2017 ist sie online, die neue Seite des Hans-Bredow-Instituts! Voller Informationen, thematisch noch besser vernetzt, hübsch und modern. Über Kommentare und Hinweise darauf, was noch nachgebessert werden sollte, freut sich die Socialmedia-Redaktion des Instituts unter socialmedia@hans-bredow-institut.de!

* Projektergebnisse: Wissenschaftliches Gutachten des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung veröffentlicht.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat am 27. Juni 2017 den wissenschaftlichen Teil des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung veröffentlicht, der die Entwicklung der Medien in Deutschland zwischen 2013 und 2016 untersucht. Mit dem wissenschaftlichen Gutachten war das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung beauftragt. Das Gutachten stellt die zentralen Entwicklungen im Berichtszeitraum dar und skizziert zukünftige Chancen und Herausforderungen für die Beteiligten auf den Märkten für Medien und Kommunikationsdienstleistungen sowie für Politik und Gesellschaft.
Gutachten zum Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung 2017
Kurzzusammenfassung des Gutachtens zum Medien- und Kommunikationsbericht 2017
Projekt-Informationen finden Sie hier.

* Projektergebnisse: Fernsehen bleibt wichtigste Nachrichtenquelle. Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2017“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich.
Mehr als drei Viertel der erwachsenen Internetnutzer in Deutschland schauen sich Nachrichten im Fernsehen an (77 %). Für mehr als die Hälfte ist das Fernsehen die wichtigste Quelle (52 %) für Informationen über das Weltgeschehen. Auch über die Hälfte der 18- bis 24-jährigen Onliner schaut regelmäßig Nachrichten im TV (59 %), und für jeden Dritten dieser Altersgruppe ist das Fernsehen die wichtigste Ressource für News. Weitere Ergebnisse in der Pressemitteilung.

* Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2017″ für Deutschland (erschienen in der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts, Nr. 42; pdf zum Download).
Reuters Institute Digital News Report 2017 (englisch).
Projektseite mit Übersicht zur aktuellen Studie und Links zu den Ergebnissen der letzten Jahre.

* Mitschnitte von der Tagung Körperbilder im Deutschland-Radio Nova und als Podcast im Netz.
Einige Vorträge der Tagung Körperbilder – Körperpraktiken (im Oktober 2017 vom Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft ausgerichtet) wurden bzw. werden demnächst in der Sendereihe „Hörsaal“ des Deutschlandradio ausgestrahlt. Bei „Hörsaal“ werden Keynotes, Vorträge, Paneldiskussionen usw. aus dem zumeist akademischen Kontext gesendet und auch als Podcast zur Verfügung gestellt.

  • Unter dem Titel „Vorbildliche Körper: Biertrinkende Männer und dicke Frauen“, wurden am 27. November 2016 bereits zwei Vorträge ausgestrahlt, die man nachhören kann:
    Praxeologie und Performativität: (De-)Konstruktionsprozesse und (Re-)Präsentation maskuliner Körperidentitäten im Spannungsfeld zwischen Bier- und Kosmetikwerbung, von Florian Diener.
  • Plus Size Blogs – Praktiken visueller Repräsentationen von Körpern und die Infragestellung weiblicher Normkörper in der Mode als Kampf um Anerkennung, von Melanie Haller (Universität Paderborn/HAW Hamburg)
  • Am Samstag, den 15. Juli 2017 um 18:05 Uhr gibt es Meme als Diskursintervention: Visuelle Körperrepräsentationen im Diskurs um Sexismus am Beispiel von #distractinglysexy, von Cornelia Brantner (Technische Universität Dresden), Katharina Lobinger (USI – Università della Svizzera italiana) & Miriam Stehling (Universität Tübingen) und Coole Posen mit Lederjacken und Zigaretten. Visualisierungsstrategien von Coolness in der Literatur der Weimarer Republik, von Catharina Rüß (Fahmoda Akademie für Mode und Design Hannover/Universität Hamburg).

 

AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN UND NEUERSCHEINUNGEN

* CD-Veröffentlichung Alina Tiews.
Korrektur des letzten Newsletters: Im RCMC-Newsletter vom April ist uns leider ein Fehler bezüglich der CD-Publikation von Alina Tiews unterlaufen. Wir bitten alle Leser_innen, dies zu entschuldigen. Im Folgenden finden Sie die korrigierten Informationen:
„Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, erstellt am Hans-Bredow-Institut in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv und mit Förderung der Historischen Kommission der ARD. Hier finden Sie alle Informationen.
Hans-Ulrich Wagner und Alina Tiews gaben dem WDR 5 dazu ein Interview. Hier können Sie es nachhören.

* „Syphilis in Victorian Literature and Culture”, Autorin Monika Pietrzak-Franger.
Die Studie behandelt die offenkundige, aber bisher weitgehend unerforschte, Verflechtung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in Diskursen über Syphilis. Eine Neubetrachtung der Krankheit hinsichtlich ihres doppeldeutigen Status und der Sichtweisen, die sie generierte, ermöglicht es, das komplexe Geflecht soziokultureller und politischer Wechselbeziehungen zu überdenken, das durch Syphilis verhandelt wurde. Gleichzeitig wirft eine solche Betrachtung weitergehende Fragen zur Funktion der Krankheit im Bezug auf die Konstruktion individueller, nationaler und imperialer Identitäten auf. Syphilis in Victorian Literature and Culture ist die erste groß-angelegte interdisziplinäre Untersuchung zu Syphilis im spätviktorianischen Großbritannien. Ihre Relevanz liegt vor allem in ihrem neuartigen Fokus auf den multimedialen und multidiskursiven Evokationen von Syphilis. Viele der heterogenen Quellen, die dieses Buch heranzieht, haben sich bisher kritischer Aufmerksamkeit weitestgehend entzogen; ihre Analyse ermöglicht es erstmals die komplexen und poly-ideologischen Ursachen für die Aktivierung der komplexen Syphilis-Symbolik und deren Funktion in spätviktorianischer Kultur zu beleuchten. Die Publikation ist ab sofort beim Verlag bestellbar.

* Sammelband „Lügenpresse. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs.“ Herausgegeben von Volker Lilienthal und Irene Neverla.
Köln: Kiepenheuer und Witsch, Erscheinungstermin: August 2017. Details können hier eingesehen werden.
Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ markiert das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus – in Teilen – unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Menschen „wahrheitsgemäß“ zu informieren. Was sind die Hintergründe dieser Glaubwürdigkeitskrise? Im Band – hervorgegangen aus einer Ringvorlesung an der UHH im WS 16/17 – gehen Journalist_innen und Wissenschaftler_innen den politischen und medialen Hintergründen nach und skizzieren, was Journalismus und Kommunikationsforschung angesichts der Verunsicherungen und Fehlentwicklungen tun können. Zu den Autor_innen dieses Bandes gehören u.a.  Katharina Kleinen-von Königslöw und Michael Brüggemann, (beide Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, UHH), sowie Jakob Augstein (der Freitag), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel), Giovanni de Lorenzo (Die Zeit), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung).

* „Lachen, Lieben, Leiden. Alter und Erotik in fiktionalen Sendungen des Deutschen Fernsehens“ von Joan Kristin Bleicher.
In: Anja Hartung, Dagmar Hoffmann, Hans Dieter Kübler, Bernd Schorb, Clemens Schwender (Hrsg.): Erotik und Sexualität. Medien und Altern H.9. 2016. S. 34-46.

* „Gestorben wird immer – Tod im Fernsehen.“ Joan Kristin Bleicher.
In: Ilona Norden (Hrsg.): Tod und Trauer im Netz. Mediale Kommunikation in der Bestattungskultur. Stuttgart: Kohlhammer Verlag 2016. S. 153-168.

* “A story bigger than your life? The safety challenges of journalists reporting on democratization conflicts” von Judith Lohner und Sandra Banjac erscheint im Sammelband ‘The Assault on Journalism: Building Knowledge to Protect Freedom of Expression’, eds. Ulla Carlsson and Reeta Pöyhtäri.
Das Buch wurde anlässlich des Welttages der Pressefreiheit in Jakarta Mai 2017 vorgestellt und steht zum Kauf bzw. Download bereit bei Nordicom. Diese Publikation entstand aus dem von Irene Neverla geleiteten Projekt Journalistic ethics and work practices in conflict societies, Teil des EU Forschungsprojekts ‚Media, Conflict and Democratisation’ (MeCoDEM, mecodem.eu).

* Arbeitspapier “Data-Driven Reporting – an On-Going (R)Evolution? A Longitudinal Analysis of Projects Nominated for the Data Journalism Awards 2013–2015“ von Fenja De Silva-Schmidt, Promovendin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, und Mitglied der GMaC, Wiebke Loosen und Julius Reimer.
Die Publikation steht zum Download auf der Homepage des Hans Bredow-Instituts zur Verfügung.

* Aufsatz „Kreative Zwischenräume. Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels“ von Astrid Böger.
In: Claudia Benthien, Gabriele Klein, Hrsg., Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag, 2017, S. 75-87.

* Aufsatz „Revisiting Past Futures at the New York World’s Fair (1939-1940)“ von Astrid Böger.
In: Filippo Carlà-Uhink, Florian Freitag, Sabrina Mittermeier, Ariane Schwarz, Hrsg., Time and Temporality in Theme Parks. Hannover: Wehrhahn Verlag, 2017, S. 189-200.

*Arbeit an Sammelband des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen.
Die Mitglieder des Forschungsverbundes arbeiten zurzeit an der Herausgabe des Sammelbandes der internationalen Tagung „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“, die im Mai dieses Jahres an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg stattfand. Des Weiteren wird an der Veröffentlichung zur Tagung „Praktiken medialer Transformationen: Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ gearbeitet, die am 9. und 10.12.2016 an der UHH stattfand. Beide Veröffentlichungen werden im kommenden Jahr erscheinen.

* M&K-Themenheft „Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft“
Das über 300 Seiten starke Heft 2/2017 M&K widmet sich als Themenheft einer prominenten, umstrittenen Theorie: dem Konstruktivismus. Mit Beiträgen zu den theoretischen Zugängen von Siegfried J. Schmidt; Ricarda Drüeke / Elisabeth Klaus / Martina Thiele; Gerhard Vowe. Mit Beiträgen zu neuen Theorieperspektiven von Jo Reichertz; Peter Gentzel; Hektor Haarkötter; Hagen Schölzel; Andreas Hepp / Uwe Hasebrink. Mit Beiträgen zu aktuellen Transformationen von Wiebke Loosen / Armin Scholl; Margreth Lünenborg; Hendrik Michael; Christoph Neuberger, zum Inhalt.
Der Einleitungsbeitrag der Gastherausgeber kann frei heruntergeladen werden.

*  „Reuters Institute Digital News Survey 2017 – Ergebnisse für Deutschland.“ Von Sascha Hölig und Uwe Hasebrink. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Juni 2017 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Institut Nr. 42) (pdf)
Zum Download: Reuters Institute Digital News Survey 2017 – Ergebnisse für Deutschland

* The Internet of Toys: A Report on Media and Social Discourses around Young Children and IoToys.
Der Bericht aus der COST-Action DigiLitEY enthält u.a. Beiträge von Claudia Lampert. Mehr Informationen im pdf zum Download.

 

RÜCKBLICKE AUF VERGANGENE VERANSTALTUNGEN, SOMMERSEMESTER 2017:

* Tagung: Historische Authentizität und Medien
Tagung des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und des Hans-Bredow-Instituts
Der zweitägige Workshop, geleitet von Christoph Classen und Hans-Ulrich Wagner führt zwölf Beiträge zusammen, die sich empirisch oder theoretisch mit dem Verhältnis von Medien und Authentizität beschäftigen und dabei eine historische Perspektive einnehmen. Zwei Keynotes von Helmut Lethen (Wien) und Judith Keilbach (Utrecht) leiten die Veranstaltung ein. Ziel ist es, aus historischer, medien- und kommunikationswissenschaftlicher, museologischer sowie sprach- und kulturwissenschaftlicher Sicht das spannungsreiche Verhältnis von Massenmedien und Authentizitätszuschreibungen bzw. -erwartungen insbesondere im Verlauf des „langen 20. Jahrhunderts“ paradigmatisch zu analysieren.
Programmflyer (pdf)
Mehr Informationen

* Symposium „Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Umbruch“.
Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Umbruch
stand im Mittelpunkt eines öffentlichen Symposiums der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Aus der Kommunikationswissenschaft berichtete Katharina Kleinen-von Königslöw über ihre zukünftige Forschung zum Thema „Bürger-Debatten zu nachhaltiger Ernährung in sozialen Netzwerken“. Sie war damit eine von acht Forscher_innen, die Einblicke in zukünftige und laufende Projekte gaben. Themen waren etwa die Zukunft von Nachhaltigkeit und die gesellschaftlichen Bedingungen nachhaltiger Ernährung. Der Umweltpolitik-Leiter vom „Naturschutzbund Deutschland“ (NABU), Malte Siegert, und der wirtschaftspolitische Journalist Mark Schieritz von der Wochenzeitung „Die Zeit“ kommentierten die Ausführungen.
Das Symposium war Auftakt des neuen sozialwissenschaftlichen Forschungsclusters Nachhaltigkeit an der Universität Hamburg. Ziel des Verbundes ist es, das Thema Nachhaltigkeit unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen fachübergreifend zu erforschen. Neben den acht Vortragenden ist auch Michael Brüggemann Teil des Forschungsclusters, das aus insgesamt neun Professuren aus den Fachgebieten Soziologie, Sozialökonomie, Kommunikationswissenschaft und Kriminologie besteht.

* Workshop zur Rolle von Journalismus und Wissenschaft in der Klimawandel-Debatte vom 21.-23. Juni.
Michael Brüggemann und sein Team haben zum Workshop „Re-defining the Boundaries of Science and Journalism in the Debate for Climate Change“ eingeladen, zu dem renommierte Wissenschaftler_innen beigetragen haben wie Max Boykoff, Center for Science and Technology, Policy Research der University of Colorado; Lance Bennett, Professor der Politikwissenschaften an der Universität Washington; Risto Kunelius, University of Tampere, Finnland, und Radhika Mittal, National Academy of Administration, Mussorie, India.
Das Programm ist hier einsehbar.
Im Workshop ging es um die veränderten Rollen von Wissenschaft und Journalismus in der öffentlichen Kommunikation über ein ‚post-normales’ Wissenschaftsthema, den Klimawandel: Können Diskurskoalitionen über die Organisationsgrenzen von Wissenschaft und Journalismus hinweg geknüpft werden? Wie werden Normen professioneller Kommunikation neu verhandelt und führen sie zu neuen Praktiken? Wie unterscheiden sich die Muster post-normaler Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Ländern? Die ersten beiden Tage dieses Workshops wurden intern genutzt, um die o. g. Fragen zu diskutieren. Der dritte und letzte Veranstaltungstag war für das allgemeine Publikum geöffnet. Die abwechslungsreiche Mischung von Vorträgen zu verschiedenen Facetten der Klimakommunikation war gut besucht und auch per Skype waren internationale Teilnehmer_innen zugeschaltet.
Fotos und ein ausführlicherer Bericht zu dem Workshop finden sich hier.

