Archiv der Kategorie: RCMC News

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Juli 2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

wie immer zum Sommersemester kommt hier der RCMC-Newsletter mit Ausblicken und Rückblicken zu Konferenzen, Workshops und Vorträgen, zu Projekten und Publikationen im Umfeld der RCMC-Mitglieder.

Die jüngsten Ereignisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben in höchstem Maße öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, in und um Hamburg. Ein Medienereignis, das in das kollektive Gedächtnis der Hansestadt eingehen wird, verbunden mit mediatisierten wie auch direkten Erfahrungen und Kommunikationen vor Ort, etlichen Teilöffentlichkeiten, lokal und regional und global, unterschiedliche Meinungen, anhaltende Debatten – jede Menge Stoff für kommunikations- und medienwissenschaftliche Debatten und Forschungsprojekte.

Zuletzt ein Wort in eigener Sache: Ein Stabwechsel steht an. Ich verabschiede mich als RCMC-Sprecherin und Herausgeberin des RCMC-Newsletter und freue mich, diese Aufgaben an meine Kollegen und RCMC-Direktoriumsmitglieder Michel Clement und Uwe Hasebrink weitergeben zu dürfen. Der nächste RCMC-Newsletter erscheint wie gewohnt im Herbst – alle  RCMC-Mitglieder erhalten rechtzeitig eine Mail mit der freundlichen Aufforderung, die Meldungen an das Redaktionsteam zu senden, die Sie gerne im Newsletter publizieren möchten.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen und sonnigen (Rest-)Sommer, und gleichermaßen erholsame und produktive Wochen in der vorlesungsfreien Zeit.

Mit besten Grüßen, Ihre

Irene Neverla

– Herausgeberin des RCMC-Newsletter –

1. Come and Meet:

* Keynote-Vortrag von Astrid Böger bei der Summer School „Transnational Graphic Narratives“ an der Universität Siegen.
Die Summer School wird vom 31.7.-5.8.2017 stattfinden. Astrid Böger wird einen Vortrag zum Thema “Transnational Graphic  Narratives from Down Under: An Overview.“ halten.

* Diskussionsbeitrag von Astrid Böger zur Konferenz “Poverty viewed at a distance? Depicting Destitution across Media an der Universität Graz.
Die Diskussion wird vom 11.-13. Oktober 2017 am Center for Intermediality Studies an der Universität Graz, Österreich, stattfinden.

* Das Thema des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen lautet im Wintersemester 17/18 „Rahmungen und Rahmen“.
Als Gäste begrüßt der Verbund Michi Knecht und Jürgen Raab mit jeweils einem Vortrag und anschließender Diskussion.

* Tagung „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“, HFBK Hamburg, 13. und 14.10.2017.
Die Tagung wird von den wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen organisiert. Auf den Call der Tagung hat es rund 60 Bewerbungen aus Europa, Australien und den USA gegeben. Das umfassende Programm wird in Kürze auf den Seiten des Forschungsverbundes unter diesem Link veröffentlicht.

2. Good to know

* Relaunch der Website des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung.
Seit 14. Juni 2017 ist sie online, die neue Seite des Hans-Bredow-Instituts! Voller Informationen, thematisch noch besser vernetzt, hübsch und modern. Über Kommentare und Hinweise darauf, was noch nachgebessert werden sollte, freut sich die Socialmedia-Redaktion des Instituts unter socialmedia@hans-bredow-institut.de!

* Projektergebnisse: Wissenschaftliches Gutachten des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung veröffentlicht.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat am 27. Juni 2017 den wissenschaftlichen Teil des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung veröffentlicht, der die Entwicklung der Medien in Deutschland zwischen 2013 und 2016 untersucht. Mit dem wissenschaftlichen Gutachten war das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung beauftragt. Das Gutachten stellt die zentralen Entwicklungen im Berichtszeitraum dar und skizziert zukünftige Chancen und Herausforderungen für die Beteiligten auf den Märkten für Medien und Kommunikationsdienstleistungen sowie für Politik und Gesellschaft.
Gutachten zum Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung 2017
Kurzzusammenfassung des Gutachtens zum Medien- und Kommunikationsbericht 2017
Projekt-Informationen finden Sie hier.

* Projektergebnisse: Fernsehen bleibt wichtigste Nachrichtenquelle. Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2017“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich.
Mehr als drei Viertel der erwachsenen Internetnutzer in Deutschland schauen sich Nachrichten im Fernsehen an (77 %). Für mehr als die Hälfte ist das Fernsehen die wichtigste Quelle (52 %) für Informationen über das Weltgeschehen. Auch über die Hälfte der 18- bis 24-jährigen Onliner schaut regelmäßig Nachrichten im TV (59 %), und für jeden Dritten dieser Altersgruppe ist das Fernsehen die wichtigste Ressource für News. Weitere Ergebnisse in der Pressemitteilung.

* Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2017″ für Deutschland (erschienen in der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts, Nr. 42; pdf zum Download).
Reuters Institute Digital News Report 2017 (englisch).
Projektseite mit Übersicht zur aktuellen Studie und Links zu den Ergebnissen der letzten Jahre.

* Mitschnitte von der Tagung Körperbilder im Deutschland-Radio Nova und als Podcast im Netz.
Einige Vorträge der Tagung Körperbilder – Körperpraktiken (im Oktober 2017 vom Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft ausgerichtet) wurden bzw. werden demnächst in der Sendereihe „Hörsaal“ des Deutschlandradio ausgestrahlt. Bei „Hörsaal“ werden Keynotes, Vorträge, Paneldiskussionen usw. aus dem zumeist akademischen Kontext gesendet und auch als Podcast zur Verfügung gestellt.

  • Unter dem Titel „Vorbildliche Körper: Biertrinkende Männer und dicke Frauen“, wurden am 27. November 2016 bereits zwei Vorträge ausgestrahlt, die man nachhören kann:
    Praxeologie und Performativität: (De-)Konstruktionsprozesse und (Re-)Präsentation maskuliner Körperidentitäten im Spannungsfeld zwischen Bier- und Kosmetikwerbung, von Florian Diener.
  • Plus Size Blogs – Praktiken visueller Repräsentationen von Körpern und die Infragestellung weiblicher Normkörper in der Mode als Kampf um Anerkennung, von Melanie Haller (Universität Paderborn/HAW Hamburg)
  • Am Samstag, den 15. Juli 2017 um 18:05 Uhr gibt es Meme als Diskursintervention: Visuelle Körperrepräsentationen im Diskurs um Sexismus am Beispiel von #distractinglysexy, von Cornelia Brantner (Technische Universität Dresden), Katharina Lobinger (USI – Università della Svizzera italiana) & Miriam Stehling (Universität Tübingen) und Coole Posen mit Lederjacken und Zigaretten. Visualisierungsstrategien von Coolness in der Literatur der Weimarer Republik, von Catharina Rüß (Fahmoda Akademie für Mode und Design Hannover/Universität Hamburg).

 

AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN UND NEUERSCHEINUNGEN

* CD-Veröffentlichung Alina Tiews.
Korrektur des letzten Newsletters: Im RCMC-Newsletter vom April ist uns leider ein Fehler bezüglich der CD-Publikation von Alina Tiews unterlaufen. Wir bitten alle Leser_innen, dies zu entschuldigen. Im Folgenden finden Sie die korrigierten Informationen:
„Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, erstellt am Hans-Bredow-Institut in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv und mit Förderung der Historischen Kommission der ARD. Hier finden Sie alle Informationen.
Hans-Ulrich Wagner und Alina Tiews gaben dem WDR 5 dazu ein Interview. Hier können Sie es nachhören.

* „Syphilis in Victorian Literature and Culture”, Autorin Monika Pietrzak-Franger.
Die Studie behandelt die offenkundige, aber bisher weitgehend unerforschte, Verflechtung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in Diskursen über Syphilis. Eine Neubetrachtung der Krankheit hinsichtlich ihres doppeldeutigen Status und der Sichtweisen, die sie generierte, ermöglicht es, das komplexe Geflecht soziokultureller und politischer Wechselbeziehungen zu überdenken, das durch Syphilis verhandelt wurde. Gleichzeitig wirft eine solche Betrachtung weitergehende Fragen zur Funktion der Krankheit im Bezug auf die Konstruktion individueller, nationaler und imperialer Identitäten auf. Syphilis in Victorian Literature and Culture ist die erste groß-angelegte interdisziplinäre Untersuchung zu Syphilis im spätviktorianischen Großbritannien. Ihre Relevanz liegt vor allem in ihrem neuartigen Fokus auf den multimedialen und multidiskursiven Evokationen von Syphilis. Viele der heterogenen Quellen, die dieses Buch heranzieht, haben sich bisher kritischer Aufmerksamkeit weitestgehend entzogen; ihre Analyse ermöglicht es erstmals die komplexen und poly-ideologischen Ursachen für die Aktivierung der komplexen Syphilis-Symbolik und deren Funktion in spätviktorianischer Kultur zu beleuchten. Die Publikation ist ab sofort beim Verlag bestellbar.

* Sammelband „Lügenpresse. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs.“ Herausgegeben von Volker Lilienthal und Irene Neverla.
Köln: Kiepenheuer und Witsch, Erscheinungstermin: August 2017. Details können hier eingesehen werden.
Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ markiert das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus – in Teilen – unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Menschen „wahrheitsgemäß“ zu informieren. Was sind die Hintergründe dieser Glaubwürdigkeitskrise? Im Band – hervorgegangen aus einer Ringvorlesung an der UHH im WS 16/17 – gehen Journalist_innen und Wissenschaftler_innen den politischen und medialen Hintergründen nach und skizzieren, was Journalismus und Kommunikationsforschung angesichts der Verunsicherungen und Fehlentwicklungen tun können. Zu den Autor_innen dieses Bandes gehören u.a.  Katharina Kleinen-von Königslöw und Michael Brüggemann, (beide Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, UHH), sowie Jakob Augstein (der Freitag), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel), Giovanni de Lorenzo (Die Zeit), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung).

* „Lachen, Lieben, Leiden. Alter und Erotik in fiktionalen Sendungen des Deutschen Fernsehens“ von Joan Kristin Bleicher.
In: Anja Hartung, Dagmar Hoffmann, Hans Dieter Kübler, Bernd Schorb, Clemens Schwender (Hrsg.): Erotik und Sexualität. Medien und Altern H.9. 2016. S. 34-46.

* „Gestorben wird immer – Tod im Fernsehen.“ Joan Kristin Bleicher.
In: Ilona Norden (Hrsg.): Tod und Trauer im Netz. Mediale Kommunikation in der Bestattungskultur. Stuttgart: Kohlhammer Verlag 2016. S. 153-168.

* “A story bigger than your life? The safety challenges of journalists reporting on democratization conflicts” von Judith Lohner und Sandra Banjac erscheint im Sammelband ‚The Assault on Journalism: Building Knowledge to Protect Freedom of Expression‘, eds. Ulla Carlsson and Reeta Pöyhtäri.
Das Buch wurde anlässlich des Welttages der Pressefreiheit in Jakarta Mai 2017 vorgestellt und steht zum Kauf bzw. Download bereit bei Nordicom. Diese Publikation entstand aus dem von Irene Neverla geleiteten Projekt Journalistic ethics and work practices in conflict societies, Teil des EU Forschungsprojekts ‚Media, Conflict and Democratisation‘ (MeCoDEM, mecodem.eu).

* Arbeitspapier “Data-Driven Reporting – an On-Going (R)Evolution? A Longitudinal Analysis of Projects Nominated for the Data Journalism Awards 2013–2015“ von Fenja De Silva-Schmidt, Promovendin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, und Mitglied der GMaC, Wiebke Loosen und Julius Reimer.
Die Publikation steht zum Download auf der Homepage des Hans Bredow-Instituts zur Verfügung.

* Aufsatz „Kreative Zwischenräume. Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels“ von Astrid Böger.
In: Claudia Benthien, Gabriele Klein, Hrsg., Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag, 2017, S. 75-87.

* Aufsatz „Revisiting Past Futures at the New York World’s Fair (1939-1940)“ von Astrid Böger.
In: Filippo Carlà-Uhink, Florian Freitag, Sabrina Mittermeier, Ariane Schwarz, Hrsg., Time and Temporality in Theme Parks. Hannover: Wehrhahn Verlag, 2017, S. 189-200.

*Arbeit an Sammelband des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen.
Die Mitglieder des Forschungsverbundes arbeiten zurzeit an der Herausgabe des Sammelbandes der internationalen Tagung „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“, die im Mai dieses Jahres an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg stattfand. Des Weiteren wird an der Veröffentlichung zur Tagung „Praktiken medialer Transformationen: Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ gearbeitet, die am 9. und 10.12.2016 an der UHH stattfand. Beide Veröffentlichungen werden im kommenden Jahr erscheinen.

* M&K-Themenheft „Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft“
Das über 300 Seiten starke Heft 2/2017 M&K widmet sich als Themenheft einer prominenten, umstrittenen Theorie: dem Konstruktivismus. Mit Beiträgen zu den theoretischen Zugängen von Siegfried J. Schmidt; Ricarda Drüeke / Elisabeth Klaus / Martina Thiele; Gerhard Vowe. Mit Beiträgen zu neuen Theorieperspektiven von Jo Reichertz; Peter Gentzel; Hektor Haarkötter; Hagen Schölzel; Andreas Hepp / Uwe Hasebrink. Mit Beiträgen zu aktuellen Transformationen von Wiebke Loosen / Armin Scholl; Margreth Lünenborg; Hendrik Michael; Christoph Neuberger, zum Inhalt.
Der Einleitungsbeitrag der Gastherausgeber kann frei heruntergeladen werden.

*  „Reuters Institute Digital News Survey 2017 – Ergebnisse für Deutschland.“ Von Sascha Hölig und Uwe Hasebrink. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Juni 2017 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Institut Nr. 42) (pdf)
Zum Download: Reuters Institute Digital News Survey 2017 – Ergebnisse für Deutschland

* The Internet of Toys: A Report on Media and Social Discourses around Young Children and IoToys.
Der Bericht aus der COST-Action DigiLitEY enthält u.a. Beiträge von Claudia Lampert. Mehr Informationen im pdf zum Download.

 

RÜCKBLICKE AUF VERGANGENE VERANSTALTUNGEN, SOMMERSEMESTER 2017:

* Tagung: Historische Authentizität und Medien
Tagung des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und des Hans-Bredow-Instituts
Der zweitägige Workshop, geleitet von Christoph Classen und Hans-Ulrich Wagner führt zwölf Beiträge zusammen, die sich empirisch oder theoretisch mit dem Verhältnis von Medien und Authentizität beschäftigen und dabei eine historische Perspektive einnehmen. Zwei Keynotes von Helmut Lethen (Wien) und Judith Keilbach (Utrecht) leiten die Veranstaltung ein. Ziel ist es, aus historischer, medien- und kommunikationswissenschaftlicher, museologischer sowie sprach- und kulturwissenschaftlicher Sicht das spannungsreiche Verhältnis von Massenmedien und Authentizitätszuschreibungen bzw. -erwartungen insbesondere im Verlauf des „langen 20. Jahrhunderts“ paradigmatisch zu analysieren.
Programmflyer (pdf)
Mehr Informationen

* Symposium „Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Umbruch“.
Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Umbruch
stand im Mittelpunkt eines öffentlichen Symposiums der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Aus der Kommunikationswissenschaft berichtete Katharina Kleinen-von Königslöw über ihre zukünftige Forschung zum Thema „Bürger-Debatten zu nachhaltiger Ernährung in sozialen Netzwerken“. Sie war damit eine von acht Forscher_innen, die Einblicke in zukünftige und laufende Projekte gaben. Themen waren etwa die Zukunft von Nachhaltigkeit und die gesellschaftlichen Bedingungen nachhaltiger Ernährung. Der Umweltpolitik-Leiter vom „Naturschutzbund Deutschland“ (NABU), Malte Siegert, und der wirtschaftspolitische Journalist Mark Schieritz von der Wochenzeitung „Die Zeit“ kommentierten die Ausführungen.
Das Symposium war Auftakt des neuen sozialwissenschaftlichen Forschungsclusters Nachhaltigkeit an der Universität Hamburg. Ziel des Verbundes ist es, das Thema Nachhaltigkeit unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen fachübergreifend zu erforschen. Neben den acht Vortragenden ist auch Michael Brüggemann Teil des Forschungsclusters, das aus insgesamt neun Professuren aus den Fachgebieten Soziologie, Sozialökonomie, Kommunikationswissenschaft und Kriminologie besteht.

* Workshop zur Rolle von Journalismus und Wissenschaft in der Klimawandel-Debatte vom 21.-23. Juni.
Michael Brüggemann und sein Team haben zum Workshop „Re-defining the Boundaries of Science and Journalism in the Debate for Climate Change“ eingeladen, zu dem renommierte Wissenschaftler_innen beigetragen haben wie Max Boykoff, Center for Science and Technology, Policy Research der University of Colorado; Lance Bennett, Professor der Politikwissenschaften an der Universität Washington; Risto Kunelius, University of Tampere, Finnland, und Radhika Mittal, National Academy of Administration, Mussorie, India.
Das Programm ist hier einsehbar.
Im Workshop ging es um die veränderten Rollen von Wissenschaft und Journalismus in der öffentlichen Kommunikation über ein ‚post-normales’ Wissenschaftsthema, den Klimawandel: Können Diskurskoalitionen über die Organisationsgrenzen von Wissenschaft und Journalismus hinweg geknüpft werden? Wie werden Normen professioneller Kommunikation neu verhandelt und führen sie zu neuen Praktiken? Wie unterscheiden sich die Muster post-normaler Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Ländern? Die ersten beiden Tage dieses Workshops wurden intern genutzt, um die o. g. Fragen zu diskutieren. Der dritte und letzte Veranstaltungstag war für das allgemeine Publikum geöffnet. Die abwechslungsreiche Mischung von Vorträgen zu verschiedenen Facetten der Klimakommunikation war gut besucht und auch per Skype waren internationale Teilnehmer_innen zugeschaltet.
Fotos und ein ausführlicherer Bericht zu dem Workshop finden sich hier.

