Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 13 Februar 2015

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

obgleich das neue Jahr noch jung ist, können wir erneut mit guten Nachrichten aufwarten. Neben zahlreichen Tagungen bzw. Konferenzen, die in den kommenden Wochen und Monaten von uns mitgestaltet werden (darunter die Jahrestagung der European Media Management Association, die im Mai 2015 an der Universität Hamburg stattfinden wird), begannen die Arbeiten an den erfolgreich eingeworbenen Drittmittelprojekten, die durch die DFG (Forschergruppe „Vermarktung Hedonischer Medienprodukte im Zeitalter digitaler Sozialer Medien) bzw. durch die Hamburger Landesforschungsförderung nachhaltig und substanziell gefördert werden.

Auch tragen die Aktivitäten in der Nachwuchsförderung Früchte: Der Absolvent der Graduate School Media and Communication, Dr. Nils Wlömert, ist für seine herausragende Dissertation aus dem Bereich der Musikindustrie mit dem Wissenschaftspreis des Deutschen Marketing Verbands ausgezeichnet worden (Preisgeld: 7.000 EUR).

Zudem sind zahlreiche Forschungsprojekte in der aktuellen Diskussion – unter anderem berichtet das Marketing Science Institute umfangreich über die Studie „Dynamic Likeability Effects on Virality of Online Video Advertisements“.

Danken möchte ich Johanna Zuber, die in den letzten beiden Jahren großartige Arbeit für den RCMC-Vorstand leistete – sie hat ihr Studium erfolgreich beendet. Wir begrüßen ihre Nachfolgerin Barbara Konturek sehr herzlich!

Einen schönen Frühlingsbeginn wünscht

Michel Clement – für den RCMC-Vorstand

1. Come and Meet:

Konferenz “Transmedia Storytelling and Its Reception: Economies and Politics of Participation”
ZEIT: 25.-27.2.2015, Schloss Herrenhausen, Hannover
RCMC-Mitglied PD Dr. Monika Pietrzak-Franger ist Mitorganisatorin einer Konferenz, die sich mit transmedialem Storytelling beschäftigt. Insbesondere jungen Wissenschaftlern soll eine Plattform zum Austausch geboten werden. Zwei Aspekte sollen besondere Beachtung finden: die Theorie und Spezifizierung des transmedialen Erzählens als kulturelles Produkt einerseits, sowie andererseits die Rezeption transmedialer Erzählungen. Besonders, wenn dabei Social Media eine Rolle spielen, stellt sich die Frage nach Möglichkeiten der Partizipation des Publikums.
Die Konferenz bringt Wissenschaftler aus den Gebieten der Medien-, Kommunikations-, Literatur- und Kulturwissenschaften ebenso wie Journalisten und Editoren zusammen. Weitere Informationen

Tagung „Das ist ein Bild!“
ZEIT: 12.-13.03.2015, Warburg-Haus Hamburg, Heilwigstraße 116
Die AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft richtet im März einen Workshop aus, der einer medienphilosophischen Bestandsaufnahme dienen soll. Als Referenten wirken Medienwissenschaftler unterschiedlicher Universitäten mit: Prof. Dr. Birgit Mersmann (Bremen), Prof. Dr. Norbert M. Schmitz (Kiel), Prof. Dr. Verena Kuni (Frankfurt), Prof. Dr. Patrick Rupert-Kruse, Valentin Mertes (Wien), Dr. Jochen Venus (Siegen), Prof. Dr. Michaela Ott (Hamburg), Prof. Dr. Hektor Haarkötter (Köln), Dr. Vanessa Aab (Hildesheim), Lena Stölzl (Wien), Johannes Benke (Potsdam) sowie Prof. Dr. Reinhold Görling (Düsseldorf). Der Organisator Prof. Dr. Thomas Weber wird über „Mediale Modalisierungen dokumentarischer Bilder“ sprechen. Der Eintritt ist frei – Anmeldung werden bis zum 28.2. über Irina Scheidgen (Irina.Scheidgen@uni-hamburg.de) erbeten. Weitere Informationen

