Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 8 November 2013

 

Editorial

 

Summer School 2013Die Teilnehmer_innen und das Team 
der RCMC-Summer School 2013
„Repeat, Remix, Remediate“

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
„Repeat, Remix, Remediate – Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medien“ – dieses Thema begleitet uns anhaltend. Es war Hauptthema bei der internationalen RCMC-Summer School 2013. Es ist bald Thema einer gemeinsamen Informationsveranstaltung von RCMC und ZEIT-Stiftung am 13.11.2013. Und es erweist sich als ein Kernthema des RCMC und der angeschlossenen Graduate School Media and Communication – neuerdings auch aus aktuellen Gründen: Das Thema berührt auch Formen und Normen der (Wieder-)Verwendung digitaler Daten und damit die Big-Data-Debatte, die mit dem NSA-Skandal eine breitere Öffentlichkeit erreicht hat.
 
Über Kernthemen im RCMC-Netzwerk, ebenso wie über kleinere und mittlere Forschungsvorhaben und Kooperationsoptionen werden wir uns wechselseitig bei der nächsten RCMC-Mitgliederversammlung informieren können. Der Vorstand lädt ein zur Mitgliederversammlung am 28.11.2013 (Zeit und Ort s.u.). Auf der Tagesordnung steht satzungsgemäß auch die Neuwahl des Vorstands.
 
Wer kommt, hat aber vor allem Gelegenheit über laufende Forschungsaktivitäten zu informieren und informiert zu werden, und Gelegenheit zum Networking beim anschließenden kleinen Empfang. Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

 

Mit besten Grüßen,
 
Irene Neverla
 
– Sprecherin des RCMC-Vorstands (RCMC-GD) –

 

1. Come and Meet:

* Einladung: „Repeat, Remix, Remediate: Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medien“
Informations- und Diskussionsveranstaltung von RCMC und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
ZEIT UND ORT: 13.11.2013, 16-18 Uhr, Esplanade 36, Raum 4011
Digitale Medienangebote sind heute im Prinzip unbegrenzt verfügbar, kopierbar, speicherbar, bearbeitbar und verbreitbar. Die Medien- und Kommunikationslandschaft wird zunehmend durch Phänomene der Wiederverwendung, Wiederaneignung oder Wiedernutzbarmachung von bereits veröffentlichten Angeboten geprägt. Darüber, wie diese Phänomene zu beurteilen sind, wird in der Öffentlichkeit heftig gestritten: Was auf der einen Seite als kreative Neuschöpfung oder als hilfreiche Anknüpfung an frühere Ereignisse Lob findet, wird auf der anderen Seite als Piraterie oder auch als Plagiat kritisiert. Das RCMC hat zu diesem Thema mit Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Kurzzeitstipendien an Nachwuchswissenschaftler_innen vergeben, die aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Impulse zur weiteren Bearbeitung des neuen Themenschwerpunktes erarbeitet haben, der durch die diesjährige Summer School des RCMC eröffnet wurde. Auf einer öffentlichen Veranstaltung am 13. November 2013 werden ausgewählte Ergebnisse dieses Projekts präsentiert und diskutiert.  Die Teilnahme ist kostenlos, eine kurze Anmeldung per Email an jessica.kurre [a t] uni-hamburg.de wird erbeten.
Weitere Informationen
 
 
* RCMC-Mitgliederversammlung 2013
ZEIT UND ORT: Donnerstag, 28.11.2013, 18.30 Uhr, AP1, Raum 250

Im November findet die diesjährige Mitgliederversammlung des RCMC statt: Am 28.11. sind alle Mitglieder des Forschungszentrums herzlich dazu eingeladen, sich über die Entwicklung der zahlreichen größeren und kleineren Vorhaben und Projektideen im Umfeld des Zentrums aus dem vergangenen Jahr auszutauschen. Darüber hinaus wird das Direktorium des RCMC für die kommenden zwei Jahre von den Mitgliedern neu gewählt. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, bei einem kleinen Empfang neue und langjährige Mitglieder des RCMC kennen zu lernen. 
 
