Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Oktober 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

am Donnerstag, 17.11.16 um 18:15 Uhr findet die RCMC-Mitgliederversammlung 2016 statt (Allendeplatz 1, Raum 250). Wir freuen uns, wenn Sie zahlreich kommen. Die Mitgliederversammlung bietet die Gelegenheit, sich nicht nur über die hochschul- und fachpolitischen Entwicklungen im und rund um das RCMC zu verständigen, sondern einfach und direkt Kontakte zu schließen mit Kolleginnen und Kollegen, die in für Sie relevanten Forschungsgebieten tätig sind.

Ich darf einmal in eigener Sache berichten: Die öffentliche Ringvorlesung zur „‚Lügenpresse‘ – Medienkritik als politischer Breitensport“ hat offenbar den Nerv der Zeit getroffen und zieht so viel Publikum an, dass die großen Hörsäle übervoll sind. Wer selbst vorbeischauen mag und sich die Vorträge von Kommunikationswissenschaftlern und (prominenten) Medienpraktikern anhören möchte – die Ringvorlesung findet jeweils Montag 18-20 Uhr statt, mehr Informationen hier.

Dieser Newsletter zeigt wieder die Fülle und Breite der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an unserer Universität – in Form von Tagungen, Calls, Publikationen, Vorträgen, Gastdozentinnen und Gastdozenten.

Ich wünsche Ihnen inspirierende Anregungen aus dieser Lektüre,

Irene Neverla
– Sprecherin RCMC Direktorium –

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung: „Lügenpresse” – Medienkritik als politischer Breitensport. Kritische Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. (Aus der Reihe „Augstein Lectures”).

Leitung: Prof. Dr. Volker Lilienthal und Prof. Dr. Irene Neverla

ZEIT: jeden Montag, 17.10.2016 – 30.01.2017, 18:15-19:45 Uhr.

ORT: i.d.R. Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, Hörsaal B (am 7.11. Hauptgebäude, Ostflügel, Hörsaal 221; am 21.11. Hauptgebäude, Hörsaal M; am 5.12. Von-Melle-Park 4, Audimax, Hörsaal 2)

Der Kampfbegriff „Lügenpresse” markiert seit einigen Jahren das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus in Deutschland unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Den Journalisten wird unterstellt, heikle Informationen zu unterschlagen und willfährige Sprachrohre der Regierenden zu sein. Unter Verdacht steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk ebenso wie die privatwirtschaftliche Presse. Diese Art von „Medienkritik” hat sich zu einem politischen Breitensport entwickelt – ob in Form affektgesteuerter Leserkommentare, oder in Blogs und in Social Media. Die Metapher von der „Lügenpresse“ irritiert und provoziert, und fordert heraus zu Klarstellungen über das Mediensystem und den Journalismus, ebenso wie zu Reflexionen über die gesellschaftlichen Hintergründe solcher Radikalisierungen. In dieser Ringvorlesung sollen die Ursachen für die radikale Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus erforscht werden, um Antworten zu finden, wie die Akzeptanz des Journalismus als Institution gesellschaftlicher Selbstreflexion und als kritische Instanz in einer freien Gesellschaft zu retten ist. Diese Ringvorlesung ist zugleich Auftakt zur Reihe der „Augstein Lectures”.

Vortragende (in chronologischer Reihe): Irene Neverla (UHH), Giovanni di Lorenzo (DIE ZEIT, Hamburg), Maria Löblich (FU Berlin), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel, Hamburg), Norbert Schneider (Berlin), Carsten Reinemann (LMU München), Jakob Augstein (Freitag, Berlin), Kai Gniffke (ARD, Aktuell, Hamburg), Michael Brüggemann (UHH), Martin Hoffmann (European Centre for Press and Media Freedom, Leipzig), Katharina von Kleinen-Königslöw (UHH), Tobias Gostomzyk (TU Dortmund), Uwe Krüger (Uni Leipzig), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung, München).

Termine und weitere Informationen

 

* Ringvorlesung „Recht & Netz”

 Koordination: Prof. Dr. Marion Albers, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informations- und Kommunikationsrecht, Gesundheitsrecht und Rechtstheorie, Fakultät für Rechtswissenschaft

ZEIT: 24.10.2016 – 30.01.2017, montags, 18 – 20 Uhr.