* VortragFilm- und Fernsehkritik zwischen Kunstform und Werbung“, am 11.05.2017. Von Joan Bleicher / Aileen Pinkert, beide Institut für Medien und Kommunikation. Ringvorlesung Kritisch denken in den Geisteswissenschaften. Universität Hamburg, Sommersemester 2017
Wie können Sprache und Schrift die flüchtigen Bilder und Töne des Films und des Fernsehens einfangen? Film- und Fernsehkritik unternimmt den Versuch, diese sich entziehenden Erscheinungen in eine neue Form zu übersetzen. Von Beginn an entwickelte sie sich dabei in einem Spannungsverhältnis zwischen journalistischer Medienkritik und Medientheorie. Indes sind Filme und Fernsehsendungen nicht nur Gegenstand der (Kunst-) Kritik, sondern selbst als Medien der Kritik zu verstehen. Als „Gegenkino“ oder „Anti-Fernsehen“ verfolgen sie die Absicht, eine genuin kritische Ästhetik zu entwickeln, die quer stehen soll zu bisherigen Konzepten oder Stilen. Der Vortrag fragt daher einerseits nach beobachtbaren Modellen der Film- und Fernsehkritik, andererseits aber auch nach selbstreflexiven Momenten medieninterner Kritik: Welche Formen kritischer Selbstbeobachtung finden sich im Film und im Fernsehen? Prozesse dieser medialen Selbstvergewisserung über Werte- und Urteilssysteme sollen freigelegt werden.

* Vortrag „Die Wut der Bella Block, wenn Pfefferkörner in Wolke 7 über dem Campus schweben und sie der Tiger küsst. Zur Darstellung der Universität Hamburg in Spielfilmen und Serien.“, am 26. Juni 2017. Von Joan Bleicher. Ringvorlesung (Fast) 100 Jahre Universität Hamburg, Universität Hamburg, Sommersemester 2017

* Vortrag „Das Geld und seine Koffer. Zur Inszenierung des Preises in Showformaten des Fernsehens.“, am 9.6.2017. Von Joan Bleicher, Tagung (Falsch)Bilder des Geldes. Bildkultur und Medienreflexion, Universität Hamburg

* Beiträge der Journalistik auf der ICA-Conference, International Communication Association, in San Diego 25.-29. Mai 2017

  • Lohner, Judith; Neverla, Irene; Banjac, Sandra: “Conflict (-sensitive) journalism: How journalists perceive their role when communicating conflicts in transitional regimes.”
  • Lohner, Judith: “Voices to be heard? On the use of citizen eyewitness accounts in journalistic conflict reporting in the digital age”. Paper accepted for presentation at ICA Preconference „Ordinary citizens in the news“.
  • Brüggemann, Michael: “Postnormal Journalism: Climate Journalism and its Changing Contribution to an Unsustainable Debate”.
  • Zusammen mit Tobias Keller von der Uni Zürich trug Katharina Kleinen-von Königslöw zum Thema vor: “Predicting the Digital Success of Swiss Politicians and Parties on Facebook and Twitter”.

Auch das Hans-Bredow-Institut zeigte starke Präsenz: Sieben Mitarbeiter_innen des Instituts wurden eingeladen, ihre Forschungsergebnisse auf der internationalen Fachtagung zu präsentieren, in einem, zwei oder gar vier Vorträgen. Zu ihnen gehörten Michael Grimm, Wiebke Loosen, Lisa Merten, Cornelius Puschmann, Julius Reimer und Lies van Roessel.

* Beitrag auf der Lesbian Lives Konferenz in Brighton am 25. Februar 2017.
Monika Pater hielt einen Vortrag zum Thema „Working against oblivion. The case of fembio and lesbengeschichte.org„.

* Matchmaking-Workshop “Transnational Media Histories”, 22.-26. Mai 2017, mit Wissenschaftler_innen der Fudan-Universität, Shanghai (China).
Im Rahmen von „Transnational Media Histories“, dem bestehenden Kooperationsprojekt der Forschungsstelle Mediengeschichte, fand an der Universität Hamburg ein Matchmaking-Workshop mit den Professor_innen Huang Dan, Sun Wie, Lu Ye und Pan Ji, vier kommunikationswissenschaftlichen Kolleg_innen der Fudan University in Shanghai (China), statt.
Ein Bericht über den Besuch auf der Homepage des Forschungszentrums der Fudan University findet sich hier.

* Visiting Fellows Macquarie University Jeannine Baker and Justine Lloyd from Sydney at the Research Centre Media History
From June 26th to June 29th Jeannine Baker and Justine Lloyd from the Centre for Media History, Macquarie University in Sydney (Australia) were Visiting Fellows at the Research Centre Media History. The invitation to Hamburg was enabled by the MQ-FU-HAM Trilateral Strategic Partnership, a network program of the Universität Hamburg with Macquarie University (Australia) and Fudan University (China). Their stay was part of the research program ‘Transnational Media Histories’ established by Hans-Ulrich Wagner (Hamburg) and Bridget Griffen-Foley (Sydney).
There were two events to which colleagues and students were invited:

  •  Seminar: “London calling: Australian women broadcasters at the BBC, 1930s–1950s”.
  •  Film session: Dead Europe (Dir. Tony Krawitz, AUS 2012), Introduction by Justine Lloyd.

* Veranstaltungsnachlese: Künstliche Intelligenz statt menschlicher Dummheit? Wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert.
Dass Big Data und Algorithmen auch positive Potenziale für Medienunternehmen und den Journalismus haben können, war Thema des 8. Hamburger Mediensymposiums, das das Hans-Bredow-Institut am 13. Juni 2017 gemeinsam mit der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg veranstaltet hat. Über 250 Expert_innen diskutierten  darüber, wie Big Data und Algorithmen für das kommunikative Gemeinwohl eingesetzt werden können. Die Veranstaltungsdokumentation mit Videos findet sich hier.

* Internationale Tagung „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“ vom 18.-20. Mai 2017 an der Hochschule für Bildenden Künste.
Die Tagung fand im Rahmen der Forschergruppe Übersetzen und Rahmen statt. Praktiken medialer Transformationen. Als Organisator_innen fungierten Thomas Weber, Michaela Ott und Astrid Böger.

* Teilprojekt ‚Performing Poetry‘. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik, Projektleitung Claudia Benthien.
Die internationale Konferenz „Poetry in the Digital Age“ fand vom 15. bis 17. Juni 2017 im Akademischen Senatssaal der Universität Hamburg statt. Die Tagung wurde vom Teilprojekt ‚Performing Poetry‘ des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen verantwortet. Gegenstand der Tagung war die Relevanz der auf den ersten Blick anachronistisch anmutenden Textsorte ‚Gedicht‘ im digitalen Zeitalter. Von den Prämissen ausgehend, dass sich Lyrik erstens gegenwärtig einer durchaus erklärungsbedürftigen Beliebtheit erfreut und, dass sie zweitens heutzutage in höchst unterschiedlichen Formaten und Medien zu finden ist, diskutierten die Teilnehmer_innen verschiedene Themen.
Die von Claudia Benthien, Wiebke Vorrath und Catrin Prange organisierte Tagung war sehr produktiv und anregend, v. a. im Hinblick auf den Austausch sowie die Zusammenführung von Ansätzen der interdisziplinären und medienorientierten Lyrikforschung in verschiedenen europäischen Ländern. So bildet die Veranstaltung die Grundlage für die weitere, internationale Zusammenarbeit.

* Abendveranstaltung im Literaturhaus Hamburg mit dem Titel „‚Lyrik Live!‘ Nora Gomringer und Jan Wagner lesen Gedichte“ (am 15. Juni im Rahmen der Konferenz „Poetry in the Digital Age“).
Der Auftritt dieser jüngst mit dem Bachmann- bzw. Büchner-Preis ausgezeichneten Dichter_innen im Veranstaltungsformat des sogenannten ‚Wissensforum‘ des Forschungsverbunds ermöglichte einen Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit. Im Anschluss diskutierten Gomringer und Wagner mit den Literaturwissenschaftlerinnen Claudia Benthien und Wiebke Vorrath Fragen zur gegenwärtigen Popularität von Dichterlesungen, dazu, wie die Aufführungssituation das poetische Werk als ‚ästhetisches Ereignis‘ hervorbringt, und zur Übersetzbarkeit fremdsprachiger Gedichte.
Auch das Wissensforum war eine Veranstaltung des Forschungsprojekts ‚Performing Poetry. Situationale Rahmungen und mediale Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik‘, in dem Gegenwartslyrik unter medien- und performativitätstheoretischer Perspektive untersucht wird. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation und wird durch die Landesforschungsförderung Hamburg finanziert.
Weitere Informationen finden Sie hier.

* Forschungsverbund Übersetzen und Rahmen: Internationale Jahrestagung: „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“ vom 18.-20. Mai 2017.
Die Tagung wurde organisiert von den Projektleiter_innen Astrid Böger (UHH), Michaela Ott (HFBK) und Thomas Weber (UHH) an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Hier diskutierten Wissenschaftler_innen und Künstler_innen aus den Bereichen Philosophie, Medien, Kunst, Performance und Cultural Studies über mediale Praktiken als Rahmungspraktiken. Neben den wissenschaftlichen Beiträgen haben künstlerische Perspektiven die thematische Bandbreite der Tagung bereichert: Der Philosoph Souleymane Bachir Diagne (USA) fokussierte in seiner Keynote anhand der Begriffe Undurchsichtigkeit und Transparenz auf Sichtbarkeitsaspekte. Im Hinblick auf vornehmlich westliche Übersetzungs- und Aufklärungsansprüche forderte er das Recht einer Opazität und Unübersetzbarkeit kultureller Praktiken und stärkte Aspekte von Transparenz und Störung als wertvolle Verstehensleistungen. Weitere Beiträger_innen der Tagung waren die Soziologin Encarnación Gutiérrez Rodríguez (DE), die Literaturwissenschaftlerin Deniz Göktürk (USA), der Tanzwissenschaftler Ramsay Burt (GB), die anglistische Literaturwissenschafterin Julia Lajta-Novak (AT), der Germanist Martin Jörg Schäfer (DE), der Medienwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann (ISR) und die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth El Refaie (GB). Neben den wissenschaftlichen Beiträger_innen haben die künstlerischen Perspektiven der Künstlerin und Graphic Novel Autorin Birgit Weyhe (DE), der Decolonising Design Group (INT) und die des Künstlers Kadia Attia (DE) die thematische Bandbreite der Tagung bereichert.
Im Nachgang erwies sich, auch aus der Sicht der internationalen Referent_innen und Gäste, insbesondere die interdisziplinäre Ausrichtung der Tagung und das breite Spektrum der empirischen Beispiele, durch das die zentralen Begriffe der Tagung – Übersetzung und Situativität – beleuchtet wurden, als sehr fruchtbar. Der Forschungsverbund nimmt die Arbeit an dem international ausgerichteten Sammelband auf, der die Beiträge der Tagung versammeln und 2018 erscheinen soll.

* Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels / Projektleitung: Astrid Böger. Wissensforum: „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better”
 Am 20.4.2017 fand ein Wissensforum statt, zu dem das Teilprojekt Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels unter der Leitung von Astrid Böger und Mitarbeit von Johannes C. P. Schmid eingeladen hat.
Nach Beiträgen der englischen Graphic Novel Autorin Katie Green sowie von Lukas Etter (Universität Siegen) und Christina Maria Koch (Universität Marburg) entwickelte sich unter den Podiumsgästen und mit dem Publikum eine rege Diskussion über die Darstellbarkeit von Krankheit und Trauma, über grafischen Stil und Authentizität sowie über den Prozess des Zeichnens und praktische Arbeitsweisen.

* Workshop “Redefining the Boundaries of Science and Journalism in the Debate on Climate Change” am 21.-.23 Juni 2017.
Als Auftakt zu einem neuen Forschungsprojekt fand unter der Leitung von Michael Brüggemann ein Workshop mit internationalen Gästen statt, bei dem die veränderten Rollen von Wissenschaft und Politik in Zeiten postnormaler Wissenschaftskommunikation diskutiert wurden. Als Länder-Experten nahmen u.a. Lance Bennett (University of Washington, Seattle, USA), Maxwell Boykoff (University of Colorado-Boulder, USA), Risto Kunelius (University of Tampere, Finnland) und Radhika Mittal (National Academy of Administration, Mussoorie, India) teil.

* Bredows unterwegs: Cornelius Puschmann nahm am 29./30. Juni 2017 am „Workshop Harmful Speech Online: At the Intersection of Algorithms and Human Behavior“ des Berkman Klein Center for Internet and Society at Harvard University teil.

* Bei der Veranstaltung „Wahlkampf im Social Web – Transparenz oder Manipulation?“ in der Reihe „Wir wollen reden – Bürgerschaft im Diskurs“ der Bremischen Bürgerschaft und der Bremischen Landesmedienanstalt hielt Lisa Merten den Impulsvortrag und nahm an der Podiumsdiskussion teil.

5. People at the RCMC:

* Im Team der Professur von Michael Brüggemann gibt es einen Personalwechsel.
Ines Lörche
r, die zuvor bereits am Lehrstuhl von Irene Neverla tätig war, übernimmt für ein Jahr die Elternzeit-Vertretung von Fenja De Silva-Schmidt. In dieser Zeit wird sie vor allem in das Forschungsprojekt zu postnormaler Wissenschaftskommunikation eingebunden sein.

* Neue Doktorandinnen am Hans-Bredow-Institut.
Amélie Pia Heldt und Anne-Kristin Polster unterstützen seit April/Mai den rechtswissenschaftlichen Bereich des Instituts und promovieren auch hier. Amélie Heldt studierte französisches und deutsches Recht an den Universitäten Paris Ouest Nanterre und Potsdam, absolvierte ein Zusatzstudium in Design-Thinking am Hasso-Plattner-Institut und arbeitete in der Rechtsabteilung eines marktführenden Musiklabels. Ihr Rechtsreferendariat führte sie u.a. nach Kambodscha. Anne-Kristin Polster studierte Rechtswissenschaft mit Schwerpunkt Immaterialgüterrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin und war bereits während des Studiums für ein Potsdamer Medienunternehmen tätig.

* Wechsel im RCMC-Vorstand.
Irene Neverla, seit 1992 an der UHH als Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft tätig, Mitbegründerin des RCMC, Mitglied im RCMC-Vorstand und bis 2016 auch RCMC-Sprecherin, verabschiedet sich zu Ende September 2017 in den Ruhestand. RCMC-Sprecher seit Beginn 2017 ist Michel Clement, stv. Sprecher und zugleich Sprecher der GMaC, Graduate School für Media and Communication des RCMC, ist nun Uwe Hasebrink.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC-Newsletter Nr. 21/ April 2017 – aktualisiert am 17.5.2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Interessierte,

wie immer zu Beginn des Semesters kommt der neue RCMC-Newsletter mit zahlreichen Ankündigungen vor allem zu Konferenzen und Tagungen auf dem Gebiet der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an der UHH.

Vorab ein Hinweis, der fachübergreifend für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Bedeutung ist: Am 22. April findet der March for Science statt, weltweit in über 400 Städten, und auch in Hamburg, hier am Rathausmarkt. Demonstriert wird für die Bedeutung von Wissenschaft, Fakten und Evidenz. Im Bereich der Medien bilden die Debatten um Fake News und ‚alternative Fakten’ sowie die pauschale Diffamierung von ‚Lügenpresse’ spezielle Herausforderungen, und das öffentliche Bekenntnis zur evidenzbasierten Medien- und Kommunikationsforschung ist mehr als angebracht.

Schöne Ostertage und ein erfolgreiches, produktives und vergnügtes Sommersemester wünscht Ihre

Irene Neverla

– für das RCMC-Direktorium –

1. Come and Meet:

1. Come and Meet:

* Wissensforum des Teilprojekts Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels: „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better“

ZEIT: 20. April 2017, 18 Uhr
ORT: Strips & Stories, Wohlwillstr. 28 Hamburg

Unter der Leitung von Prof. Dr. Astrid Böger und der Mitarbeit von Johannes C. P. Schmid wird eingeladen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Graphic Memoir als eines der erfolgreichsten Genres alternativer grafischer Literatur herausgebildet. Diese Werke stellen echte Erfahrungen dar, die von Krieg und Verfolgung bis zu Flucht und Diskriminierung reichen. Im Graphic Illness Writing als weiterem wichtigen Subgenre berichten AutorInnen über ihre Erlebnisse mit physischen und psychischen Erkrankungen. Die Comicform erweist sich hierbei als besonders geeignet, um besonders emotionale Erfahrungen persönlicher Krisen und Traumata darzustellen. Die Abstraktion des Cartoon-Zeichenstils, sowie die von den LeserInnen zu füllenden Lücken zwischen den Panels erlauben es AutorInnen Erlebnisse dazustellen, die sich anderen Medien entziehen.

In ihrem aktuellen Graphic Memoir Lighter than my Shadow (2013) berichtet die britische Autorin Katie Green über Essstörungen und Missbrauch in ihrer Jugend. Diese „Reise in das schwarze Herz einer tabuisierten Krankheit“ ist aber auch eine Geschichte der Genesung, des Erwachsenwerdens und des Selbstausdrucks durch Kunst. Der Zeichenprozess selbst wird für die Autorin zum Weg, ihre Erfahrungen aufzuarbeiten und darstellbar zu machen. Schlussendlich ist das Zeichnen ihre Rettung. Dieser Workshop will untersuchen, wie gekritzelte Linien komplexe emotionale Vorgänge ausdrücken und Comicpanels dort Krankheitserlebnisse rahmen, einfassen und ausdrücken können, wo Worte versagen.

Neben einem Vortrag der britischen Autorin Katie Green und Dr. des. Lukas Etter vom English Department der Universität Siegen gibt es eine Panel Diskussion, zu der auch BeiträgerInnen aus dem Publikum herzlich eingeladen sind.

Das Programm und den Veranstaltungsflyer gibt es hier.