 
* Ringvorlesung: „Immer und überall online? Medienpädagogische Perspektiven auf das Aufwachsen in der digitalen Gesellschaft“
ZEIT UND ORT: Montags, 18-20 Uhr, VMP 8, Raum 05
Organisation: Prof. Dr. Rudolf Kammerl (FB Erziehungswissenschaft, Medienpädagogik und Ästhetische Bildung)
Mit der Verbreitung der Smartphones wird der gesamtgesellschaftliche Trend zur persistenten Internetnutzung deutlich. Immer und überall online sein zu können, wirft neue Fragen nach dem richtigen Maß der Nutzung von Onlineangeboten auf. Berichte über exzessive Internetnutzung lassen erkennen, dass vielfältige Problempotentiale existieren, die in Familien und pädagogischen Einrichtungen zu Konflikten führen können. Wie lassen sich Maßstäbe für die Internetnutzung aushandeln? Wie können Eltern und Pädagogen die Entwicklung zur Medienkompetenz unterstützen? Welche Konsequenzen hat die Entwicklung für gesellschaftlich organisierte Enkulturationshilfen und individuelle Bildungsprozesse?
Die Teilnehmer_innen der Veranstaltung erhalten einen umfassenden Einblick in die Theorie und Praxis medienpädagogischer Interventionen. Anhand von Beispielen aus unterschiedlichen medienpädagogischen Handlungsfeldern werden vielfältige medienpädagogische Konzepte anschaulich gemacht und diskutiert.
 
 
* Ringvorlesung: „Medien zwischen Markt und Staat: Hamburger Gespräche zur Transformation der Medienkultur“ – 2. Themenkomplex: Online-Medien, Digitale Publikationen und Games

ZEIT UND ORT: Montags, 18-20 Uhr, VMP 6, Hörsaal C

Organisation: Prof. Dr. Joan K. Bleicher, Prof. Dr. Thomas Weber & Skadi Loist, M.A. (Institut für Medien und Kommunikation)
Seit dem 14.10.2013 widmet sich die Ringvorlesung „Medien zwischen Markt und Staat“ dem Wandel der Geschäftsmodelle von Buch- und Presseverlagen aufgrund der Digitalisierung und der Etablierung des WWW. Print-Zeitschriften und -Zeitungen sind ohne Online-Auftritt in ihrer Existenz bedroht, gleichzeitig sind Online-Geschäftsmodelle bislang kaum etabliert. Für das E-Book wird eine große Zukunft vorausgesagt, aber werden die Angebote vom Markt auch akzeptiert? Welche Rollen spielen dabei technische Normierungsfragen? Welche technischen Möglichkeiten öffnen sich insbesondere für AV-Content im E-Book-Bereich? Wie hat sich die Rechtssituation von E-Content in den letzten Jahren verändert? Und wie geht es eigentlich der Game-Industrie in Deutschland – Boom oder Subventionsfall? In Vorträgen und moderierten Podiumsdiskussionen werden die folgenden Themenkomplexe behandelt: 1) Presseverlage auf der Suche nach einem Geschäftsmodell, 2) E-Books – neuer Markt oder Open Access, 3) Games. 
 
 
* Erzähltheoretisches Kolloquium
ZEIT UND ORT: Donnerstag, 14.11.2013, 12.12.2013 & 16.01.2014, jeweils 18:15 Uhr, VMP 6, Raum 1314

Organisation: Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikation), Prof. Dr. Ulrich Moennig (Institut für Griechische und Lateinische Philologie) & Lena Schüch, M.A. (Institut für Germanistik)
Das erzähltheoretische Kolloquium geht in diesem Wintersemester in die siebte Runde: Zu den nächsten Treffen des interdisziplinären und fächerübergreifenden Kolloquiums sind alle Student_innen und Doktorand_innen herzlich eingeladen, die planen oder schon dabei sind, eine Abschlussarbeit, einen Forschungsantrag oder ein anderes Projekt im Bereich der Erzähltheorie zu schreiben oder vorzubereiten. Im Kolloquium wird es möglich sein, in lockerer Atmosphäre Impulse für das eigene Thema zu sammeln, grundlegende Fragestellungen und Konzepte zu besprechen, eigene Projekte vorzustellen und zu diskutieren sowie sich über Institutsgrenzen hinaus mit anderen Studierenden, Promovierenden und auch Lehrenden zu vernetzen. Bei Interesse wird um eine kurze Anmeldung per Email an lena.schuech [a t] public.uni-hamburg.de gebeten.
 