ORT: ESA 1 W (Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel), Raum 221.

Die Digitalisierung der Kommunikation und das Internet verändern viele Felder unserer Lebenswelt grundlegend und mit wachsender Geschwindigkeit und Dynamik. Die inter-disziplinäre Ringvorlesung dreht sich um besonders markante und aktuelle Themen: Ver-änderungen der Lebenswelt durch das „versteckte“ Internet oder durch Gesundheits-Apps, Zukunftsvisionen im Bereich der erweiterten Realität und Rechtsprobleme der Smart Glasses/Smart Lenses im öffentlichen Raum, Hate Speech im Internet, Werbung und Adblocker, Möglichkeiten und Grenzen der Straftatenbekämpfung im Darknet sowie neue Techniken der Musikproduktion und daraus resultierende Urheberrechtsfragen. In jedem Termin werden zwei Beiträge aus der Perspektive von Wissenschaft und Praxis oder Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen präsentiert. Sie ergänzen sich, erörtern ein Thema erst allgemein und dann vertiefend oder bieten konträre Positionen. Dies bietet viel Stoff für die anschließende Diskussion mit dem Publikum.

Die interdisziplinäre Ringvorlesung findet im Rahmen des von der Claussen-Simon-Stiftung geförderten Projekts Recht & Netz statt.

Mehr Informationen

 

* 1. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation: „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“

ZEIT: 23.-25. November 2016

ORT: Universität Hamburg

Vom 23. bis 25. November 2016 richtet das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Kooperation mit dem RCMC die 1. Jahrestagung der Fachgruppe Gesundheitskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) aus. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“.

Das Programm ist ab dem 13. Oktober 2016 auf der Tagungswebsite verfügbar. Anmeldungen für die Veranstaltung sind bis zum 4. November 2016 ebenfalls über die Tagungswebsite möglich.

 

* Tagung „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

ZEIT: 9.-10. Dezember 2016

ORT: Universität Hamburg

“Praktiken medialer Transformation” (PraMeTra) ist eine Veranstaltungsreihe der Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ (FÜR). Die Tagung „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ wird vom 09.-10. Dezember 2016 an der Universität Hamburg stattfinden und widmet sich den spezifischen Strategien und Praktiken von inter- und transmedialen Übersetzungs- und Rahmenprozessen in Bezug auf die ästhetischen und künstlerischen Pänomene des Web 2.0.

Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Forschungsverbundes.

Für Fragen steht Johannes Schmid gerne zur Verfügung: johannes.schmid@uni-hamburg.de

 

* Save the Date: Internationale Fachkonferenz “Dance Future II: Claiming Contemporaneity”

Organisation: Gabriele Klein und Katharina Kelter

ZEIT: 26.-28. Januar 2017

ORT: Universität Hamburg/ Performance Studies in Zusammenarbeit mit der Kulturfabrik, Kampnagel, Hamburg

Die internationale Konferenz DANCE FUTURE II: CLAIMING CONTEMPORANEITY setzt sich mit dem Konzept von Zeitgenossenschaft, seinen kultur- und kunstpolitischen und postkolonialen Implikationen sowie dem damit verbundenen Geschichtskonzept des Tanzes und der Tanzforschung auseinander. Ausgangspunkt ist der weltweite Status des Tanztheater Wuppertal als paradigmatische, historische, zeitgenössische, ästhetische Veränderungen initiierende und Desinteresse bis Widerstand hervorrufende Kunstform. Die zentrale Frage der Konferenz richtet sich auf globale ästhetische und kulturelle Übersetzungsprozesse zwischen Tanztheater und zeitgenössischem Tanz.

Die Konferenz findet im Rahmen eines Festivalschwerpunktes Tanz Futur II: Fokus Pina Bausch auf Kampnagel statt. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zeigt das fulminante Stück „Viktor“ (1986), die erste internationale Koproduktion. Mit Bezug auf das Tanztheater präsentieren lokale, nationale und internationale KünstlerInnen wie u.a. Jochen Roller, Christin Vahl, Josep Caballero Garcia, Neal Medlyn und Mamela Nyzama Arbeiten, die Begegnungen, Inspirationen und Widerstände mit der globalen Tanzikone Pina Bausch und ihrer Kunst reflektieren.