6. Internationale Konferenz „Language in the Media“
ZEIT: 7.-9.9.2015, Universität Hamburg
Zum sechsten Mal wird 2015 die internationale Konferenz “Language in the Media” stattfinden, in diesem Jahr erstmals in Hamburg. Die Konferenz, die 2005 ins Leben gerufen wurde, vereint Soziolinguisten, Medienlinguisten und Wissenschaftler der Diskursstudien, die sich für Forschung im Bereich der Massen- und neuen Medien als Orte der Sprache, des Diskurses, der Interaktion und Repräsentation interessieren. Die diesjährige Konferenz konzentriert sich auf das Thema „Sprache in einer mediatisierten Welt“. Organisiert wird die Konferenz von Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos und Dr. Jana Tereick. Weitere Informationen

2. Good to know

* Landesförderung für Graduiertenkolleg und wissenschaftlich-künstlerisches Nachwuchskolleg
Am 1.1.2015 hat die Laufzeit der für die Hamburger Landesforschungsförderung ausgewählten Projekte begonnen. Neben einem kooperativen Forschungsverbund werden auch ein Graduiertenkolleg und ein wissenschaftlich-künstlerisches Nachwuchskolleg gefördert, an denen die Universität Hamburg beteiligt ist. In das interdisziplinäre Graduiertenkolleg „Lose Verbindungen: Kollektivität im digitalen und urbanen Raum“ sind die Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft sowie die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften involviert. Weitere Partner sind die HafenCity Universität, die Helmut-Schmidt-Universität und die Leuphana-Universität Lüneburg. Die Sprecher sind Prof. Dr. Urs Stäheli (Fachbereich Sozialwissenschaften) und in Stellvertretung Prof. Dr. Gabriele Klein (Institut für Bewegungswissenschaft).
Am wissenschaftlich-künstlerischen Nachwuchskolleg wirken die Hochschule für Bildende Künste Hamburg sowie die UHH-Fakultät für Psychologie und Bewegungswissenschaft mit. Sprecher des unter der Thematik „Ästhetiken des Virtuellen“ angebotenen Kollegs sind Prof. Dr. Hans Joachim Lenger und Prof. Dr. Michaela Melián von der HfBK. Weitere Informationen hier und hier

* Projekt „Soziale Medien bei der Hamburger Bürgerschaftswahl 2015“
Dr. Jan-Hinrik Schmidt (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung) erforscht anlässlich der Hamburger Bürgerschaftswahlen am 15.02.2015 die Social Media – Aktivitäten der KandidatInnen. In Zusammenarbeit mit Prof. Thorsten Faas von der Universität Mainz und den Plattformen „hamburger-wahlbeobachter.de“ und „politik-tweets-hamburg.de“ sollen die in den sozialen Medien geführten Konversationen stichprobenartig charakterisiert werden. Gleichzeitig wird ermittelt, welchen Stellenwert die KandidatInnen diesen Kanälen einräumen und wie BürgerInnen deren Vertrauenswürdigkeit einschätzen. Weitere Informationen

* Rückblick: Verleihung des Roland-Faelske-Preises
Am 7.11.2014 wurde an der Universität Hamburg der Roland-Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm verliehen. Ausgezeichnet wurden Studierende und Promovenden für herausragende Arbeiten aus den Themenbereichen „Comic“ und „Animationsfilm“. 2014 erhielt Beeke Hadeler den Preis für seine Bachelorarbeit „Papa, tu es en train de perdre la guerre! Zur Darstellung von (Familien-)Geschichte in Jacques Tardis Bande Dessinée Moi René Tardi. Prisonnier de guerre au Stalag II“ sowie Dr. Jochen Ecke für seine Dissertation zu „The British Invasion of American Comics: A Poetics“. Die Preisverleihung fand bereits zum dritten Mal statt und wurde von Prof. Dr. Markus Kuhn und Prof. Dr. Astrid Böger organisiert. Weitere Informationen