 

* Jahrestagung des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen: Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices

ZEIT: 18. – 20. Mai 2017
ORT: Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Die Tagung bringt WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus den Bereichen Philosophie, Medien, Kunst, Performance und Cultural Studies zusammen, deren Arbeiten auf dynamische Prozesse kultureller Transformationen in einem globalen Kontext fokussieren. Den gemeinsamen Ausgangspunkt bildet ein Verständnis von Kultur als kontinuierlichem, wechselwirksamem Prozess des Rahmens und Übersetzens. Zu der Konferenz wurden ReferentInnen eingeladen, deren Beiträge existierende Konzepte des Rahmens und Übersetzens erweitern. Die Konferenz will den Blick auf die Art und Weise richten, wie mediale Praktiken nicht nur immer schon gerahmte und übersetzte Ausdrücke bestimmter, meist westlicher Kulturen sind, sondern welche anderen, nicht-westlichen und häufig unsichtbaren und ungehörten Formen des Gestaltens und Übersetzens existieren.

Weiter Informationen. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten:

fuer.bw(at)uni-hamburg.de

 

* Wissensforum: „dokART“

ZEIT: 8. und 22. Mai 2017

ORT: Universität Hamburg, Hörsaal M, Edmund-Siemers-Allee 1

In der Serie „dokART“ finden am 8.5. und am 22.5.2017 Vorträge und Filmabende statt, die sich den RegisseurInnen des Autorendokumentarfilms widmen. Das Teilprojekt Authentizität transformieren. Übersetzen und Rahmen als Praktiken des dokumentarischen Films in medialen Milieus unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Weber und Mitarbeit von Eva Knopf lädt zu diesen sogenannten Wissenforen des Forschungsverbundes ein. Es finden jeweils ein Vortrag und eine Kinovorführung mit Diskussion statt. Zu Gast werden Daniel R. Müller und Nicolas Steiner sein. Weitere Informationen.

 

* 23. Internationaler Fachkongress: „OverFlow“

ZEIT:      8. – 11. Juni 2017
ORT:      Kampnagel Hamburg, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

OverFlow – so lautet das Leitthema des Internationalen Fachkongresses „Performance Studies international“, der von den Performance Studies der Universität Hamburg in Kooperation mit Kampnagel vom 8. Bis zum 11.6.2017 in Hamburg ausgerichtet wird. In Verbindung mit dem Festival „Theater der Welt“ (25.05.-11.06.2017), das unter dem Thema „Hafen“ stattfindet, fragt OverFlow nach den Voraussetzungen, Bedeutungen und Effekten von ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen ÜberFlutungen.

Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die derzeit eher die öffentlichen Debatten beherrschen, stehen hierbei im Fokus, sondern genau ihr Gegenteil: der ÜberFluss in all seinen positiv wie negativ besetzten Spielarten.

Mehr als 800 internationale WissenschaftlerInnen undKünstlerInnen widmen sich in unterschiedlichen Formaten wie Lecture Performance, Workshops, Performances oder Vorträgen – der metaphorischen Mehrdeutigkeit und gesellschaftlichen Wirkmacht des OverFlow.

Insgesamt über 300 ReferentInnen und KünstlerInnen aus über 40 verschiedenen Ländern.

OverFlow ist eine Zusammenarbeit zwischen Performance Studies Universität Hamburg, Kampnagel – Zentrum für Schönere Künste und Performance Studies International (PSi) unter der Leitung von RCMC-Mitglied Prof. Dr. Gabriele Klein. Weitere Infos.

 

* Internationale Konferenz des Teilprojekts ‚Performing Poetry‘. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik: „Poetry in the Digital Age“

ZEIT: 15. – 17. Juni 2017
ORT: Akademischer Senatsaal der Universität Hamburg

Gegenstand der internationalen Tagung ist die Relevanz von der auf den ersten Blick anachronistisch anmutenden Textsorte ‚Gedicht‘ im digitalen Zeitalter. Die Veranstaltung geht davon aus, dass sich Lyrik erstens gegenwärtig einer durchaus erklärungsbedürftigen Beliebtheit erfreut und, dass sie zweitens heutzutage in höchst unterschiedlichen Formaten und Medien zu finden ist. In vier Sektionen diskutieren die ReferentInnen ästhetische Strategien des Herausstellen der Materialität sprachlicher Zeichen in zeitgenössischer Lyrik, die in poetischen Traditionen seit der Avantgarde stehen (Foregrounding Materiality – Polyphonic and Multilingual Poetry), die musikalischen Ursprünge sowie Formen von Lyrik und deren gegenwärtigen Ausprägungen (‚Music(alization) and the Lyric’), produktionsästhetische und übersetzungstheoretische Fragestellungen (‚Audioliteral Poetry between Text, Performance, and Mediatization’) und verschiedene mediale Darbietungsformen (‚Poetry and Audiovisual Media’).

Die Tagungssprache ist Englisch. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Claudia Benthien und Wiebke Vorrath in Verbindung mit Catrin Prange veranstaltet.

 

* 8. Hamburger Mediensymposium: „Künstliche Intelligent statt menschlicher Dummheit?“

ZEIT: 13. Juni 2017, 13:30 Uhr

ORT: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

8. Hamburger Mediensymposium, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg zur Frage, wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert. Weiterführende Informationen.

 

* Wissensforum: „Lyrik Live!: Nora Gomringer und Jan Wagner lesen Gedichte

ZEIT: 15. Juni 2017, 19:30 Uhr

ORT: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 HamburgEtwas mit Sprache machen, und einem Bienenschwarm: „Lyrik live!“ bringt zwei der renommiertesten DichterInnen der deutschsprachigen Lyrikszene zusammen: Nora Gomringer und Jan Wagner werden eigene, aber auch Gedichte anderer LyrikerInnen auf Deutsch und Englisch lesen und performen.

Dies eröffnet einen Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit. Im Anschluss an ihren Auftritt diskutieren Gomringer und Wagner mit den Literaturwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Claudia Benthien und Wiebke Vorrath Fragen zur gegenwärtigen Popularität von Dichterlesungen, dazu, wie die Aufführungssituation das poetische Werk als ›ästhetisches Ereignis‹ hervorbringt, und zur Übersetzbarkeit fremdsprachiger Gedichte.

Nora Gomringer, Jahrgang 1980, ist Lyrikerin, Spoken-Word-Poetin und Rezitatorin. Sie leitet das Künstlerhaus Concordia in Bamberg. Seit 2000 hat sie acht Lyrikbände veröffentlicht, 2017 erschien »Moden« (Voland & Quist). Zuletzt wurden ihr der Ingeborg Bachmann-Preis und der Weilheimer Literaturpreis zugesprochen.

Jan Wagner, Jahrgang 1971, ist Lyriker und Lyrikübersetzer. Seit 2001 hat er acht Lyrikbände veröffentlicht, für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ (Hanser) erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Zuletzt wurde ihm der Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreises verliehen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturhaus Hamburg mit dem Forschungsprojekt Performing Poetry. Situationale Rahmungen und mediale Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik, in dem Gegenwartslyrik unter medien- sowie performativitätstheoretischer Perspektive untersucht wird. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen, der durch die Landesforschungsförderung Hamburg finanziert wird.

Weitere Informationen zum Forschungsverbund gibt es hier.

* Symposium: „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“

ZEIT: 13. und 14. Oktober 2017

ORT: Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Vom 13. bis zum 14. Oktober 2017 findet das Symposium „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“ an der Hochschule für bildende Künste Hamburg statt. Das Symposium – organisiert von den Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen – widmet sich Fragen kultureller Transformationsprozesse aus postkolonialen Perspektiven. Die Veranstaltungsreihe „PraMeTra“ wurde vom 31.03.-01.04.2016 an der Universität Hamburg mit einem interdisziplinären Symposium eröffnet und mit einer Tagung zu „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ im Dezember 2016 ebenfalls an der Universität Hamburg fortgeführt. Die dritte Veranstaltung im Oktober 2017 widmet sich Beobachtungen von Zeitlichkeit im Hinblick auf Funktion, Produktion, Nutzung und Bedeutung von Dingen in post- und dekolonialen Kontexten. Sich daraus ergebende Fragen können sein: Wie werden zeitlichen Querungen von Dingen verursacht? Wie gehen wir mit Dingen in Archiven um? Welches transformatorische Potential ist den Dingen eigen oder zugedacht? Können Dinge übersetzt werden oder übersetzen Dinge selbst etwas? Können sich Dinge – oder ihre Handhabung und Wahrnehmung – von ihren Kontexten emanzipieren?

Weiterführende Informationen zu der Veranstaltung.

2. Good to know

2. Good to know

* Teilnahme an Jahrestagung: Das Hans-Bredow-Institut auf der Jahrestagung 2017 der DGPuK „Vernetzung: Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation“

Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Hans-Bredow-Instituts waren als ReferentInnen und PodiumssprecherInnen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e. V. (DGPuK) vertreten. Sie präsentierten einige aktuelle Projekte, zu denen am Hans-Bredow-Institut geforscht wird. Mehr dazu. 

 

* DFG-Projekt „Literarizität in der Medienkunst“ wird um ein weiteres Jahr verlängert

Das von Prof. Dr. Claudia Benthien geleitete Forschungsprojekt „Literarizität in der Medienkunst“ (Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Jordis Lau und Maraike Marxsen) ist in das Jahr 2017 mit zwei schönen Erfolgen gestartet. Zum einen wurde die Förderung von der DFG um ein weiteres Jahr verlängert, sodass das Projekt nun bis zum 30.06.2018 läuft. Zum anderen ist die gemeinsame Monografie „The Literariness of Media Art“ nun in Vorbereitung. Sie wird 2018 bei Routledge erscheinen und so die Forschungsergebnisse auch einem internationalen Publikum zugänglich machen. Nähere Infos zum Projekt.

 

* Call for Applications: Visiting Postdoctoral Fellowships “Algorithmed Public Spheres”

Das Hans-Bredow-Institut bietet im Rahmen seines Post-Doc-Kollegs „Algorithmed Public Spheres“ 3- bis 12-monatige Forschungsaufenthalte für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der Rolle von Algorithmen in der öffentlichen Kommunikation befassen an. Die internationale Ausschreibung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aus Fächern wie Computerwissenschaft und Informatik, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Recht, Soziologie, Philosophie etc. Weitere Infos in englischer Sprache.

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: „Biopunk Dystopias Genetic Engineering, Society and Science Fiction“

Das assoziierte RCMC-Mitglied Prof. Dr. Lars Schmeink hat ein neues in englischer Sprache verfasstes Buch veröffentlicht.

‚Biopunk Dystopias‘ contends that we find ourselves at a historical nexus, defined by the rise of biology as the driving force of scientific progress, a strongly grown mainstream attention given to genetic engineering in the wake of the Human Genome Project (1990-2003), the changing sociological view of a liquid modern society, and shifting discourses on the posthuman, including a critical posthumanism that decenters the privileged subject of humanism. The book argues that this historical nexus produces a specific cultural formation in the form of „biopunk“, a subgenre evolved from the cyberpunk of the 1980s. The analysis deals with dystopian science fiction artifacts of different media from the year 2000 onwards that project a posthuman intervention into contemporary socio-political discourse based in liquid modernity in the cultural formation of biopunk. Biopunk makes use of current posthumanist conceptions in order to criticize contemporary reality as already dystopian, warning that a future will only get worse, and that society needs to reverse its path, or else destroy all life on this planet. As Rosi Braidotti argues, „there is a posthuman agreement that contemporary science and biotechnologies affect the very fibre and structure of the living and have altered dramatically our understanding of what counts as the basic frame of reference for the human today“. The proposed book analyzes this alteration as directors, creators, authors, and artists from the field of science fiction extrapolate it from current trends.

Dank der Knowledge Unlatched-Förderung ist der Band hier ebenfalls kostenlos als PDF verfügbar.

Lars Schmeink: Biopunk Dystopias Genetic Engineering, Society and Science Fiction. Liverpool: Liverpool Science Fiction Texts and Studies. 2016.  

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 1/2017“

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Darin enthalten sind Artikeln zur Darstellung von Menschen mit Behinderung in deutschen Daily Soaps, zur Verarbeitung von Audioinhalten in Multitasking-Situationen, zur Leserbeurteilung der Qualität journalistischer Online-Artikel unter Berücksichtigung des Einflussfaktors Medienreputation,  zu Belegmustern und Akteuren in Polit-Talkshows zur Griechenlandkrise sowie mit zwei Beiträgen in der Reihe „Methodeninnovationen in der Kommunikationswissenschaft“ zur Messung von States und Traits in der Kommunikationswissenschaft sowie zum faktoriellen Survey.

* CD: Flucht und Vertreibung im Rundfunk

Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart? Antworten auf diese Fragen und Anregungen zu Diskussionen bietet eine neue CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, die das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD herausgegeben hat.
Die CD enthält Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks, die die Aufnahme und Erfahrungen deutscher Flüchtlinge und Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg behandeln. Zu hören sind sowohl Produktionen des Rundfunks in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik als auch des Rundfunks in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. So verfolgt die CD die Kommunikation über die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 im Massenmedium der Zeit, dem Radio. Sie leistet deshalb Aufklärung über die zeit- und medienhistorische Situation, wirft aber ebenso Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart auf.
Die CD kann im Institut abgeholt oder durch Zusendung eines frankierten Rückumschlags (DinA5, frankiert mit EUR 1,45 für 1 Exemplar) bestellt werden: Hans-Bredow-Institut, Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg. Bei Bestellung mehrerer Exemplare wenden Sie sich bitte zur Klärung der Höhe der Frankierung des Rückumschlags an info@hans-bredow-institut.de oder 040/45021711.

* Projektergebnisse zum Download: Zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung

Auch wenn die Nutzung von Intermediären weit verbreitet ist, sind Online-Intermediäre in der Regel nicht zentrale Quellen des Informationsrepertoires zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Hans-Bredow-Institut (Dr. Jan-Hinrik Schmidt / Lisa Merten / Prof. Dr. Uwe Hasebrink) durchgeführte Studie, die im Auftrag der Medienanstalten entstand. Nachdem erste Ergebnisse der qualitativen Studie bereits in einer Veranstaltung der Medienanstalten „Intermediäre und Meinungsbildung“ im November 2016 vorgestellt wurden, ist seit März 2017 auch der wissenschaftliche Endbericht online verfügbar.

Weitere Informationen

3. People at the RCMC:

Das RCMC-Direktorium hat seit dem 1.4.2017 mit Prof. Dr. Michel Clement einen neuen Sprecher (BW-Fakultät). Die weiteren Vorstandsmitglieder sind unverändert Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI und GW-Fakultät) und Prof. Dr. Thomas Weber (GW-Fakultät), beide zugleich stellvertretende Sprecher; sowie Prof. Dr. Irene Neverla und Prof. Dr. Michael Brüggemann (beide WiSo-Fakultät bzw. CLISAP), Prof. Dr. Gabriele Klein (PB-Fakultät), Prof. Dr. Astrid Böger (GW-Fakultät), Prof. Dr. Wolfgang Schulz (HBI und Fakultät für Rechtswissenschaft) und Prof. Dr. Henrik Sattler (BWL-Fakultät).

Die Koordination der GMaC (Graduate School Media and Communication) liegt seit 1. April 2017 bei Uwe Hasebrink. Die Verantwortung für den Newsletter bis zum Ende des Sommersemesters 2017 bei Irene Neverla.

Informationen für den Newsletter bitte an:

Der nächste Newsletter wird voraussichtlich am Ende des Sommersemesters im Juni 2017 erscheinen. Bis dahin haben alle RCMC-MitgliederInnen im Laufe des Juni die Möglichkeit neue Informationen für den Newsletter einzureichen. Bis zum 15.06.2017 können diese an Hendrik Kannenberg gerichtet werden:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

Zweite, überarbeitete Fassung für den Newsletter vom Februar 2017

Editorial – Zweite, überarbeitete Fassung für den Newsletter vom  Februar 2017 (Stand: 28.02.2017)

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

mit Spannung wurde der Evaluationsbericht des Wissenschaftsrates mit „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Gesamtstrategie der Universität Hamburg“ erwartet. Seit Januar 2017 liegt der Bericht vor: Wir finden darin etliche Verweise auf das RCMC. Eine der Empfehlungen im Bericht des Wissenschaftsrates (S. 115) lautet: Die „bestehende Kooperation von Vertreterinnen und Vertretern aller geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten mit dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) im Rahmen des Research Center for Media and Communication (RCMC) sollte weiter gefestigt und ausgebaut werden, um die medienwissenschaftliche Forschung der Universität noch stärker in der ‚Medienstadt’ Hamburg zu verankern.“

Damit wird exakt die bisherige RCMC-Arbeit gewürdigt und die RCMC-Zielsetzung bekräftigt. Diesem Zweck der Vernetzung, des Austausches und der Sichtbarkeit dient auch der vorliegende Newsletter – Sie finden darin etliche Berichte zum breiten Spektrum der Forschungs- und Publikationsaktivitäten von RCMC-Mitgliedern.

Beste Grüße und Wünsche für die vorlesungsfreie Zeit, Ihre

Irene Neverla

– Sprecherin des RCMC-Direktoriums –

 
1. Come and Meet:

* Internationale Jahrestagung „Situated in Translation“

ZEIT: 18.- 20. Mai 2017
ORT: Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Vom 18.-20. Mai 2017 findet die internationale Jahrestagung des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen  unter dem Titel „Situated in Translation“ statt. Austragungsort ist in diesem Jahr die Hochschule für Bildende Künste (HFBK) Hamburg. Neben den Keynotes von Souleymane Bachir Diagne (Columbia University, New York) und William Uricchio (Utrecht University & MIT Game Lab) haben Ramsay Burt (Tanzwissenschaftler), Elisabeth El Refaie (Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin), Birgit Weyhe (freie Illustratorin und Comic-Zeichnerin), Tobias Ebbrecht-Hartmann (Filmwissenschaftler), Deniz Göktürk (Germanistin), Julia Lajta-Novak (anglistische Literaturwissenschafterin), Encarnacion Gutierrez Rodriguez (Soziologin), Martin Schäfer (Theaterwissenschaftler) und Kader Attia (Installationskünstler und Fotograf) Beiträge zugesagt. Das Rahmenprogramm umfasst eine Hafenrundfahrt mit Schwerpunkt Kolonialgeschichte. Save the date!