Die Konferenzsprache ist Deutsch und Englisch. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Konzept: Prof. Dr. Gabriele Klein / Universität Hamburg / Performance Studies

Nähere Informationen: katharina.kelter@uni-hamburg.de

 

* Tagung: „Öffentlich, populär, egalitär? Soziale Fragen des städtischen Vergnügens 1890-1960“

ZEIT: 9.-11.2. 2017

ORT: Universität Hamburg

Gemeinsame Tagung der Forschungsstelle Mediengeschichte und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg vom 9.-11. Februar 2017 an der Universität Hamburg zum Thema: „Öffentlich, populär, egalitär? Soziale Fragen des städtischen Vergnügens 1890-1960“, hier ein Link zum abgeschlossenen CfP, der aber das Ziel der Tagung beschreibt.

Die Veranstaltung wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung gefördert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland referieren zu sozial-, kultur- und medienhistorischen Aspekten der Geschichte öffentlicher Vergnügungen in der Stadt zwischen 1890 und 1960. Eines der Ziele der Tagung wird es sein, neues Wissen über das soziale Gefüge der Stadt sowie über die gesellschaftspolitische Bedeutung des scheinbar unpolitischen Vergnügens zu generieren.

 

* 23. Internationaler Fachkongress Performance Studies international „OverFlow“ in Hamburg

ZEIT: 8.-11.6. 2017

Der Fachkongress Performance Studies international (PSi#23) findet unter dem Thema „OverFlow“ vom 08. bis 11. Juni 2017 in Hamburg statt. Erwartet werden mehr als 800 Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aus der ganzen Welt. Veranstaltet wird der Kongress von Performance Studies/ Universität Hamburg und Kampnagel in Kooperation mit dem Festival „Theater der Welt“.

Das Thema „OverFlow“ schließt an das „Theater der Welt“-Festivalthema „Hafen“ an. Denn

„OverFlow“ – das ÜberFluten – ist wie der „Hafen“ auch immer eine Metapher. Wenn der Hafen für Bewegung, für das Reisen, für Migration, für den Austausch mit dem Fremden, Abschied und Wiederkehr steht, so beschreibt „OverFlow“ dieses ökonomisch, sozial, kulturell und politisch relevante Thema in der Bewegung, als Fließen, als Überfluten und Überfluss. Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die gemeinhin die politischen Debatten in „Krisenzeiten“ beherrschen, soll hierbei im Fokus stehen, sondern genau sein Gegenteil: der ÜberFluss.

Diese metaphorische Mehrdeutigkeit und Wirkmacht des Wortes „OverFlow“ im Hinblick auf gesellschaftliche, politische und kunsttheoretische Fragestellungen wird der internationale

wissenschaftliche Fachkongress mit einem weltweiten Fachpublikum von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen diskutieren.

Nähere Informationen

 

* Call for Papers:  Tagung der CDE zum Thema „Nation, Nationhood and Theatre“

Die nächste Tagung der CDE findet statt zum Thema ‚Nation, Nationhood and Theatre‘, (29. Juni – 2. Juli), University of Reading, UK.

Mehr Informationen

 

* Call for Papers: Sammelband „Schlechtes Gedächtnis? Kontrafaktische Darstellungen des Nationalsozialismus in alten und neuen Medien“

In den letzten Jahren lässt sich in verschiedenen audiovisuellen Medien eine bemerkenswerte Popularität von kontrafaktischen Darstellungen des Nationalsozialismus beobachten. Diese ziehen ihren besonderen Reiz daraus, dass die erzählten Ereignisse gezielt und erkennbar vom verbürgten historischen Geschehen abweichen. Die Freiheit, die Spielfilme wie Inglourious Basterds (USA 2009) oder Fernsehserien wie The Man in the High Castle (USA 2015+) dabei im Umgang mit der Geschichte an den Tag legen, sperrt sich gegen die Anforderungen, die die Diskussion um die filmische Repräsentation des Nationalsozialismus bestimmen: Der Entwurf kontrafaktischer Szenarien unterminiert die Frage nach einer angemessenen Abbildung historischer Wirklichkeit. Ihr scheinbar sorgloser Umgang mit den Ikonen des Nationalsozialismus unterläuft auch das didaktisch Anliegen, das fiktionalen Erzählungen über den Nationalsozialismus häufig zugrunde liegt. Gegenüber den Konventionen der Erinnerungskultur bilden sie daher eine Geste der Provokation.