* Rückblick: Gastvortrag “Photo-textual Documentary Books from the Great Depression”
Astrid Böger war am 22.1.2015 mit einem Gastvortrag an der Universität Salzburg zu Gast. Der Vortrag “Photo-textual Documentary Books from the Great Depression” handelte vom Format der dokumentarischen Foto-Bücher der 1930er Jahre, also Büchern, die Fotografien mit Reportagen verbinden. Dieses intermediale Format ist besonders gut zur Krisenrepräsentation geeignet. Am Ende folgte ein Ausblick auf die heutigen, zumeist internetbasierten intermedialen Formate der Krisenrepräsentation.

 *Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

 Aufsatz: Representations of Interconnectedness. A Cosmopolitan Framework for Analyzing Travel Journalism
Wiebke Schoon hat einen Artikel des neu erschienenen Sammelbands “Travel Journalism“ verfasst. Das Buch befasst sich mit dem Forschungsfeld des Reisejournalismus. Dabei werden Studien über Produktion, Inhalt und Einfluss dieses Ressorts vorgestellt und erklärt, wie Reisejournalismus aus der Sicht des Postkolonialismus, der Nachhaltigkeit und des Kosmopolitismus verstanden werden kann. Letzteren Aspekt betrachtet Wiebke Schoon mit ihrem Artikel, der an ihr Dissertationsthema angelehnt ist. Dieses befasst sich mit „lokalen Verortungen und (trans)nationalen Verflechtungen im Journalismus. Theoretische Impulse der kosmopolitischen Perspektive und empirische Analysen der Reiseberichterstattung in der ZEIT und der F.A.Z“. Weitere Informationen
Wiebke Schoon (2014): Representations of Interconnectedness. A Cosmopolitan Framework for Analyzing Travel Journalism, in Elfriede Fürsich, Folker Hanusch (Hrsg.): Travel Journalism. Exploring Production, Impact and Culture. Basingstoke: Palgrave Macmillan.

3. Graduate School Media and Communication:

*Eva Boller hat vom 12. bis 15. November 2014 an der internationalen ECREA-Konferenz in Lissabon mit einem Poster teilgenommen. Unter dem Titel “War aesthetics in european evening news – the Libya conflict in 2011” stellte sie vorläufige Ergebnisse ihres Dissertationsprojekts vor. Boller analysierte, wie in Fernsehnachrichten dreier Länder über den Krieg in Libyen berichtet wurde. Dabei berücksichtigte sie besonders die Rolle von Ungewissheiten, welche beispielsweise den Produzenten des Filmmaterials, seinen Standort und die Umstände der Aufnahme betreffen. Auch die Darstellung von Opfern und Tätern und die Reproduktion von Stereotypen bilden einen Schwerpunkt. Die Ergebnisse zeigen, dass einerseits am Anfang des Krieges länderübergreifend auf das gleiche Handy-Filmmaterial zurückgegriffen wurde, als noch keine Korrespondenten im Land waren. Umso mehr Unterschiede finden sich im Vergleich der nationalen Korrespondenten vor Ort, die von England, Frankreich und Deutschland mit der Berichterstattung beauftragt wurden. Weitere Informationen

5. People at the RCMC:

Im März 2015 wird Barbara Konturek, Master-Studentin des Erasmus Mundus-
Programms „Journalism, Media and Communication“ die Stelle der studentischen Hilfskraft für das RCMC antreten. Künftig ist sie für die Redaktion des Newsletters und als erste Ansprechpartnerin für allgemeine Anfragen verantwortlich. Damit löst sie Johanna Zuber ab, die seit 2013 für das RCMC tätig war.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

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