 
2. Good to know

* Editionssprojekt: Unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD gibt das Hans-Bredow-Institut im Frühjahr 2017 eine CD heraus, die historische Rundfunktöne zum Thema Flucht und Vertreibung versammelt.

Die CD enthält 21 Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks der Jahre 1946 bis 1960, die Ankunft, Herkunft und Erlebnisse deutscher Flüchtlinge und Vertriebener behandelten. Die Aufnahmen sind in den Schallarchiven der ARD-Sendeanstalten und im Deutschen Rundfunkarchiv überliefert. Wir stellen sie auf der CD zusammen, um Aufklärung zu leisten über die historische Situation der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im geteilten Deutschland nach 1945 und um Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart aufzuwerfen. Die CD betritt Neuland, als sie erstmals Quellen zu einer Rundfunkgeschichte von Flucht und Vertreibung der Deutschen ediert. Überdies bezieht sie bislang unbekannte Töne aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ein und ermöglicht so neue Einsichten in eine gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte.
Die CD richtet sich an alle, die sich über die Geschichte der Vertriebenenintegration in Deutschland nach 1945 informieren und weiterbilden möchten. Sie richtet sich an alle, die über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland heute und vor 70 Jahren nachdenken möchten. Die CD kann speziell die historische Wissensvermittlung an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen unterstützen. Sie gibt Journalistinnen und Journalisten Materialien an die Hand geben für die Berichtserstattung über aktuelle und historische Aspekte zur Flüchtlingsaufnahme in. Schließlich soll die CD, die bisher unveröffentlichtes Quellematerial kuratiert und wissenschaftlich kommentiert, neue zeit- und medienhistorische Forschungen anstoßen.
Die CD wird im Frühjahr 2017 erscheinen und den Titel „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“ tragen. Sie wird gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags beim Hans-Bredow-Institut bestellt oder selbst dort abgeholt

* Rückblick: „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

Am 9. und 10. Dezember 2016 fand die Veranstaltung „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raumals Teil des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ an der Universität Hamburg statt. Organisiert wurde sie als „Nachwuchsforum“ von den Wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Wiebke Vorrath (TP Benthien), Andreas Veits (TP Kuhn) und Johannes Schmid (TP Böger) organisiert. Sie befasste sich inhaltlich mit den ästhetischen und künstlerischen Wechselwirkungen zwischen analogen und digitalen Medienphänomenen des 21. Jahrhunderts.
Die geladenen internationalen Keynote-Speaker Erwin Feyersinger (Institut für Medienwissenschaften, Universität Tübingen), Hans-Joachim Backe (Center for Computer Games Research, IT University of Copenhagen) und Sebastian Deterding (Digital Creativity Hub, University of York) sprachen zu unterschiedlichen Wechselwirkungen analoger und digitaler Räume wie Motion Graphics, der Übersetzung von Tabletop- in digitale Spiele sowie den veränderten Nutzungsrahmen in der Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts. 12 weitere Referent_innen verschiedener deutscher Universitäten stellten ihre Arbeiten unter anderem zu digitalen Bildkulturen und Internet-Memes, Fandom und Partizipation, wie auch (Selbst-)Inszenierung und Performativität in sozialen Medien und Internetforen vor. Die interdisziplinäre Tagung brachte Nachwuchsforscher_innen aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen wie auch ca. 30 Gäste in regen Austausch mit den Keynote-Speakern und Teilprojektleiter_innen des Forschungsverbundes. Hierbei wurde unter anderem die Neuaushandlung der Rezeptionsrahmen durch die veränderte Rolle der „Prosumer“ sowie die zirkulären Übersetzungsprozesse zwischen und die Verschmelzung digitaler und analoger Räume diskutiert. Mehr dazu.

* Rezeptionsstudie: Du weißt gar nichts, Jon Schnee…

Seit ihrer Erstausstrahlung 2011 begeistert die vom US Pay-TV Sender HBO produzierte Serie Game of Thrones weltweit das Publikum und konnte bereits in mehr als 80 Länder exportiert werden. Bislang aber fehlte eine ethnografische Analyse, die sich der Serie von Seiten ihres Publikums nähert und dabei für die Rezeptionsforschung relevante Fragen beantwortet. Dem Erfolg des World Hobbit Project folgend, haben sich 40 Wissenschaftler weltweit zum Game of Thrones Research Project zusammengeschlossen und möchten mit Hilfe eines Online-Fragebogens die Meinung von Zuschauerinnen und Zuschauern der Serie erfragen. An dem Projekt beteiligten sich Mitglieder des RCMC und insbesondere das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Vertreter des deutschen Teams im Forschungsverbund sind Prof. Dr. Lars Schmeink und Felix Schröter (MA). Die Umfrage findet sich auf www.questeros.org; die Fragen können in weniger als 20 Minuten beantwortet werden. Die Forschung ist individuell finanziert und von HBO oder George R. R. Martin unabhängig.

Die Website ist gerade „live“ geschaltet worden. Das Projekt bittet interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer von Game of Thrones darum, den Fragebogen auszufüllen – dieser ist bislang aber nur auf Englisch vorhanden. Antworten können jedoch auch auf Deutsch abgegeben werden. Für Anfragen zum Projekt oder dem wissenschaftlichen Thema der Fantastikforschung stehen die Projektbeteiligten jederzeit zur Verfügung. Ansprechpartner für die Studie sind die beiden RCMC-Mitglieder Prof. Lars Schmeink und Felix Schröter. Auf Facebook gibt es dazu weitere Infos und Updates.

 

* Rückblick: Internationale Konferenz „Dance Future II. Claiming Contemporaneity“

Vom 26.-28. Januar 2017 fand auf Kampnagel in Hamburg die internationale Konferenz „Dance Future II. Claiming Contemporaneity“ statt. DANCE FUTURE setzt sich mit dem Konzept von Zeitgenossenschaft, seinen kultur- und kunstpolitischen und postkolonialen Implikationen sowie dem damit verbundenen Geschichtskonzept des Tanzes und der Tanzforschung auseinander. Ausgangspunkt war der weltweite Status des Tanztheaters Wuppertal als paradigmatische, historische, zeitgenössische, ästhetische Veränderungen initiierende und Desinteresse bis Widerstand hervorrufende Kunstform. Die zentrale Frage der Konferenz richtete sich auf globale ästhetische und kulturelle Übersetzungsprozesse zwischen Tanztheater und zeitgenössischem Tanz. In der Session „Translating via Media“ gab es vier Vorträge, die sich u.a. mit der Übersetzung von Sprache in Tanz (im choreographischen Prozess), der Übersetzung von Tanz in Sprache (Tanzkritik), der Rolle von Medien zum einen bei der Weitergabe der Stücke von Pina Bausch an neue Tänzer*innen und zum anderen im Kontext der Archivierung auseinandersetzen. Die Vortragenden hier waren: Hirohiko Soejima (Tokyo, Japan): Language and Choreography – The Case of Pina Bausch. Christina Thurner (Bern, Switzerland): How to re-see Things with Words.Dance Criticism as Translation. Lecture Performance by Stephan Brinkmann (Essen, Germany): From Body to Body. Translating Choreography. Marc Wagenbach (Den Haag, Netherlands): Don’t Look Back in Anger. Materialities of Loss.

Das Book of Abstracts mit allen weiteren Informationen zur Konferenz finden Sie hier.

 

* Visiting Fellowship: RCMC-Mitglied Hans-Ulrich Wagner an der Macquarie University in Sydney, Australien

Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut und an der Universität Hamburg, ist vom 28. Januar bis zum 18. Februar 2017 Visiting Fellow am Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney, Australien. Sein Aufenthalt ist Teil der Arbeit im Forschernetzwerk „Transnational Media Histories“ in der Trilateral Strategic Partnership der Universität Hamburg mit der Fudan Universität in Shanghai und der Macquarie Universität.

Am 9. und 10. Februar 2017 findet in Sydney eine Konferenz zum Thema „Transnational Media Histories“ statt; Hans-Ulrich Wagners einleitendes Referat gilt dem Thema „Media, Memory and Migration. Exploring an emerging field of Transnational Media Histories“.

 

* Rückblick: Podiumsdiskussion „Algorithmic News in the 2016 US Election

Wie Google und Facebook die US-Wahl beeinflusst haben können, war Thema der Bucerius Lab Lunch Session #3 im Betahaus Hamburg am 19. Dezember 2016. Prof. Nick Diakopoulos, Fellow im Hans-Bredow-Institut, hat die Darstellung der beiden Spitzenkandidaten am Beispiel von Google untersucht. Er diskutierte die Rolle der großen Internetplattformen und Algorithmen im Wahlkampf 2016 gemeinsam mit Matthias Spielkamp, Bucerius Lab Fellow und Mitgründer von AlgorithmWatch. Nick Diakopoulos, Assistant Professor an der University of Maryland, war im Dezember Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut in dessen Postdoc-Kolleg Algorithmed Public Spheres, das von Dr. Cornelius Puschmann geleitet wird.

Informationen und die aufgezeichnete Diskussion sind online verfügbar.

 Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: Handbuch Soziale Medien

Handbuch Soziale Medien, herausgegeben von Dr.Jan-Hinrik Schmidt und Dr. Monika Taddicken, erschienen im Springer-Verlag (2017), Dr. Jans-Hinrik Schmidt ist wissenschaftlicher Referent am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung; Prof. Dr. Monika Taddicken ist Professorin an der TU Braunschweig, und assoziiertes RCMC-Mitglied (vormals tätig am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der UHH tätig).

 

* Buch: „Medienkulturen des Dokumentarischen“

RCMC-Vorstandsmitglied Prof. Thomas Weber hat zusammen mit Dr. Carsten Heinze ein neues Buch veröffentlicht. Der Band analysiert dokumentarische Formen des Films, die in aktuellen Medienkulturen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen und für die Kommunikation in modernen Gesellschaften maßgeblich verantwortlich sind. Durch neue Technologien und veränderte Formen der Produktion, Distribution und Rezeption sowie innovative ästhetische Konzepte kommt es zu einer Ausdifferenzierung der dokumentarischen Praktiken in ihren jeweiligen Medienkulturen, die nicht zuletzt auch das Verständnis dessen verändern, was unter dokumentarischen Filmen zu verstehen ist. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf, auf die Autorinnen und Autoren aus der Medien- und Kulturwissenschaft, der Geschichtswissenschaft, der Kunstwissenschaft und der Soziologie in diesem Band Antworten geben. Weitere Informationen

Carsten Heinze/ Thomas Weber (Hrsg.): Medienkulturen des Dokumentarischen. Wiesbaden: Springer VS. 2017.  

 

* Sammelband: „Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive

Gemeinsam mit Maria Löblich und Thomas Birkner haben die beiden RCMC-Mitglieder Alina Laura Tiews und Dr. Hans-Ulrich Wagner von der Forschungsstelle Mediengeschichte erfolgreich einen neuen Sammelband veröffentlicht, Dieser ist Band 10 in der Reihe „Öffentlichkeit und Geschichte“ im Herbert von Halem Verlag. Der Band dokumentiert die Beiträge der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK 2015. Weiterführende Informationen.

Thomas Birkner / Maria Löblich / Alina Laura Tiews / Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.): Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive Öffentlichkeit und Geschichte. Band 10. Köln. Herbert von Halem Verlag. 2016.

 

* Sammelband: “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“

Der Sammelband “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ ist im Februar im Wilhelm Fink Verlag erschienen. Herausgegeben wird es von den RCMC-Mitgliedern Claudia Benthien und Gabriele Klein. Der Sammelband geht auf die Jahrestagung des Forschungsverbundes im Jahre 2015 zurück. Die Beiträge der Mitglieder des Forschungsverbundes und der eingeladenen Kooperationspartner*innen  fokussieren Wahrnehmungs- und Aneignungsprozesse, die als Praktiken medialer Transformationen beschrieben und mittels der Konzepte »Übersetzung« und »Rahmung« gefasst werden. Der Band lotet diese Konzepte für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen aus. Am Beispiel von Comics, Tanz, Performance, Film, Fotografie, Literatur, Webserien und Kunstprojekten werden mediale Übersetzungs- und Rahmungsprozesse untersucht. Rahmen und Übersetzen werden als Praktiken beschrieben, die in einem performativen Wechselverhältnis zueinander stehen. Der interdisziplinäre Band versammelt philosophische, sozial-, kultur-, literatur- und medienwissenschaftliche sowie designtheoretische Beiträge. Der Band ist ab sofort im Buchhandel oder online erhältlich.

 

* Onlinepublikation: Studie „Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen“

Menschen mit Behinderungen sind noch immer von vielen Medien-Angeboten ausgeschlossen und können nicht mitreden, wenn Freunde oder Kollegen über das Fernsehprogramm sprechen. Das ist eines der herausragenden Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Hans-Bredow-Instituts (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse), die im Auftrag der  Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch erstellt wurde und deren Langfassung jetzt online verfügbar ist. Erste Ergebnisse der großen standardisierten Befragung wurden bereits am 26. Oktober 2016 auf einem Panel der Münchner Medientage diskutiert. Die Studie belegt bundesweit erstmals, wie intensiv Menschen mit Behinderungen Medien nutzen und welches Marktpotenzial barrierefreie Angebote haben.

 

* Onlineveröffentlichung: 1945: Flüchtlinge in Norddeutschland

Bereits im November hat Alina Laura Tiews im NDR eine einen Beitrag zur Chronik „1945: Flüchtlinge in Norddeutschland” veröffentlicht. Ausschnitte aus historischen Rundfunksendungen zum Thema in dem Artikel kann man hier nachhören.

 

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 4/2016

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift “Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Enthalten sind darin Artikeln um die Themen „Journalismus studieren in der Krise“, zu einer „kommunikationswissenschaftlichen Forschungsethik“, mit Analysen darüber, „wie die Herkunft über das mediale Framing von Einwanderern entscheidet“ und über „Whistleblowing in deutschen und deutschschweizerischen Printmedien“ berichtet wird, sowie in der Reihe „Methodeninnovationen“ einem Aufsatz „zum Konstrukt Themenverdrossenheit und seiner Messung“. Zum Inhaltsverzeichnis.

 

* Zeitschriftenpublikation: „Ästhetik & Kommunikation 171/172

Am 13.12.2016 wurde in der C/O Galerie in Berlin die Ausgabe 171/172 der „Ästhetik & Kommunikation“ präsentiert, die im Rahmen des Teilprojekts „Keying als subversive Aneignungsstrategie“ des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen herausgegeben wird. Rund 50 Gäste wurden von dem Chefkurator Felix Hoffmann begrüßt. Anschließend hielt Friedrich von Borries einen einführenden Vortrag darüber, inwiefern Strategien der Identitätserzeugung eine Entgegnung auf die Herausforderungen der Gegenwart sein könnten. Dabei ging er auf das Medium „Ästhetik & Kommunikation“ ein und die Hintergründe der Herausgabe der betreffenden Ausgabe. In der Podiumsdiskussion sprachen Ralf Schlüter (Stellvertretender Chefredakteur des art Magazins), Frank Taffelt (Psychoanalytiker und Künstler) sowie Stephan Porombka (Professor für Texttheorie und -gestaltung) miteinander. Moderiert wurde das Gespräch von Elisabeth von Haebler und Mara Recklies. Das zentrale Thema des Gesprächs war das Verhältnis von Terror, Angst und Identität sowie deren Thematisierung in den Künsten. Die Diskutierenden warfen dabei immer wieder die Frage auf, ob wir in der Welt, in der wir leben, überhaupt Angst haben müssen und besprachen künstlerische Bewältigungs- und Verarbeitungsstrategien von Angst. Auch die Gäste konnten sich in der folgenden Podiums-diskussion äußern. Mehr Infos zu der neuen Ausgabe gibt es hier.

 

* Artikel: „Journalismus unter den Bedingungen des Medienwandels

Vervielfältigung der Kanäle, Big Data und neue Formen der Publikumsbeteiligung, Online-Artikel von Dr. Wiebke Loosen für die Bundeszentrale für politische Bildung

 

* Artikel zu Studie: Nachrichtennutzung über soziale Medien im internationalen Vergleich

Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Survey 2016 von Dr. Sascha Hölig und Prof. Uwe Hasebrink, erschienen in Media Perspektiven 11/2016.

 

* Working Paper: „ Structural Working Conditions of Journalism in Egypt, Kenya, Serbia and South Africa: Empirical Findings from Interviews with Journalists reporting on Democratisation Conflicts

Im Rahmen des EU-finanzierten internationalen Forschungsprojekts MeCoDEM (Media, Conflict and Democratisation) erstellten Dr. Judith Lohner, Prof. Dr. Irene Neverla und Sandra Banjac M.A. ein Working Paper zu Arbeitsbedingungen von Journalisten in Ländern mit ausgeprägten Demokratisierungskonflikten. Dieses und weitere Working Papers aus dem MeCoDEM-Projekt finden sich hier.

  1. People at the RCMC:

Ein Wechsel im RCMC-Direktorium steht an: Zum 1.4.2017 übernimmt Prof. Dr. Michel Clement (Fakultät BW) die Aufgabe des RCMC-Sprechers. Prof. Dr. Irene Neverla, die diese Aufgabe seit 2009 ausübte, bleibt noch bis Ende September 2017 Mitglied des RCMC-Vorstandes. Stellvertretende Sprecher sind weiterhin Prof. Dr. Thomas Weber (Fakultät GW) und Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI).

