Archiv der Kategorie: Research

„Move it!“ goes Filmfest Hamburg

In diesem Jahr fordert das 20. Filmfest Hamburg (27. Sept.-06.Okt. 2012) zum TANZ! auf.

Als Nachfolgerinn der Sektionen KUNST! (2010) und MUSIK (2011) steht in dieser Sektion die Verschmelzung, Überschneidung oder Gegensätzlichkeit von Film und anderen Kunstformen im Fokus. Die Sektion TANZ! fächert das vielschichtige Spektrum dessen auf, was Tanzfilm sein kann: Spiel- und Experimentalfilm, Dokumentationen und Portraits, die uns mittanzen lassen. Die insgesamt sieben Filme, die ich in den kommenden Tagen auf dem Filmfest moderieren darf, gewähren dabei Einblicke in ganz unterschiedliche Formen von Tanz. So führt uns „Ballroom Dancer“ in die Welt des lateinamerikanischen Turniertanzes und „First Position“ zu die Wettkampfausscheidungen des Youth America Grand Prix, einem der wichtigsten Ballett-Wettbewerbe der Welt. Mit „Musical Chairs“ wirbeln wir dagegen mit Rollstuhltänzer_innen über das Parket der Ballsäle. Weit entfernt von diesen, in die New Yorker House-Dance-Szene führt uns „Check your Body at the Door“, während „Bollywood: The Greatest Love Story Ever Told“ uns mitnimmt auf eine Reise quer durch die farbenprächtige Motivgeschichte des erfolgreichen Hindi-Kinos. Den Tanz als Ausdruck intimer Emotionen zeigen die Portraits der queeren Performer in „Turning“, während für das frankokanadische Enfant terrible des Tanzes, Dave St. Pierre in „Over my Dead Body“ der Tanz einen Teil seines Kampf ums Überleben bildet.

Foto: Rapid Eye Movie

– Julia Schumacher –

2012 SCSMI Conference (New York)

At first glance attending the annual conference of the SCSMI (Society for Cognitive Studies of the Moving Image) sounds somewhat old-fashioned: „Cognitive film studies? That’s so 1970s!“ … But far from it! The SCSMI is a living scientific community which keeps renewing its object of research as well as its methodological toolbox. Together with Kathrin Fahlenbrach, also member of the Research Center for Media and Communication (RCMC), I was invited to this year’s SCSMI conference that took place 13-16 June 2012 in Bronxville, New York.

Highlights of the conference were the keynote lectures by Alva Noë, David Bordwell and Noël Carroll as well as a night of fascinating experimental 3D films by Ken Jacobs.

These lectures and the various other paper presentations made it quite clear that the majority of research within the SCSMI no longer focuses solely on modeling film viewers‘ cognitive activity of ‚information processing‘ (as one might expect with regard to the ‚cognitivist‘ label) but on the viewing experience as a whole, covering moods, perception, emotions and the diverse ways of relating to fictional characters.

This became also apparent in the paper Kathrin Fahlenbrach and I presented: It was titled „Emotional Mechanics“ and discussed the way video games structure players‘ emotional responses to video game characters and their behaviour. The conference ended on June 16 with a banquet at New York University.

– Felix Schröter –

Tagung „Menschenbilder in der Populärkultur“ 2012 (Wien)

Vom 29. bis 31. März 2012 fand an der Universität Wien die Tagung “Menschenbilder in der Populärkultur – Konflikte und Wandel” statt, zu der zwei Mitglieder der Graduate School als Redner eingeladen waren: Sebastian Armbrust mit einem Vortrag zu Ethik US-amerikanischer Serienhelden und ich selbst mit einem Beitrag zur Normativität digitaler Spiele. Die dreitägige Tagung vertiefte Diskussionen über die Rolle von Menschenbildern in Medien und Gesellschaft, die 2011 auf dem Workshop “Medium Menschenbild” an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz begonnen worden waren.

Am ersten Konferenztag standen Menschenbilder in Film und Fernsehen im Mittelpunkt, etwa Maike Sarah Reinerths Beitrag zur Darstellung des Mentalen im Film, Ivo Ritzer zu Menschenbildern als Heldenbildern im US-Western, japanischen Samurai- und chinesischen Martial-Arts-Film sowie Sebastian Armbrusts bereits erwähnter Vortrag zu moralisch ambivalenten Protagonisten US-amerikanischer TV-Serien.