* VortragFilm- und Fernsehkritik zwischen Kunstform und Werbung“, am 11.05.2017. Von Joan Bleicher / Aileen Pinkert, beide Institut für Medien und Kommunikation. Ringvorlesung Kritisch denken in den Geisteswissenschaften. Universität Hamburg, Sommersemester 2017
Wie können Sprache und Schrift die flüchtigen Bilder und Töne des Films und des Fernsehens einfangen? Film- und Fernsehkritik unternimmt den Versuch, diese sich entziehenden Erscheinungen in eine neue Form zu übersetzen. Von Beginn an entwickelte sie sich dabei in einem Spannungsverhältnis zwischen journalistischer Medienkritik und Medientheorie. Indes sind Filme und Fernsehsendungen nicht nur Gegenstand der (Kunst-) Kritik, sondern selbst als Medien der Kritik zu verstehen. Als „Gegenkino“ oder „Anti-Fernsehen“ verfolgen sie die Absicht, eine genuin kritische Ästhetik zu entwickeln, die quer stehen soll zu bisherigen Konzepten oder Stilen. Der Vortrag fragt daher einerseits nach beobachtbaren Modellen der Film- und Fernsehkritik, andererseits aber auch nach selbstreflexiven Momenten medieninterner Kritik: Welche Formen kritischer Selbstbeobachtung finden sich im Film und im Fernsehen? Prozesse dieser medialen Selbstvergewisserung über Werte- und Urteilssysteme sollen freigelegt werden.

* Vortrag „Die Wut der Bella Block, wenn Pfefferkörner in Wolke 7 über dem Campus schweben und sie der Tiger küsst. Zur Darstellung der Universität Hamburg in Spielfilmen und Serien.“, am 26. Juni 2017. Von Joan Bleicher. Ringvorlesung (Fast) 100 Jahre Universität Hamburg, Universität Hamburg, Sommersemester 2017

* Vortrag „Das Geld und seine Koffer. Zur Inszenierung des Preises in Showformaten des Fernsehens.“, am 9.6.2017. Von Joan Bleicher, Tagung (Falsch)Bilder des Geldes. Bildkultur und Medienreflexion, Universität Hamburg

* Beiträge der Journalistik auf der ICA-Conference, International Communication Association, in San Diego 25.-29. Mai 2017

  • Lohner, Judith; Neverla, Irene; Banjac, Sandra: “Conflict (-sensitive) journalism: How journalists perceive their role when communicating conflicts in transitional regimes.”
  • Lohner, Judith: “Voices to be heard? On the use of citizen eyewitness accounts in journalistic conflict reporting in the digital age”. Paper accepted for presentation at ICA Preconference “Ordinary citizens in the news”.
  • Brüggemann, Michael: “Postnormal Journalism: Climate Journalism and its Changing Contribution to an Unsustainable Debate”.
  • Zusammen mit Tobias Keller von der Uni Zürich trug Katharina Kleinen-von Königslöw zum Thema vor: “Predicting the Digital Success of Swiss Politicians and Parties on Facebook and Twitter”.

Auch das Hans-Bredow-Institut zeigte starke Präsenz: Sieben Mitarbeiter_innen des Instituts wurden eingeladen, ihre Forschungsergebnisse auf der internationalen Fachtagung zu präsentieren, in einem, zwei oder gar vier Vorträgen. Zu ihnen gehörten Michael Grimm, Wiebke Loosen, Lisa Merten, Cornelius Puschmann, Julius Reimer und Lies van Roessel.

* Beitrag auf der Lesbian Lives Konferenz in Brighton am 25. Februar 2017.
Monika Pater hielt einen Vortrag zum Thema “Working against oblivion. The case of fembio and lesbengeschichte.org“.

* Matchmaking-Workshop “Transnational Media Histories”, 22.-26. Mai 2017, mit Wissenschaftler_innen der Fudan-Universität, Shanghai (China).
Im Rahmen von „Transnational Media Histories“, dem bestehenden Kooperationsprojekt der Forschungsstelle Mediengeschichte, fand an der Universität Hamburg ein Matchmaking-Workshop mit den Professor_innen Huang Dan, Sun Wie, Lu Ye und Pan Ji, vier kommunikationswissenschaftlichen Kolleg_innen der Fudan University in Shanghai (China), statt.
Ein Bericht über den Besuch auf der Homepage des Forschungszentrums der Fudan University findet sich hier.

* Visiting Fellows Macquarie University Jeannine Baker and Justine Lloyd from Sydney at the Research Centre Media History
From June 26th to June 29th Jeannine Baker and Justine Lloyd from the Centre for Media History, Macquarie University in Sydney (Australia) were Visiting Fellows at the Research Centre Media History. The invitation to Hamburg was enabled by the MQ-FU-HAM Trilateral Strategic Partnership, a network program of the Universität Hamburg with Macquarie University (Australia) and Fudan University (China). Their stay was part of the research program ‘Transnational Media Histories’ established by Hans-Ulrich Wagner (Hamburg) and Bridget Griffen-Foley (Sydney).
There were two events to which colleagues and students were invited:

  •  Seminar: “London calling: Australian women broadcasters at the BBC, 1930s–1950s”.
  •  Film session: Dead Europe (Dir. Tony Krawitz, AUS 2012), Introduction by Justine Lloyd.

* Veranstaltungsnachlese: Künstliche Intelligenz statt menschlicher Dummheit? Wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert.
Dass Big Data und Algorithmen auch positive Potenziale für Medienunternehmen und den Journalismus haben können, war Thema des 8. Hamburger Mediensymposiums, das das Hans-Bredow-Institut am 13. Juni 2017 gemeinsam mit der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg veranstaltet hat. Über 250 Expert_innen diskutierten  darüber, wie Big Data und Algorithmen für das kommunikative Gemeinwohl eingesetzt werden können. Die Veranstaltungsdokumentation mit Videos findet sich hier.

* Internationale Tagung „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“ vom 18.-20. Mai 2017 an der Hochschule für Bildenden Künste.
Die Tagung fand im Rahmen der Forschergruppe Übersetzen und Rahmen statt. Praktiken medialer Transformationen. Als Organisator_innen fungierten Thomas Weber, Michaela Ott und Astrid Böger.

* Teilprojekt ‚Performing Poetry‘. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik, Projektleitung Claudia Benthien.
Die internationale Konferenz „Poetry in the Digital Age“ fand vom 15. bis 17. Juni 2017 im Akademischen Senatssaal der Universität Hamburg statt. Die Tagung wurde vom Teilprojekt ‚Performing Poetry‘ des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen verantwortet. Gegenstand der Tagung war die Relevanz der auf den ersten Blick anachronistisch anmutenden Textsorte ‚Gedicht‘ im digitalen Zeitalter. Von den Prämissen ausgehend, dass sich Lyrik erstens gegenwärtig einer durchaus erklärungsbedürftigen Beliebtheit erfreut und, dass sie zweitens heutzutage in höchst unterschiedlichen Formaten und Medien zu finden ist, diskutierten die Teilnehmer_innen verschiedene Themen.
Die von Claudia Benthien, Wiebke Vorrath und Catrin Prange organisierte Tagung war sehr produktiv und anregend, v. a. im Hinblick auf den Austausch sowie die Zusammenführung von Ansätzen der interdisziplinären und medienorientierten Lyrikforschung in verschiedenen europäischen Ländern. So bildet die Veranstaltung die Grundlage für die weitere, internationale Zusammenarbeit.

* Abendveranstaltung im Literaturhaus Hamburg mit dem Titel „‚Lyrik Live!‘ Nora Gomringer und Jan Wagner lesen Gedichte“ (am 15. Juni im Rahmen der Konferenz „Poetry in the Digital Age“).
Der Auftritt dieser jüngst mit dem Bachmann- bzw. Büchner-Preis ausgezeichneten Dichter_innen im Veranstaltungsformat des sogenannten ‚Wissensforum‘ des Forschungsverbunds ermöglichte einen Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit. Im Anschluss diskutierten Gomringer und Wagner mit den Literaturwissenschaftlerinnen Claudia Benthien und Wiebke Vorrath Fragen zur gegenwärtigen Popularität von Dichterlesungen, dazu, wie die Aufführungssituation das poetische Werk als ‚ästhetisches Ereignis‘ hervorbringt, und zur Übersetzbarkeit fremdsprachiger Gedichte.
Auch das Wissensforum war eine Veranstaltung des Forschungsprojekts ‚Performing Poetry. Situationale Rahmungen und mediale Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik‘, in dem Gegenwartslyrik unter medien- und performativitätstheoretischer Perspektive untersucht wird. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation und wird durch die Landesforschungsförderung Hamburg finanziert.
Weitere Informationen finden Sie hier.

* Forschungsverbund Übersetzen und Rahmen: Internationale Jahrestagung: „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“ vom 18.-20. Mai 2017.
Die Tagung wurde organisiert von den Projektleiter_innen Astrid Böger (UHH), Michaela Ott (HFBK) und Thomas Weber (UHH) an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Hier diskutierten Wissenschaftler_innen und Künstler_innen aus den Bereichen Philosophie, Medien, Kunst, Performance und Cultural Studies über mediale Praktiken als Rahmungspraktiken. Neben den wissenschaftlichen Beiträgen haben künstlerische Perspektiven die thematische Bandbreite der Tagung bereichert: Der Philosoph Souleymane Bachir Diagne (USA) fokussierte in seiner Keynote anhand der Begriffe Undurchsichtigkeit und Transparenz auf Sichtbarkeitsaspekte. Im Hinblick auf vornehmlich westliche Übersetzungs- und Aufklärungsansprüche forderte er das Recht einer Opazität und Unübersetzbarkeit kultureller Praktiken und stärkte Aspekte von Transparenz und Störung als wertvolle Verstehensleistungen. Weitere Beiträger_innen der Tagung waren die Soziologin Encarnación Gutiérrez Rodríguez (DE), die Literaturwissenschaftlerin Deniz Göktürk (USA), der Tanzwissenschaftler Ramsay Burt (GB), die anglistische Literaturwissenschafterin Julia Lajta-Novak (AT), der Germanist Martin Jörg Schäfer (DE), der Medienwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann (ISR) und die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth El Refaie (GB). Neben den wissenschaftlichen Beiträger_innen haben die künstlerischen Perspektiven der Künstlerin und Graphic Novel Autorin Birgit Weyhe (DE), der Decolonising Design Group (INT) und die des Künstlers Kadia Attia (DE) die thematische Bandbreite der Tagung bereichert.
Im Nachgang erwies sich, auch aus der Sicht der internationalen Referent_innen und Gäste, insbesondere die interdisziplinäre Ausrichtung der Tagung und das breite Spektrum der empirischen Beispiele, durch das die zentralen Begriffe der Tagung – Übersetzung und Situativität – beleuchtet wurden, als sehr fruchtbar. Der Forschungsverbund nimmt die Arbeit an dem international ausgerichteten Sammelband auf, der die Beiträge der Tagung versammeln und 2018 erscheinen soll.

* Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels / Projektleitung: Astrid Böger. Wissensforum: „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better”
 Am 20.4.2017 fand ein Wissensforum statt, zu dem das Teilprojekt Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels unter der Leitung von Astrid Böger und Mitarbeit von Johannes C. P. Schmid eingeladen hat.
Nach Beiträgen der englischen Graphic Novel Autorin Katie Green sowie von Lukas Etter (Universität Siegen) und Christina Maria Koch (Universität Marburg) entwickelte sich unter den Podiumsgästen und mit dem Publikum eine rege Diskussion über die Darstellbarkeit von Krankheit und Trauma, über grafischen Stil und Authentizität sowie über den Prozess des Zeichnens und praktische Arbeitsweisen.

* Workshop “Redefining the Boundaries of Science and Journalism in the Debate on Climate Change” am 21.-.23 Juni 2017.
Als Auftakt zu einem neuen Forschungsprojekt fand unter der Leitung von Michael Brüggemann ein Workshop mit internationalen Gästen statt, bei dem die veränderten Rollen von Wissenschaft und Politik in Zeiten postnormaler Wissenschaftskommunikation diskutiert wurden. Als Länder-Experten nahmen u.a. Lance Bennett (University of Washington, Seattle, USA), Maxwell Boykoff (University of Colorado-Boulder, USA), Risto Kunelius (University of Tampere, Finnland) und Radhika Mittal (National Academy of Administration, Mussoorie, India) teil.

* Bredows unterwegs: Cornelius Puschmann nahm am 29./30. Juni 2017 am “Workshop Harmful Speech Online: At the Intersection of Algorithms and Human Behavior” des Berkman Klein Center for Internet and Society at Harvard University teil.

* Bei der Veranstaltung „Wahlkampf im Social Web – Transparenz oder Manipulation?“ in der Reihe „Wir wollen reden – Bürgerschaft im Diskurs“ der Bremischen Bürgerschaft und der Bremischen Landesmedienanstalt hielt Lisa Merten den Impulsvortrag und nahm an der Podiumsdiskussion teil.

5. People at the RCMC:

* Im Team der Professur von Michael Brüggemann gibt es einen Personalwechsel.
Ines Lörche
r, die zuvor bereits am Lehrstuhl von Irene Neverla tätig war, übernimmt für ein Jahr die Elternzeit-Vertretung von Fenja De Silva-Schmidt. In dieser Zeit wird sie vor allem in das Forschungsprojekt zu postnormaler Wissenschaftskommunikation eingebunden sein.

* Neue Doktorandinnen am Hans-Bredow-Institut.
Amélie Pia Heldt und Anne-Kristin Polster unterstützen seit April/Mai den rechtswissenschaftlichen Bereich des Instituts und promovieren auch hier. Amélie Heldt studierte französisches und deutsches Recht an den Universitäten Paris Ouest Nanterre und Potsdam, absolvierte ein Zusatzstudium in Design-Thinking am Hasso-Plattner-Institut und arbeitete in der Rechtsabteilung eines marktführenden Musiklabels. Ihr Rechtsreferendariat führte sie u.a. nach Kambodscha. Anne-Kristin Polster studierte Rechtswissenschaft mit Schwerpunkt Immaterialgüterrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin und war bereits während des Studiums für ein Potsdamer Medienunternehmen tätig.

* Wechsel im RCMC-Vorstand.
Irene Neverla, seit 1992 an der UHH als Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft tätig, Mitbegründerin des RCMC, Mitglied im RCMC-Vorstand und bis 2016 auch RCMC-Sprecherin, verabschiedet sich zu Ende September 2017 in den Ruhestand. RCMC-Sprecher seit Beginn 2017 ist Michel Clement, stv. Sprecher und zugleich Sprecher der GMaC, Graduate School für Media and Communication des RCMC, ist nun Uwe Hasebrink.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Oktober 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

am Donnerstag, 17.11.16 um 18:15 Uhr findet die RCMC-Mitgliederversammlung 2016 statt (Allendeplatz 1, Raum 250). Wir freuen uns, wenn Sie zahlreich kommen. Die Mitgliederversammlung bietet die Gelegenheit, sich nicht nur über die hochschul- und fachpolitischen Entwicklungen im und rund um das RCMC zu verständigen, sondern einfach und direkt Kontakte zu schließen mit Kolleginnen und Kollegen, die in für Sie relevanten Forschungsgebieten tätig sind.

Ich darf einmal in eigener Sache berichten: Die öffentliche Ringvorlesung zur „‚Lügenpresse’ – Medienkritik als politischer Breitensport“ hat offenbar den Nerv der Zeit getroffen und zieht so viel Publikum an, dass die großen Hörsäle übervoll sind. Wer selbst vorbeischauen mag und sich die Vorträge von Kommunikationswissenschaftlern und (prominenten) Medienpraktikern anhören möchte – die Ringvorlesung findet jeweils Montag 18-20 Uhr statt, mehr Informationen hier.

Dieser Newsletter zeigt wieder die Fülle und Breite der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an unserer Universität – in Form von Tagungen, Calls, Publikationen, Vorträgen, Gastdozentinnen und Gastdozenten.