Wir suchen sowohl kürzere Texte, die sich auf einzelne Fallbeispiele konzentrieren (15.000-25.000 Zeichen), als auch längere Beiträge, die sich theoriegeleitet mit einem Problembereich beschäftigen (30.000-45.000 Zeichen). Abstracts in einer Länge von 300 Worten können, ergänzt um eine Kurzbiographie, bis zum 15. Oktober 2016 über schlechtes.gedaechtnis@gmail.com eingereicht werden.

Deadline für die Manuskripte ist der 24. Februar 2017. Der Band soll im Herbst 2017 bei Neofelis erscheinen. Herausgegeben wird der Band von Johannes Rhein, Julia Schumacher, Lea Wohl von Haselberg.

 

* Save the Date! RCMC Mitgliederversammung 2016

Die jährliche Mitgliederversammlung des RCMC, findet – so hat es sich eingespielt – im November statt. Bitte Termin schon notieren: Donnerstag 17. November 2016, ab 18:15 Uhr. Der Mitgliederversammlung folgt ein informelles Netzwerk-Treffen, zu dem auch Nicht-Mitglieder eingeladen sind.

 

* Save the Date: Jahreskonferenz des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“

ZEIT: 18.-19.5.2017

Am 18. Und 19. Mai 2017 findet in den Räumen der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg die Jahreskonferenz des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ statt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie in Kürze auf der Webseite des Forschungsverbundes.

2. Good to know

* Rückblick: Vortrag „Ohne Worte. Migration als universelle Fremdheits- erfahrung in Shaun Tans THE ARRIVAL“, Prof. Dr. Astrid Böger

Ringvorlesung Flucht-Geschichte(n): kulturhistorische Perspektiven auf ein aktuelles Phänomen, Universität Hamburg, 31.05.2016.
* Rückblick: Vortrag  „Shaun Tans The Arrival und die Kunst visueller Asso- ziation“, Prof. Dr. Astrid Böger

Visuelle Assoziation. Interdisziplinäre Tagung zur Visuellen Bildung, Warburg-Haus, Hamburg, 15.-17. September 2016.
* Rückblick: Vortrag “Illness as Visual Metaphor in Recent Graphic Memoirs”, Prof. Dr. Astrid Böger 

Pathography and Graphic Medicine: The Genres of PathoGraphics, Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule, Freie Universität Berlin, 13.-15. Oktober 2016.

* Preisträger für den Roland Faelske-Preis 2016 für die besten Abschluss- arbeiten und Dissertationen im Bereich Comic- und Animationsfilmforschung

Johannes C.P. Schmid erhält den Preis für seine Materarbeit „Shooting Pictures, Drawing Blood. The Photographic Image in the Graphic War Memoir“ (Universtität Hamburg 2015; veröffentlicht im Christian A. Bachmann Verlag 2016).

Christian A. Bachmann erhält den Preis für die beste Dissertation für seine Schrift „Metamedialität und Materialität im Comic. Zeitungscomic – Comichefte – Comicbuch“ (veröff. im Christian A. Bachmann Verlag, 2016). Jurymitglieder waren Prof. Joan Bleicher, Prof. Carola Wiese, Gudrun Faelske, Johann Ulrich, Michael Hueners und Prof. Astrid Böger (Vorsitz).

* Rückblick: Veranstaltung “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts”

Am 17. September 2016  fand unter dem Titel “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts” eine Veranstaltung aus der Reihe der sogenannten Wissensforen des Forschungsverbundes “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ statt. Die Wissensforen haben zum Ziel, die Erkenntnisse der Teilprojekte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Black to the Future“ schrieb Mark Dery 1994 über die Musik von Sun Ra, Parliament, Robert Johnson und auch Detroit Techno. Und benannte damit den Afrofuturismus als einen Mix spekulativer Erzählungen aus Science-Fiction und Magischem Realismus, sozialpolitisch konturiert durch den Panafrikanismus, mit den Ikonographien von Spacetravel und Aliens, Mythologie und Technologie. Die Veranstaltung “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts” im Golem war mit über 120 Gästen sehr gut besucht. Vor und nach dem Vortrag der Kulturwissenschaftlerin und Autorin Peggy Piesche wurden Kurzfilme gezeigt, die in den letzten Jahren entstanden sind und afrikanische und diasporische Perspektiven auf posthumanistische, mögliche Zukünfte werfen. Peggy Piesche konnte sich über ein aufmerksames und diskussionsfreudiges Publikum freuen und die Veranstalterinnen, Prof. Dr. Michaela Ott und Sophie Lembcke, ernteten viel Zuspruch für das Format der Wissensvermittlung.