2. Good to know

* Rückblick: „Repeat, Remix, Remediate“ – dritte Summer School des RCMC
Die Summer School 2013 des RCMC war nach 2009 und 1010 bereits die dritte und doch eine Premiere, denn zum ersten Mal wurde sie als international ausgeschrieben und beworben. Zu dem Motto „Repeat, Remix, Remediate. Modes and Norms of Digital Media Repurposing“ diskutierten vom 29. Juli bis zum 2. August 20 Teilnehmer_innen, dazu zahlreiche Gäste und Mitglieder der Universität aus insgesamt 19 Ländern die aktuellen Formen und Normen der Wiederverwendung digitaler Medieninhalte. 
Es war zugleich der Auftakt zum gleichnamigen neuen Forschungsschwerpunkt des RCMC, der sich mit den Fragen beschäftigt, die durch die quasi unbegrenzte Verfügbarkeit, beliebige Speicherung, Bearbeitung und Verbreitung digitaler Medieninhalte für die Wissenschaft, Medienpraxis und Medienpolitik entstehen. Die Summer School hat sich diesen Fragen gewidmet und dabei in Vorträgen, Workshops und Arbeitsgruppen sowohl Wissenschaftler_innen als auch Gäste aus der Praxis zu Wort kommen lassen. 
Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Andreas Stuhlmann (Institut für Medien und Kommunikation), die Initiatoren dieser ersten internationalen Summer School, zeigten sich hoch zufrieden mit den Ergebnissen der Veranstaltung: Die Vorträge der Teilnehmer_innen und selbst waren von durchweg hoher Qualität, deckten eine Reihe von zentralen Themengebieten ab und gaben hervorragenden Input für die Diskussionen. Die Summer School hat die Relevanz des Themas noch einmal eindrucksvoll unterstrichen; der Forschungsschwerpunkt des RCMC wird sich mit den zentralen Fragen in den kommenden Jahren noch detaillierter auseinandersetzen. Das Gesamtprogramm mit Abstracts zu allen Vorträgen und Veranstaltungen sowie ein laufend aktualisierter Blog der Teilnehmer_innen finden sich unter repeat-remix-remediate.com
 
 
* Rückblick: Konferenz „American Media – European Cultures“
Prof. Dr. Astrid Böger (Institut für Anglistik und Amerikanistik) hat gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Decker (Ludwig-Maximilians-Universität München) die Konferenz „American Media – European Cultures: Negotiations of Transnational Exchange“ ausgerichtet, die vom 10. bis zum 12. Oktober 2013 an der Ludwig-Maximilians-Universität München stattfand. Die Tagung widmete sich an drei Tagen den unterschiedlichen Feldern des Kontaktes zwischen amerikanischer Medienkommunikation und europäischen Kulturen. Diese in wechselndem Maße durch ökonomische, ästhetische und kulturelle Aushandlungsprozesse bestimmten Felder wurden dabei anhand unterschiedlicher Erscheinungsformen des transnationalen Kulturaustausches in den Bereichen Photographie, Film, Mode, Fernsehen und Neuen Medien untersucht, in denen amerikanische Medienprodukte nicht nur für den kulturellen Kontext Europas übersetzt wurden und werden, sondern dort auch die Vorstellung distinkter, aber gleichwohl verbundener europäischer Identitäten entscheidend mit prägen. Die Eröffnungsrede hielt Prof. Dr. Udo Hebel (Universität Regensburg), der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien, es folgten Beiträge von Forscher_innen aus  den Niederlanden, Spanien, Tschechien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Deutschland und den USA.
 
 
* Neuer Webauftritt des RCMC online
Unter der bekannten Adresse www.rcmc-hamburg.de finden alle Interessierten den Online-Auftritt des RCMC ab sofort in einem neuen Gewand. Im Zuge der Umstellung auf ein neues Content-Management-System haben sich auch Layout und Erscheinungsbild der Webseite geändert. Die Informationen zum RCMC sind dabei weiterhin in den bewährten Rubriken gegliedert: Unter „Das RCMC“ finden sich die Profile aller Mitglieder des Zentrums; unter „Forschung“ konzentrieren sich die Darstellungen der aktuellen Forschungsschwerpunkte sowie der angegliederten Arbeitsstellen. Alle Informationen zur Graduate School Media and Communication und die Profile der Promovierenden finden sich unter „Graduate School“. Aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen und sonstige Projekte erscheinen regelmäßig unter „Neuigkeiten“; dort ist auch die Web-Fassung der Newsletter-Ausgaben archiviert. Der von den Promovierenden der GMaC geführte PhD-Blog bleibt ebenfalls über einen eigenen Menüpunkt aufrufbar. 
 