Ich wünsche Ihnen inspirierende Anregungen aus dieser Lektüre,

Irene Neverla
– Sprecherin RCMC Direktorium –

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung: „Lügenpresse” – Medienkritik als politischer Breitensport. Kritische Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. (Aus der Reihe „Augstein Lectures”).

Leitung: Prof. Dr. Volker Lilienthal und Prof. Dr. Irene Neverla

ZEIT: jeden Montag, 17.10.2016 – 30.01.2017, 18:15-19:45 Uhr.

ORT: i.d.R. Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, Hörsaal B (am 7.11. Hauptgebäude, Ostflügel, Hörsaal 221; am 21.11. Hauptgebäude, Hörsaal M; am 5.12. Von-Melle-Park 4, Audimax, Hörsaal 2)

Der Kampfbegriff „Lügenpresse” markiert seit einigen Jahren das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus in Deutschland unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Den Journalisten wird unterstellt, heikle Informationen zu unterschlagen und willfährige Sprachrohre der Regierenden zu sein. Unter Verdacht steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk ebenso wie die privatwirtschaftliche Presse. Diese Art von „Medienkritik” hat sich zu einem politischen Breitensport entwickelt – ob in Form affektgesteuerter Leserkommentare, oder in Blogs und in Social Media. Die Metapher von der „Lügenpresse“ irritiert und provoziert, und fordert heraus zu Klarstellungen über das Mediensystem und den Journalismus, ebenso wie zu Reflexionen über die gesellschaftlichen Hintergründe solcher Radikalisierungen. In dieser Ringvorlesung sollen die Ursachen für die radikale Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus erforscht werden, um Antworten zu finden, wie die Akzeptanz des Journalismus als Institution gesellschaftlicher Selbstreflexion und als kritische Instanz in einer freien Gesellschaft zu retten ist. Diese Ringvorlesung ist zugleich Auftakt zur Reihe der „Augstein Lectures”.

Vortragende (in chronologischer Reihe): Irene Neverla (UHH), Giovanni di Lorenzo (DIE ZEIT, Hamburg), Maria Löblich (FU Berlin), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel, Hamburg), Norbert Schneider (Berlin), Carsten Reinemann (LMU München), Jakob Augstein (Freitag, Berlin), Kai Gniffke (ARD, Aktuell, Hamburg), Michael Brüggemann (UHH), Martin Hoffmann (European Centre for Press and Media Freedom, Leipzig), Katharina von Kleinen-Königslöw (UHH), Tobias Gostomzyk (TU Dortmund), Uwe Krüger (Uni Leipzig), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung, München).

Termine und weitere Informationen

 

* Ringvorlesung „Recht & Netz”

 Koordination: Prof. Dr. Marion Albers, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informations- und Kommunikationsrecht, Gesundheitsrecht und Rechtstheorie, Fakultät für Rechtswissenschaft

ZEIT: 24.10.2016 – 30.01.2017, montags, 18 – 20 Uhr.

ORT: ESA 1 W (Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel), Raum 221.

Die Digitalisierung der Kommunikation und das Internet verändern viele Felder unserer Lebenswelt grundlegend und mit wachsender Geschwindigkeit und Dynamik. Die inter-disziplinäre Ringvorlesung dreht sich um besonders markante und aktuelle Themen: Ver-änderungen der Lebenswelt durch das „versteckte“ Internet oder durch Gesundheits-Apps, Zukunftsvisionen im Bereich der erweiterten Realität und Rechtsprobleme der Smart Glasses/Smart Lenses im öffentlichen Raum, Hate Speech im Internet, Werbung und Adblocker, Möglichkeiten und Grenzen der Straftatenbekämpfung im Darknet sowie neue Techniken der Musikproduktion und daraus resultierende Urheberrechtsfragen. In jedem Termin werden zwei Beiträge aus der Perspektive von Wissenschaft und Praxis oder Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen präsentiert. Sie ergänzen sich, erörtern ein Thema erst allgemein und dann vertiefend oder bieten konträre Positionen. Dies bietet viel Stoff für die anschließende Diskussion mit dem Publikum.

Die interdisziplinäre Ringvorlesung findet im Rahmen des von der Claussen-Simon-Stiftung geförderten Projekts Recht & Netz statt.

Mehr Informationen

 

* 1. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation: „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“

ZEIT: 23.-25. November 2016

ORT: Universität Hamburg

Vom 23. bis 25. November 2016 richtet das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Kooperation mit dem RCMC die 1. Jahrestagung der Fachgruppe Gesundheitskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) aus. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“.

Das Programm ist ab dem 13. Oktober 2016 auf der Tagungswebsite verfügbar. Anmeldungen für die Veranstaltung sind bis zum 4. November 2016 ebenfalls über die Tagungswebsite möglich.

 

* Tagung „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

ZEIT: 9.-10. Dezember 2016

ORT: Universität Hamburg

“Praktiken medialer Transformation” (PraMeTra) ist eine Veranstaltungsreihe der Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Forschungsverbundes “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation” (FÜR). Die Tagung “Übertragungen in und aus dem digitalen Raum” wird vom 09.-10. Dezember 2016 an der Universität Hamburg stattfinden und widmet sich den spezifischen Strategien und Praktiken von inter- und transmedialen Übersetzungs- und Rahmenprozessen in Bezug auf die ästhetischen und künstlerischen Pänomene des Web 2.0.

Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Forschungsverbundes.

Für Fragen steht Johannes Schmid gerne zur Verfügung: johannes.schmid@uni-hamburg.de

 

* Save the Date: Internationale Fachkonferenz “Dance Future II: Claiming Contemporaneity”

Organisation: Gabriele Klein und Katharina Kelter

ZEIT: 26.-28. Januar 2017

ORT: Universität Hamburg/ Performance Studies in Zusammenarbeit mit der Kulturfabrik, Kampnagel, Hamburg

Die internationale Konferenz DANCE FUTURE II: CLAIMING CONTEMPORANEITY setzt sich mit dem Konzept von Zeitgenossenschaft, seinen kultur- und kunstpolitischen und postkolonialen Implikationen sowie dem damit verbundenen Geschichtskonzept des Tanzes und der Tanzforschung auseinander. Ausgangspunkt ist der weltweite Status des Tanztheater Wuppertal als paradigmatische, historische, zeitgenössische, ästhetische Veränderungen initiierende und Desinteresse bis Widerstand hervorrufende Kunstform. Die zentrale Frage der Konferenz richtet sich auf globale ästhetische und kulturelle Übersetzungsprozesse zwischen Tanztheater und zeitgenössischem Tanz.

Die Konferenz findet im Rahmen eines Festivalschwerpunktes Tanz Futur II: Fokus Pina Bausch auf Kampnagel statt. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zeigt das fulminante Stück „Viktor“ (1986), die erste internationale Koproduktion. Mit Bezug auf das Tanztheater präsentieren lokale, nationale und internationale KünstlerInnen wie u.a. Jochen Roller, Christin Vahl, Josep Caballero Garcia, Neal Medlyn und Mamela Nyzama Arbeiten, die Begegnungen, Inspirationen und Widerstände mit der globalen Tanzikone Pina Bausch und ihrer Kunst reflektieren.

Die Konferenzsprache ist Deutsch und Englisch. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Konzept: Prof. Dr. Gabriele Klein / Universität Hamburg / Performance Studies

Nähere Informationen: katharina.kelter@uni-hamburg.de

 

* Tagung: „Öffentlich, populär, egalitär? Soziale Fragen des städtischen Vergnügens 1890-1960“

ZEIT: 9.-11.2. 2017

ORT: Universität Hamburg

Gemeinsame Tagung der Forschungsstelle Mediengeschichte und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg vom 9.-11. Februar 2017 an der Universität Hamburg zum Thema: “Öffentlich, populär, egalitär? Soziale Fragen des städtischen Vergnügens 1890-1960”, hier ein Link zum abgeschlossenen CfP, der aber das Ziel der Tagung beschreibt.

Die Veranstaltung wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung gefördert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland referieren zu sozial-, kultur- und medienhistorischen Aspekten der Geschichte öffentlicher Vergnügungen in der Stadt zwischen 1890 und 1960. Eines der Ziele der Tagung wird es sein, neues Wissen über das soziale Gefüge der Stadt sowie über die gesellschaftspolitische Bedeutung des scheinbar unpolitischen Vergnügens zu generieren.

 

* 23. Internationaler Fachkongress Performance Studies international „OverFlow“ in Hamburg

ZEIT: 8.-11.6. 2017

Der Fachkongress Performance Studies international (PSi#23) findet unter dem Thema „OverFlow“ vom 08. bis 11. Juni 2017 in Hamburg statt. Erwartet werden mehr als 800 Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aus der ganzen Welt. Veranstaltet wird der Kongress von Performance Studies/ Universität Hamburg und Kampnagel in Kooperation mit dem Festival „Theater der Welt“.

Das Thema „OverFlow“ schließt an das „Theater der Welt“-Festivalthema „Hafen“ an. Denn

„OverFlow“ – das ÜberFluten – ist wie der „Hafen“ auch immer eine Metapher. Wenn der Hafen für Bewegung, für das Reisen, für Migration, für den Austausch mit dem Fremden, Abschied und Wiederkehr steht, so beschreibt „OverFlow“ dieses ökonomisch, sozial, kulturell und politisch relevante Thema in der Bewegung, als Fließen, als Überfluten und Überfluss. Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die gemeinhin die politischen Debatten in „Krisenzeiten“ beherrschen, soll hierbei im Fokus stehen, sondern genau sein Gegenteil: der ÜberFluss.

Diese metaphorische Mehrdeutigkeit und Wirkmacht des Wortes „OverFlow“ im Hinblick auf gesellschaftliche, politische und kunsttheoretische Fragestellungen wird der internationale

wissenschaftliche Fachkongress mit einem weltweiten Fachpublikum von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen diskutieren.

Nähere Informationen

 

* Call for Papers:  Tagung der CDE zum Thema „Nation, Nationhood and Theatre“

Die nächste Tagung der CDE findet statt zum Thema ‚Nation, Nationhood and Theatre‘, (29. Juni – 2. Juli), University of Reading, UK.

Mehr Informationen

 

* Call for Papers: Sammelband „Schlechtes Gedächtnis? Kontrafaktische Darstellungen des Nationalsozialismus in alten und neuen Medien“

In den letzten Jahren lässt sich in verschiedenen audiovisuellen Medien eine bemerkenswerte Popularität von kontrafaktischen Darstellungen des Nationalsozialismus beobachten. Diese ziehen ihren besonderen Reiz daraus, dass die erzählten Ereignisse gezielt und erkennbar vom verbürgten historischen Geschehen abweichen. Die Freiheit, die Spielfilme wie Inglourious Basterds (USA 2009) oder Fernsehserien wie The Man in the High Castle (USA 2015+) dabei im Umgang mit der Geschichte an den Tag legen, sperrt sich gegen die Anforderungen, die die Diskussion um die filmische Repräsentation des Nationalsozialismus bestimmen: Der Entwurf kontrafaktischer Szenarien unterminiert die Frage nach einer angemessenen Abbildung historischer Wirklichkeit. Ihr scheinbar sorgloser Umgang mit den Ikonen des Nationalsozialismus unterläuft auch das didaktisch Anliegen, das fiktionalen Erzählungen über den Nationalsozialismus häufig zugrunde liegt. Gegenüber den Konventionen der Erinnerungskultur bilden sie daher eine Geste der Provokation.

Wir suchen sowohl kürzere Texte, die sich auf einzelne Fallbeispiele konzentrieren (15.000-25.000 Zeichen), als auch längere Beiträge, die sich theoriegeleitet mit einem Problembereich beschäftigen (30.000-45.000 Zeichen). Abstracts in einer Länge von 300 Worten können, ergänzt um eine Kurzbiographie, bis zum 15. Oktober 2016 über schlechtes.gedaechtnis@gmail.com eingereicht werden.

Deadline für die Manuskripte ist der 24. Februar 2017. Der Band soll im Herbst 2017 bei Neofelis erscheinen. Herausgegeben wird der Band von Johannes Rhein, Julia Schumacher, Lea Wohl von Haselberg.

 

* Save the Date! RCMC Mitgliederversammung 2016

Die jährliche Mitgliederversammlung des RCMC, findet – so hat es sich eingespielt – im November statt. Bitte Termin schon notieren: Donnerstag 17. November 2016, ab 18:15 Uhr. Der Mitgliederversammlung folgt ein informelles Netzwerk-Treffen, zu dem auch Nicht-Mitglieder eingeladen sind.

 

* Save the Date: Jahreskonferenz des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“

ZEIT: 18.-19.5.2017

Am 18. Und 19. Mai 2017 findet in den Räumen der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg die Jahreskonferenz des Forschungsverbundes “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation” statt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie in Kürze auf der Webseite des Forschungsverbundes.

2. Good to know

* Rückblick: Vortrag „Ohne Worte. Migration als universelle Fremdheits- erfahrung in Shaun Tans THE ARRIVAL“, Prof. Dr. Astrid Böger

Ringvorlesung Flucht-Geschichte(n): kulturhistorische Perspektiven auf ein aktuelles Phänomen, Universität Hamburg, 31.05.2016.
* Rückblick: Vortrag  „Shaun Tans The Arrival und die Kunst visueller Asso- ziation“, Prof. Dr. Astrid Böger

Visuelle Assoziation. Interdisziplinäre Tagung zur Visuellen Bildung, Warburg-Haus, Hamburg, 15.-17. September 2016.
* Rückblick: Vortrag “Illness as Visual Metaphor in Recent Graphic Memoirs”, Prof. Dr. Astrid Böger 

Pathography and Graphic Medicine: The Genres of PathoGraphics, Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule, Freie Universität Berlin, 13.-15. Oktober 2016.

* Preisträger für den Roland Faelske-Preis 2016 für die besten Abschluss- arbeiten und Dissertationen im Bereich Comic- und Animationsfilmforschung

Johannes C.P. Schmid erhält den Preis für seine Materarbeit “Shooting Pictures, Drawing Blood. The Photographic Image in the Graphic War Memoir” (Universtität Hamburg 2015; veröffentlicht im Christian A. Bachmann Verlag 2016).

Christian A. Bachmann erhält den Preis für die beste Dissertation für seine Schrift “Metamedialität und Materialität im Comic. Zeitungscomic – Comichefte – Comicbuch” (veröff. im Christian A. Bachmann Verlag, 2016). Jurymitglieder waren Prof. Joan Bleicher, Prof. Carola Wiese, Gudrun Faelske, Johann Ulrich, Michael Hueners und Prof. Astrid Böger (Vorsitz).

* Rückblick: Veranstaltung “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts”

Am 17. September 2016  fand unter dem Titel “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts” eine Veranstaltung aus der Reihe der sogenannten Wissensforen des Forschungsverbundes “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ statt. Die Wissensforen haben zum Ziel, die Erkenntnisse der Teilprojekte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Black to the Future“ schrieb Mark Dery 1994 über die Musik von Sun Ra, Parliament, Robert Johnson und auch Detroit Techno. Und benannte damit den Afrofuturismus als einen Mix spekulativer Erzählungen aus Science-Fiction und Magischem Realismus, sozialpolitisch konturiert durch den Panafrikanismus, mit den Ikonographien von Spacetravel und Aliens, Mythologie und Technologie. Die Veranstaltung “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts” im Golem war mit über 120 Gästen sehr gut besucht. Vor und nach dem Vortrag der Kulturwissenschaftlerin und Autorin Peggy Piesche wurden Kurzfilme gezeigt, die in den letzten Jahren entstanden sind und afrikanische und diasporische Perspektiven auf posthumanistische, mögliche Zukünfte werfen. Peggy Piesche konnte sich über ein aufmerksames und diskussionsfreudiges Publikum freuen und die Veranstalterinnen, Prof. Dr. Michaela Ott und Sophie Lembcke, ernteten viel Zuspruch für das Format der Wissensvermittlung.