Wir freuen uns, neue Mitglieder am RCMC willkommen zu heißen:

Dr. Alexa Burmester, WiSo-Fakultät, Institut für Marketing

Prof. Chris Biemann, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Institut für Informatik

Florian Hohmann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Katharina Kleinen- von Königslow, WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaften

Dr. Cornelia Lund, WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Lars Schmeink (assoziiert), Institut für Kultur- und Medienmanagement, Medienwissenschaften

Iris Westermann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Februar 2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

mit Spannung wurde der Evaluationsbericht des Wissenschaftsrates mit „Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Gesamtstrategie der Universität Hamburg“ erwartet. Seit Januar 2017 liegt der Bericht vor: Wir finden darin etliche Verweise auf das RCMC. Eine der Empfehlungen im Bericht des Wissenschaftsrates (S. 115) lautet: Die „bestehende Kooperation von Vertreterinnen und Vertretern aller geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten mit dem Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI) im Rahmen des Research Center for Media and Communication (RCMC) sollte weiter gefestigt und ausgebaut werden, um die medienwissenschaftliche Forschung der Universität noch stärker in der ‚Medienstadt’ Hamburg zu verankern.“

Damit wird exakt die bisherige RCMC-Arbeit gewürdigt und die RCMC-Zielsetzung bekräftigt. Diesem Zweck der Vernetzung, des Austausches und der Sichtbarkeit dient auch der vorliegende Newsletter – Sie finden darin etliche Berichte zum breiten Spektrum der Forschungs- und Publikationsaktivitäten von RCMC-Mitgliedern.

Beste Grüße und Wünsche für die vorlesungsfreie Zeit, Ihre

Irene Neverla

– Sprecherin des RCMC-Direktoriums –

1. Good to know

* Editionssprojekt: Unterstützt vom Deutschen Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD gibt das Hans-Bredow-Institut im Frühjahr 2017 eine CD heraus, die historische Rundfunktöne zum Thema Flucht und Vertreibung versammelt.

Die CD enthält 21 Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks der Jahre 1946 bis 1960, die Ankunft, Herkunft und Erlebnisse deutscher Flüchtlinge und Vertriebener behandelten. Die Aufnahmen sind in den Schallarchiven der ARD-Sendeanstalten und im Deutschen Rundfunkarchiv überliefert. Wir stellen sie auf der CD zusammen, um Aufklärung zu leisten über die historische Situation der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen im geteilten Deutschland nach 1945 und um Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart aufzuwerfen. Die CD betritt Neuland, als sie erstmals Quellen zu einer Rundfunkgeschichte von Flucht und Vertreibung der Deutschen ediert. Überdies bezieht sie bislang unbekannte Töne aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR ein und ermöglicht so neue Einsichten in eine gemeinsame deutsche Nachkriegsgeschichte.
Die CD richtet sich an alle, die sich über die Geschichte der Vertriebenenintegration in Deutschland nach 1945 informieren und weiterbilden möchten. Sie richtet sich an alle, die über die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Lebenslagen von Flüchtlingen in Deutschland heute und vor 70 Jahren nachdenken möchten. Die CD kann speziell die historische Wissensvermittlung an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen unterstützen. Sie gibt Journalistinnen und Journalisten Materialien an die Hand geben für die Berichtserstattung über aktuelle und historische Aspekte zur Flüchtlingsaufnahme in. Schließlich soll die CD, die bisher unveröffentlichtes Quellematerial kuratiert und wissenschaftlich kommentiert, neue zeit- und medienhistorische Forschungen anstoßen.
Die CD wird im Frühjahr 2017 erscheinen und den Titel „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“ tragen. Sie wird gegen Einsendung eines frankierten Rückumschlags beim Hans-Bredow-Institut bestellt oder selbst dort abgeholt

 

* Rückblick: „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

Am 9. und 10. Dezember 2016 fand die Veranstaltung „Praktiken medialer Transformationen. Übertragungen in und aus dem digitalen Raumals Teil des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ an der Universität Hamburg statt. Organisiert wurde sie als „Nachwuchsforum“ von den Wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Wiebke Vorrath (TP Benthien), Andreas Veits (TP Kuhn) und Johannes Schmid (TP Böger) organisiert. Sie befasste sich inhaltlich mit den ästhetischen und künstlerischen Wechselwirkungen zwischen analogen und digitalen Medienphänomenen des 21. Jahrhunderts.
Die geladenen internationalen Keynote-Speaker Erwin Feyersinger (Institut für Medienwissenschaften, Universität Tübingen), Hans-Joachim Backe (Center for Computer Games Research, IT University of Copenhagen) und Sebastian Deterding (Digital Creativity Hub, University of York) sprachen zu unterschiedlichen Wechselwirkungen analoger und digitaler Räume wie Motion Graphics, der Übersetzung von Tabletop- in digitale Spiele sowie den veränderten Nutzungsrahmen in der Medienlandschaft des 21. Jahrhunderts. 12 weitere Referent_innen verschiedener deutscher Universitäten stellten ihre Arbeiten unter anderem zu digitalen Bildkulturen und Internet-Memes, Fandom und Partizipation, wie auch (Selbst-) Inszenierung und Performativität in sozialen Medien und Internetforen vor. Die interdisziplinäre Tagung brachte Nachwuchsforscher_innen aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen wie auch ca. 30 Gäste in regen Austausch mit den Keynote-Speakern und Teilprojektleiter_innen des Forschungsverbundes. Hierbei wurde unter anderem die Neuaushandlung der Rezeptionsrahmen durch die veränderte Rolle der „Prosumer“ sowie die zirkulären Übersetzungsprozesse zwischen und die Verschmelzung digitaler und analoger Räume diskutiert. Mehr dazu.

 

* Rezeptionsstudie: „Du weißt gar nichts, Jon Schnee…

Seit ihrer Erstausstrahlung 2011 begeistert die vom US Pay-TV Sender HBO produzierte Serie Game of Thrones weltweit das Publikum und konnte bereits in mehr als 80 Länder exportiert werden. Bislang aber fehlte eine ethnografische Analyse, die sich der Serie von Seiten ihres Publikums nähert und dabei für die Rezeptionsforschung relevante Fragen beantwortet. Dem Erfolg des World Hobbit Project folgend, haben sich 40 Wissenschaftler weltweit zum Game of Thrones Research Project zusammengeschlossen und möchten mit Hilfe eines Online-Fragebogens die Meinung von Zuschauerinnen und Zuschauern der Serie erfragen. An dem Projekt beteiligten sich Mitglieder des RCMC und insbesondere das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Vertreter des deutschen Teams im Forschungsverbund sind Prof. Dr. Lars Schmeink und Felix Schröter (MA). Die Umfrage findet sich auf www.questeros.org; die Fragen können in weniger als 20 Minuten beantwortet werden. Die Forschung ist individuell finanziert und von HBO oder George R. R. Martin unabhängig.

Die Website ist gerade „live“ geschaltet worden. Das Projekt bittet interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer von Game of Thrones darum, den Fragebogen auszufüllen – dieser ist bislang aber nur auf Englisch vorhanden. Antworten können jedoch auch auf Deutsch abgegeben werden. Für Anfragen zum Projekt oder dem wissenschaftlichen Thema der Fantastikforschung stehen die Projektbeteiligten jederzeit zur Verfügung. Ansprechpartner für die Studie sind die beiden RCMC-Mitglieder Prof. Lars Schmeink und Felix Schröter. Auf Facebook gibt es dazu weitere Infos und Updates.

 

* Visiting Fellowship: RCMC-Mitglied Hans-Ulrich Wagner an der Macquarie University in Sydney, Australien

Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut und an der Universität Hamburg, ist vom 28. Januar bis zum 18. Februar 2017 Visiting Fellow am Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney, Australien. Sein Aufenthalt ist Teil der Arbeit im Forschernetzwerk „Transnational Media Histories“ in der Trilateral Strategic Partnership der Universität Hamburg mit der Fudan Universität in Shanghai und der Macquarie Universität.

Am 9. und 10. Februar 2017 findet in Sydney eine Konferenz zum Thema „Transnational Media Histories“ statt; Hans-Ulrich Wagners einleitendes Referat gilt dem Thema „Media, Memory and Migration. Exploring an emerging field of Transnational Media Histories“.

 

* Rückblick: Podiumsdiskussion „Algorithmic News in the 2016 US Election

Wie Google und Facebook die US-Wahl beeinflusst haben können, war Thema der Bucerius Lab Lunch Session #3 im Betahaus Hamburg am 19. Dezember 2016. Prof. Nick Diakopoulos, Fellow im Hans-Bredow-Institut, hat die Darstellung der beiden Spitzenkandidaten am Beispiel von Google untersucht. Er diskutierte die Rolle der großen Internetplattformen und Algorithmen im Wahlkampf 2016 gemeinsam mit Matthias Spielkamp, Bucerius Lab Fellow und Mitgründer von AlgorithmWatch. Nick Diakopoulos, Assistant Professor an der University of Maryland, war im Dezember Gastwissenschaftler am Hans-Bredow-Institut in dessen Postdoc-Kolleg Algorithmed Public Spheres, das von Dr. Cornelius Puschmann geleitet wird.

Informationen und die aufgezeichnete Diskussion sind online verfügbar.

 

 Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: Handbuch Soziale Medien

Handbuch Soziale Medien, herausgegeben von Dr.Jan-Hinrik Schmidt und Dr. Monika Taddicken, erschienen im Springer-Verlag (2017), Dr. Jans-Hinrik Schmidt ist wissenschaftlicher Referent am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung; Prof. Dr. Monika Taddicken ist Professorin an der TU Braunschweig, und assoziiertes RCMC-Mitglied (vormals tätig am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der UHH tätig).

 

* Buch: „Medienkulturen des Dokumentarischen“

RCMC-Vorstandsmitglied Prof. Thomas Weber hat zusammen mit Dr. Carsten Heinze ein neues Buch veröffentlicht. Der Band analysiert dokumentarische Formen des Films, die in aktuellen Medienkulturen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen und für die Kommunikation in modernen Gesellschaften maßgeblich verantwortlich sind. Durch neue Technologien und veränderte Formen der Produktion, Distribution und Rezeption sowie innovative ästhetische Konzepte kommt es zu einer Ausdifferenzierung der dokumentarischen Praktiken in ihren jeweiligen Medienkulturen, die nicht zuletzt auch das Verständnis dessen verändern, was unter dokumentarischen Filmen zu verstehen ist. Diese Entwicklungen werfen Fragen auf, auf die Autorinnen und Autoren aus der Medien- und Kulturwissenschaft, der Geschichtswissenschaft, der Kunstwissenschaft und der Soziologie in diesem Band Antworten geben. Weitere Informationen

Carsten Heinze/ Thomas Weber (Hrsg.): Medienkulturen des Dokumentarischen. Wiesbaden: Springer VS. 2017.  

 

* Sammelband: „Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive

Gemeinsam mit Maria Löblich und Thomas Birkner haben die beiden RCMC-Mitglieder Alina Laura Tiews und Dr. Hans-Ulrich Wagner von der Forschungsstelle Mediengeschichte erfolgreich einen neuen Sammelband veröffentlicht, Dieser ist Band 10 in der Reihe „Öffentlichkeit und Geschichte“ im Herbert von Halem Verlag. Der Band dokumentiert die Beiträge der Jahrestagung der Fachgruppe Kommunikationsgeschichte der DGPuK 2015. Weiterführende Informationen.

Thomas Birkner / Maria Löblich / Alina Laura Tiews / Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.): Neue Vielfalt. Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive Öffentlichkeit und Geschichte. Band 10. Köln. Herbert von Halem Verlag. 2016.

 

* Onlinepublikation: Studie „Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen“

Menschen mit Behinderungen sind noch immer von vielen Medien-Angeboten ausgeschlossen und können nicht mitreden, wenn Freunde oder Kollegen über das Fernsehprogramm sprechen. Das ist eines der herausragenden Ergebnisse einer gemeinsamen Studie des Hans-Bredow-Instituts (Prof. Dr. Uwe Hasebrink / Dr. Sascha Hölig) und der TU Dortmund (Jun.-Prof. Ingo Bosse), die im Auftrag der  Medienanstalten (DLM) und der Aktion Mensch erstellt wurde und deren Langfassung jetzt online verfügbar ist. Erste Ergebnisse der großen standardisierten Befragung wurden bereits am 26. Oktober 2016 auf einem Panel der Münchner Medientage diskutiert. Die Studie belegt bundesweit erstmals, wie intensiv Menschen mit Behinderungen Medien nutzen und welches Marktpotenzial barrierefreie Angebote haben.

 

* Onlineveröffentlichung: 1945: Flüchtlinge in Norddeutschland

Bereits im November hat Alina Laura Tiews im NDR eine einen Beitrag zur Chronik „1945: Flüchtlinge in Norddeutschland” veröffentlicht. Ausschnitte aus historischen Rundfunksendungen zum Thema in dem Artikel kann man hier nachhören.

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 4/2016

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift “Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Enthalten sind darin Artikeln um die Themen „Journalismus studieren in der Krise“, zu einer „kommunikationswissenschaftlichen Forschungsethik“, mit Analysen darüber, „wie die Herkunft über das mediale Framing von Einwanderern entscheidet“ und über „Whistleblowing in deutschen und deutschschweizerischen Printmedien“ berichtet wird, sowie in der Reihe „Methodeninnovationen“ einem Aufsatz „zum Konstrukt Themenverdrossenheit und seiner Messung“. Zum Inhaltsverzeichnis.

 

* Artikel: „Journalismus unter den Bedingungen des Medienwandels

Vervielfältigung der Kanäle, Big Data und neue Formen der Publikumsbeteiligung, Online-Artikel von Dr. Wiebke Loosen für die Bundeszentrale für politische Bildung

 

* Artikel zu Studie: „Nachrichtennutzung über soziale Medien im internationalen Vergleich

Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Survey 2016 von Dr. Sascha Hölig und Prof. Uwe Hasebrink, erschienen in Media Perspektiven 11/2016.

 

* Working Paper: „ Structural Working Conditions of Journalism in Egypt, Kenya, Serbia and South Africa: Empirical Findings from Interviews with Journalists reporting on Democratisation Conflicts

Im Rahmen des EU-finanzierten internationalen Forschungsprojekts MeCoDEM (Media, Conflict and Democratisation) erstellten Dr. Judith Lohner, Prof. Dr. Irene Neverla und Sandra Banjac M.A. ein Working Paper zu Arbeitsbedingungen von Journalisten in Ländern mit ausgeprägten Demokratisierungskonflikten. Dieses und weitere Working Papers aus dem MeCoDEM-Projekt finden sich hier.

2. People at the RCMC:

Ein Wechsel im RCMC-Direktorium steht an: Zum 1.4.2017 übernimmt Prof. Dr. Michel Clement (Fakultät BW) die Aufgabe des RCMC-Sprechers. Prof. Dr. Irene Neverla, die diese Aufgabe seit 2009 ausübte, bleibt noch bis Ende September 2017 Mitglied des RCMC-Vorstandes. Stellvertretende Sprecher sind weiterhin Prof. Dr. Thomas Weber (Fakultät GW) und Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI).

Wir freuen uns, neue Mitglieder am RCMC willkommen zu heißen:

Dr. Alexa Burmester, WiSo-Fakultät, Institut für Marketing

Prof. Chris Biemann, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Institut für Informatik

Florian Hohmann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Katharina Kleinen- von Königslow, WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaften

Dr. Cornelia Lund, WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften

Prof. Lars Schmeink (assoziiert), Institut für Kultur- und Medienmanagement, Medienwissenschaften

Iris Westermann M.A., WiSo-Fakultät, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften.

3. Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Oktober 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder,

am Donnerstag, 17.11.16 um 18:15 Uhr findet die RCMC-Mitgliederversammlung 2016 statt (Allendeplatz 1, Raum 250). Wir freuen uns, wenn Sie zahlreich kommen. Die Mitgliederversammlung bietet die Gelegenheit, sich nicht nur über die hochschul- und fachpolitischen Entwicklungen im und rund um das RCMC zu verständigen, sondern einfach und direkt Kontakte zu schließen mit Kolleginnen und Kollegen, die in für Sie relevanten Forschungsgebieten tätig sind.

Ich darf einmal in eigener Sache berichten: Die öffentliche Ringvorlesung zur „‚Lügenpresse‘ – Medienkritik als politischer Breitensport“ hat offenbar den Nerv der Zeit getroffen und zieht so viel Publikum an, dass die großen Hörsäle übervoll sind. Wer selbst vorbeischauen mag und sich die Vorträge von Kommunikationswissenschaftlern und (prominenten) Medienpraktikern anhören möchte – die Ringvorlesung findet jeweils Montag 18-20 Uhr statt, mehr Informationen hier.

Dieser Newsletter zeigt wieder die Fülle und Breite der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an unserer Universität – in Form von Tagungen, Calls, Publikationen, Vorträgen, Gastdozentinnen und Gastdozenten.

Ich wünsche Ihnen inspirierende Anregungen aus dieser Lektüre,

Irene Neverla
– Sprecherin RCMC Direktorium –

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung: „Lügenpresse” – Medienkritik als politischer Breitensport. Kritische Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. (Aus der Reihe „Augstein Lectures”).

Leitung: Prof. Dr. Volker Lilienthal und Prof. Dr. Irene Neverla

ZEIT: jeden Montag, 17.10.2016 – 30.01.2017, 18:15-19:45 Uhr.

ORT: i.d.R. Edmund-Siemers-Allee 1, Hauptgebäude, Hörsaal B (am 7.11. Hauptgebäude, Ostflügel, Hörsaal 221; am 21.11. Hauptgebäude, Hörsaal M; am 5.12. Von-Melle-Park 4, Audimax, Hörsaal 2)

Der Kampfbegriff „Lügenpresse” markiert seit einigen Jahren das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus in Deutschland unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Den Journalisten wird unterstellt, heikle Informationen zu unterschlagen und willfährige Sprachrohre der Regierenden zu sein. Unter Verdacht steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk ebenso wie die privatwirtschaftliche Presse. Diese Art von „Medienkritik” hat sich zu einem politischen Breitensport entwickelt – ob in Form affektgesteuerter Leserkommentare, oder in Blogs und in Social Media. Die Metapher von der „Lügenpresse“ irritiert und provoziert, und fordert heraus zu Klarstellungen über das Mediensystem und den Journalismus, ebenso wie zu Reflexionen über die gesellschaftlichen Hintergründe solcher Radikalisierungen. In dieser Ringvorlesung sollen die Ursachen für die radikale Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus erforscht werden, um Antworten zu finden, wie die Akzeptanz des Journalismus als Institution gesellschaftlicher Selbstreflexion und als kritische Instanz in einer freien Gesellschaft zu retten ist. Diese Ringvorlesung ist zugleich Auftakt zur Reihe der „Augstein Lectures”.