Der zweite Tag war dagegen deutlich interdisziplinärer geprägt, wenn etwa Daniel Hornuff über die Inszenierung von Promi-Schwangerschaften sprach, Katja Pufalt über die christliche Ikonographie des David LaChapelle und Joseph Imorde über …nunja… Unterhosen, genauer über Derridas Recycling-Begriff im Zusammenhang mit Werbefotographie für Unterwäsche.
Zum Ausklang des Freitagabends stand schließlich ein Besuch in der Schädelsammlung des Naturhistorischen Museums Wien auf dem Programm.

Im Zentrum des letzten Tagungstag standen zunächst noch einmal die neuen Medien, als Jens Eder über Menschenbilder auf Youtube sprach und ich selbst in meinem Vortrag das Problem konfligierender Menschenbilder und dominanter moralischer Strategien im Computerspiel am Beispiel von Deus Ex: Human Revolution thematisierte. Den Schlusspunkt bildete allerdings wieder ein historisch weit ausholender (und dabei doch zeitloser) Vortrag von Gesine Krüger zum “Affentheater”, zur inszenierten Imitation menschlichen Verhaltens durch Affen.

Die Wiener Tagung führte erneut sehr unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven unter dem Begriff des Menschenbildes erfolgreich zusammen. Obwohl die Notwendigkeit von grundlegender Verständigung über Begriffe und Methoden zur Erforschung medialer Menschenbilder einmal mehr deutlich zutage trat, konnte die Tagung doch im Vergleich zur Vorläuferveranstaltung in Mainz noch neue Akzente setzen und begonnene Diskussionen vertiefen. Das nächste Treffen des Forschungsverbundes “Menschenbilder in Medien, Künsten und Wissenschaften” findet unter dem Titel Menschenbilder in der Populärkultur. Kunst-, Bild-, Medienwissenschaften vom 12.-14. Juni 2012 in Siegen statt.

– Felix Schröter –

‘GMaC-lunch’ lecture

A ‘GMaC-lunch’ lecture was organized on 15 May 2012 between noon and 2pm in cooperation with the Hans-Bredow-Institute where the lecture took a place. Prof. Dr. Wolfgang Schulz chaired the discussion and Dr. Manuel Puppis was the keynote speaker of the lecture.

In this lecture, Dr. Puppis discussed the following topic “Comparing Media Policy and Regulation”. In a detailed discussion, he focused on:

  1.   Communication Policy Research: State of the Art
  2.   Basics of Comparing Media Policy and Regulation
  3.   Comparative Media Policy Research: On Overview

As scholars are expected, among other things, to deliver fresh ideas to policy-makers, comparative research can play a crucial role in finding adequate ways to reform media regulation and governance mechanisms. Despite its undeniable merits for research and policy-makers, comparing media policy and regulation is subject to various pitfalls and limitations. Some of the benefits discussed in the lecture were: revealing patterns; advancing theories in general and identifying best-practice models and pointing at possible solutions in specific. However, the pitfalls and limitations discussed in the lecture were the lack of theory-driven research; mostly descriptive in general and in specific, documents unavailable or outdated; documents vs. regulatory reality; different institutional environments.

This lecture aimed at clarifying how exactly comparing media policy and regulation works in practice. It suggested four different steps of comparing media policy and regulation (selecting cases; identifying dimensions; collecting data; performing the actual comparison).

Dr. Puppis argued that future research should move beyond geographical boundaries (e.g., the nation-state) and media systems. Furthermore, he presented the most influential handbooks and key comparative studies. He also emphasized that past research has mainly been interested in instruments of broadcasting regulation in primarily Western countries, and that causal comparisons using macro-qualitative methods are virtually non-existent.

Dr. Manuel Puppis is a guest researcher at the Hans Bredow Institute and at the Graduate School Media and Communication.

– Wesam Amer –

Medienkonzentration – Homogenisierung der Inhalte? Forschungsperspektiven aus Chile und Deutschland

Workshop mit Prof. Dr. María Elena Gronemeyer (Pontificia Universidad Católica, Santiago de Chile) und Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Universität Hamburg/Hans-Bredow-Institut für Medienforschung/RCMC)
 
ZEIT: Mittwoch, 25. April 2012, 12-14 Uhr
 
ORT: Konferenzraum der Graduate School Media and Communication, Mittelweg 177
(wg. Bauarbeiten bitte den Nebeneingang nahe der Bushaltestelle/Ecke Fontenay benutzen)

Aktuelle Ergebnisse aus zwei laufenden Forschungsprojekten werden in diesem Workshop unter der Frage diskutiert, welche Folgen Medienkonzentration haben kann, wie man diese Folgen aufspürt und wie man sie – vor allem bei der wachsenden Vielfalt crossmedialer Informationsrepertoires – bewerten kann.

