Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter 12 November 2014

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

dieser Newsletter kommt mit richtig guten Nachrichten: Zwei Verbundprojekte, die von RCMC-Mitgliedern erarbeitet wurden, haben den Zuschlag erhalten. Die BWL-Forschergruppe wird demnächst mit Geldern der DFG zur „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ forschen. Zudem wird sich eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die v.a. von RCMC-Mitgliedern aus den Fakultäten für Geisteswissenschaften sowie Psychologie und Bewegungswissenschaften getragen wird, mit Unterstützung der Hamburger Landesforschungsförderung mit „Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformation“ befassen. Mehr dazu lesen Sie im Newsletter.

‚Save the date’ für die Mitgliederversammlung 2014 am 10. Dezember, über die gleich anschließend nachzulesen ist!

Ein schönes und erfolgreiches Wintersemester 2014/15 wünscht
Ihre

Irene Neverla
– für den RCMC-Vorstand –

1. Come and Meet:

RCMC Mitgliederversammlung 2014
ZEIT: 10.12.2014, 18:15 Uhr, ORT: Allende Platz 1, Raum 250
Im Dezember findet die Mitgliederversammlung 2014 des RCMC statt. Am 10. Dezember sind alle Mitglieder des Forschungszentrums herzlich eingeladen, sich über die Entwicklung der zahlreichen Vorhaben und Projekte von RCMC-Mitgliedern auszutauschen. Die RCMC-Sprecher werden berichten über die Weiterentwicklung der Zentrums, über Vernetzungen mit anderen Hamburger Hochschulen, und über Publikationsstrategien. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, bei Häppchen und Getränken neue und langjährige Mitglieder des RCMC kennen zu lernen. Mitte November erhalten RCMC-Mitglieder eine ausführliche Einladung.

Veranstaltung: Informations- und Kommunikationstechnologien in Horizon 2020
ZEIT: 10.11.2014, 13:00 Uhr, ORT: Universität Hamburg, AS-Saal, 20146 Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1
Das EEN Hamburg / Schleswig-Holstein und die Universität Hamburg laden ein zu einer Veranstaltung zum Thema Informations- und Kommunikationstechnologien in „Horizon 2020“, dem EU-Forschungsrahmenprogramm. Die Nationale Kontaktstelle IKT (NKS) informiert über IKT-Ausschreibungen und Beteiligungsmöglichkeiten der neuen Ausschreibungsrunde 2015 und gibt Tipps für eine erfolgreiche Antragstellung. Darüber hinaus haben Gäste die Gelegenheit, Projektskizzen direkt mit den Vertretern der NKS IKT sowie den EU-Referenten der Universität Hamburg und dem EEN Hamburg vor Ort zu diskutieren.

DGPuK-Fachgruppentagung
ZEIT: 15.01.2015-17.01.2015, ORT: n.n.
Die „Forschungsstelle Geschichte des Rundfunks in Norddeutschland“ richtet vom 15. bis 17. Januar 2015 die Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Kommunikationsgeschichte aus. Das Thema der Tagung lautet „Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive“. Diese soll aus kommunikations- und medienhistorischer sowie aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive genauer untersucht werden. Es wird danach gefragt, wann und wie jeweils eine „neue Vielfalt“ auftrat; wie die bis dahin bestehenden Medien auf die Vervielfältigung und Veränderung reagierten bzw. wie Mediennutzer mit den neuen Möglichkeiten und Versprechen umgingen. Kontakt: Dr. Hans-Ulrich Wagner, Hans-Bredow-Institut.
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Konferenz der European Media Management Association (emma) an der Universität Hamburg
ZEIT: 28.05.2015-29.05.2014, ORT: n.n.
Die Fakultät für Betriebswirtschaft richtet vom 28. bis 29. Mai 2015 die Konferenz der European Media Management Association (emma) aus. Die renommierte Konferenz bringt seit 2006 Wissenschaftler aus ganz Europa und aus den verschiedensten Fachgebieten zu allen Themen des Medienmanagements zusammen und findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Sie trägt im kommenden Jahr den Titel „Development and Sustainability in Media Business“. Der Call for Abstracts endet am 12. Januar 2014, vollständige Papers müssen anschließend bis zum 15. April 2015 vorliegen. Bei Fragen stehen Christian Wellbrock und Michel Clement gern zur Verfügung.
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2. Good to know

