Lucia Rainer
Lucia Rainer, M.A. Performance Studies, ist Doktorandin am Fachbereich für Bewegungswissenschaften an der Universität Hamburg und Mitglied der Graduate School Media and Communication (GMaC). Ihre Promotion beschäftigt sich mit dem künstlerisch-wissenschaftlichen Vortragsformat der Lecture Performance.
Lucia Rainer, geb. 1983, studierte Interkulturelle Europa- und Amerikastudien an der Martin- Luther Universität Halle- Wittenberg und Macquarie University Sydney. Anschließend absolvierte sie ihren Master of Performance Studies an der Universität Hamburg. Seit Oktober 2009 promoviert sie am Fachbereich für Bewegungswissenschaften an der Universität Hamburg und ist Mitglied der Graduate School Media and Communication.
Lucia Rainer arbeitet sowohl wissenschaftlich- theoretisch als auch künstlerisch- praktisch. Neben ihren Aktivitäten im künstlerisch- pädagogischen und künstlerisch- szenischen Bereich, forscht sie im Feld der Performance Studies. Sie macht diese disziplinäre Verschränkung Gegenstand ihres Dissertationsvorhabens, indem sie sich dem Vortragsformat der Lecture Performance widmet und deren diskursive und performative Funktionalität untersucht.
Neben der Verbindung von forschender Theorie und künstlerischer Praxis, liegen ihre Forschungsinteressen in den Bereichen Performance, performative Kulturpraktiken, Subjekt und Körper, Raum und Raumerfahrung und Bewegungs- und Theaterpädagogik.
Aktivitäten an der Graduate School
Stipendium: "KWW- Kunst-Wissenschaft-Wirtschaft"
01.10.2011 bis 31.12.2011 (Künstlerdorf Schöppingen)
http://www.kww-kunstundwissenschaft.de/
Forschungsfeld
Mein Promotionsprojekt begreift sowohl den künstlerischen als auch den wissenschaftlichen Vortrag als cultural performance (vgl. Fischer-Lichte 2004). Das Format „Vortrag“ wird als öffentliche Versammlung verstanden, in der sich wissenskulturelle Transformationsprozesse ereignen (vgl. Knorr-Cetina 2002). Der Arbeit liegt die Annahme zugrunde, dass in Vorträgen Wissen erst durch seine Darstellung (vgl. Krämer 1998) und Übersetzung sichtbar und verhandelbar wird. Ziel des Promotionsvorhabens ist es zu untersuchen, wie Wissen in ausgewählten künstlerischen und wissenschaftlichen Vorträgen performativ hervorgebracht wird und wie performative Praktiken in Wissensordnungen eingeschrieben sind.
Werdegang
- seit 10/2009
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Doktorandin an der Universität Hamburg
- seit 10/2009
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Mitglied an der Graduate School Media and Communication
- 10/2006- 09/2008
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Studium: Performance Studies an der Universität Hamburg; Thema der Masterarbeit: "Performative Aspekte von körperlichen Subjekten in Judith Butlers Subjektkonzept und Eszter Salamons Tanzperformance Reproduction"
- seit 10/2006
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Konzeption, Produktion und Durchführung von eigenen Performance Projekten (u.a. Kampnagel, Hamburg; LICHTHOF Theater, Hamburg; Instituto Experimental, Guatemala City (Guatemala) und Tutu Institute, Accra (Ghana) und Produktion und Dramaturgie für Theaterhäuser und freie Gruppen (u.a. Theatrale Halle/Saale, Stadttheater Augsburg und The E.D.G.E.)
- 10/2003- 09/2006
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Studium: Interkulturellen Europa- und Amerika Studien an den Universitäten Halle- Wittenberg und Macquarie (Sydney); Thema der Bachelorarbeit: Social documentary photography: Illustrated through Lewis W. Hine's child labor photography"
- 10/2003- 09/2006
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Studium: Deutsch als Fremdsprache an der Universität Halle- Wittenberg
Buch-Veröffentlichungen
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Weitere Veröffentlichungen
L. Rainer: „life is a cabaret. Die Rolle des sprechenden Tänzers. Oder was die Lecture Performance mit dem Kabarett gemeinsam hat“, in: tanz – europäische Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance, Berlin: Friedrich, November 2011, S. 62-65.
L. Rainer: „Lecture Performance. Das Experiment an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft“, in: S. Brunsiek: Praxistest. Künstlerische Projekte zur Vermittlung aktueller Kunst, Schöppingen: Schöppinger Forum 2011.