 
* Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:
 
Monographie „Social Media“
Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) hat in der Reihe „Medienwissen kompakt“ bei Springer VS den Band „Social Media“ veröffentlicht. Plattformen wie Facebook, Wikipedia, YouTube oder Twitter haben in den vergangenen Jahren das Internet stark verändert. Sie gelten als „soziale Medien“, weil sie großen Einfluss darauf haben, wie Menschen sich selbst und ihre Interessen im Internet präsentieren, wie sie Beziehungen pflegen, neu knüpfen und sich über relevante Themen informieren.  Zugleich werfen sie eine Reihe von weit reichenden Fragen auf: Verschwindet durch soziale Medien die Privatsphäre? Machen soziale  Medien jeden zum Journalisten? Bringen soziale Medien Wissen für  alle? Sind die sozialen Medien partizipativ – oder überwachen und kontrollieren sie den Menschen? Diese Fragen beantwortet der Band aus kommunikationssoziologischer Sicht und gibt so einen Überblick darüber, wie soziale Medien unseren individuellen Alltag wie auch unsere Gesellschaft verändern.
Weitere Informationen
Schmidt, Jan-Hinrik (2013): Social Media. Wiesbaden: Springer VS.

Sammelband „Sexy Media? Gender/Queer-theoretische Analysen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften“
In medial bestimmten Gesellschaften stehen ‚Medien‘ und ‚Gender‘ in interdependenten Beziehungen. Die damit einhergehenden Dynamiken werden von den Medien- und Kommunikationswissenschaften einerseits sowie von den Gender- und Queer Studies andererseits erforscht.
In einem transdisziplinären Brückenschlag werden in dem von Skadi Loist, M.A. (Institut für Medien und Kommunikation), Prof. Dr. Joan K. Bleicher (Institut für Medien und Kommunikation) und Dr. Sigrid Kannengießer (Universität Bremen) herausgegebenen Band unterschiedliche Theorien und Methoden vorgestellt, angewandt und kritisiert. Die Beiträger_innen analysieren, wie sich Konzepte von Geschlecht und Sexualität in aktuellen Medienprodukten, medialen Kontexten und Aneignungsprozessen manifestieren.
Loist, Skadi/Bleicher, Joan Kristin/Kannengießer, Sigrid (Hg.) (2013): Sexy Media? Gender/Queer-theoretische Analysen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften. Bielefeld: transcript. 
 
Neuauflage „Studienbuch Medienpädagogik“
Das von Prof. Dr. Daniel Süss (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften/Universität Zürich), Dr. Claudia Lampert (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Dr. Christine W. Wijnen (Universität Wien) verfasste „Studienbuch Medienpädagogik“ ist in zweiter, überarbeiteter und aktualisierter Auflage erschienen. Das Buch führt in das interdisziplinäre Feld der Medienpädagogik ein und stellt die Dimensionen, Modelle und Theorien vor, welche empirischen Studien und angewandten Projekten zugrunde liegen. Die Entwicklung der Medienpädagogik wird historisch und im internationalen Vergleich aufgezeigt; Mediensozialisation, Medienerziehung und Mediendidaktik werden miteinander in Verbindung gebracht. Medienpädagogische Forschung und die Konsequenzen für Ausbildung und pädagogische Praxis werden diskutiert. Das Lehrbuch bietet eine kompakte und gut verständliche Einführung und enthält zahlreiche Verweise auf weiterführende Literatur und Online-Quellen. Das Inhaltsverzeichnis und Vorwort zur zweiten Auflage des Bandes sind online abrufbar.
Süss, Daniel/Lampert, Claudia/Wijnen, Christine W. (Hg.) (2013): Medienpädagogik. Ein Studienbuch zur Einführung. Wiesbaden: Springer VS.
 
Forschungsbericht 2012/2013 des Hans-Bredow-Instituts
Der aktuelle Forschungsbericht des Hans-Bredow-Instituts kann ab sofort  online heruntergeladen werden. Er informiert auf 103 Seiten über die Forschungsprogramme des Instituts, die einzelnen Projekte des letzten Jahres, die Nachwuchsförderung, Kooperationen, den Wissenstransfer und die Serviceleistungen des Instituts, Veranstaltungen, sowie über die wichtigsten Publikationen und Vorträge der Mitarbeiter_innen. Gedruckte Exemplare sind auf Anfrage über das Hans-Bredow-Institut zu beziehen.
Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg (2013): Forschungsbericht 2012/2013. Hamburg: Hg.
 