 

* Rückblick: Internationale Tagung „’Verlorener Osten?‘ Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945“

Die Tagung wurde von Alina Laura Tiews gemeinsam mit Philipp Seuferling von der Universität Lund veranstaltet. Es sind verschiedene Netzwerkaktivitäten der Forschungsstelle Mediengeschichte und Teilpublikationen im Anschluss an die Tagung geplant.

Mehr Informationen

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Sammelband „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“, Fink Verlag, herausgegeben von Claudia Benthien und Gabriele Klein.

Im Dezember dieses Jahres erscheint der Sammelband “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ im Fink Verlag, herausgegeben von Claudia Benthien und Gabriele Klein. Der Sammelband geht auf die Jahrestagung des Forschungsverbundes im Jahr 2015 zurück und fokussiert Wahrnehmungs- und Aneignungsprozesse, die als Praktiken medialer Transformationen beschrieben und mittels der Konzepte »Übersetzung« und »Rahmung« gefasst werden. Der Band lotet diese Konzepte für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen aus. Am Beispiel von Comics, Tanz, Performance, Film, Fotografie, Literatur, Webserien und Kunstprojekten werden mediale Übersetzungs- und Rahmungsprozesse untersucht. Rahmen und Übersetzen werden als Praktiken beschrieben, die in einem performativen Wechselverhältnis zueinander stehen. Der interdisziplinäre Band versammelt philosophische, sozial-, kultur-, literatur- und medienwissenschaftliche sowie designtheoretische Beiträge. Der Band ist ab sofort vorab beim Verlag zu bestellen.

 

* Beitrag „Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann“

Zum Thema „Medien und Migration“: Tiews, A. L. (2016): Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann. In: M. Quentmeier, M. Stupperich, R. Wernstedt (Hrsg.), Vertrieben, geflohen – angekommen? Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, S. 92-107. Hier ein Link zum Buch.

3. People at the RCMC:

* Research Fellow: Dag Elgesem, University of Bergen

Professor Dag Elgesem comes from the Department of information science and media studies at the University of Bergen, Norway. During his stay at the University of Hamburg he will be working on the analysis and modelling of how the climate change blogosphere has evolved over the last 10 years, using newly harvested datasets of blog-posts and links of more than 5.000 English language blogs discussing the topic of climate change. Central research questions are:

  •  To what extent is the climate change blogosphere polarized and how has the polarization developed over time?
  • Which topics related to climate change are discussed in the blogosphere, and how have the topics changed over time?#
  • Which blogs are the most influential at different points in time?
  • What are the relationships between the blogs and mainstream media regarding the topic of climate change?
  • How are the consequences of climate change for future generations discussed in the blogosphere?

Dag is the leader of the project Accessing and Analyzing the blogosphere (ntap.no), funded by the Norwegian Research Council.

 

* Prof. Dr. Ute Berns ist seit Juni 2016 Präsidentin der ‚Deutschen Gesellschaft für zeitgenössisches englischsprachiges Drama und Theater / Contemporary Drama in English‘ (CDE) und Mitherausgeberin der Zeitschrift Journal of Contemporary Drama in English (JCDE peer-reviewed).

 

* Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik & Institut für Medien und Kommunikation) ist ab August 2016 und für die Dauer von fünf Jahren Assoziierter Professor im Exzellenz-Zentrum „Multilingualism across the lifespan“ an der Universität Oslo. Er leitet dort das Projekt „Multilingualism and mediated communication“ mit zwei Teilprojekten über Sprach- und Medienrepertoires in mehrsprachigen Familien sowie Mehrsprachigkeit in der digital vermittelten Interaktion.

Informationen für den nächsten Newsletter bitte bis zum 20.Januar 2017 an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Print Friendly