*Neue DFG Forschergruppe an der Uni Hamburg
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Forschergruppe unter Federführung der Universität Hamburg bewilligt. In dem Projekt „Vermarktung hedonischer Medienprodukte im Kontext digitaler sozialer Medien“ wird erstmals eine rein betriebswirtschaftliche Forschergruppe von der DFG gefördert. Beteiligt sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universität zu Köln sowie die Kühne Logistics University. Das Projekt ist auf sechs Jahre angelegt und wird in den kommenden drei Jahren mit ca. 1,5 Millionen Euro gefördert. Soziale Medien wie Facebook, Twitter, Spotify oder YouTube beeinflussen in immer stärkerem Maße das Verhalten von Kundinnen und Kunden. Weil sich durch die digitalen sozialen Medien Informationen viel schneller und weiträumiger verbreiten, werden potentielle Käuferinnen und Käufer immer weniger durch klassische Werbespots und Anzeigen und stattdessen zunehmend durch Meinungsäußerungen in den sozialen Netzwerken beeinflusst. Konsumentinnen und Konsumenten erlangen dadurch gegenüber Unternehmen in einer bislang ungeahnten Weise Macht. Dies gilt besonders bei sogenannten hedonischen Medienprodukten (also Produkten, deren Konsum durch Spaß und Vergnügen gekennzeichnet ist) wie Büchern, Computerspielen, Filmen oder Musik. Die Forschergruppe untersucht die Wirkung sozialer Medien auf Konsumverhalten und Produktvermarktung und weitet den Blick auf die Reaktionen der Konsumenten und Märkte aus. Kontakt: Prof. Dr. Henrik Sattler, Institut für Marketing der Universität Hamburg.

*Landesforschungsförderung für den kooperativen Forschungsverbund „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“
Die von den RCMC-Mitgliedern Prof. Dr. Gabriele Klein (Sprecherin) und Prof. Dr. Claudia Benthien (stellvertret. Sprecherin) geleitete Forschungsgruppe “Übersetzen und Rahmen: Praktiken medialer Transformation” wurde im Juli 2014 für die Hamburger Landesforschungsförderung ausgewählt. Die Laufzeit beträgt drei Jahre und beginnt am 1. Januar 2015. An dem kooperativen Forschungsverbund ist die Universität Hamburg mit den Fakultäten für Psychologie und Bewegungswissenschaft (PB), Geisteswissenschaften (GW) sowie die Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfBK) beteiligt. Ziel ist es, die Reichweite von Übersetzungs- und Rahmentheorien für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen auszuloten und diese Modelle für die medientheoretische und medienästhetische Forschung fruchtbar zu machen. Der Forschungsverbund umfasst sieben Forschungsprojekte, von denen fünf von RCMC-Mitgliedern geleitet werden:

Performing Poetry. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik – Prof. Dr. Claudia Benthien

Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels – Prof. Dr. Astrid Böger

Bewegungen übersetzen. Tanzästhetische Transformationen und ihre medialen Rahmungen – das Beispiel des ‚afrikanischen Tanzes’ – Prof. Dr. Gabriele Klein 

Ästhetische Prozesse und Aneignungspraktiken in interaktiven und pseudo-authentischen Webserien – Juniorprof. Dr. Markus Kuhn

Authentizität transformieren. Übersetzen und Rahmen als Praktiken des dokumentarischen Films in medialen Milieus – Prof. Dr. Thomas Weber