Aufsatz „Der Einfluss medialer Rahmungen auf das Spiel mit Genrekonventionen“ im Sammelband „Hollywood Reloaded. Genrewandel und Medienerfahrung nach der Jahrtausend­wende“
Prof. Dr. Markus Kuhn (Institut für Medien und Kommunikationhat in dem soeben erschienen Sammelband „Hollywood Reloaded. Genrewandel und Medienerfahrung nach der Jahrtausend­wende“ einen Beitrag mit dem Titel „Der Einfluss medialer Rahmungen auf das Spiel mit Genrekonventionen. Die Webserie Prom Queen als Transformation des Highschool-Films im Internet“ veröffentlicht. Der von Dr. Jennifer Henke, Magdalena Krakowski, M.A., Benjamin Moldenhauer, M.A. und Dr. Oliver Schmidt (Universität Bremen) herausgegebene Band beschäftigt sich in elf Beiträgen mit den Transformationen und Hybridbildungen, die der Genrefilm Hollywoods seit 2000 hervorgebracht hat.
Kuhn, Markus (2013): Der Einfluss medialer Rahmungen auf das Spiel mit Genrekonventionen. Die Webserie Prom Queen als Transformation des Highschool-Films im Internet, in: Henke, Jennifer/Krakowski, Magdalena/Moldenhauer, Benjamin/Schmidt, Oliver (Hg.): Hollywood Reloaded. Genrewandel und Medienerfahrung nach der Jahrtausend­wende. Marburg: Schüren, S. 192-217. 
 

3. Graduate School Media and Communication:

* Die Graduate School ist umgezogen: Die Büros der Promovierenden befinden sich seit Mitte August 2013 im neuen zentralen Standort des Hans-Bredow-Instituts. Neue Besucheradresse und Postanschrift ist die Rothenbaumchaussee 36 in 20148 Hamburg; die insgesamt vier Büros von GMaC und RCMC sind im vierten Stock des Gebäudes zu finden.
 
 
* Vom 18. bis zum 20. September 2013 fand die „play13“ in Hamburg statt. Das von der „Initiative Creative Gaming“ ausgerichtete Festival widmet sich seit 2007 jährlich digitalen Spielen aus der Perspektive von Kreativen, Wissenschaftler_innen, Pädagog_innen und Nutzer_innen.  Felix Schröter, Promovierender der Graduate School, diskutierte gemeinsam mit Florian Hohmann (Institut für Medien und Kommunikation) und Lutz Schröder (FB Geschichte) in einem Talk zum Thema „Computerspiele und Wissenschaft“. Im PhD-Blog berichtet er von drei spannenden Messetagen.
 
 
Eva Boller, Promovierende der Graduate School, hat gemeinsam mit Michael Grimm (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) das internationale Symposium „Building the Frame(work). Discussing Methodological Challenges of Applying Content Analysis in Visual Framing Research“ organisiert, welches mit finanzieller Unterstützung der Graduate School Media and Communication, des Hans-Bredow-Instituts, des Instituts für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und der Medienstiftung Hamburg/Schleswig-Holstein ausgerichtet werden konnte. Am 11. und 12. Oktober 2013 kamen Wissenschaftler_innen zusammen, um die methodologischen Herausforderungen zu diskutieren, welche sich bei der Anwendung des Konzeptes des „Visual Framing“ in der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Inhaltsanalyse stellen. 
 
 
Juliane Mathys, Stipendiatin der Graduate School, hat gemeinsam mit Ann-Kristin Knapp (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Thorsten Henning-Thurau (City University London) einen Aufsatz mit dem Titel „The importance of reciprocal spillover effects for the valuation of bestseller brands: introducing and testing a contingency model“ im „Journal of the Academy of Marketing Science“ veröffentlicht. Der Beitrag beschreibt die Bedeutung von Interdependenzen zwischen Buchverfilmungen und ihren Vorlagen bei der Bewertung von Verfilmungsrechten auf der Basis einer Untersuchung von Daten zu 446 Literaturverfilmungen, die zwischen 1998 und 2006 in Nordamerikanischen Kinos zu sehen waren.
Knapp, Ann-Kristin/Henning-Thurau, Thorsten/Mathys, Juliane (2013): The importance of reciprocal spillover effects for the valuation of bestseller brands: introducing and testing a contingency model. Journal of the Academy of Marketing Science, September 2013. doi 10.1007/s11747-013-0350-9.
 
