Medienpraktiken – Medienmodi. Medienhandeln aus praxistheoretischer Sicht

Am Mi, 29.6. kam Christian Pentzold auf Einladung des Hans-Bredow-Instituts zu einem Gastvortrag an die Graduate School.

Titel: “Medienpraktiken – Medienmodi. Medienhandeln aus praxistheoretischer Sicht”

Was tun wir, wenn wir mit Medien umgehen? Wie gebrauchen wir Medien, um Inhalte zu rezipieren, um Botschaften zu vermitteln oder um zu kooperieren? Wie kann eine Koordinierung und Regulierung dieser Handlungsweisen sich gestalten? Und wie kann den Konvergenzen auf der Ebene technischer Geräte und auf der Ebene der Gebrauchsweisen theoretisch und empirisch Rechnung getragen werden? Mit Blick auf diese Fragen entwickelt der Vortrag ein Modell von Medienhandeln als Medienpraktiken. Dabei schließt er an Theorien sozialer Praktien an, wie sie von Anthony Giddens, Pierre Bourdieu und Theodore Schatzki entworfen wurden. Praktiken sind damit typisierte, routinisierte Aktivitäten, die in Relation zu Akteuren, technisch-materialen Arrangements sowie Strukturierungsinstanzen wie Regeln, Werten, Zielen und Wissensordnungen hervorgebracht werden.

Das Modell der Medienpraktiken wurde im Vergleich zu vorliegenden Ansätzen der Nutzungs- und Rezeptionsforschung eingeordnet, wie sie mit den Konzepten der Genres, Formate, Gattungen, Rahmen und Kommunikationsmodi vorliegen.

Christian Pentzold promoviert derzeit an der Universität Chemnitz. Nähere Informationen sind unter http://www.medkom.tu-chemnitz.de/mk/personen_pentzold.php bzw. unter http://christianpentzold.de zu finden.

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