Vortragende (in chronologischer Reihe): Irene Neverla (UHH), Giovanni di Lorenzo (DIE ZEIT, Hamburg), Maria Löblich (FU Berlin), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel, Hamburg), Norbert Schneider (Berlin), Carsten Reinemann (LMU München), Jakob Augstein (Freitag, Berlin), Kai Gniffke (ARD, Aktuell, Hamburg), Michael Brüggemann (UHH), Martin Hoffmann (European Centre for Press and Media Freedom, Leipzig), Katharina von Kleinen-Königslöw (UHH), Tobias Gostomzyk (TU Dortmund), Uwe Krüger (Uni Leipzig), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung, München).

Termine und weitere Informationen

 

* Ringvorlesung „Recht & Netz”

 Koordination: Prof. Dr. Marion Albers, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informations- und Kommunikationsrecht, Gesundheitsrecht und Rechtstheorie, Fakultät für Rechtswissenschaft

ZEIT: 24.10.2016 – 30.01.2017, montags, 18 – 20 Uhr.

ORT: ESA 1 W (Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel), Raum 221.

Die Digitalisierung der Kommunikation und das Internet verändern viele Felder unserer Lebenswelt grundlegend und mit wachsender Geschwindigkeit und Dynamik. Die inter-disziplinäre Ringvorlesung dreht sich um besonders markante und aktuelle Themen: Ver-änderungen der Lebenswelt durch das „versteckte“ Internet oder durch Gesundheits-Apps, Zukunftsvisionen im Bereich der erweiterten Realität und Rechtsprobleme der Smart Glasses/Smart Lenses im öffentlichen Raum, Hate Speech im Internet, Werbung und Adblocker, Möglichkeiten und Grenzen der Straftatenbekämpfung im Darknet sowie neue Techniken der Musikproduktion und daraus resultierende Urheberrechtsfragen. In jedem Termin werden zwei Beiträge aus der Perspektive von Wissenschaft und Praxis oder Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen präsentiert. Sie ergänzen sich, erörtern ein Thema erst allgemein und dann vertiefend oder bieten konträre Positionen. Dies bietet viel Stoff für die anschließende Diskussion mit dem Publikum.

Die interdisziplinäre Ringvorlesung findet im Rahmen des von der Claussen-Simon-Stiftung geförderten Projekts Recht & Netz statt.

Mehr Informationen

 

* 1. Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation: „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“

ZEIT: 23.-25. November 2016

ORT: Universität Hamburg

Vom 23. bis 25. November 2016 richtet das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Kooperation mit dem RCMC die 1. Jahrestagung der Fachgruppe Gesundheitskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) aus. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Gesundheitskommunikation als transdisziplinäres Forschungsfeld“.

Das Programm ist ab dem 13. Oktober 2016 auf der Tagungswebsite verfügbar. Anmeldungen für die Veranstaltung sind bis zum 4. November 2016 ebenfalls über die Tagungswebsite möglich.

 

* Tagung „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“

ZEIT: 9.-10. Dezember 2016

ORT: Universität Hamburg

“Praktiken medialer Transformation” (PraMeTra) ist eine Veranstaltungsreihe der Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ (FÜR). Die Tagung „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ wird vom 09.-10. Dezember 2016 an der Universität Hamburg stattfinden und widmet sich den spezifischen Strategien und Praktiken von inter- und transmedialen Übersetzungs- und Rahmenprozessen in Bezug auf die ästhetischen und künstlerischen Pänomene des Web 2.0.

Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Forschungsverbundes.

Für Fragen steht Johannes Schmid gerne zur Verfügung: johannes.schmid@uni-hamburg.de

 

* Save the Date: Internationale Fachkonferenz “Dance Future II: Claiming Contemporaneity”

Organisation: Gabriele Klein und Katharina Kelter

ZEIT: 26.-28. Januar 2017

ORT: Universität Hamburg/ Performance Studies in Zusammenarbeit mit der Kulturfabrik, Kampnagel, Hamburg

Die internationale Konferenz DANCE FUTURE II: CLAIMING CONTEMPORANEITY setzt sich mit dem Konzept von Zeitgenossenschaft, seinen kultur- und kunstpolitischen und postkolonialen Implikationen sowie dem damit verbundenen Geschichtskonzept des Tanzes und der Tanzforschung auseinander. Ausgangspunkt ist der weltweite Status des Tanztheater Wuppertal als paradigmatische, historische, zeitgenössische, ästhetische Veränderungen initiierende und Desinteresse bis Widerstand hervorrufende Kunstform. Die zentrale Frage der Konferenz richtet sich auf globale ästhetische und kulturelle Übersetzungsprozesse zwischen Tanztheater und zeitgenössischem Tanz.

Die Konferenz findet im Rahmen eines Festivalschwerpunktes Tanz Futur II: Fokus Pina Bausch auf Kampnagel statt. Das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zeigt das fulminante Stück „Viktor“ (1986), die erste internationale Koproduktion. Mit Bezug auf das Tanztheater präsentieren lokale, nationale und internationale KünstlerInnen wie u.a. Jochen Roller, Christin Vahl, Josep Caballero Garcia, Neal Medlyn und Mamela Nyzama Arbeiten, die Begegnungen, Inspirationen und Widerstände mit der globalen Tanzikone Pina Bausch und ihrer Kunst reflektieren.

Die Konferenzsprache ist Deutsch und Englisch. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Konzept: Prof. Dr. Gabriele Klein / Universität Hamburg / Performance Studies

Nähere Informationen: katharina.kelter@uni-hamburg.de

 

* Tagung: „Öffentlich, populär, egalitär? Soziale Fragen des städtischen Vergnügens 1890-1960“

ZEIT: 9.-11.2. 2017

ORT: Universität Hamburg

Gemeinsame Tagung der Forschungsstelle Mediengeschichte und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg vom 9.-11. Februar 2017 an der Universität Hamburg zum Thema: „Öffentlich, populär, egalitär? Soziale Fragen des städtischen Vergnügens 1890-1960“, hier ein Link zum abgeschlossenen CfP, der aber das Ziel der Tagung beschreibt.

Die Veranstaltung wird von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius und von der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung gefördert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland referieren zu sozial-, kultur- und medienhistorischen Aspekten der Geschichte öffentlicher Vergnügungen in der Stadt zwischen 1890 und 1960. Eines der Ziele der Tagung wird es sein, neues Wissen über das soziale Gefüge der Stadt sowie über die gesellschaftspolitische Bedeutung des scheinbar unpolitischen Vergnügens zu generieren.

 

* 23. Internationaler Fachkongress Performance Studies international „OverFlow“ in Hamburg

ZEIT: 8.-11.6. 2017

Der Fachkongress Performance Studies international (PSi#23) findet unter dem Thema „OverFlow“ vom 08. bis 11. Juni 2017 in Hamburg statt. Erwartet werden mehr als 800 Wissenschaftler*innen und Künstler*innen aus der ganzen Welt. Veranstaltet wird der Kongress von Performance Studies/ Universität Hamburg und Kampnagel in Kooperation mit dem Festival „Theater der Welt“.

Das Thema „OverFlow“ schließt an das „Theater der Welt“-Festivalthema „Hafen“ an. Denn

„OverFlow“ – das ÜberFluten – ist wie der „Hafen“ auch immer eine Metapher. Wenn der Hafen für Bewegung, für das Reisen, für Migration, für den Austausch mit dem Fremden, Abschied und Wiederkehr steht, so beschreibt „OverFlow“ dieses ökonomisch, sozial, kulturell und politisch relevante Thema in der Bewegung, als Fließen, als Überfluten und Überfluss. Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die gemeinhin die politischen Debatten in „Krisenzeiten“ beherrschen, soll hierbei im Fokus stehen, sondern genau sein Gegenteil: der ÜberFluss.

Diese metaphorische Mehrdeutigkeit und Wirkmacht des Wortes „OverFlow“ im Hinblick auf gesellschaftliche, politische und kunsttheoretische Fragestellungen wird der internationale

wissenschaftliche Fachkongress mit einem weltweiten Fachpublikum von Wissenschaftler*innen und Künstler*innen diskutieren.

Nähere Informationen

 

* Call for Papers:  Tagung der CDE zum Thema „Nation, Nationhood and Theatre“

Die nächste Tagung der CDE findet statt zum Thema ‚Nation, Nationhood and Theatre‘, (29. Juni – 2. Juli), University of Reading, UK.

Mehr Informationen

 

* Call for Papers: Sammelband „Schlechtes Gedächtnis? Kontrafaktische Darstellungen des Nationalsozialismus in alten und neuen Medien“

In den letzten Jahren lässt sich in verschiedenen audiovisuellen Medien eine bemerkenswerte Popularität von kontrafaktischen Darstellungen des Nationalsozialismus beobachten. Diese ziehen ihren besonderen Reiz daraus, dass die erzählten Ereignisse gezielt und erkennbar vom verbürgten historischen Geschehen abweichen. Die Freiheit, die Spielfilme wie Inglourious Basterds (USA 2009) oder Fernsehserien wie The Man in the High Castle (USA 2015+) dabei im Umgang mit der Geschichte an den Tag legen, sperrt sich gegen die Anforderungen, die die Diskussion um die filmische Repräsentation des Nationalsozialismus bestimmen: Der Entwurf kontrafaktischer Szenarien unterminiert die Frage nach einer angemessenen Abbildung historischer Wirklichkeit. Ihr scheinbar sorgloser Umgang mit den Ikonen des Nationalsozialismus unterläuft auch das didaktisch Anliegen, das fiktionalen Erzählungen über den Nationalsozialismus häufig zugrunde liegt. Gegenüber den Konventionen der Erinnerungskultur bilden sie daher eine Geste der Provokation.

Wir suchen sowohl kürzere Texte, die sich auf einzelne Fallbeispiele konzentrieren (15.000-25.000 Zeichen), als auch längere Beiträge, die sich theoriegeleitet mit einem Problembereich beschäftigen (30.000-45.000 Zeichen). Abstracts in einer Länge von 300 Worten können, ergänzt um eine Kurzbiographie, bis zum 15. Oktober 2016 über schlechtes.gedaechtnis@gmail.com eingereicht werden.

Deadline für die Manuskripte ist der 24. Februar 2017. Der Band soll im Herbst 2017 bei Neofelis erscheinen. Herausgegeben wird der Band von Johannes Rhein, Julia Schumacher, Lea Wohl von Haselberg.

 

* Save the Date! RCMC Mitgliederversammung 2016

Die jährliche Mitgliederversammlung des RCMC, findet – so hat es sich eingespielt – im November statt. Bitte Termin schon notieren: Donnerstag 17. November 2016, ab 18:15 Uhr. Der Mitgliederversammlung folgt ein informelles Netzwerk-Treffen, zu dem auch Nicht-Mitglieder eingeladen sind.

 

* Save the Date: Jahreskonferenz des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“

ZEIT: 18.-19.5.2017

Am 18. Und 19. Mai 2017 findet in den Räumen der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg die Jahreskonferenz des Forschungsverbundes „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ statt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie in Kürze auf der Webseite des Forschungsverbundes.

2. Good to know

* Rückblick: Vortrag „Ohne Worte. Migration als universelle Fremdheits- erfahrung in Shaun Tans THE ARRIVAL“, Prof. Dr. Astrid Böger

Ringvorlesung Flucht-Geschichte(n): kulturhistorische Perspektiven auf ein aktuelles Phänomen, Universität Hamburg, 31.05.2016.
* Rückblick: Vortrag  „Shaun Tans The Arrival und die Kunst visueller Asso- ziation“, Prof. Dr. Astrid Böger

Visuelle Assoziation. Interdisziplinäre Tagung zur Visuellen Bildung, Warburg-Haus, Hamburg, 15.-17. September 2016.
* Rückblick: Vortrag “Illness as Visual Metaphor in Recent Graphic Memoirs”, Prof. Dr. Astrid Böger 

Pathography and Graphic Medicine: The Genres of PathoGraphics, Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule, Freie Universität Berlin, 13.-15. Oktober 2016.

* Preisträger für den Roland Faelske-Preis 2016 für die besten Abschluss- arbeiten und Dissertationen im Bereich Comic- und Animationsfilmforschung

Johannes C.P. Schmid erhält den Preis für seine Materarbeit „Shooting Pictures, Drawing Blood. The Photographic Image in the Graphic War Memoir“ (Universtität Hamburg 2015; veröffentlicht im Christian A. Bachmann Verlag 2016).

Christian A. Bachmann erhält den Preis für die beste Dissertation für seine Schrift „Metamedialität und Materialität im Comic. Zeitungscomic – Comichefte – Comicbuch“ (veröff. im Christian A. Bachmann Verlag, 2016). Jurymitglieder waren Prof. Joan Bleicher, Prof. Carola Wiese, Gudrun Faelske, Johann Ulrich, Michael Hueners und Prof. Astrid Böger (Vorsitz).

* Rückblick: Veranstaltung “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts”

Am 17. September 2016  fand unter dem Titel “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts” eine Veranstaltung aus der Reihe der sogenannten Wissensforen des Forschungsverbundes “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation“ statt. Die Wissensforen haben zum Ziel, die Erkenntnisse der Teilprojekte einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Black to the Future“ schrieb Mark Dery 1994 über die Musik von Sun Ra, Parliament, Robert Johnson und auch Detroit Techno. Und benannte damit den Afrofuturismus als einen Mix spekulativer Erzählungen aus Science-Fiction und Magischem Realismus, sozialpolitisch konturiert durch den Panafrikanismus, mit den Ikonographien von Spacetravel und Aliens, Mythologie und Technologie. Die Veranstaltung “AfroFuturism. African Science Fiction Shorts” im Golem war mit über 120 Gästen sehr gut besucht. Vor und nach dem Vortrag der Kulturwissenschaftlerin und Autorin Peggy Piesche wurden Kurzfilme gezeigt, die in den letzten Jahren entstanden sind und afrikanische und diasporische Perspektiven auf posthumanistische, mögliche Zukünfte werfen. Peggy Piesche konnte sich über ein aufmerksames und diskussionsfreudiges Publikum freuen und die Veranstalterinnen, Prof. Dr. Michaela Ott und Sophie Lembcke, ernteten viel Zuspruch für das Format der Wissensvermittlung.

 

* Rückblick: Internationale Tagung „’Verlorener Osten?‘ Erinnerungen an Zwangsmigrationen in Finnland und Deutschland nach 1945“

Die Tagung wurde von Alina Laura Tiews gemeinsam mit Philipp Seuferling von der Universität Lund veranstaltet. Es sind verschiedene Netzwerkaktivitäten der Forschungsstelle Mediengeschichte und Teilpublikationen im Anschluss an die Tagung geplant.

Mehr Informationen

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Sammelband „Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“, Fink Verlag, herausgegeben von Claudia Benthien und Gabriele Klein.

Im Dezember dieses Jahres erscheint der Sammelband “Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen“ im Fink Verlag, herausgegeben von Claudia Benthien und Gabriele Klein. Der Sammelband geht auf die Jahrestagung des Forschungsverbundes im Jahr 2015 zurück und fokussiert Wahrnehmungs- und Aneignungsprozesse, die als Praktiken medialer Transformationen beschrieben und mittels der Konzepte »Übersetzung« und »Rahmung« gefasst werden. Der Band lotet diese Konzepte für kunst-, kultur- und sozialwissenschaftlich orientierte Medienforschungen aus. Am Beispiel von Comics, Tanz, Performance, Film, Fotografie, Literatur, Webserien und Kunstprojekten werden mediale Übersetzungs- und Rahmungsprozesse untersucht. Rahmen und Übersetzen werden als Praktiken beschrieben, die in einem performativen Wechselverhältnis zueinander stehen. Der interdisziplinäre Band versammelt philosophische, sozial-, kultur-, literatur- und medienwissenschaftliche sowie designtheoretische Beiträge. Der Band ist ab sofort vorab beim Verlag zu bestellen.

 

* Beitrag „Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann“

Zum Thema „Medien und Migration“: Tiews, A. L. (2016): Vom Heimatfilm zum Dokudrama. Filme über Flucht und Vertreibung der Deutschen und was man aus ihnen lernen kann. In: M. Quentmeier, M. Stupperich, R. Wernstedt (Hrsg.), Vertrieben, geflohen – angekommen? Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht. Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag, S. 92-107. Hier ein Link zum Buch.

3. People at the RCMC:

* Research Fellow: Dag Elgesem, University of Bergen

Professor Dag Elgesem comes from the Department of information science and media studies at the University of Bergen, Norway. During his stay at the University of Hamburg he will be working on the analysis and modelling of how the climate change blogosphere has evolved over the last 10 years, using newly harvested datasets of blog-posts and links of more than 5.000 English language blogs discussing the topic of climate change. Central research questions are:

  •  To what extent is the climate change blogosphere polarized and how has the polarization developed over time?
  • Which topics related to climate change are discussed in the blogosphere, and how have the topics changed over time?#
  • Which blogs are the most influential at different points in time?
  • What are the relationships between the blogs and mainstream media regarding the topic of climate change?
  • How are the consequences of climate change for future generations discussed in the blogosphere?

Dag is the leader of the project Accessing and Analyzing the blogosphere (ntap.no), funded by the Norwegian Research Council.

 

* Prof. Dr. Ute Berns ist seit Juni 2016 Präsidentin der ‚Deutschen Gesellschaft für zeitgenössisches englischsprachiges Drama und Theater / Contemporary Drama in English‘ (CDE) und Mitherausgeberin der Zeitschrift Journal of Contemporary Drama in English (JCDE peer-reviewed).