 

* Rückblick: Internationale Tagung „’Verlorener Osten?’ Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945“

Die Tagung wurde von Alina Laura Tiews gemeinsam mit Philipp Seuferling von der Universität Lund veranstaltet. Es sind verschiedene Netzwerkaktivitäten der Forschungsstelle Mediengeschichte und Teilpublikationen im Anschluss an die Tagung geplant.

Mehr Informationen

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Sammelband „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“, Fink Verlag, herausgegeben von Claudia Benthien und Gabriele Klein.

Im Dezember dieses Jahres erscheint der Sammelband “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ im Fink Verlag, herausgegeben von Claudia Benthien und Gabriele Klein. Der Sammelband geht auf die Jahrestagung des Forschungsverbundes im Jahr 2015 zurück und fokussiert Wahrnehmungs- und Aneignungsprozesse, die als Praktiken medialer Transformationen beschrieben und mittels der Konzepte »Übersetzung« und »Rahmung« gefasst werden. Der Band lotet diese Konzepte für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen aus. Am Beispiel von Comics, Tanz, Performance, Film, Fotografie, Literatur, Webserien und Kunstprojekten werden mediale Übersetzungs- und Rahmungsprozesse untersucht. Rahmen und Übersetzen werden als Praktiken beschrieben, die in einem performativen Wechselverhältnis zueinander stehen. Der interdisziplinäre Band versammelt philosophische, sozial-, kultur-, literatur- und medienwissenschaftliche sowie designtheoretische Beiträge. Der Band ist ab sofort vorab beim Verlag zu bestellen.

 

* Beitrag „Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann“

Zum Thema “Medien und Migration”: Tiews, A. L. (2016): Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann. In: M. Quentmeier, M. Stupperich, R. Wernstedt (Hrsg.), Vertrieben, geflohen – angekommen? Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, S. 92-107. Hier ein Link zum Buch.

3. People at the RCMC:

* Research Fellow: Dag Elgesem, University of Bergen

Professor Dag Elgesem comes from the Department of information science and media studies at the University of Bergen, Norway. During his stay at the University of Hamburg he will be working on the analysis and modelling of how the climate change blogosphere has evolved over the last 10 years, using newly harvested datasets of blog-posts and links of more than 5.000 English language blogs discussing the topic of climate change. Central research questions are:

  •  To what extent is the climate change blogosphere polarized and how has the polarization developed over time?
  • Which topics related to climate change are discussed in the blogosphere, and how have the topics changed over time?#
  • Which blogs are the most influential at different points in time?
  • What are the relationships between the blogs and mainstream media regarding the topic of climate change?
  • How are the consequences of climate change for future generations discussed in the blogosphere?

Dag is the leader of the project Accessing and Analyzing the blogosphere (ntap.no), funded by the Norwegian Research Council.

 

* Prof. Dr. Ute Berns ist seit Juni 2016 Präsidentin der ‘Deutschen Gesellschaft für zeitgenössisches englischsprachiges Drama und Theater / Contemporary Drama in English‘ (CDE) und Mitherausgeberin der Zeitschrift Journal of Contemporary Drama in English (JCDE peer-reviewed).

 

* Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik & Institut für Medien und Kommunikation) ist ab August 2016 und für die Dauer von fünf Jahren Assoziierter Professor im Exzellenz-Zentrum “Multilingualism across the lifespan” an der Universität Oslo. Er leitet dort das Projekt “Multilingualism and mediated communication” mit zwei Teilprojekten über Sprach- und Medienrepertoires in mehrsprachigen Familien sowie Mehrsprachigkeit in der digital vermittelten Interaktion.

Informationen für den nächsten Newsletter bitte bis zum 20.Januar 2017 an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Gastvortrag Dr. Marie Laure-Ryan: Transmedia Storytelling as Crossroad of Industry, Fan and Scholarly Discourses

The term transmedia storytelling has gone viral in
media studies. But to what extent does it label a truly
new phenomenon, different from the older concepts of
adaptation and transfictionality?
What does it really mean to tell a story through different
media, and under what conditions is it desirable?
In this presentation I will examine several types of
projects that could be considered “transmedia
storytelling” and I will contrast three types of discourses.

Dr. Marie-Laure Ryan (University of Colorado)
Dr. Marie-Laure Ryan (University of Colorado)

Montag, 17. Oktober 2016 | 16 Uhr

Phil B, Von-Melle-Park 6

Institut für Anglistik und Amerikanistik

Call for Papers Sammelband: Schlechtes Gedächtnis? Kontrafaktische Darstellungen des Nationalsozialismus in alten und neuen Medien

In den letzten Jahren lässt sich in verschiedenen audiovisuellen Medien eine
bemerkenswerte Popularität von kontrafaktischen Darstellungen des Nationalsozialismus
beobachten. Diese ziehen ihren besonderen Reiz daraus, dass die erzählten Ereignisse
gezielt und erkennbar vom verbürgten historischen Geschehen abweichen. Die Freiheit,
die Spielfilme wie Inglourious Basterds (USA 2009) oder Fernsehserien wie The Man in
the High Castle (USA 2015+) dabei im Umgang mit der Geschichte an den Tag legen,
sperrt sich gegen die Anforderungen, die die Diskussion um die filmische Repräsentation
des Nationalsozialismus bestimmen: Der Entwurf kontrafaktischer Szenarien unterminiert
die Frage nach einer angemessenen Abbildung historischer Wirklichkeit. Ihr scheinbar
sorgloser Umgang mit den Ikonen des Nationalsozialismus unterläuft auch das didaktisch
Anliegen, das fiktionalen Erzählungen über den Nationalsozialismus häufig zugrunde liegt.
Gegenüber den Konventionen der Erinnerungskultur bilden sie daher eine Geste der
Provokation.

Wir suchen sowohl kürzere Texte, die sich auf einzelne Fallbeispiele konzentrieren
(15.000-25.000 Zeichen), als auch längere Beiträge, die sich theoriegeleitet mit einem
Problembereich beschäftigen (30.000-45.000 Zeichen).
Abstracts in einer Länge von 300 Worten können, ergänzt um eine Kurzbiographie, bis zum 15. Oktober 2016 über schlechtes.gedaechtnis@gmail.com eingereicht werden.
Deadline für die Manuskripte ist der 24. Februar 2017. Der Band soll im Herbst 2017 bei
Neofelis erscheinen. Herausgegeben wird der Band von Johannes Rhein, Julia
Schumacher, Lea Wohl von Haselberg.

Mehr Informationen

Kurs für DoktorandInnen: “Introduction to Regression Analysis”

Dr. Alexa Burmester wird am 10. und 11. Oktober 2016 den geblockten Kurs “Introduction to Regression Analysis” in englischer Sprache abhalten. Dieser findet an beiden Tagen jeweils von 9:15 bis 13:45 Uhr in Raum 4030 oder 4031 statt in der Fakultät Betriebswirtschaftslehre (Esplanade).

Der Kurswert beträgt 1 SWS oder 2 LP.

Bitte einen Laptop mitbringen mit (mindestens) Stata 13. Falls zutreffend, ist es möglich, das Datenset seines eigenen Rechercheprojektes mitzubringen.

Mehr Details finden Sie hier: Ausschreibung-PhD-Kurs-Burmester

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Juli 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Freunde und Förderer des RCMC,

wie immer jeweils zu Beginn und Ende des Semesters hier der neue Newsletter mit Berichten und Ankündigungen aus dem RCMC. Hier nur zwei Ereignisse, die im Newsletter näher beschrieben werden.

„Kommunikative Figurationen” – ein neuer Begriff und damit ein theoretisches und empirisches Konzept zur Analyse der Mediengesellschaft ist Thema und Titel eines jüngst der DFG vorgelegten Verbundantrages für einen Sonderforschungsbereich bzw. Transregio. Mehrere RCMC-Mitglieder haben in Zusammenarbeit mit Bremer Kollegen diesen Antrag gestellt.

„Lügenpresse” – das provokative Schlagwort einer populistischen Medienkritik – ist Thema einer öffentlichen Ringvorlesung an der UHH im Winter 2016/17.  Wissenschaftler_innen und prominente Journalisten, wie Giovanni di Lorenzo, Jakob Augstein und Heribert Prantl, werden hierzu Vorträge halten.

Dies und einiges mehr zu den anregenden Aktivitäten der Kommunikations- und Medienforschung von RCMC-Mitgliedern können Sie gleich weiterlesen. Wir wünschen eine schöne, erholsame und produktive Sommerzeit,

Ihre

Irene Neverla

– Sprecherin des RCMC-Direktoriums –

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung: „Lügenpresse” – Medienkritik als politischer Breitensport. Kritische Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. (Aus der Reihe „Augstein Lectures”).

Leitung: Prof. Dr. Volker Lilienthal und Prof. Dr. Irene Neverla

ZEIT: jeden Montag, 17.10.2016 – 30.01.2017, 18:15-19:45 Uhr.

ORT: Edmund-Siemers-Allee 1 im Ostflügel, Raum 221 (nur am 24.10.16 im Hauptgebäude von ESA 1, Hörsaal A)

Der Kampfbegriff „Lügenpresse” markiert seit einigen Jahren das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus in Deutschland unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Den Journalisten wird unterstellt, heikle Informationen zu unterschlagen und willfährige Sprachrohre der Regierenden zu sein. Unter Verdacht steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk ebenso wie die privatwirtschaftliche Presse. Diese Art von „Medienkritik” hat sich zu einem politischen Breitensport entwickelt – ob in Form affektgesteuerter Leserkommentare, oder in Blogs und in Social Media. Die Metapher von der „Lügenpresse“ irritiert und provoziert, und fordert heraus zu Klarstellungen über das Mediensystem und den Journalismus, ebenso wie zu Reflexionen über die gesellschaftlichen Hintergründe solcher Radikalisierungen. In dieser Ringvorlesung sollen die Ursachen für die radikale Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus erforscht werden, um Antworten zu finden, wie die Akzeptanz des Journalismus als Institution gesellschaftlicher Selbstreflexion und als kritische Instanz in einer freien Gesellschaft zu retten ist. Diese Ringvorlesung ist zugleich Auftakt zur Reihe der „Augstein Lectures”.

Vortragende (in chronologischer Reihe): Irene Neverla (UHH), Giovanni di Lorenzo (DIE ZEIT, Hamburg), Maria Löblich (FU Berlin), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel, Hamburg), Norbert Schneider (Berlin), Carsten Reinemann (LMU München), Jakob Augstein (Freitag, Berlin), Kai Gniffke (ARD, Aktuell, Hamburg), Michael Brüggemann (UHH), Martin Hoffmann (European Centre for Press and Media Freedom, Leipzig), Katharina von Kleinen-Königslöw (UHH), Tobias Gostomzyk (TU Dortmund), Uwe Krüger (Uni Leipzig), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung, München).

Termine und weitere Informationen

 

* Tagung „Körperbilder – Körperpraktiken“

ZEIT:      28.-30. September 2016

ORT:      Gästehaus der Universität Hamburg

Die Tagung mit dem Haupttitel „Körperbilder – Körperpraktiken” wird am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft veranstaltet. Sie befasst sich mit visuellen Repräsentationen von Körperbildern und Körperpraktiken, die in mediatisierten Lebenswelten und Alltagspraktiken zum Ausdruck kommen, und damit Identitätskonstruktionen, vor allem Geschlechteridentitäten, (re-)produzieren und auch modifizieren. Themenfelder sind Körperoptimierung und -disziplinierung, visuelle Inklusion und Exklusion, Visibilität und Vulnerabilität von Körperbildern, aber auch Protestformen mittels mediatisierter Körperpraktiken.

Den Keynote-Vortrag wird Rosalind Gill, Professorin an der City University London für kulturelle und soziale Analyse, halten. Sie ist bekannt für ihre Forschungen über Gender und Medien, kulturelle und kreative Arbeit und mediatisierte Intimität.

Tagungsorganisation: Prof. Dr. Irene Neverla und Dr. Monika Pater, beide Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, in Zusammenarbeit mit den Fachgruppen Visuelle Kommunikation sowie Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).

Weitere Informationen sind auf der Webseite zu finden. Die Anmeldung für die Tagung ist bis 5. September 2016 möglich. Fragen zur Veranstaltung richten Sie bitte via Mail an koerperbilder@uni-hamburg.de.

 

* Save the Date! RCMC Mitgliederversammung 2016

Die jährliche Mitgliederversammlung des RCMC, findet – so hat es sich eingespielt – im November statt. Bitte Termin schon notieren: Donnerstag 17. November 2016, ab 18 Uhr. Eine förmliche Einladung folgt zu Beginn des Semesters. Der Mitgliederversammlung folgt ein informelles Netzwerk-Treffen, zu dem auch Nicht-Mitglieder eingeladen sind.

2. Good to know

* Neuer Forschungsschwerpunkt des RCMC

Die Arbeitsgruppe im Schwerpunktbereich „Mediale Praktiken des Dokumentarischen“ befasst sich mit Filmen, Tonaufnahmen, Videos, Fotografien aber auch Comics, Textdokumenten, Fotografien, Theaterstücken usw. mit dokumentarischem Charakter. Dabei spielen ganz unterschiedliche Fragestellungen eine Rolle, wie zum Beispiel:

  • Wo und in welcher Weise lassen sich dokumentarische Medien finden (Archive, Datenbanken usw.)?
  • Wie konstruieren dokumentarische Medien durch die Praktiken medialer Transformation ihres Ausgangsmaterials komplexe Bedeutung?
  • Welche Rolle spielen unterschiedliche mediale Milieus bei der Bearbeitung von dokumentarischen Medien?
  • In welcher Weise erklären Theorien des Dokumentarischen seine kulturelle Bedeutung?
  • Wie können dokumentarische Medien als Quelle von Alltags-, Sozial- und Kulturgeschichte für verschiedene Disziplinen erschlossen werden?
  • Wie wird in populären dokumentarischen Medien (im Sinne einer Public History) Geschichte vermittelt?
  • Welche Bedeutung haben dokumentarische Medien für Konstruktion von kultureller Erinnerung?
  • Welche Legitimationsstrategien (Glaubwürdigkeitskriterien) setzen dokumentarische Medien ein, um das von ihnen generierte Wissen zu plausibilisieren?

Die Gruppe diskutiert über die Zugänge zum Material selbst, Fragen der methodischen Erschließung dokumentarischer Medien wie auch der theoretischen Fundierung von Projekten zu dokumentarischen Medien.

Kontakt: Prof. Dr. Thomas Weber, thomas.weber@uni-hamburg.de

 

* Forschungsprojekt: Transforming Communications”

Zu den Zielen, die sich das RCMC bei seiner Gründung gesetzt hat, gehört auch die interdisziplinäre Verbundforschung. In den vergangenen Jahren haben einige RCMC-Mitglieder zusammen mit Kolleg/inn/en der Universität Bremen einen Antrag auf Einrichtung eines Sonderforschungsbereichs/Transregio entwickelt. Der Antrag wurde im Mai bei der DFG eingereicht, im September findet in Bremen die Begehung durch die Gutachtergruppe statt. Unter dem Titel „Transforming Communications” soll untersucht werden, wie sich die tiefgreifende Mediatisierung auf die Konstruktion verschiedener sozialer Domänen auswirkt. Soziale Domänen werden dabei als kommunikative Figurationen analysiert; mit diesem gemeinsamen Konzept wird es möglich sein, ganz unterschiedliche Domänen im Hinblick darauf zu untersuchen, wie sie kommunikativ konstruiert werden. Das Vorhaben umfasst insgesamt 15 Projekte an den beiden Standorten Bremen und Hamburg (siehe www.kommunikative-figurationen.de).