María Elena Gronemeyer geht in ihrem Projekt den Folgen der Medienkonzentration auf die Inhalte von Tageszeitungen nach. Sie untersucht Leitartikel und Berichte mehrerer chilenischer Zeitungen aus drei Jahren unter der Fragestellung, ob Medienkonzentration zu einer Homogenisierung der Inhalte und der vertretenen Meinungen in der chilenischen Presse führt. Vor dem Hintergrund des von McQuail (1998) geprägten Begriffs der  Vielfalt, unterscheidet sie zwischen einer Homogenität der Aussagen innerhalb einer Zeitung (Basis: Leitartikel und Berichte) sowie der Homogenität zwischen Zeitungen.

Uwe Hasebrink wirft aus Nutzerperspektive die Frage nach Indikatoren für Meinungsvielfalt auf. Auf der Basis erster Ergebnisse aus einem Projekt, das sich mit den Informationsrepertoires in Deutschland beschäftigt, diskutiert er, was die Folgen von Konvergenz und Crossmedia für Konzentrationsbekämpfung sind bzw. sein können.

Damit werden im Workshop sowohl die Perspektive der Inhalte und die der Nutzer_innen berücksichtigt.

 

Blog now online!

Welcome!

We are glad to kick off the blog of the PhD-Students at the Graduate School for Media and Communication, the PhD-Program of the Research Center for Media and Communication at the University of Hamburg, Northern Germany’s leading research University.

This blog will report on our current research projects, reports from interesting international conferences and research trips, literally around the globe.

Feel free to take a look!

Drei Promotionsstipendien – Qualitätsjournalismus in Theorie und Praxis

An der Universität Hamburg sind ab Januar 2012 drei Promotionsstipendien im Arbeitsbereich der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur zu vergeben.

Die Stipendiaten bearbeiten wissenschaftlich Themen aus den Gebieten Qualitätsjournalismus, Crossmedialität und Medienkritik (Media Watch). Im Rahmen eines Promotionskollegs sind sie außerdem als Redakteure im Team einer Fachzeitschrift tätig, die sich mit aktuellen Problemen des Journalistenberufs in Europa befasst.

Wir suchen Nachwuchswissenschaftler/innen, vorzugsweise der Journalistik und Kommunikationswissenschaft, die möglichst über redaktionelle Erfahrung auch in der Zeitschriftenproduktion verfügen. Nähere Angaben zum Verfahren der Stipendienvergabe enthält ein Merkblatt, das wir Ihnen als PDF schicken, wenn Sie sich (adressiert an die Mailadresse volker.lilienthal@wiso.uni-hamburg.de) als Interessent/in identifizieren (bitte mit Postanschrift!).

Erschienen in DIE ZEIT vom 15.09.2011

Arbeitstagung:„Ästhetik der Medien – Übersetzen und Rahmen“

Einladung zu öffentlichen Vorträgen innerhalb der Arbeitstagung
„Ästhetik der Medien – Übersetzen und Rahmen“ des RCMC:

Fr., 8.7.2011:
9.15-10.30 Uhr
Prof. Dr. Jürgen Raab (Luzern):
Setzung und Übersetzung.
Visuelle Sinnkonstruktion im Spannungsverhältnis von Rahmung, Modulation und Dekontextualisierung

11.00-12.15 Uhr
Prof. Dr. Deniz Göktürk (Berkeley):
Passagen – Files – Zuschauer:
Grenztopographien in Film und Video

Sa., 9.7.2011
9.00-10.15 Uhr
Prof. Dr. Lothar Mikos (Potsdam):
Intermedialität versus Transmedialität
– Erzählstrukturen in einer konvergenten Medienkultur

10.45-12.00 Uhr
Prof. Dr. Kati Röttger (Amsterdam):
Raum-Zeit des Spektakels.
Was wollen die Medien?

Die Vorträge finden im Hörsaal des Fachbereichs Bewegungswissenschaft in der Mollerstraße 10 statt.