ZEIT-Stiftung fördert RCMC und GMaC

Die ZEIT-Stiftung fördert den neuen Forschungsschwerpunkt „Repeat, Remix, Remediate: Formen und Normen der Wiederwendung digitaler Medien“. Die Fördermittel, die per Kurzzeitstipendien als „Seeding Money“ innovative Ideen unterstützen sollen, wurden an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler vergeben, die aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Impulse zur weiteren Bearbeitung des Themas der Wiederverwertung digitaler Medienangebote setzen werden.

Repeat, Remix, Remediate: Formen und Normen der Wiederwendung digitaler Medien 

Die Digitalisierung von Medien- und Kommunikationsdiensten führt zu einer annähernd unbegrenzten Verfügbarkeit, Kopierbarkeit, Speicherbarkeit, Bearbeitbarkeit und Verbreitbarkeit von Medienangeboten. In der Folge wird die Medienlandschaft in zunehmendem Maße durch das Kopieren oder, allgemeiner, durch die Wiederverwendung bereits veröffentlichter Medienangebote geprägt. Sowohl professionelle als auch nicht-professionelle Akteure entwickeln derzeit kulturelle und soziale Praktiken sowie Geschäftsmodelle, die durch spezifische Formen der Wiederverwendung von Medienangeboten gekennzeichnet sind. Dies wird begleitet von einer intensiven gesellschaftlichen Debatte über die für die Wiederverwendung veröffentlichten Materials geltenden Normen; verwiesen sei hier nur auf die aktuellen Diskurse über Piraterie, Plagiate und Urheberrechte.

Am Research Center for Media and Communication setzt sich ein interdisziplinär zusammengesetztes Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Hamburg und des Hans-Bredow-Instituts in den nächsten Jahren systematisch mit dieser Entwicklung und den damit verbundenen kulturellen, gesellschaftlichen, ökonomischen und rechtlichen Fragen auseinander. Es leistet damit einen relevanten Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung über die Formen und Normen der Wiederverwendung von Medienangeboten.

Mit Hilfe der Förderung durch die Zeit Stiftung wurden Kurzzeitstipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die mit innovativen Impulsen die Auseinandersetzung mit der Thematik befruchten. Die RCMC-Mitglieder selbst werden die konzeptionellen Grundlagen für den Forschungsschwerpunkt in eigenen Projekten vertiefen und Anträge auf nachhaltige Förderformen ausarbeiten, mit denen die Arbeit in den Folgejahren auf eine sichere Basis gestellt werden kann. Zugleich bauen sie ihre Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Medienkultur, -wirtschaft und -politik sowie aus der Zivilgesellschaft aus, um diese Akteursperspektiven in die Forschung einfließen zu lassen. Die Aufbauphase endet mit einer eintägigen Konferenz im Spätherbst 2013, bei der das Thema sowie die bis dahin erarbeiteten Impulse öffentlich präsentiert werden sollen.

Antragsteller waren Prof. Dr. Uwe Hasebrink und Prof. Dr. Michel Clement.

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