Beteiligte RCMC-Mitglieder sind: Michael Brüggemann, Uwe Hasebrink, Rudolf Kammerl, Gertraud Koch, Claudia Lampert, Wiebke Loosen, Wolfgang Schulz und Hans-Ulrich Wagner.

 

* Internationale Konferenz: 24th World Congress of Political Science der International Political Science Association (IPSA)

ZEIT: 23.7.-28.7.2016

ORT: Poznan, Polen

Prof. Dr. Irene Neverla, Dr. Judith Lohner und Sandra Banjac, M.A., werden mit dem Vortrag “Between nostalgia and ‘bitter-sweet reality’? The autocratic past as reference point of journalists in transitional societies” Ergebnisse aus dem MeCoDEM-Projekt präsentieren.

Panelbeschreibung und Vortragsabstract 

Mehr Informationen zur Tagung

 

* Internationale Konferenz: International Association for Media and Communication Research (IAMCR)

ZEIT: 27.7.-31.7.2016

ORT: Leicester, UK

Prof. Dr. Irene Neverla, Dr. Judith Lohner und Sandra Banjac, M.A., werden mit dem Vortrag “Between nostalgia and ‘bitter-sweet reality’? The autocratic past as reference point of journalists in transitional societies” Ergebnisse aus dem MeCoDEM-Projekt präsentieren.

Mehr Informationen zur Tagung

 

* Rückblick: ICA Young Scholars Preconference „Communicating the Power of Visuals“

Medienbildern werden bestimmte Charakteristika zugeschrieben, die Visuelle Kommunikation besonders einflussreich machen können: So werden Bilder z. B. ganzheitlich wahrgenommen und aufgrund der suggerierten Augenzeugenschaft wenig hinterfragt. Damit gehen aber auch Herausforderungen einher, die beim Entwickeln und Kommunizieren von Visuellen Kommunikationsforschungsprojekten beachtet werden müssen. Gerade Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich in ihren ersten umfangreichen Forschungsprojekten mit Visueller Kommunikation beschäftigen, sind dabei auf eine entsprechende Expertise in ihrem Fach angewiesen. Da sie aber über verschiedene kommunikationswissenschaftliche Subdisziplinen (z. B. Politische Kommunikation oder Gesundheitskommunikation) verteilt sind, werden Synergiepotenziale häufig nicht genutzt.

Am 9. Juni 2016 fand deshalb im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA) die ICA Young Scholars Preconference „Communicating the Power of Visuals“ in Fukuoka (Japan) statt. Die eintägige Veranstaltung an der Kyushu Sangyo University brachte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen mit internationalen Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Visuellen Kommunikationsforschung zusammen.

Die Preconference wurde von Michael Grimm (Hans-Bredow-Institut), Allison Kwesell (International Christian University, Tokyo, Japan), Akira Sano (Kyushu Sangyo University, Fukuoka, Japan) und Giorgia Aiello (University of Leeds, UK) organisiert und vom Hans-Bredow-Institut unterstützt. Es war nach der sehr erfolgreichen ICA Young Scholars Preconference on Visual Methods in Puerto Rico im letzten Jahr bereits die zweite Veranstaltung der ICA für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Visuellen Kommunikationsforschung.

Weiterführende Informationen gibt es auf der Preconference-Website: http://www.visualcommunicationstudies.net/

 

* Rückblick: Prof. Griffin-Foley als Visiting Fellow an der Forschungsstelle      Mediengeschichte

Prof. Dr. Bridget Griffin-Foley war vom 22. Mai bis 12. Juni 2016 Visiting Fellow an der Forschungsstelle Mediengeschichte. Die Einladung der australischen Wissenschaftlerin und Direktorin des Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney erfolgte im Rahmen des vom RCMC-Mitglied Hans-Ulrich Wagner geleiteten Forschungsprojektes „Transnational Media Histories“, einem Projekt der Trilateral Strategic Partnership an der Universität Hamburg. Prof Griffin-Foley hielt am 26. Mai die Keynote zu „Entanglements across the Pacific: Franklin D. Roosevelt’s Fireside Chats in Australia“ auf dem EMHIS („Entangled Media Histories”)-Forum VI in Cascais, Portugal. In Hamburg stellte sie am 31. Mai ihre Studie zu „Children and Australian Broadcasting“ im Rahmen des FFF-Colloquiums am Institut für Kommunikation vor. Daneben besuchte sie Seminarveranstaltungen und präsentierte am 1. Juni den australischen Dokumentarfilm „Mabo: Life of an Island Man“ im Rahmen der Vorlesungsreihe „Das ist Film!“.

 

* Rückblick: Forschungsaufenthalt von Mike Nugent, PhD, an der Forschungsstelle Mediengeschichte

Mike Nugent, Doktorand an der Macquarie University in Sydney, war im Mai/Juni zu Gast an der Forschungsstelle Mediengeschichte. Die Einladung des australischen PhD-Kandidaten war Teil des regelmäßigen Austauschprogramms im Forschungsprojekt „Transnational Media Histories“, einem Projekt der Trilateral Strategic Partnership an der Universität Hamburg. Mike Nugent stellte sein Promotionsvorhaben „Video Cassette Revolution: The VCR in Australia, Germany, Russia, USA“ am 24. Mai vor.

 

* Rückblick: Vortrag „Sound and the Memory of World War II. How to explore the soundscape in Germany“

Dr. Hans-Ulrich Wagner hat vom 10. bis 11. Juni 2016 an einem Workshop zum Thema „Sound and the Memory of World War II in Europe and Asia“ an der Aarhus University teilgenommen. Wissenschaftler_innen aus Dänemark, Großbritannien, Deutschland, Japan und China referierten; Hans-Ulrich Wagner stellte Tondokumente der Kriegszeit vor und diskutierte verschiedene Analyse-Ansätze der Sound History.

 

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Bucherscheinung: Protest Cultures. A Companion.

Ed. by Kathrin Fahlenbrach, Martin Klimke, Joachim Scharloth, Oxford/New York 2016: Berghahn Books

Today, protest is not only articulated by social movements or political groups, but also by grassroots initiatives, single citizens, or artists. Public protest actions are showcasing dissent and claiming a change of the rules, habits or values of society. Expressive forms of protest have also turned into integral parts of popular culture: The media, fashion and advertising industries regularly absorb new expressions and symbolic signs used by protest actors. As a result, protest cultures influence the habitus and lifestyle in a society.

Whereas the cultural dimension of protest has been widely neglected in the research of social movements, this companion widens the perspective to protest phenomena beyond political and sociological aspects. It introduces relevant theoretical and methodological accounts for the analysis of different areas of protest cultures – both concerning protest actors and their cultural effects in society. This is accompanied by single case studies, demonstrating relevant historical phenomena of protest cultures.

Weitere Informationen

 

* Beitrag: „Nachrichtennutzung im Wandel. Technische Zugänge, inhaltliche Interessen und Nutzungsformen im internationalen Vergleich.“

Fernsehen in Deutschland – Programmforschung und Programmdiskurs, hrsg. von den Medienanstalten, u. a. mit einem Artikel von Sascha Hölig und Uwe Hasebrink zur Nachrichtennutzung im Wandel,

Konvergente Werbeformen stehen im Mittelpunkt des Programmberichts 2015. Neue Wettbewerber, interaktive Formate und zusätzliche Verbreitungswege führen zu neuer Vielfalt im Werbebereich. Die Programmanalyse der acht reichweitenstärksten Fernsehvollprogramme, deren zentrale Befunde vorgestellt werden, behandelt das Thema Werbung mit Blick auf die Einbettung in das redaktionelle Gesamtangebot.

Im Kapitel „Streitpunkte – Standpunkte“ stellen Produzenten, Vermarkter und Vertreter von Multi-Channel-Networks ihre Sicht der Dinge dar. Welche Auswirkungen etwa haben maßkonfektionierte und unmittelbar ins Programm integrierte Vermarktungsformen auf Medieninhalte und ihre Produktion? Wie funktioniert Product-Placement in Videoportalen? Welche Werbebotschaften erreichen die Generation YouTube? Und schließlich: Wie kann sich moderne Regulierungspraxis auf die neuen Entwicklungen einstellen? Fragen wie diese werden anregend diskutiert und sollen zur Debatte einladen.

Hölig, S.; Hasebrink, U. (2016): Nachrichtennutzung im Wandel. Technische Zugänge, inhaltliche Interessen und Nutzungsformen im internationalen Vergleich. In: die Medienanstalten (Hrsg.), Programmbericht 2015. Fernsehen in Deutschland. Programmforschung und Programmdiskurs. Berlin: Vistas, S. 105-126.

Programmbericht zum Download

Weitere Informationen

 

* Beitrag: „Geschichte der Privatisierung des Rundfunks in Hamburg“

Dr. Hans-Ulrich Wagner und Kirstin Hammann veröffentlichten im Rahmen eines Arbeitsprojekts zur Privatisierung des Rundfunks in Hamburg und in den norddeutschen Bundesländern ein Interview mit Dr. Helmut Haeckel, dem ersten Direktor der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. Das an der Forschungsstelle Mediengeschichte geführte Gespräch ist zusammen mit ausgewählten Dokumenten als „Nordwestdeutsches Heft zur Rundfunkgeschichte“ online erschienen.

Wagner, Hans-Ulrich; Hammann, Kirstin (Hrsg.) (2016): Zeitzeugen der Hamburger Mediengeschichte. Dr. Helmut Haeckel über das Hamburgische Mediengesetz und die Arbeit der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM). Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut 2016 (= Nordwestdeutsche Hefte zur Rundfunkgeschichte; 9).

Weitere Informationen

 

* Beitrag: “Changing Forms of Cross-Media News Use in Western Europe and Beyond”

“Changing Forms of Cross-Media News Use in Western Europe and Beyond”, verfasst von Sascha Hölig, R. K. Nielsen & K. C. Schrøder. In: J. L. Jensen, M. Mortensen, J. Ørmen (eds.), News across Media – the Production and Consumption of News in a Cross-Media Perspective. Routledge, p. 102-122.

Weitere Informationen

 

* Beitrag: “Vertrieben, geflohen – angekommen?”

Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht, u.a. mit einem Artikel von Alina Laura Tiews, erscheint im Juli 2016 in der Reihe Wochenschau Wissenschaft im Wochenschau Verlag.

Weitere Informationen

 

* Beitrag: “Social Participation in Online News Usage in Europe and  its Underlying Causes: Individual vs. Structural Factors”

Warum Social Media User in Südeuropa aktiver sind als im Norden und was dies mit Vertrauen in das Mediensystem zu tun hat, erläutert Dr. Sascha Hölig im European Journal of Communication, published online before print

Hölig, Sascha (2016): Social Participation in Online News Usage in Europe and its Underlying Causes: Individual vs. Structural Factors. In: European Journal of Communication.

European countries show greatly differing patterns of active participation in their news usage, such as sharing, liking or commenting on articles. While there are many more Internet users actively participating in southern Europe, the population with online access in central and northern Europe is rather restrained. The reasons for these differences cannot be found in the individual characteristics of age, formal education or news interest. Rather, the lack of performance of traditional media institutions may encourage citizens to participate actively. The unfulfilled tasks and functions of the media seem to be compensated in this way. Additionally, an online population that is characterized by early adopters, as is the case in countries with low Internet penetration rates, is significantly more active than a more heterogeneous online population in countries with a higher penetration rate.

Weitere Informationen

3. Graduate School Media and Communication:

* During her current sabbatical, Kathrin Fahlenbrach is appointed in June and July 2016 as a fellow at “Cinepoetics. Center for Advanced Film Studies” at the Freie Universität Berlin (directed by Hermann Kappelhoff and Michael Wedel). The scholarly exchange during her
fellowship focuses on metaphors in film and other moving images.

Weitere Informationen

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter April 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

Der RCMC Newsletter gibt wieder einen Einblick in das Spektrum der medien- und kommunikationsbezogenen Forschungsaktivitäten an der UHH. Stark vertreten sind diesmal die Fakultäten Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften und Erziehungswissenschaft sowie das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung.

Zwei Hinweise: Save the date am 29. Juni 2016, späterer Nachmittag. Denn für diesen Termin ist ein RCMC-Sommertreffen geplant, be dem RCMC-Mitglieder und an RCMC-Interessierte Gelegenheit zur Vernetzung haben werden. Mehr dazu demnächst per Mail und auf unserer Website www.rcmc-hamburg.de.  Zweitens ein herzliches Willkommen von vier neuen Mitgliedern (siehe dazu die einschlägige Spalte im Newsletter), verbunden mit dem Hinweis, dass das RCMC nicht nur Professor*innen versammelt, sondern vielmehr Forschenden auf allen Rängen offen steht. Als Voraussetzung gilt ein abgeschlossenes Studium, sowie eine Forschungstätigkeit an der Universität Hamburg mit Bezug zu Medien und Kommunikation. Für Bewerbungen genügt eine Mail an das Direktorium unter rcmc@uni-hamburg.de mit Lebenslauf und Angaben zur Forschungs- und Publikationstätigkeit.

Wir wünschen allen RCMC-Mitgliedern ein sonniges und erfolgreiches Sommersemester!

Ihre

Irene Neverla, im Namen des Direktoriums

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung „Flucht-Geschichte(n): kulturhistorische Perspektiven auf ein aktuelles Phänomen“

ZEIT: jeden Dienstag von 5. April – 5. Juli 2016, 18 – 20 Uhr
ORT: ESA M, Hörsaal

Prof. Dr. Silke Segler-Messner, Probedekanin für Studium und Lehre der Fakultät für Geisteswissenschaften, hält im kommenden Sommersemester eine Ringvorlesung zum Thema Flucht. Ziel der Vorlesungsreihe ist es, Flucht-Geschichte(n) in einer kulturhistorischen Perspektivierung zu beleuchten, um für die historischen und anthropologischen Dimensionen von Vertreibung und Exil zu sensibilisieren. Allein in diesem Jahr werden ca. eine Million Flüchtlinge in Deutschland erwartet, während sich weltweit ungefähr 60 Millionen Menschen auf der Flucht befinden. Die Ursachen für die Entscheidung von Frauen und Männern, ihre Heimstätten aufzugeben und gemeinsam in anderen Ländern Zuflucht zu suchen, sind vielfältig, in der Mehrzahl der Fälle sind es jedoch Vertreibung, Gewalt und (Bürger-)Kriege.