 

* Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Institut für Germanistik & Institut für Medien und Kommunikation) ist ab August 2016 und für die Dauer von fünf Jahren Assoziierter Professor im Exzellenz-Zentrum „Multilingualism across the lifespan“ an der Universität Oslo. Er leitet dort das Projekt „Multilingualism and mediated communication“ mit zwei Teilprojekten über Sprach- und Medienrepertoires in mehrsprachigen Familien sowie Mehrsprachigkeit in der digital vermittelten Interaktion.

Informationen für den nächsten Newsletter bitte bis zum 20.Januar 2017 an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Call for Papers Sammelband: Schlechtes Gedächtnis? Kontrafaktische Darstellungen des Nationalsozialismus in alten und neuen Medien

In den letzten Jahren lässt sich in verschiedenen audiovisuellen Medien eine
bemerkenswerte Popularität von kontrafaktischen Darstellungen des Nationalsozialismus
beobachten. Diese ziehen ihren besonderen Reiz daraus, dass die erzählten Ereignisse
gezielt und erkennbar vom verbürgten historischen Geschehen abweichen. Die Freiheit,
die Spielfilme wie Inglourious Basterds (USA 2009) oder Fernsehserien wie The Man in
the High Castle (USA 2015+) dabei im Umgang mit der Geschichte an den Tag legen,
sperrt sich gegen die Anforderungen, die die Diskussion um die filmische Repräsentation
des Nationalsozialismus bestimmen: Der Entwurf kontrafaktischer Szenarien unterminiert
die Frage nach einer angemessenen Abbildung historischer Wirklichkeit. Ihr scheinbar
sorgloser Umgang mit den Ikonen des Nationalsozialismus unterläuft auch das didaktisch
Anliegen, das fiktionalen Erzählungen über den Nationalsozialismus häufig zugrunde liegt.
Gegenüber den Konventionen der Erinnerungskultur bilden sie daher eine Geste der
Provokation.

Wir suchen sowohl kürzere Texte, die sich auf einzelne Fallbeispiele konzentrieren
(15.000-25.000 Zeichen), als auch längere Beiträge, die sich theoriegeleitet mit einem
Problembereich beschäftigen (30.000-45.000 Zeichen).
Abstracts in einer Länge von 300 Worten können, ergänzt um eine Kurzbiographie, bis zum 15. Oktober 2016 über schlechtes.gedaechtnis@gmail.com eingereicht werden.
Deadline für die Manuskripte ist der 24. Februar 2017. Der Band soll im Herbst 2017 bei
Neofelis erscheinen. Herausgegeben wird der Band von Johannes Rhein, Julia
Schumacher, Lea Wohl von Haselberg.

Mehr Informationen

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Juli 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Freunde und Förderer des RCMC,

wie immer jeweils zu Beginn und Ende des Semesters hier der neue Newsletter mit Berichten und Ankündigungen aus dem RCMC. Hier nur zwei Ereignisse, die im Newsletter näher beschrieben werden.

„Kommunikative Figurationen” – ein neuer Begriff und damit ein theoretisches und empirisches Konzept zur Analyse der Mediengesellschaft ist Thema und Titel eines jüngst der DFG vorgelegten Verbundantrages für einen Sonderforschungsbereich bzw. Transregio. Mehrere RCMC-Mitglieder haben in Zusammenarbeit mit Bremer Kollegen diesen Antrag gestellt.

„Lügenpresse” – das provokative Schlagwort einer populistischen Medienkritik – ist Thema einer öffentlichen Ringvorlesung an der UHH im Winter 2016/17.  Wissenschaftler_innen und prominente Journalisten, wie Giovanni di Lorenzo, Jakob Augstein und Heribert Prantl, werden hierzu Vorträge halten.

Dies und einiges mehr zu den anregenden Aktivitäten der Kommunikations- und Medienforschung von RCMC-Mitgliedern können Sie gleich weiterlesen. Wir wünschen eine schöne, erholsame und produktive Sommerzeit,

Ihre

Irene Neverla

– Sprecherin des RCMC-Direktoriums –

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung: „Lügenpresse” – Medienkritik als politischer Breitensport. Kritische Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis. (Aus der Reihe „Augstein Lectures”).

Leitung: Prof. Dr. Volker Lilienthal und Prof. Dr. Irene Neverla

ZEIT: jeden Montag, 17.10.2016 – 30.01.2017, 18:15-19:45 Uhr.

ORT: Edmund-Siemers-Allee 1 im Ostflügel, Raum 221 (nur am 24.10.16 im Hauptgebäude von ESA 1, Hörsaal A)

Der Kampfbegriff „Lügenpresse” markiert seit einigen Jahren das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus in Deutschland unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Bürger wahrheitsgetreu zu informieren. Den Journalisten wird unterstellt, heikle Informationen zu unterschlagen und willfährige Sprachrohre der Regierenden zu sein. Unter Verdacht steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk ebenso wie die privatwirtschaftliche Presse. Diese Art von „Medienkritik” hat sich zu einem politischen Breitensport entwickelt – ob in Form affektgesteuerter Leserkommentare, oder in Blogs und in Social Media. Die Metapher von der „Lügenpresse“ irritiert und provoziert, und fordert heraus zu Klarstellungen über das Mediensystem und den Journalismus, ebenso wie zu Reflexionen über die gesellschaftlichen Hintergründe solcher Radikalisierungen. In dieser Ringvorlesung sollen die Ursachen für die radikale Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus erforscht werden, um Antworten zu finden, wie die Akzeptanz des Journalismus als Institution gesellschaftlicher Selbstreflexion und als kritische Instanz in einer freien Gesellschaft zu retten ist. Diese Ringvorlesung ist zugleich Auftakt zur Reihe der „Augstein Lectures”.

Vortragende (in chronologischer Reihe): Irene Neverla (UHH), Giovanni di Lorenzo (DIE ZEIT, Hamburg), Maria Löblich (FU Berlin), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel, Hamburg), Norbert Schneider (Berlin), Carsten Reinemann (LMU München), Jakob Augstein (Freitag, Berlin), Kai Gniffke (ARD, Aktuell, Hamburg), Michael Brüggemann (UHH), Martin Hoffmann (European Centre for Press and Media Freedom, Leipzig), Katharina von Kleinen-Königslöw (UHH), Tobias Gostomzyk (TU Dortmund), Uwe Krüger (Uni Leipzig), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung, München).

Termine und weitere Informationen

 

* Tagung „Körperbilder – Körperpraktiken“

ZEIT:      28.-30. September 2016

ORT:      Gästehaus der Universität Hamburg

Die Tagung mit dem Haupttitel „Körperbilder – Körperpraktiken” wird am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft veranstaltet. Sie befasst sich mit visuellen Repräsentationen von Körperbildern und Körperpraktiken, die in mediatisierten Lebenswelten und Alltagspraktiken zum Ausdruck kommen, und damit Identitätskonstruktionen, vor allem Geschlechteridentitäten, (re-)produzieren und auch modifizieren. Themenfelder sind Körperoptimierung und -disziplinierung, visuelle Inklusion und Exklusion, Visibilität und Vulnerabilität von Körperbildern, aber auch Protestformen mittels mediatisierter Körperpraktiken.

Den Keynote-Vortrag wird Rosalind Gill, Professorin an der City University London für kulturelle und soziale Analyse, halten. Sie ist bekannt für ihre Forschungen über Gender und Medien, kulturelle und kreative Arbeit und mediatisierte Intimität.

Tagungsorganisation: Prof. Dr. Irene Neverla und Dr. Monika Pater, beide Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, in Zusammenarbeit mit den Fachgruppen Visuelle Kommunikation sowie Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).

Weitere Informationen sind auf der Webseite zu finden. Die Anmeldung für die Tagung ist bis 5. September 2016 möglich. Fragen zur Veranstaltung richten Sie bitte via Mail an koerperbilder@uni-hamburg.de.

 

* Save the Date! RCMC Mitgliederversammung 2016

Die jährliche Mitgliederversammlung des RCMC, findet – so hat es sich eingespielt – im November statt. Bitte Termin schon notieren: Donnerstag 17. November 2016, ab 18 Uhr. Eine förmliche Einladung folgt zu Beginn des Semesters. Der Mitgliederversammlung folgt ein informelles Netzwerk-Treffen, zu dem auch Nicht-Mitglieder eingeladen sind.

2. Good to know

* Neuer Forschungsschwerpunkt des RCMC

Die Arbeitsgruppe im Schwerpunktbereich „Mediale Praktiken des Dokumentarischen“ befasst sich mit Filmen, Tonaufnahmen, Videos, Fotografien aber auch Comics, Textdokumenten, Fotografien, Theaterstücken usw. mit dokumentarischem Charakter. Dabei spielen ganz unterschiedliche Fragestellungen eine Rolle, wie zum Beispiel:

  • Wo und in welcher Weise lassen sich dokumentarische Medien finden (Archive, Datenbanken usw.)?
  • Wie konstruieren dokumentarische Medien durch die Praktiken medialer Transformation ihres Ausgangsmaterials komplexe Bedeutung?
  • Welche Rolle spielen unterschiedliche mediale Milieus bei der Bearbeitung von dokumentarischen Medien?
  • In welcher Weise erklären Theorien des Dokumentarischen seine kulturelle Bedeutung?
  • Wie können dokumentarische Medien als Quelle von Alltags-, Sozial- und Kulturgeschichte für verschiedene Disziplinen erschlossen werden?
  • Wie wird in populären dokumentarischen Medien (im Sinne einer Public History) Geschichte vermittelt?
  • Welche Bedeutung haben dokumentarische Medien für Konstruktion von kultureller Erinnerung?
  • Welche Legitimationsstrategien (Glaubwürdigkeitskriterien) setzen dokumentarische Medien ein, um das von ihnen generierte Wissen zu plausibilisieren?

Die Gruppe diskutiert über die Zugänge zum Material selbst, Fragen der methodischen Erschließung dokumentarischer Medien wie auch der theoretischen Fundierung von Projekten zu dokumentarischen Medien.

Kontakt: Prof. Dr. Thomas Weber, thomas.weber@uni-hamburg.de

 

* Forschungsprojekt: Transforming Communications”

Zu den Zielen, die sich das RCMC bei seiner Gründung gesetzt hat, gehört auch die interdisziplinäre Verbundforschung. In den vergangenen Jahren haben einige RCMC-Mitglieder zusammen mit Kolleg/inn/en der Universität Bremen einen Antrag auf Einrichtung eines Sonderforschungsbereichs/Transregio entwickelt. Der Antrag wurde im Mai bei der DFG eingereicht, im September findet in Bremen die Begehung durch die Gutachtergruppe statt. Unter dem Titel „Transforming Communications” soll untersucht werden, wie sich die tiefgreifende Mediatisierung auf die Konstruktion verschiedener sozialer Domänen auswirkt. Soziale Domänen werden dabei als kommunikative Figurationen analysiert; mit diesem gemeinsamen Konzept wird es möglich sein, ganz unterschiedliche Domänen im Hinblick darauf zu untersuchen, wie sie kommunikativ konstruiert werden. Das Vorhaben umfasst insgesamt 15 Projekte an den beiden Standorten Bremen und Hamburg (siehe www.kommunikative-figurationen.de).

Beteiligte RCMC-Mitglieder sind: Michael Brüggemann, Uwe Hasebrink, Rudolf Kammerl, Gertraud Koch, Claudia Lampert, Wiebke Loosen, Wolfgang Schulz und Hans-Ulrich Wagner.

 

* Internationale Konferenz: 24th World Congress of Political Science der International Political Science Association (IPSA)

ZEIT: 23.7.-28.7.2016

ORT: Poznan, Polen

Prof. Dr. Irene Neverla, Dr. Judith Lohner und Sandra Banjac, M.A., werden mit dem Vortrag “Between nostalgia and ‚bitter-sweet reality‘? The autocratic past as reference point of journalists in transitional societies” Ergebnisse aus dem MeCoDEM-Projekt präsentieren.

Panelbeschreibung und Vortragsabstract 

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* Internationale Konferenz: International Association for Media and Communication Research (IAMCR)

ZEIT: 27.7.-31.7.2016

ORT: Leicester, UK

Prof. Dr. Irene Neverla, Dr. Judith Lohner und Sandra Banjac, M.A., werden mit dem Vortrag “Between nostalgia and ‚bitter-sweet reality‘? The autocratic past as reference point of journalists in transitional societies” Ergebnisse aus dem MeCoDEM-Projekt präsentieren.

Mehr Informationen zur Tagung

 

* Rückblick: ICA Young Scholars Preconference „Communicating the Power of Visuals“

Medienbildern werden bestimmte Charakteristika zugeschrieben, die Visuelle Kommunikation besonders einflussreich machen können: So werden Bilder z. B. ganzheitlich wahrgenommen und aufgrund der suggerierten Augenzeugenschaft wenig hinterfragt. Damit gehen aber auch Herausforderungen einher, die beim Entwickeln und Kommunizieren von Visuellen Kommunikationsforschungsprojekten beachtet werden müssen. Gerade Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich in ihren ersten umfangreichen Forschungsprojekten mit Visueller Kommunikation beschäftigen, sind dabei auf eine entsprechende Expertise in ihrem Fach angewiesen. Da sie aber über verschiedene kommunikationswissenschaftliche Subdisziplinen (z. B. Politische Kommunikation oder Gesundheitskommunikation) verteilt sind, werden Synergiepotenziale häufig nicht genutzt.

Am 9. Juni 2016 fand deshalb im Rahmen der Jahrestagung der International Communication Association (ICA) die ICA Young Scholars Preconference „Communicating the Power of Visuals“ in Fukuoka (Japan) statt. Die eintägige Veranstaltung an der Kyushu Sangyo University brachte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen mit internationalen Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Visuellen Kommunikationsforschung zusammen.

Die Preconference wurde von Michael Grimm (Hans-Bredow-Institut), Allison Kwesell (International Christian University, Tokyo, Japan), Akira Sano (Kyushu Sangyo University, Fukuoka, Japan) und Giorgia Aiello (University of Leeds, UK) organisiert und vom Hans-Bredow-Institut unterstützt. Es war nach der sehr erfolgreichen ICA Young Scholars Preconference on Visual Methods in Puerto Rico im letzten Jahr bereits die zweite Veranstaltung der ICA für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Visuellen Kommunikationsforschung.

Weiterführende Informationen gibt es auf der Preconference-Website: http://www.visualcommunicationstudies.net/

 

* Rückblick: Prof. Griffin-Foley als Visiting Fellow an der Forschungsstelle      Mediengeschichte

Prof. Dr. Bridget Griffin-Foley war vom 22. Mai bis 12. Juni 2016 Visiting Fellow an der Forschungsstelle Mediengeschichte. Die Einladung der australischen Wissenschaftlerin und Direktorin des Centre for Media History an der Macquarie University in Sydney erfolgte im Rahmen des vom RCMC-Mitglied Hans-Ulrich Wagner geleiteten Forschungsprojektes „Transnational Media Histories“, einem Projekt der Trilateral Strategic Partnership an der Universität Hamburg. Prof Griffin-Foley hielt am 26. Mai die Keynote zu „Entanglements across the Pacific: Franklin D. Roosevelt’s Fireside Chats in Australia“ auf dem EMHIS („Entangled Media Histories“)-Forum VI in Cascais, Portugal. In Hamburg stellte sie am 31. Mai ihre Studie zu „Children and Australian Broadcasting“ im Rahmen des FFF-Colloquiums am Institut für Kommunikation vor. Daneben besuchte sie Seminarveranstaltungen und präsentierte am 1. Juni den australischen Dokumentarfilm „Mabo: Life of an Island Man“ im Rahmen der Vorlesungsreihe „Das ist Film!“.

 

* Rückblick: Forschungsaufenthalt von Mike Nugent, PhD, an der Forschungsstelle Mediengeschichte

Mike Nugent, Doktorand an der Macquarie University in Sydney, war im Mai/Juni zu Gast an der Forschungsstelle Mediengeschichte. Die Einladung des australischen PhD-Kandidaten war Teil des regelmäßigen Austauschprogramms im Forschungsprojekt „Transnational Media Histories“, einem Projekt der Trilateral Strategic Partnership an der Universität Hamburg. Mike Nugent stellte sein Promotionsvorhaben „Video Cassette Revolution: The VCR in Australia, Germany, Russia, USA“ am 24. Mai vor.

 

* Rückblick: Vortrag „Sound and the Memory of World War II. How to explore the soundscape in Germany“

Dr. Hans-Ulrich Wagner hat vom 10. bis 11. Juni 2016 an einem Workshop zum Thema „Sound and the Memory of World War II in Europe and Asia“ an der Aarhus University teilgenommen. Wissenschaftler_innen aus Dänemark, Großbritannien, Deutschland, Japan und China referierten; Hans-Ulrich Wagner stellte Tondokumente der Kriegszeit vor und diskutierte verschiedene Analyse-Ansätze der Sound History.

 

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Bucherscheinung: Protest Cultures. A Companion.

Ed. by Kathrin Fahlenbrach, Martin Klimke, Joachim Scharloth, Oxford/New York 2016: Berghahn Books

Today, protest is not only articulated by social movements or political groups, but also by grassroots initiatives, single citizens, or artists. Public protest actions are showcasing dissent and claiming a change of the rules, habits or values of society. Expressive forms of protest have also turned into integral parts of popular culture: The media, fashion and advertising industries regularly absorb new expressions and symbolic signs used by protest actors. As a result, protest cultures influence the habitus and lifestyle in a society.

Whereas the cultural dimension of protest has been widely neglected in the research of social movements, this companion widens the perspective to protest phenomena beyond political and sociological aspects. It introduces relevant theoretical and methodological accounts for the analysis of different areas of protest cultures – both concerning protest actors and their cultural effects in society. This is accompanied by single case studies, demonstrating relevant historical phenomena of protest cultures.

