Machen Medien Europas Gedächtnis?

Beiträge aus Kommunikations- und Medienwissenschaft und Medienpraxis

Gesellschaftliche Erinnerungsarbeit, die in modernen Gesell- schaften unter entscheidendem Einfluss der Massenmedien und des Journalismus erfolgt, gilt als elementarer Bestandteil des gesellschaftlichen Selbstverständigungsprozesses und der Konstruktion kollektiver Identitäten. Traditionell ist dabei
die Nation (und ihre Kultur) zentraler Bezugspunkt gesell- schaftlicher Erinnerung. In Zeiten der europäischen Integra- tion wird die Rolle medialer Erinnerungsarbeit, in Bezug auf übernationale, historische Ereignisse, jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Veranstaltung mit dem Verhältnis von Transkulturalität und gesellschaft- licher Erinnerungsarbeit und zeigt auf, wie und wo die beiden Forschungsfelder füreinander fruchtbar gemacht werden können: Inwieweit ist gesellschaftliche Erinnerungsarbeit als potentieller Katalysator von Transkulturalisierung zu sehen und welche Rolle spielen Medien dabei? Worin bestehen transkulturelle Erinnerungsformen in und durch Medien? Hat Europa ein gemeinsames Gedächtnis?
Diese Fragen sollen aufbauend auf Impulsvorträgen im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern und JournalistInnen erörtert werden.

Beiträge aus Kommunikations- und Medienwissenschaft und Medienpraxis
Donnerstag, den 12. Mai 2011, 16:00 – 19:00 Uhr Fachbereich Sozialwissenschaften, Allende-Platz 1, Raum 250, 2. OG
Vorträge
Dr. Martin Zierold: Europäische Erinnerungskultuer? Paradoxien der Erinnerungs- forschung
Prof. Dr. Andreas Hepp: Transkulturelle Vergleiche: Jenseits des „Container-Denkens“
Podiumsdiskussion
Diskussionsteilnehmer: Prof. Dr. Andreas Hepp, Universität Bremen Dr. Martin Zierold, Universität Gießen Solveig Grothe, Journalistin, Spiegel Online/einestages Marco Otto, NDR Programmdirektion Fernsehen

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