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen bedeutet, Konzepte wie Identität und Alterität zu befragen – Begriffe, die in allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen eine wichtige Rolle spielen, aber unterschiedliche Schwerpunkte und Akzentuierungen erfahren. Gerade diese Vielfalt von Perspektiven und Fachkulturen ist besonders dazu geeignet, Flucht-Geschichte(n) als Teil unseres Selbstverständnisses erlebbar zu machen.
Am 31. Mai hält RCMC-Mitglied Prof. Dr. Astrid Böger im Rahmen der Ringvorlesung einen Vortrag zum Thema „Ohne Worte. Migration als universelle Fremdheitserfahrung in Shaun Tans THE ARRIVAL“. Weitere Informationen

 

* Games Ringvorlesung ” HERE | THERE ” Grenzerfahrungen zwischen realen und virtuellen Welten

ZEIT: Dienstags, 18.30–20 Uhr, 12. April–28. Juni 2016
ORT: Forum Finkenau, Mediencampus Finkenau 35, 22081 Hamburg

Das RCMC veranstaltet in Kooperation mit der Universität Hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg eine Games Ringvorlesung im Sommersemester 2016. Darin widmen sich verschiedenste Gastvortrage unterschiedlichen Fragen: Welche Formen der Welterfahrung ermöglichen digitale Spiele heute? Welchen Stellenwert hat Worldbuilding in der Entwicklung von Spielen? Und wo verlaufen die Grenzen zwischen ‚realer‘ und ‚virtueller‘ Welt? Die Ringvorlesung „HERE | THERE“ fragt nach (Grenz-)Erfahrungen in und zwischen realen und virtuellen Welten und richtet sich an Studierende der Hamburger Hochschulen sowie außeruniversitäre Zuhörer_innen und die weitere Hamburger Öffentlichkeit.Die Vorlesungsreihe ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen

 

* Internationale Konferenz „New Speakers in a Multilingual Europe“

ZEIT: 12.-14. Mai 2016
ORT: Universität Hamburg

Anfang Mai 2016 findet an der UHH die Jahrestagung 2016 des europäischen COST-Netzwerks „New Speakers in a Multilingual Europe“ statt. Das vom EU-Forschungsinstrument COST geförderte Netzwerk (Laufzeit 2013-2017) bringt ca. 50 ForscherInnen aus ganz Europa im Gebiet der soziolinguistischen Mehrsprachigkeitsforschung zusammen.
Die Konferenz umfasst einen Plenarvortrag von Professorin Aneta Pavlenko (Temple University), eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „New speakers at the multilingual University“ sowie mehrere Workshops und Sektionsvorträge. Aktuelle Hamburger Forschung aus dem KNU-Verbundprojekt „Mehrsprachigkeit als Ressource der Nachhaltigen Universität“ wird in einer eigenen Sektion vorgestellt werden. Die Konferenz ist für interessiertes Publikum zugänglich, Registrierung erforderlich.
Für die lokale Organisation zeichnet sich RCMC-Mitglied Jannis Androutsopoulos unter Mitwirkung von Margarita Giannoutsou verantwortlich (Fachbereich SLM I, Institut für Germanistik & Institut für Medien und Kommunikation). Weitere Informationen/Facebook

 

* Vortrag „Trends in der Berichterstattung von Politik und Regierung: Analyse der Homogenität /Vielfalt im framing von Nachrichten in der chilenischen Presse“

ZEIT: 6. Juli  2016, 16 Uhr
ORT: AP 1, 20146 Hamburg

Anfang Juli wird Prof. Mariá Elena Gronemeyer (Pontificia Universidad Catolica de Chile) am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft zu Gast sein. Sie wird dabei ihre methodischen Überlegungen und Ergebnisse ihres aktuellen Forschungsprojektes vorstellen und diskutieren. Das Projekt „Tendencias en la cobertura periodística de política y gobierno “ befasst sich mit der Vielfalt oder Homogenität von Framing in der chilenischen Presse. Vor allem die Methode des Projektes wird Gronemeyer bei der Veranstaltung in Hamburg diskutieren. Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie zeitnah auf der Homepage des Instituts für Journalistik.

 

* Veranstaltung: Anglistentag 2016

ZEIT: 21.-24. September 2016

Gemeinsam mit Prof. Lucia Krämer (Passau) organisiert RCMC-Mitglied Monika Pietrzak-Franger die Sektion „Mash-ups“, die während des diesjährigen, von der Universität Hamburg ausgerichteten, Anglistentages stattfinden wird. Sechs Papers widmen sich der Ästhetik, Ökonomie und Politik wie auch den didaktischen Potenzialen dieser medialen Form, die in unserer Kultur zunehmend präsent wird. Weitere Informationen

 

* Tagung „Körperbilder – Körperpraktiken“

ZEIT:      28.-30. September 2016
ORT:      Gästehaus der Universität Hamburg

Die Tagung mit dem Titel Körperbilder – Körperpraktiken. Visuelle Repräsentationen, Regulationen und Aneignungen vergeschlechtlichter Körper und Identitäten in Medienkulturen wird am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft veranstaltet. Sie befasst sich mit Körperbildern und Körperpraktiken, die in mediatisierten Lebenswelten und Alltagspraktiken durch visuelle Repräsentationen zum Ausdruck kommen, und damit Identitätskonstruktionen, vor allem Geschlechteridentitäten, (re-)produzieren und auch modifizieren. Themenfelder sind Körperoptimierung und -disziplinierung, visuelle Inklusion und Exklusion, Visibilität und Vulnerabilität von Körperbildern, aber auch Protestformen mittels mediatisierter Körperpraktiken.

Die Tagung wird organisiert von den RCMC-Mitgliedern Prof. Dr. Irene Neverla und Dr. Monika Pater, in Zusammenarbeit mit den Fachgruppen Visuelle Kommunikation sowie Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Abstracts für (Einzel-)Vorträge, Panels oder Poster (insbesondere für gelungene BA- oder MA-Arbeiten) werden bis zum 30. April 2016 entgegengenommen. Weitere Informationen sind dem Call for Papers zu entnehmen.

 

2. Good to know

* Forschungsprojekt: „Ankunft im Radio. Flucht und Vertreibung in west- und ostdeutschen Hörfunkprogrammen 1945-1961“

Von August 2015 bis Dezember 2017 bearbeitet RCMC-Mitglied Alina Laura Tiews an der Forschungsstelle Mediengeschichte das Forschungsprojekt „Ankunft im Radio. Flucht und Vertreibung in west- und ostdeutschen Hörfunkprogrammen 1945-1961“. Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Forschungsprojekt hat das Ziel, eine ereignisgeschichtliche Studie zu den Folgen von Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem östlichen Europa in der deutsch-deutschen Nachkriegszeit nach 1945 vorzulegen, indem es einen hierbei bislang unerforschten Akteur in den Mittelpunkt rückt: den Hörfunk. Was trugen Radiosendungen zum gesellschaftlichen Gespräch über “Flucht und Vertreibung” nach dem Zweiten Weltkrieg bei? Diese Leitfrage des Projekts gewinnt nicht zuletzt angesichts neuer Migrationsbewegungen in Europa und medialer Berichtserstattung darüber eine besondere Bedeutung. Weitere Informationen

 

* Projekt: „Herausforderungen in der Grundschule digital begegnen“

Die von RCMC-Mitglied Prof. Dr. Rudolf Kammerl koordinierte Forschergruppe mit Prof. Krauthausen, Prof. Krieger und Prof. Michalik, hat eine Finanzierungszusage von der Dt. Telekom Stiftung erhalten. Das Projekt mit dem Titel “Herausforderungen in der Grundschule digital begegnen” wird drei Jahre mit 320.000 EUR gefördert.

 

* Rückblick: Auszeichnung für Habilitationsschrift „Spectres of Syphilis“

Monika Pietrzak-Franger, seit 2014 Vertretungsprofessorin am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Hamburg, wurde mit dem renommierten Britcult Award der Deutschen Gesellschaft für das Studium britischer Kulturen ausgezeichnet. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Frau Pietrzak-Franger für ihre Habilitationsschrift mit dem Titel „Spectres of Syphilis: Medicine, Knowledge and the Spectacle of Victorian(In)Visibility?“ Der Britcult Award wird alle zwei Jahre für herausragende Qualifizierungsarbeiten vergeben. Weitere Informationen

 

* Rückblick: Vortrag „Grenzgängerin zwischen Fakten und Fiktion bei der Inszenierung virtueller Figuren am Beispiel von Online-Omi Renate Bergmann“

Prof. Dr. Joan Bleicher hat von 5. bis 6. Februar 2016 an dem interdisziplinären Symposium zum „Diskurs der Daten“ teilgenommen und einen Vortrag zum Thema „Grenzgängerin zwischen Fakten und Fiktion bei der Inszenierung virtueller Figuren am Beispiel von Online-Omi Renate Bergmann“ gehalten. Ziel des gesamten Symposiums war es, Chancen und Risiken der Erzeugung und Verwendung digitaler Massendaten zu beleuchten und diskutieren. Die Tagung setzt bei der grundlegenden Frage an, wie sich angesichts der aktuellen Debatten und Skandale (Forschungs-)Kultur unter digitalen Vorzeichen verändert und wie der alltäglich in den Medien verwendete Daten-Begriff aus wissenschaftlicher Sicht definiert werden kann und kritisch hinterfragt werden muss. Weitere Informationen

 

* Rückblick: Podiumsdiskussion „New TV Trends“  

Auf dem NEWTV Kongress 2016 am 2. März 2016 zum Thema „Business Innovation on Screen“ hat Prof. Dr. Joan Bleicher mit dem Journalisten und Blogger Richard Gutjahr, mit Ralf Klassen von Bitprojects und mit Philipp Westermeyer vom Online Marketing Rockstars über die New TV Trends im Panel diskutiert. Weitere Informationen

 

* Rückblick: Symposium: „Mediatisierung relationaler Ordnungen als Bedingung und Bezugspunkt von (Medien)Bildungsprozessen und (medien-)pädagogischer Theorienbildung

Beim 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE) unter dem Thema „Räume für Bildung. Räume der Bildung“ wurden aktuelle Fragen aus etwa der Bildung und Erziehung erläutert und debattiert. Mit seinem Vortrag „Mediatisierung relationaler Ordnungen als Bedingung und Bezugspunkt von (Medien)Bildungsprozessen und (medien-)pädagogischer Theoriebildung“ hat Prof. Dr. Rudolf Kammerl an der Tagung teilgenommen. Die an medienpädagogischer Theoriebildung orientierten Beiträge behandeln die Transformation des Verhältnisses von Subjekt und Raum, Aushandlungsprozesse für die Identitätsentwicklung Adoleszenter, Implikationen einer medienbezogenen Didaktik partizipativen grenzüberschreitenden Lernens sowie aus systemtheoretischer Perspektive Spielräume der Freiheit für Bildungsprozesse in realen und virtuellen Lebenswelten. Weitere Informationen

 

* Rückblick:  Vortrag „Democracy and Expertise in the Public Spheres“

Prof. Dr. irene Neverla hat am 31. März 2016  im Rahmen der Max-Weber-Conference 2016 an der New York University, Center for European and Mediterranean Studies, einen Vortrag gehalten. Schwerpunkte der Tagung waren die Expertisefelder der EU-Politikplanung, des Finanz-und Bankenwesens, und der Wissenschaftskommunikation, jeweils in ihrem Spannungsverhältnis zu Anforderungen der Demokratie. Journalistische Medien und Social Media sind gefordert solche science-policy-interfaces kritisch zu begleiten. Weitere Informationen

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Beitrag: Digitalisierung, Digitales Lernen, Digitale Bildung?

Prof. Dr. Rudolf Kammerl hat in der 1. Ausgabe von merz: schule. smart. mobil einen Beitrag zum Digitalen Lernen veröffentlicht. Darin diskutiert er unter anderem ein Mehr an Digitalem Lernen an Schulen. Durch das schlechte Abschneiden in internationalen Vergleichsstudien steigt der Druck auf Schulen in Deutschland, digitale Medien im Unterricht besser zu integrieren. Aber worin liegt der Mehrwert einer Integration digitaler Medien? Lernen Schülerinnen und Schüler wirklich besser, lernen sie anders oder etwas Anderes? Anhand aktueller Befunde und Vorstöße wird der Nutzen für die schulische Medienbildung an allgemeinbildenden Schulen diskutiert. Weitere Informationen

Kammerl, Rudolf (2016): Digitalisierung, Digitales Lernen, Digitale Bildung? In: Merz, 1/2016.

 

* Buchreihe: „Beiträge zur Hamburger Film- und Fernsehgeschichte“

Prof. Dr. Joan Bleicher ist Herausgeberin der Buchreihe „Beiträge zur Hamburger Film- und Fernsehgeschichte“. Darin wird die Geschichte des Hamburger Fernsehens seit 1979 beleuchtet, als bekannte Hamburger Filmemacher die Hamburger Erklärung unterzeichneten und die erste kulturelle Filmförderung entstand – das Hamburger Filmbüro. In dem Band sind verschiedenste Interviews mit bekannten und auch unbekannten FilmemacherInnen zu finden. Weitere Informationen

Kimminich, Ann; Ellenberger, Anja; von Deutsch, Marianne ; Wilke, Claudia (2015): Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch. Avinus Verlag.

 

* Buch: “Neo-Victorianism and Globalisation: Transnational Dissemination of Nineteenth-Century Cultural Texts”
This special issue aims to strengthen and further expand the range of inquiry in neo-Victorian studies by looking at neo-Victorianism’s global reach and relevance beyond the Anglosphere. By looking at neo-Victorianism as both a globally consumed and globally produced commodity, it seeks to open up the debate on the role of neo-Victorianism as a global, adaptive and adaptational phenomenon, one that exists in a digital era of quickly re-mediated generic forms, responding to the demands and liberties of convergence culture, and where the global language of exchange is English. Such an approach, we argue, necessitates a closer interdisciplinary involvement not only with postcolonial and adaptation studies, but also with translation studies and world literature.

Pietrzak-Franger, Monika und Antonija Primorac (2015): Neo-Victorianism and Globalisation: Transnational Dissemination of Nineteenth-Century Cultural Texts. Special Issue of Neo-Victorian Studies Journal 8:1.

 

* Buch: „Handbuch Soziale Medien“

Die ersten Beiträge des “Handbuch Soziale Medien”, das Jan-Hinrik Schmidt und Monika Taddicken in der Reihe “Springer NachschlageWissen” herausgeben, sind erschienen. Zielsetzung des Handbuchs ist die Bündelung und Aufbereitung des aktuellen Forschungs- und Diskussionsstand zu sozialen Medien in der Kommunikationswissenschaft sowie der angrenzenden sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Eine Übersicht der aktuell online verfügbaren Artikel findet sich hier.
Insgesamt sind 20 Beiträge geplant; sobald alle Texte vorliegen, wird eine Print-Ausgabe des Handbuchs produziert.

Schmidt, Jan-Hinrik / Taddicken, Monika (Hrsg.) (2015): Handbuch Soziale Medien. Online-Publikation:http://link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-658-03895-3 . DOI: 10.1007/978-3-658-03895-3

 

* Buch: „Transnational Mediations. Negotiating Popular Culture between Europe and the United States”

In the 20th and 21st centuries, American media have been continually received, adapted, and transformed by European cultures. Initially based on the competition among the early film industries and continuing with today’s global dominance of American web-based companies, these productive exchanges entail complex economic, aesthetic, and cultural negotiations. The dynamic and scope of these negotiations have been ambiguous, ranging from instances of cultural imperialism to the subversion of social and cultural hierarchies. More often than not, they have furthered the exchange of creative ideas and cross-fertilization of media and art productions. This publication by Astrid Böger and Christof Decker highlights core arenas of transnational cultural encounters including photography, film, fashion, advertising, television, and the new media. Weitere Informationen

Böger Astrid; Decker, Christof (2015): Transnational Mediations. Negotiating Popular Culture between Europe and the United States. Heidelberg: Winter Verlag.

3. Graduate School Media and Communication:

* GMaC member, Wesam Amer, defended his PhD under the title “War Reporting in the International Press: A Critical Discourse Analysis of the Gaza War of 2008-2009”. This study analyses the representation of social actors in reports on the Gaza war of 2008-09 in four international newspapers: The Guardian, The Times London, The New York Times and The Washington Post. The study draws on three analytical frameworks from the area of Critical Discourse Analysis (CDA) models. The supervisors were RCMC-members Prof Dr. Jannis Androutsopoulos and Prof. Dr. Irene Neverla”.