 
* Die nächsten Termine des GMaC-Doktorand_innenkolloquiums im Wintersemester 2013/14:
 
12.11.2013 um 18:00 Uhr,
26.11.2013 um 18:00 Uhr,
10.12.2013 um 18:00 Uhr,
07.01.2014 um 18:00 Uhr,
21.01.2014 um 18:00 Uhr,
 
jeweils im Sitzungssaal des Akademischen Senates, ESA 1.
 

4. International News:

* EU-Forschungsprojekt zur Rolle von Medien in Demokratisierungskonflikten startet 2014

Wenn Bewegung in Transformationsgesellschaften kommt, wenn sich gesellschaftliche Konflikte zuspitzen – welche Rolle spielen dann die Journalist_innen mit ihrer Berichterstattung in herkömmlichen Medien? Und welche Rolle spielen Social Media bei der Organisation von Protesten, aber auch bei der Debatte um politische Ziele in Richtung Demokratisierung? Ein neues von der EU finanziertes Forschungsprojekt soll zu diesen brisanten Fragen Aufschlüsse liefern: „Media, Conflict and Democratisation“ (MeCoDEM) – so der Titel des im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten internationalen Verbundprojekts, an dem auch Prof. Dr. Irene Neverla (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft) mit ihrem Team beteiligt ist. 
Irene Neverla wird das Teilprojekt leiten, das die Arbeitspraktiken, Rollenverständnisse und ethischen Orientierungen von Journalist_innen in Demokratisierungskonflikten untersucht. Die empirische Forschung fokussiert dabei mit Serbien, Ägypten, Kenia und Südafrika auf vier so genannte „Emerging Democracies“. Das Gesamtprojekt startet im Februar 2014, die vom Hamburger Team verantwortete Feldforschung beginnt im Oktober 2014. Koordinatorin des Gesamtprojekts ist Prof. Dr. Katrin Voltmer von der University of Leeds. Insgesamt acht Universitäten wirken im Forschungskonsortium mit: Neben Leeds und Hamburg sind dies die Ruhr-Universität Bochum (Prof. Barbara Thomaß), die Universität Oxford (Dr. Nicole Stremlau), die Rhodes University Grahamstown (Prof. Herman Wasserman), die Stockholms Universitet (Prof. Cristian Christensen), die Universität Belgrad (Prof. Nebojsa Vladisavljevic) und die American University in Cairo (Dr. Marco Pinfari). MeCoDEM wird von der EU mit insgesamt rund 2 200 000 Euro unterstützt, die Fördersumme für die Universität Hamburg beträgt rund 307 000 Euro.

 
* Hans-Bredow-Institut an EU-Projekt zur Entwicklung von Law Clinics beteiligt
Gemeinsam mit dem Queen Mary and Westfield College der University of London, der Universität Amsterdam und der KU Leuven führt das Hans-Bredow-Institut das von der EU-Kommission geförderte Projekt „iLinc – Establishing a European Network of Law Incubators that bridge ICT Entrepreneurs and Start-ups with Law Students“ durch. Das Konsortium hatte sich im Wettbewerb um Förderung aus dem Framework Programme 7 der EU durchgesetzt. Ziel des Projekts ist es, Ausbildungsprojekte in Europa zu unterstützen, bei denen Studierende angeleitet rechtliche Expertise für Personen und Unternehmen zur Verfügung stellen, die sich professionelle Rechtsberatung (noch) nicht leisten können. Bedarf danach besteht etwa in der frühen Phase von Start-ups, so dass vor allem Gründungszentren davon profitieren können. Derartige „Law Clinics“ sind in den USA bereits vielfach Bestandteil der Ausbildung, in Europa aber erst im Entstehen.
Weitere Informationen
 

5. People at the RCMC:


* Mit ihrer Rückkehr aus dem forschungsfreien Semester übernimmt Prof. Dr. Neverla wieder die Aufgaben der Geschäftsführenden Direktorin des RCMC, nachdem sie im Frühjahr und Sommer 2013 in dieser Funktion von Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) und Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik/Institut für Medien und Kommunikation) vertreten worden war. Das RCMC bedankt sich bei Uwe Hasebrink und Jannis Androutsopoulos für die interimsweise Ausübung des Amtes sowie bei Irene Neverla für die Wiederaufnahme der Aufgaben.
 

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

   

 

Print Friendly, PDF & Email