*Forschungsprojekt „Religiöse Selbstdarstellungen junger Muslim_innen in sozialen Netzwerken Deutschlands“
RCMC-Mitglied Dr. Reyhan Şahin führt seit August 2014 das von der Gerda Henkel Stiftung geförderte Forschungsprojekt „Religiöse Selbstdarstellungen junger Muslim_innen in sozialen Netzwerken Deutschlands“ am Fachbereich Turkologie des Asien-Afrika-Instituts der Universität Hamburg durch. Şahin untersucht, wie sich religiöse Orientierungen von Musliminnen der zweiten und dritten Generation in Deutschland in sozialen Netzwerken im generellen bildlich und sprachlich abzeichen. Wie sprechen junge muslimische Frauen über den Islam? Wie positionieren sie sich bezüglich ihrer Konfession innerhalb der Bundesrepublik Deutschland? Wie betrachten sie Themenbereiche wie etwa Kopftuch, Religiösität, Säkularisierung, Nationalismus, Emanzipation, Integration, Re-Islamisierung, Salafismus? Diese und weitere Aspekte sollen fokussiert und an den Studien zu „Neo-Muslima“ in Deutschland angeknüpft werden.
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* Rückblick: Gastvorträge auf den Konferenzen “ Future Visions. Speculation and Anticipation in Graphic Narratives” und „Here You Leave Today. Time & Temporality in Theme Parks”
Prof. Dr. Astrid Böger (Fakultät für Geisteswissenschaften) hat am 11. Juli 2014 einen Gastvortrag am Institut für Amerikanistik an der Universität Bayreuth gehalten. Bei dem Workshop „Future Visions. Speculation and Anticipation in Graphic Narratives“ sprach sie über “Destiny’s Temporal Anomaly’ in X-Men: Days of Future Past”. Die Veranstaltung, an welcher Studenten, Doktoranden und Wissenschaftler aus der Comicwissenschaft teilnahmen, handelte von in Comics dargestellten Zukunftsvisionen und bisher unverwirklichten Möglichkeiten seit den 1980er Jahren bis heute.
Auch in einem weiteren Vortrag befasste sich Astrid Böger mit past futures, “vergangener Zukunft”. Auf der Konferenz „Here You Leave Today. Time & Temporality in Theme Parks” an der Universität Mainz (18.-20.9.14) war sie mit dem Vortrag “Revisiting Past Futures at the 1939 New York World’s Fair” vertreten.

*Zwischenbericht: Das WebserienBlog zwei Jahre nach dem Launch
Seit das WebserienBlog vor zwei Jahren online ging, hat es sich als wichtige Anlaufstelle für die deutsche Webserienszene etabliert. Das Online-Dokumentationsprojekt von Prof. Dr. Markus Kuhn umfasst inzwischen über 90 Beiträge, die unter der Beteiligung von MitarbeiterInnen und Studierenden des IMK entstanden sind. Es kann inzwischen über 1000 Seitenaufrufe pro Monat verzeichnen und wird von Anbietern als wichtige Plattform wahrgenommen, ihre Webserien bekannt zu machen. Ziel des Projekts ist erstens die möglichst vollständige Dokumentation der deutschsprachigen Webserienlandschaft. Zweitens geht es um die erzähltheoretisch orientierte Auseinandersetzung mit einer neuen audiovisuellen Erzählform, die besonders von den Rahmenbedingungen des Internets geprägt ist. Da die Angebotslandschaft für Webserien sehr unübersichtlich und schnelllebig ist, beinhaltet das auch die Rekonstruktion bereits wieder aus dem Netz verschwundener Serien. Außerdem werden die aufgefundenen Episoden in einem internen Archiv gesammelt. Mit einem weiterentwickelten Analyseraster soll diese Arbeit in Zukunft weiter systematisiert werden. Des Weiteren entstehen derzeit Beiträge zu internationalen Produktionen und intermedialen Grenzphänomenen. Dazu gehören etwa die Eigenproduktionen von Video-on-Demand-Anbietern wie Netflix, die die Grenzziehung zwischen Fernseh- und Webserie erschweren.

*Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

„Hamburg, das ist mehr als ein Haufen Steine.“
Dr. Hans-Ulrich Wagner (Hans-Bredow-Institut) ist Mitherausgeber eines Bandes, dessen Titel auf ein Zitat Wolfgang Borcherts zurückgeht. In 13 Aufsätzen wird darin die Entwicklung von Borcherts Heimatstadt Hamburg nach 1945 zu einem bedeutsamen kulturellen Zentrum aufgezeigt. Dies geschieht anhand von Beispielen aus dem kulturellen Feld: es geht um Autoren und ihre Werke, aber auch um Agenturen und Institutionen wie die Staatsbibliothek, die Theater, den Rundfunk und die von Hamburgs erfolgreichstem Verleger Axel Springer gegründeten Verlage. Wagner ist als Autor mit dem Aufsatz „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und das literarische Feld in der Metropolregion Hamburg“ vertreten. Das Buch wurde im Auftrag der Internationalen Wolfgang- Borchert-Gesellschaft herausgegeben.
Weitere Informationen
Hans-Ulrich Wagner, Melanie Mergler, Hans-Gerd Winter (Hrsg.) (2014): „Hamburg, das ist mehr als ein Haufen Steine.“ Das kulturelle Feld in der Metropolregion Hamburg 1945-1955. Dresden: Thelem.„Consumer campaigns in corporate public affairs management – the case of climate change and the German energy industry „
Die ehemalige GMaC-Promovendin Inga Schlichting hat im Journal of Communication Management eine Dissertations-Publikation veröffentlicht. Schlichting schloss 2013 ihre Promotion bei Prof. Mike Schäfer ab, ihr Mentor war Prof Michel Clement. Unter dem Titel “Strategie und Wirkung unternehmerischer Klimakampagnen am Beispiel der deutschen und internationalen Energieindustrie” ging sie der Frage nach, ob Kampagnen von Energieunternehmen, in denen sie ein umweltfreundliches Image aufbauen, als glaubwürdig empfunden werden.
Weitere Informartionen
Inga Schlichting (2014): „Consumer campaigns in corporate public affairs management: The case of climate change and the German energy industry „, in:Journal of Communication Management, Vol. 18 Iss: 4, pp.402 – 421.

3. Graduate School Media and Communication:

* Eva Boller hat vom 18. bis 19. September 2014 an der Konferenz „Media, War and Memory“ in Auckland, Neuseeland teilgenommen. Anlässlich des 100. Jahrestages seines Ausbruchs stand dabei der erste Weltkrieg im Mittelpunkt. Eine zentrale Frage betraf dabei die Bedeutung des Konflikts aus heutiger Sicht, stets im Hinblick auf die Verbindung zu den Medien und der Erinnerung. Weitere Informationen

* Tobias Steiner hat vom 1. bis 3. Oktober 2014 an der internationalen Konferenz ‘Transgressive Television: Politics, Crime, and Citizenship in 21st-Century American TV Series’ im Amerika Haus Wien teilgenommmen. Die Konferenz befasste sich mit den sogenannten “neuen amerikanischen Qualitäts-Fernsehserien” und deren produktionstechnischen, thematischen, strukturellen und formalen Konstellationen. Auf der RCMC-Website berichtet Tobias Steiner von der Tagung. Weitere Informationen

Des Weiteren stellte Tobias Steiner am 11. Oktober 2014 an der Universität Mainz im Rahmen des Postgraduate Forum der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien sein Projekt unter dem Titel „Serial TV Drama as Medium of Cultural Memory, and the History of History on US Television“ vor. Weitere Informationen

* Jana Tereick, GMaC-Absolventin, hat ihr Promotionsprojekt zum Thema Klimawandel in den Medien abgeschlossen und am 17. Juli 14 verteidigt. Am 1. Oktober 2014 hat sie eine Vertretungsprofessur für Germanistische Didaktik an der Universität Vechta übernommen.

4. International News:

Juliana Guarany, a former Mundus-Journalism- Master student of Hamburg University, has received a fellowship from Alexander von Humboldt Foundation to start a project at Hamburg University. Juliana will create a global digital app to be used by women in dangerous situations, either from verbal aggression on the streets to domestic violence. The idea is to create a global database and feminist network in which similar initiatives around the globe can benefit from each other. She will be working closely with Dr. Monika Pater.

5. People at the RCMC:

Das Direktorium hat als neue RCMC-Mitglieder bestätigt: Dipl.-Medienwissenschaftlerin Imke Hoppe, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und PD Dr. Monika Pietrzak-Franger, Institut für Anglistik und Amerikanistik. Herzlich willkommen!

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

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