* Further, Wesam Amer, has gained a Marie Curie Fellowship for a postdoctoral study. This project will be done basically at Newcastle University. Amer will stay a member of the Research Center for Media and Communication (RCMC).
The title of the project is “Media Warfare and the Discourse of Islamic Revival: The Case of the Islamic State (IS)”. This project seeks to better our understanding of how Islamist movements use Social Media to reinforce their discourses, ideologies and thoughts during times of conflict, i.e. ideological levels of struggle. In brief, this study takes as its mission the task of unravelling patterns of rhetorical propaganda employed by the Islamic State (IS) and how this movement attracts individuals from all over the world and influences security in Europe and the world. This proposal suggests employing interdisciplinary methods: critical discourse analysis (CDA), Corpus Linguistics, visual content analysis and multi-modal analysis. This aims to examine discourse, content and visual frames.

 

* Tobias Steiner hat in der Zeitschrift für interdisziplinäre Bildwissenschaften einen Beitrag mit dem Titel “Under the Macroscope: Convergence in the US Television Market between 2000 and 2014.” veröffentlicht. Darin widmet er sich den Veränderungen, die die digitalen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts für den US-Fernsehmarkt gebracht haben, aus einer Makroperspektive. Weitere Informationen

Steiner, Tobias. “Under the Macroscope: Convergence in the US Television Market between 2000 and 2014.” IMAGE, no. 22 (July 31, 2015): 4–21.

* Außerdem hat Tobias Steiner einen Artikel zu “Steering the Author Discourse: The Construction of Authorship in Quality TV, and the Case of Game of Thrones.” in SERIES publiziert. In dem Artikel geht er der Frage nach, wie Verfasser und Autoren als ein Indikator für Qualität im Marketing der HBO Serie “Game of Thrones” diskursiv geschaffen und auch angewandt werden. Steiner verbindet damit das Konzept der literary studies mit dem der visual media und versucht so auch, die Stimme des Autors in der Serie herauszufiltern. Weitere Informationen

Steiner, Tobias. “Steering the Author Discourse: The Construction of Authorship in Quality TV, and the Case of Game of Thrones.” SERIES – International Journal of TV Serial Narratives 1, no. 2 (December 31, 2015): 181–92.

 

* Auf dem Blog CSTOnline hat Tobias Steiner zwei Beiträge veröffentlicht:

In “Narcos, Language and Transnational Period Drama” widmet er sich der Netflix-Serie “Narcos” als Beispiel für die derzeitige Beliebtheit von 80er-Jahre Sujets in Fernsehserien: Blogeintrag

In dem Beitrag “Meticulous world-building in space: The Expanse, and the current resurgence of Science Fiction” beleuchtet er die Entwicklung der Science Fiction als Genre und widmet sich in diesem Zusammenhang der neuen Fernsehserie The Expanse: Blogeintrag

5. People at the RCMC:

Wir freuen uns neue Mitglieder am RCMC willkommen zu heißen:

Natascha Buhl, Dipl.Journ., WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Dr. Judith Lohner, WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Dr. Stefanie Walter,  WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Alina Laura Tiews, M.A., Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg

Janine Weißer-Gleißberg, M.A., Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Medien und Kommunikation

David Ziegenhagen, M.A., Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Medien und Kommunikation

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

Ringvorlesung “Subkulturen des Spiels”

Dienstags, 18.30–20 Uhr, 14. April–16. Juni 2015; Forum Finkenau, Mediencampus Finkenau 35, 22081 Hamburg

Im Sommersemester 2015 richtet die Arbeitsgruppe Games des RCMC eine interdisziplinäre Ringvorlesung zum Thema “Subkulturen des Spiels” aus. Die Vorlesungsreihe beleuchtet unterschiedliche Facetten gegenwärtiger Gaming-Kultur und die vielfältigen (teils kreativen oder subversiven) Aneignungspraktiken, die digitale Spiele ermöglichen. Organisiert in Kooperation zwischen der Universität Hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg richtet sich die Ringvorlesung an Studierende der Hamburger Hochschulen sowie außeruniversitäre Zuhörer_innen und die weitere Hamburger Öffentlichkeit. Weitere Informationen auf den Seiten des RCMC, auf Facebook und auf Twitter.
Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 13 Februar 2015

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

obgleich das neue Jahr noch jung ist, können wir erneut mit guten Nachrichten aufwarten. Neben zahlreichen Tagungen bzw. Konferenzen, die in den kommenden Wochen und Monaten von uns mitgestaltet werden (darunter die Jahrestagung der European Media Management Association, die im Mai 2015 an der Universität Hamburg stattfinden wird), begannen die Arbeiten an den erfolgreich eingeworbenen Drittmittelprojekten, die durch die DFG (Forschergruppe „Vermarktung Hedonischer Medienprodukte im Zeitalter digitaler Sozialer Medien) bzw. durch die Hamburger Landesforschungsförderung nachhaltig und substanziell gefördert werden.

Auch tragen die Aktivitäten in der Nachwuchsförderung Früchte: Der Absolvent der Graduate School Media and Communication, Dr. Nils Wlömert, ist für seine herausragende Dissertation aus dem Bereich der Musikindustrie mit dem Wissenschaftspreis des Deutschen Marketing Verbands ausgezeichnet worden (Preisgeld: 7.000 EUR).

Zudem sind zahlreiche Forschungsprojekte in der aktuellen Diskussion – unter anderem berichtet das Marketing Science Institute umfangreich über die Studie „Dynamic Likeability Effects on Virality of Online Video Advertisements“.

Danken möchte ich Johanna Zuber, die in den letzten beiden Jahren großartige Arbeit für den RCMC-Vorstand leistete – sie hat ihr Studium erfolgreich beendet. Wir begrüßen ihre Nachfolgerin Barbara Konturek sehr herzlich!

Einen schönen Frühlingsbeginn wünscht

Michel Clement – für den RCMC-Vorstand

1. Come and Meet:

Konferenz “Transmedia Storytelling and Its Reception: Economies and Politics of Participation”
ZEIT: 25.-27.2.2015, Schloss Herrenhausen, Hannover
RCMC-Mitglied PD Dr. Monika Pietrzak-Franger ist Mitorganisatorin einer Konferenz, die sich mit transmedialem Storytelling beschäftigt. Insbesondere jungen Wissenschaftlern soll eine Plattform zum Austausch geboten werden. Zwei Aspekte sollen besondere Beachtung finden: die Theorie und Spezifizierung des transmedialen Erzählens als kulturelles Produkt einerseits, sowie andererseits die Rezeption transmedialer Erzählungen. Besonders, wenn dabei Social Media eine Rolle spielen, stellt sich die Frage nach Möglichkeiten der Partizipation des Publikums.
Die Konferenz bringt Wissenschaftler aus den Gebieten der Medien-, Kommunikations-, Literatur- und Kulturwissenschaften ebenso wie Journalisten und Editoren zusammen. Weitere Informationen

Tagung „Das ist ein Bild!“
ZEIT: 12.-13.03.2015, Warburg-Haus Hamburg, Heilwigstraße 116
Die AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft richtet im März einen Workshop aus, der einer medienphilosophischen Bestandsaufnahme dienen soll. Als Referenten wirken Medienwissenschaftler unterschiedlicher Universitäten mit: Prof. Dr. Birgit Mersmann (Bremen), Prof. Dr. Norbert M. Schmitz (Kiel), Prof. Dr. Verena Kuni (Frankfurt), Prof. Dr. Patrick Rupert-Kruse, Valentin Mertes (Wien), Dr. Jochen Venus (Siegen), Prof. Dr. Michaela Ott (Hamburg), Prof. Dr. Hektor Haarkötter (Köln), Dr. Vanessa Aab (Hildesheim), Lena Stölzl (Wien), Johannes Benke (Potsdam) sowie Prof. Dr. Reinhold Görling (Düsseldorf). Der Organisator Prof. Dr. Thomas Weber wird über „Mediale Modalisierungen dokumentarischer Bilder“ sprechen. Der Eintritt ist frei – Anmeldung werden bis zum 28.2. über Irina Scheidgen (Irina.Scheidgen@uni-hamburg.de) erbeten. Weitere Informationen

6. Internationale Konferenz „Language in the Media“
ZEIT: 7.-9.9.2015, Universität Hamburg
Zum sechsten Mal wird 2015 die internationale Konferenz “Language in the Media” stattfinden, in diesem Jahr erstmals in Hamburg. Die Konferenz, die 2005 ins Leben gerufen wurde, vereint Soziolinguisten, Medienlinguisten und Wissenschaftler der Diskursstudien, die sich für Forschung im Bereich der Massen- und neuen Medien als Orte der Sprache, des Diskurses, der Interaktion und Repräsentation interessieren. Die diesjährige Konferenz konzentriert sich auf das Thema „Sprache in einer mediatisierten Welt“. Organisiert wird die Konferenz von Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos und Dr. Jana Tereick. Weitere Informationen

2. Good to know

* Landesförderung für Graduiertenkolleg und wissenschaftlich-künstlerisches Nachwuchskolleg
Am 1.1.2015 hat die Laufzeit der für die Hamburger Landesforschungsförderung ausgewählten Projekte begonnen. Neben einem kooperativen Forschungsverbund werden auch ein Graduiertenkolleg und ein wissenschaftlich-künstlerisches Nachwuchskolleg gefördert, an denen die Universität Hamburg beteiligt ist. In das interdisziplinäre Graduiertenkolleg „Lose Verbindungen: Kollektivität im digitalen und urbanen Raum“ sind die Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft sowie die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften involviert. Weitere Partner sind die HafenCity Universität, die Helmut-Schmidt-Universität und die Leuphana-Universität Lüneburg. Die Sprecher sind Prof. Dr. Urs Stäheli (Fachbereich Sozialwissenschaften) und in Stellvertretung Prof. Dr. Gabriele Klein (Institut für Bewegungswissenschaft).
Am wissenschaftlich-künstlerischen Nachwuchskolleg wirken die Hochschule für Bildende Künste Hamburg sowie die UHH-Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft mit. Sprecher des unter der Thematik „Ästhetiken des Virtuellen“ angebotenen Kollegs sind Prof. Dr. Hans Joachim Lenger und Prof. Dr. Michaela Melián von der HfBK. Weitere Informationen hier und hier

* Projekt „Soziale Medien bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2015“
Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) erforscht anlässlich der Hamburger Bürgerschaftswahlen am 15.02.2015 die Social Media – Aktivitäten der KandidatInnen. In Zusammenarbeit mit Prof. Thorsten Faas von der Universität Mainz und den Plattformen „hamburger-wahlbeobachter.de“ und „politik-tweets-hamburg.de“ sollen die in den sozialen Medien geführten Konversationen stichprobenartig charakterisiert werden. Gleichzeitig wird ermittelt, welchen Stellenwert die KandidatInnen diesen Kanälen einräumen und wie BürgerInnen deren Vertrauenswürdigkeit einschätzen. Weitere Informationen

* Rückblick: Verleihung des Roland-Faelske-Preises
Am 7.11.2014 wurde an der Universität Hamburg der Roland-Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm verliehen. Ausgezeichnet wurden Studierende und Promovenden für herausragende Arbeiten aus den Themenbereichen „Comic“ und „Animationsfilm“. 2014 erhielt Beeke Hadeler den Preis für seine Bachelorarbeit „Papa, tu es en train de perdre la guerre! Zur Darstellung von (Familien-)Geschichte in Jacques Tardis Bande Dessinée Moi René Tardi. Prisonnier de guerre au Stalag II“ sowie Dr. Jochen Ecke für seine Dissertation zu „The British Invasion of American Comics: A Poetics“. Die Preisverleihung fand bereits zum dritten Mal statt und wurde von Prof. Dr. Markus Kuhn und Prof. Dr. Astrid Böger organisiert. Weitere Informationen

* Rückblick: Gastvortrag “Photo-textual Documentary Books from the Great Depression”
Astrid Böger war am 22.1.2015 mit einem Gastvortrag an der Universität Salzburg zu Gast. Der Vortrag “Photo-textual Documentary Books from the Great Depression” handelte vom Format der dokumentarischen Foto-Bücher der 1930er Jahre, also Büchern, die Fotografien mit Reportagen verbinden. Dieses intermediale Format ist besonders gut zur Krisenrepräsentation geeignet. Am Ende folgte ein Ausblick auf die heutigen, zumeist internetbasierten intermedialen Formate der Krisenrepräsentation.

 *Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

 Aufsatz: Representations of Interconnectedness. A Cosmopolitan Framework for Analyzing Travel Journalism
Wiebke Schoon hat einen Artikel des neu erschienenen Sammelbands “Travel Journalism“ verfasst. Das Buch befasst sich mit dem Forschungsfeld des Reisejournalismus. Dabei werden Studien über Produktion, Inhalt und Einfluss dieses Ressorts vorgestellt und erklärt, wie Reisejournalismus aus der Sicht des Postkolonialismus, der Nachhaltigkeit und des Kosmopolitismus verstanden werden kann. Letzteren Aspekt betrachtet Wiebke Schoon mit ihrem Artikel, der an ihr Dissertationsthema angelehnt ist. Dieses befasst sich mit „lokalen Verortungen und (trans)nationalen Verflechtungen im Journalismus. Theoretische Impulse der kosmopolitischen Perspektive und empirische Analysen der Reiseberichterstattung in der ZEIT und der F.A.Z“. Weitere Informationen
Wiebke Schoon (2014): Representations of Interconnectedness. A Cosmopolitan Framework for Analyzing Travel Journalism, in Elfriede Fürsich, Folker Hanusch (Hrsg.): Travel Journalism. Exploring Production, Impact and Culture. Basingstoke: Palgrave Macmillan.

3. Graduate School Media and Communication:

*Eva Boller hat vom 12. bis 15. November 2014 an der internationalen ECREA-Konferenz in Lissabon mit einem Poster teilgenommen. Unter dem Titel “War aesthetics in european evening news – the Libya conflict in 2011” stellte sie vorläufige Ergebnisse ihres Dissertationsprojekts vor. Boller analysierte, wie in Fernsehnachrichten dreier Länder über den Krieg in Libyen berichtet wurde. Dabei berücksichtigte sie besonders die Rolle von Ungewissheiten, welche beispielsweise den Produzenten des Filmmaterials, seinen Standort und die Umstände der Aufnahme betreffen. Auch die Darstellung von Opfern und Tätern und die Reproduktion von Stereotypen bilden einen Schwerpunkt. Die Ergebnisse zeigen, dass einerseits am Anfang des Krieges länderübergreifend auf das gleiche Handy-Filmmaterial zurückgegriffen wurde, als noch keine Korrespondenten im Land waren. Umso mehr Unterschiede finden sich im Vergleich der nationalen Korrespondenten vor Ort, die von England, Frankreich und Deutschland mit der Berichterstattung beauftragt wurden. Weitere Informationen

5. People at the RCMC:

Im März 2015 wird Barbara Konturek, Master-Studentin des Erasmus Mundus-
Programms „Journalism, Media and Communication“ die Stelle der studentischen Hilfskraft für das RCMC antreten. Künftig ist sie für die Redaktion des Newsletters und als erste Ansprechpartnerin für allgemeine Anfragen verantwortlich. Damit löst sie Johanna Zuber ab, die seit 2013 für das RCMC tätig war.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 12 November 2014

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

dieser Newsletter kommt mit richtig guten Nachrichten: Zwei Verbundprojekte, die von RCMC-Mitgliedern erarbeitet wurden, haben den Zuschlag erhalten. Die BWL-Forschergruppe wird demnächst mit Geldern der DFG zur „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ forschen. Zudem wird sich eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die v.a. von RCMC-Mitgliedern aus den Fakultäten für Geisteswissenschaften sowie Psychologie und Bewegungswissenschaften getragen wird, mit Unterstützung der Hamburger Landesforschungsförderung mit „Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformation“ befassen. Mehr dazu lesen Sie im Newsletter.

‚Save the date’ für die Mitgliederversammlung 2014 am 10. Dezember, über die gleich anschließend nachzulesen ist!

Ein schönes und erfolgreiches Wintersemester 2014/15 wünscht
Ihre

Irene Neverla
– für den RCMC-Vorstand –

1. Come and Meet:

RCMC Mitgliederversammlung 2014
ZEIT: 10.12.2014, 18:15 Uhr, ORT: Allende Platz 1, Raum 250
Im Dezember findet die Mitgliederversammlung 2014 des RCMC statt. Am 10. Dezember sind alle Mitglieder des Forschungszentrums herzlich eingeladen, sich über die Entwicklung der zahlreichen Vorhaben und Projekte von RCMC-Mitgliedern auszutauschen. Die RCMC-Sprecher werden berichten über die Weiterentwicklung der Zentrums, über Vernetzungen mit anderen Hamburger Hochschulen, und über Publikationsstrategien. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, bei Häppchen und Getränken neue und langjährige Mitglieder des RCMC kennen zu lernen. Mitte November erhalten RCMC-Mitglieder eine ausführliche Einladung.

Veranstaltung: Informations- und Kommunikationstechnologien in Horizon 2020
ZEIT: 10.11.2014, 13:00 Uhr, ORT: Universität Hamburg, AS-Saal, 20146 Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1
Das EEN Hamburg / Schleswig-Holstein und die Universität Hamburg laden ein zu einer Veranstaltung zum Thema Informations- und Kommunikationstechnologien in “Horizon 2020”, dem EU-Forschungsrahmenprogramm. Die Nationale Kontaktstelle IKT (NKS) informiert über IKT-Ausschreibungen und Beteiligungsmöglichkeiten der neuen Ausschreibungsrunde 2015 und gibt Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung. Darüber hinaus haben Gäste die Gelegenheit, Projektskizzen direkt mit den Vertretern der NKS IKT sowie den EU-Referenten der Universität Hamburg und dem EEN Hamburg vor Ort zu diskutieren.

DGPuK-Fachgruppentagung
ZEIT: 15.01.2015-17.01.2015, ORT: n.n.
Die „Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland“ richtet vom 15. bis 17. Januar 2015 die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikationsgeschichte aus. Das Thema der Tagung lautet „Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive“. Diese soll aus kommunikations- und medienhistorischer sowie aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive genauer untersucht werden. Es wird danach gefragt, wann und wie jeweils eine „neue Vielfalt“ auftrat; wie die bis dahin bestehenden Medien auf die Vervielfältigung und Veränderung reagierten bzw. wie Mediennutzer mit den neuen Möglichkeiten und Versprechen umgingen. Kontakt: Dr. Hans-Ulrich Wagner, Hans-Bredow-Institut.
Weitere Informationen

Konferenz der European Media Management Association (emma) an der Universität Hamburg
ZEIT: 28.05.2015-29.05.2014, ORT: n.n.
Die Fakultät für Betriebswirtschaft richtet vom 28. bis 29. Mai 2015 die Konferenz der European Media Management Association (emma) aus. Die renommierte Konferenz bringt seit 2006 Wissenschaftler aus ganz Europa und aus den verschiedensten Fachgebieten zu allen Themen des Medienmanagements zusammen und findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Sie trägt im kommenden Jahr den Titel „Development and Sustainability in Media Business“. Der Call for Abstracts endet am 12. Januar 2014, vollständige Papers müssen anschließend bis zum 15. April 2015 vorliegen. Bei Fragen stehen Christian Wellbrock und Michel Clement gern zur Verfügung.
Weitere Informationen

2. Good to know

*Neue DFG Forschergruppe an der Uni Hamburg
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschergruppe unter Federführung der Universität Hamburg bewilligt. In dem Projekt „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ wird erstmals eine rein betriebswirtschaftliche Forschergruppe von der DFG gefördert. Beteiligt sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universität zu Köln sowie die Kühne Logistics University. Das Projekt ist auf sechs Jahre angelegt und wird in den kommenden drei Jahren mit ca. 1,5 Millionen Euro gefördert. Soziale Medien wie Facebook, Twitter, Spotify oder YouTube beeinflussen in immer stärkerem Maße das Verhalten von Kundinnen und Kunden. Weil sich durch die digitalen sozialen Medien Informationen viel schneller und weiträumiger verbreiten, werden potentielle Käuferinnen und Käufer immer weniger durch klassische Werbespots und Anzeigen und stattdessen zunehmend durch Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken beeinflusst. Konsumentinnen und Konsumenten erlangen dadurch gegenüber Unternehmen in einer bislang ungeahnten Weise Macht. Dies gilt besonders bei sogenannten hedonischen Medienprodukten (also Produkten, deren Konsum durch Spaß und Vergnügen gekennzeichnet ist) wie Büchern, Computerspielen, Filmen oder Musik. Die Forschergruppe untersucht die Wirkung sozialer Medien auf Konsumverhalten und Produktvermarktung und weitet den Blick auf die Reaktionen der Konsumenten und Märkte aus. Kontakt: Prof. Dr. Henrik Sattler, Institut für Marketing der Universität Hamburg.

*Landesforschungsförderung für den kooperativen Forschungsverbund „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“
Die von den RCMC-Mitgliedern Prof. Dr. Gabriele Klein (Sprecherin) und Prof. Dr. Claudia Benthien (stellvertret. Sprecherin) geleitete Forschungsgruppe “Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformation” wurde im Juli 2014 für die Hamburger Landesforschungsförderung ausgewählt. Die Laufzeit beträgt drei Jahre und beginnt am 1. Januar 2015. An dem kooperativen Forschungsverbund ist die Universität Hamburg mit den Fakultäten für Psychologie und Bewegungswissenschaft (PB), Geisteswissenschaften (GW) sowie die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfBK) beteiligt. Ziel ist es, die Reichweite von Übersetzungs- und Rahmentheorien für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen auszuloten und diese Modelle für die medientheoretische und medienästhetische Forschung fruchtbar zu machen. Der Forschungsverbund umfasst sieben Forschungsprojekte, von denen fünf von RCMC-Mitgliedern geleitet werden:

Performing Poetry. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik – Prof. Dr. Claudia Benthien

Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels – Prof. Dr. Astrid Böger

Bewegungen übersetzen. Tanzästhetische Transformationen und ihre medialen Rahmungen – das Beispiel des ‚afrikanischen Tanzes’ – Prof. Dr. Gabriele Klein 

Ästhetische Prozesse und Aneignungspraktiken in interaktiven und pseudo-authentischen Webserien – Juniorprof. Dr. Markus Kuhn

Authentizität transformieren. Übersetzen und Rahmen als Praktiken des dokumentarischen Films in medialen Milieus – Prof. Dr. Thomas Weber

*Forschungsprojekt „Religiöse Selbstdarstellungen junger Muslim_innen in sozialen Netzwerken Deutschlands“
RCMC-Mitglied Dr. Reyhan Şahin führt seit August 2014 das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Forschungsprojekt „Religiöse Selbstdarstellungen junger Muslim_innen in sozialen Netzwerken Deutschlands“ am Fachbereich Turkologie des Asien-Afrika-Instituts der Universität Hamburg durch. Şahin untersucht, wie sich religiöse Orientierungen von Musliminnen der zweiten und dritten Generation in Deutschland in sozialen Netzwerken im generellen bildlich und sprachlich abzeichen. Wie sprechen junge muslimische Frauen über den Islam? Wie positionieren sie sich bezüglich ihrer Konfession innerhalb der Bundesrepublik Deutschland? Wie betrachten sie Themenbereiche wie etwa Kopftuch, Religiösität, Säkularisierung, Nationalismus, Emanzipation, Integration, Re-Islamisierung, Salafismus? Diese und weitere Aspekte sollen fokussiert und an den Studien zu „Neo-Muslima“ in Deutschland angeknüpft werden.
Weitere Informationen

* Rückblick: Gastvorträge auf den Konferenzen “ Future Visions. Speculation and Anticipation in Graphic Narratives” und „Here You Leave Today. Time & Temporality in Theme Parks”
Prof. Dr. Astrid Böger (Fakultät für Geisteswissenschaften) hat am 11. Juli 2014 einen Gastvortrag am Institut für Amerikanistik an der Universität Bayreuth gehalten. Bei dem Workshop „Future Visions. Speculation and Anticipation in Graphic Narratives“ sprach sie über “Destiny’s Temporal Anomaly’ in X-Men: Days of Future Past”. Die Veranstaltung, an welcher Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler aus der Comicwissenschaft teilnahmen, handelte von in Comics dargestellten Zukunftsvisionen und bisher unverwirklichten Möglichkeiten seit den 1980er Jahren bis heute.
Auch in einem weiteren Vortrag befasste sich Astrid Böger mit past futures, “vergangener Zukunft”. Auf der Konferenz „Here You Leave Today. Time & Temporality in Theme Parks” an der Universität Mainz (18.-20.9.14) war sie mit dem Vortrag “Revisiting Past Futures at the 1939 New York World’s Fair” vertreten.

*Zwischenbericht: Das WebserienBlog zwei Jahre nach dem Launch
Seit das WebserienBlog vor zwei Jahren online ging, hat es sich als wichtige Anlaufstelle für die deutsche Webserienszene etabliert. Das Online-Dokumentationsprojekt von Prof. Dr. Markus Kuhn umfasst inzwischen über 90 Beiträge, die unter der Beteiligung von MitarbeiterInnen und Studierenden des IMK entstanden sind. Es kann inzwischen über 1000 Seitenaufrufe pro Monat verzeichnen und wird von Anbietern als wichtige Plattform wahrgenommen, ihre Webserien bekannt zu machen. Ziel des Projekts ist erstens die möglichst vollständige Dokumentation der deutschsprachigen Webserienlandschaft. Zweitens geht es um die erzähltheoretisch orientierte Auseinandersetzung mit einer neuen audiovisuellen Erzählform, die besonders von den Rahmenbedingungen des Internets geprägt ist. Da die Angebotslandschaft für Webserien sehr unübersichtlich und schnelllebig ist, beinhaltet das auch die Rekonstruktion bereits wieder aus dem Netz verschwundener Serien. Außerdem werden die aufgefundenen Episoden in einem internen Archiv gesammelt. Mit einem weiterentwickelten Analyseraster soll diese Arbeit in Zukunft weiter systematisiert werden. Des Weiteren entstehen derzeit Beiträge zu internationalen Produktionen und intermedialen Grenzphänomenen. Dazu gehören etwa die Eigenproduktionen von Video-on-Demand-Anbietern wie Netflix, die die Grenzziehung zwischen Fernseh- und Webserie erschweren.

*Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

„Hamburg, das ist mehr als ein Haufen Steine.“
Dr. Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut) ist Mitherausgeber eines Bandes, dessen Titel auf ein Zitat Wolfgang Borcherts zurückgeht. In 13 Aufsätzen wird darin die Entwicklung von Borcherts Heimatstadt Hamburg nach 1945 zu einem bedeutsamen kulturellen Zentrum aufgezeigt. Dies geschieht anhand von Beispielen aus dem kulturellen Feld: es geht um Autoren und ihre Werke, aber auch um Agenturen und Institutionen wie die Staatsbibliothek, die Theater, den Rundfunk und die von Hamburgs erfolgreichstem Verleger Axel Springer gegründeten Verlage. Wagner ist als Autor mit dem Aufsatz „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und das literarische Feld in der Metropolregion Hamburg“ vertreten. Das Buch wurde im Auftrag der Internationalen Wolfgang- Borchert-Gesellschaft herausgegeben.
Weitere Informationen
Hans-Ulrich Wagner, Melanie Mergler, Hans-Gerd Winter (Hrsg.) (2014): „Hamburg, das ist mehr als ein Haufen Steine.“ Das kulturelle Feld in der Metropolregion Hamburg 1945-1955. Dresden: Thelem.“Consumer campaigns in corporate public affairs management – the case of climate change and the German energy industry “
Die ehemalige GMaC-Promovendin Inga Schlichting hat im Journal of Communication Management eine Dissertations-Publikation veröffentlicht. Schlichting schloss 2013 ihre Promotion bei Prof. Mike Schäfer ab, ihr Mentor war Prof Michel Clement. Unter dem Titel “Strategie und Wirkung unternehmerischer Klimakampagnen am Beispiel der deutschen und internationalen Energieindustrie” ging sie der Frage nach, ob Kampagnen von Energieunternehmen, in denen sie ein umweltfreundliches Image aufbauen, als glaubwürdig empfunden werden.
Weitere Informartionen
Inga Schlichting (2014): “Consumer campaigns in corporate public affairs management: The case of climate change and the German energy industry “, in:Journal of Communication Management, Vol. 18 Iss: 4, pp.402 – 421.

3. Graduate School Media and Communication:

* Eva Boller hat vom 18. bis 19. September 2014 an der Konferenz „Media, War and Memory“ in Auckland, Neuseeland teilgenommen. Anlässlich des 100. Jahrestages seines Ausbruchs stand dabei der erste Weltkrieg im Mittelpunkt. Eine zentrale Frage betraf dabei die Bedeutung des Konflikts aus heutiger Sicht, stets im Hinblick auf die Verbindung zu den Medien und der Erinnerung. Weitere Informationen

* Tobias Steiner hat vom 1. bis 3. Oktober 2014 an der internationalen Konferenz ‘Transgressive Television: Politics, Crime, and Citizenship in 21st-Century American TV Series’ im Amerika Haus Wien teilgenommmen. Die Konferenz befasste sich mit den sogenannten “neuen amerikanischen Qualitäts-Fernsehserien” und deren produktionstechnischen, thematischen, strukturellen und formalen Konstellationen. Auf der RCMC-Website berichtet Tobias Steiner von der Tagung. Weitere Informationen

Des Weiteren stellte Tobias Steiner am 11. Oktober 2014 an der Universität Mainz im Rahmen des Postgraduate Forum der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien sein Projekt unter dem Titel “Serial TV Drama as Medium of Cultural Memory, and the History of History on US Television” vor. Weitere Informationen

* Jana Tereick, GMaC-Absolventin, hat ihr Promotionsprojekt zum Thema Klimawandel in den Medien abgeschlossen und am 17. Juli 14 verteidigt. Am 1. Oktober 2014 hat sie eine Vertretungsprofessur für Germanistische Didaktik an der Universität Vechta übernommen.

4. International News:

Juliana Guarany, a former Mundus-Journalism- Master student of Hamburg University, has received a fellowship from Alexander von Humboldt Foundation to start a project at Hamburg University. Juliana will create a global digital app to be used by women in dangerous situations, either from verbal aggression on the streets to domestic violence. The idea is to create a global database and feminist network in which similar initiatives around the globe can benefit from each other. She will be working closely with Dr. Monika Pater.

5. People at the RCMC:

Das Direktorium hat als neue RCMC-Mitglieder bestätigt: Dipl.-Medienwissenschaftlerin Imke Hoppe, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und PD Dr. Monika Pietrzak-Franger, Institut für Anglistik und Amerikanistik. Herzlich willkommen!

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de