Weitere Informationen

 

* Beitrag: „Nachrichtennutzung im Wandel. Technische Zugänge, inhaltliche Interessen und Nutzungsformen im internationalen Vergleich.“

Fernsehen in Deutschland – Programmforschung und Programmdiskurs, hrsg. von den Medienanstalten, u. a. mit einem Artikel von Sascha Hölig und Uwe Hasebrink zur Nachrichtennutzung im Wandel,

Konvergente Werbeformen stehen im Mittelpunkt des Programmberichts 2015. Neue Wettbewerber, interaktive Formate und zusätzliche Verbreitungswege führen zu neuer Vielfalt im Werbebereich. Die Programmanalyse der acht reichweitenstärksten Fernsehvollprogramme, deren zentrale Befunde vorgestellt werden, behandelt das Thema Werbung mit Blick auf die Einbettung in das redaktionelle Gesamtangebot.

Im Kapitel „Streitpunkte – Standpunkte“ stellen Produzenten, Vermarkter und Vertreter von Multi-Channel-Networks ihre Sicht der Dinge dar. Welche Auswirkungen etwa haben maßkonfektionierte und unmittelbar ins Programm integrierte Vermarktungsformen auf Medieninhalte und ihre Produktion? Wie funktioniert Product-Placement in Videoportalen? Welche Werbebotschaften erreichen die Generation YouTube? Und schließlich: Wie kann sich moderne Regulierungspraxis auf die neuen Entwicklungen einstellen? Fragen wie diese werden anregend diskutiert und sollen zur Debatte einladen.

Hölig, S.; Hasebrink, U. (2016): Nachrichtennutzung im Wandel. Technische Zugänge, inhaltliche Interessen und Nutzungsformen im internationalen Vergleich. In: die Medienanstalten (Hrsg.), Programmbericht 2015. Fernsehen in Deutschland. Programmforschung und Programmdiskurs. Berlin: Vistas, S. 105-126.

Programmbericht zum Download

Weitere Informationen

 

* Beitrag: „Geschichte der Privatisierung des Rundfunks in Hamburg“

Dr. Hans-Ulrich Wagner und Kirstin Hammann veröffentlichten im Rahmen eines Arbeitsprojekts zur Privatisierung des Rundfunks in Hamburg und in den norddeutschen Bundesländern ein Interview mit Dr. Helmut Haeckel, dem ersten Direktor der Hamburgischen Anstalt für neue Medien. Das an der Forschungsstelle Mediengeschichte geführte Gespräch ist zusammen mit ausgewählten Dokumenten als „Nordwestdeutsches Heft zur Rundfunkgeschichte“ online erschienen.

Wagner, Hans-Ulrich; Hammann, Kirstin (Hrsg.) (2016): Zeitzeugen der Hamburger Mediengeschichte. Dr. Helmut Haeckel über das Hamburgische Mediengesetz und die Arbeit der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM). Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut 2016 (= Nordwestdeutsche Hefte zur Rundfunkgeschichte; 9).

Weitere Informationen

 

* Beitrag: “Changing Forms of Cross-Media News Use in Western Europe and Beyond”

“Changing Forms of Cross-Media News Use in Western Europe and Beyond”, verfasst von Sascha Hölig, R. K. Nielsen & K. C. Schrøder. In: J. L. Jensen, M. Mortensen, J. Ørmen (eds.), News across Media – the Production and Consumption of News in a Cross-Media Perspective. Routledge, p. 102-122.

Weitere Informationen

 

* Beitrag: “Vertrieben, geflohen – angekommen?”

Das Thema Flucht und Vertreibung im Geschichts- und Politikunterricht, u.a. mit einem Artikel von Alina Laura Tiews, erscheint im Juli 2016 in der Reihe Wochenschau Wissenschaft im Wochenschau Verlag.

Weitere Informationen

 

* Beitrag: “Social Participation in Online News Usage in Europe and  its Underlying Causes: Individual vs. Structural Factors”

Warum Social Media User in Südeuropa aktiver sind als im Norden und was dies mit Vertrauen in das Mediensystem zu tun hat, erläutert Dr. Sascha Hölig im European Journal of Communication, published online before print

Hölig, Sascha (2016): Social Participation in Online News Usage in Europe and its Underlying Causes: Individual vs. Structural Factors. In: European Journal of Communication.

European countries show greatly differing patterns of active participation in their news usage, such as sharing, liking or commenting on articles. While there are many more Internet users actively participating in southern Europe, the population with online access in central and northern Europe is rather restrained. The reasons for these differences cannot be found in the individual characteristics of age, formal education or news interest. Rather, the lack of performance of traditional media institutions may encourage citizens to participate actively. The unfulfilled tasks and functions of the media seem to be compensated in this way. Additionally, an online population that is characterized by early adopters, as is the case in countries with low Internet penetration rates, is significantly more active than a more heterogeneous online population in countries with a higher penetration rate.

Weitere Informationen

3. Graduate School Media and Communication:

* During her current sabbatical, Kathrin Fahlenbrach is appointed in June and July 2016 as a fellow at „Cinepoetics. Center for Advanced Film Studies“ at the Freie Universität Berlin (directed by Hermann Kappelhoff and Michael Wedel). The scholarly exchange during her
fellowship focuses on metaphors in film and other moving images.

Weitere Informationen

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

 

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter April 2016

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe interessierte Leserinnen und Leser,

Der RCMC Newsletter gibt wieder einen Einblick in das Spektrum der medien- und kommunikationsbezogenen Forschungsaktivitäten an der UHH. Stark vertreten sind diesmal die Fakultäten Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften und Erziehungswissenschaft sowie das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung.

Zwei Hinweise: Save the date am 29. Juni 2016, späterer Nachmittag. Denn für diesen Termin ist ein RCMC-Sommertreffen geplant, be dem RCMC-Mitglieder und an RCMC-Interessierte Gelegenheit zur Vernetzung haben werden. Mehr dazu demnächst per Mail und auf unserer Website www.rcmc-hamburg.de.  Zweitens ein herzliches Willkommen von vier neuen Mitgliedern (siehe dazu die einschlägige Spalte im Newsletter), verbunden mit dem Hinweis, dass das RCMC nicht nur Professor*innen versammelt, sondern vielmehr Forschenden auf allen Rängen offen steht. Als Voraussetzung gilt ein abgeschlossenes Studium, sowie eine Forschungstätigkeit an der Universität Hamburg mit Bezug zu Medien und Kommunikation. Für Bewerbungen genügt eine Mail an das Direktorium unter rcmc@uni-hamburg.de mit Lebenslauf und Angaben zur Forschungs- und Publikationstätigkeit.

Wir wünschen allen RCMC-Mitgliedern ein sonniges und erfolgreiches Sommersemester!

Ihre

Irene Neverla, im Namen des Direktoriums

1. Come and Meet:

* Ringvorlesung „Flucht-Geschichte(n): kulturhistorische Perspektiven auf ein aktuelles Phänomen“

ZEIT: jeden Dienstag von 5. April – 5. Juli 2016, 18 – 20 Uhr
ORT: ESA M, Hörsaal

Prof. Dr. Silke Segler-Messner, Probedekanin für Studium und Lehre der Fakultät für Geisteswissenschaften, hält im kommenden Sommersemester eine Ringvorlesung zum Thema Flucht. Ziel der Vorlesungsreihe ist es, Flucht-Geschichte(n) in einer kulturhistorischen Perspektivierung zu beleuchten, um für die historischen und anthropologischen Dimensionen von Vertreibung und Exil zu sensibilisieren. Allein in diesem Jahr werden ca. eine Million Flüchtlinge in Deutschland erwartet, während sich weltweit ungefähr 60 Millionen Menschen auf der Flucht befinden. Die Ursachen für die Entscheidung von Frauen und Männern, ihre Heimstätten aufzugeben und gemeinsam in anderen Ländern Zuflucht zu suchen, sind vielfältig, in der Mehrzahl der Fälle sind es jedoch Vertreibung, Gewalt und (Bürger-)Kriege.

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen bedeutet, Konzepte wie Identität und Alterität zu befragen – Begriffe, die in allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen eine wichtige Rolle spielen, aber unterschiedliche Schwerpunkte und Akzentuierungen erfahren. Gerade diese Vielfalt von Perspektiven und Fachkulturen ist besonders dazu geeignet, Flucht-Geschichte(n) als Teil unseres Selbstverständnisses erlebbar zu machen.
Am 31. Mai hält RCMC-Mitglied Prof. Dr. Astrid Böger im Rahmen der Ringvorlesung einen Vortrag zum Thema „Ohne Worte. Migration als universelle Fremdheitserfahrung in Shaun Tans THE ARRIVAL“. Weitere Informationen

 

* Games Ringvorlesung “ HERE | THERE “ Grenzerfahrungen zwischen realen und virtuellen Welten

ZEIT: Dienstags, 18.30–20 Uhr, 12. April–28. Juni 2016
ORT: Forum Finkenau, Mediencampus Finkenau 35, 22081 Hamburg

Das RCMC veranstaltet in Kooperation mit der Universität Hamburg und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg eine Games Ringvorlesung im Sommersemester 2016. Darin widmen sich verschiedenste Gastvortrage unterschiedlichen Fragen: Welche Formen der Welterfahrung ermöglichen digitale Spiele heute? Welchen Stellenwert hat Worldbuilding in der Entwicklung von Spielen? Und wo verlaufen die Grenzen zwischen ‚realer‘ und ‚virtueller‘ Welt? Die Ringvorlesung „HERE | THERE“ fragt nach (Grenz-)Erfahrungen in und zwischen realen und virtuellen Welten und richtet sich an Studierende der Hamburger Hochschulen sowie außeruniversitäre Zuhörer_innen und die weitere Hamburger Öffentlichkeit.Die Vorlesungsreihe ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen

 

* Internationale Konferenz „New Speakers in a Multilingual Europe“

ZEIT: 12.-14. Mai 2016
ORT: Universität Hamburg

Anfang Mai 2016 findet an der UHH die Jahrestagung 2016 des europäischen COST-Netzwerks „New Speakers in a Multilingual Europe“ statt. Das vom EU-Forschungsinstrument COST geförderte Netzwerk (Laufzeit 2013-2017) bringt ca. 50 ForscherInnen aus ganz Europa im Gebiet der soziolinguistischen Mehrsprachigkeitsforschung zusammen.
Die Konferenz umfasst einen Plenarvortrag von Professorin Aneta Pavlenko (Temple University), eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „New speakers at the multilingual University“ sowie mehrere Workshops und Sektionsvorträge. Aktuelle Hamburger Forschung aus dem KNU-Verbundprojekt „Mehrsprachigkeit als Ressource der Nachhaltigen Universität“ wird in einer eigenen Sektion vorgestellt werden. Die Konferenz ist für interessiertes Publikum zugänglich, Registrierung erforderlich.
Für die lokale Organisation zeichnet sich RCMC-Mitglied Jannis Androutsopoulos unter Mitwirkung von Margarita Giannoutsou verantwortlich (Fachbereich SLM I, Institut für Germanistik & Institut für Medien und Kommunikation). Weitere Informationen/Facebook

 

* Vortrag „Trends in der Berichterstattung von Politik und Regierung: Analyse der Homogenität /Vielfalt im framing von Nachrichten in der chilenischen Presse“

ZEIT: 6. Juli  2016, 16 Uhr
ORT: AP 1, 20146 Hamburg

Anfang Juli wird Prof. Mariá Elena Gronemeyer (Pontificia Universidad Catolica de Chile) am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft zu Gast sein. Sie wird dabei ihre methodischen Überlegungen und Ergebnisse ihres aktuellen Forschungsprojektes vorstellen und diskutieren. Das Projekt „Tendencias en la cobertura periodística de política y gobierno “ befasst sich mit der Vielfalt oder Homogenität von Framing in der chilenischen Presse. Vor allem die Methode des Projektes wird Gronemeyer bei der Veranstaltung in Hamburg diskutieren. Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie zeitnah auf der Homepage des Instituts für Journalistik.

 

* Veranstaltung: Anglistentag 2016

ZEIT: 21.-24. September 2016

Gemeinsam mit Prof. Lucia Krämer (Passau) organisiert RCMC-Mitglied Monika Pietrzak-Franger die Sektion „Mash-ups“, die während des diesjährigen, von der Universität Hamburg ausgerichteten, Anglistentages stattfinden wird. Sechs Papers widmen sich der Ästhetik, Ökonomie und Politik wie auch den didaktischen Potenzialen dieser medialen Form, die in unserer Kultur zunehmend präsent wird. Weitere Informationen

 

* Tagung „Körperbilder – Körperpraktiken“

ZEIT:      28.-30. September 2016
ORT:      Gästehaus der Universität Hamburg

Die Tagung mit dem Titel Körperbilder – Körperpraktiken. Visuelle Repräsentationen, Regulationen und Aneignungen vergeschlechtlichter Körper und Identitäten in Medienkulturen wird am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft veranstaltet. Sie befasst sich mit Körperbildern und Körperpraktiken, die in mediatisierten Lebenswelten und Alltagspraktiken durch visuelle Repräsentationen zum Ausdruck kommen, und damit Identitätskonstruktionen, vor allem Geschlechteridentitäten, (re-)produzieren und auch modifizieren. Themenfelder sind Körperoptimierung und -disziplinierung, visuelle Inklusion und Exklusion, Visibilität und Vulnerabilität von Körperbildern, aber auch Protestformen mittels mediatisierter Körperpraktiken.

Die Tagung wird organisiert von den RCMC-Mitgliedern Prof. Dr. Irene Neverla und Dr. Monika Pater, in Zusammenarbeit mit den Fachgruppen Visuelle Kommunikation sowie Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Abstracts für (Einzel-)Vorträge, Panels oder Poster (insbesondere für gelungene BA- oder MA-Arbeiten) werden bis zum 30. April 2016 entgegengenommen. Weitere Informationen sind dem Call for Papers zu entnehmen.

 

2. Good to know

* Forschungsprojekt: „Ankunft im Radio. Flucht und Vertreibung in west- und ostdeutschen Hörfunkprogrammen 1945-1961“

Von August 2015 bis Dezember 2017 bearbeitet RCMC-Mitglied Alina Laura Tiews an der Forschungsstelle Mediengeschichte das Forschungsprojekt „Ankunft im Radio. Flucht und Vertreibung in west- und ostdeutschen Hörfunkprogrammen 1945-1961“. Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Forschungsprojekt hat das Ziel, eine ereignisgeschichtliche Studie zu den Folgen von Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem östlichen Europa in der deutsch-deutschen Nachkriegszeit nach 1945 vorzulegen, indem es einen hierbei bislang unerforschten Akteur in den Mittelpunkt rückt: den Hörfunk. Was trugen Radiosendungen zum gesellschaftlichen Gespräch über „Flucht und Vertreibung“ nach dem Zweiten Weltkrieg bei? Diese Leitfrage des Projekts gewinnt nicht zuletzt angesichts neuer Migrationsbewegungen in Europa und medialer Berichtserstattung darüber eine besondere Bedeutung. Weitere Informationen

 

* Projekt: „Herausforderungen in der Grundschule digital begegnen“

Die von RCMC-Mitglied Prof. Dr. Rudolf Kammerl koordinierte Forschergruppe mit Prof. Krauthausen, Prof. Krieger und Prof. Michalik, hat eine Finanzierungszusage von der Dt. Telekom Stiftung erhalten. Das Projekt mit dem Titel „Herausforderungen in der Grundschule digital begegnen“ wird drei Jahre mit 320.000 EUR gefördert.

 

* Rückblick: Auszeichnung für Habilitationsschrift „Spectres of Syphilis“

Monika Pietrzak-Franger, seit 2014 Vertretungsprofessorin am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Hamburg, wurde mit dem renommierten Britcult Award der Deutschen Gesellschaft für das Studium britischer Kulturen ausgezeichnet. Den mit 1.000 Euro dotierten Preis erhielt Frau Pietrzak-Franger für ihre Habilitationsschrift mit dem Titel „Spectres of Syphilis: Medicine, Knowledge and the Spectacle of Victorian(In)Visibility?“ Der Britcult Award wird alle zwei Jahre für herausragende Qualifizierungsarbeiten vergeben. Weitere Informationen

 

* Rückblick: Vortrag „Grenzgängerin zwischen Fakten und Fiktion bei der Inszenierung virtueller Figuren am Beispiel von Online-Omi Renate Bergmann“

Prof. Dr. Joan Bleicher hat von 5. bis 6. Februar 2016 an dem interdisziplinären Symposium zum „Diskurs der Daten“ teilgenommen und einen Vortrag zum Thema „Grenzgängerin zwischen Fakten und Fiktion bei der Inszenierung virtueller Figuren am Beispiel von Online-Omi Renate Bergmann“ gehalten. Ziel des gesamten Symposiums war es, Chancen und Risiken der Erzeugung und Verwendung digitaler Massendaten zu beleuchten und diskutieren. Die Tagung setzt bei der grundlegenden Frage an, wie sich angesichts der aktuellen Debatten und Skandale (Forschungs-)Kultur unter digitalen Vorzeichen verändert und wie der alltäglich in den Medien verwendete Daten-Begriff aus wissenschaftlicher Sicht definiert werden kann und kritisch hinterfragt werden muss. Weitere Informationen

 

* Rückblick: Podiumsdiskussion „New TV Trends“  

Auf dem NEWTV Kongress 2016 am 2. März 2016 zum Thema „Business Innovation on Screen“ hat Prof. Dr. Joan Bleicher mit dem Journalisten und Blogger Richard Gutjahr, mit Ralf Klassen von Bitprojects und mit Philipp Westermeyer vom Online Marketing Rockstars über die New TV Trends im Panel diskutiert. Weitere Informationen

 

* Rückblick: Symposium: „Mediatisierung relationaler Ordnungen als Bedingung und Bezugspunkt von (Medien)Bildungsprozessen und (medien-)pädagogischer Theorienbildung

Beim 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften (DGfE) unter dem Thema „Räume für Bildung. Räume der Bildung“ wurden aktuelle Fragen aus etwa der Bildung und Erziehung erläutert und debattiert. Mit seinem Vortrag „Mediatisierung relationaler Ordnungen als Bedingung und Bezugspunkt von (Medien)Bildungsprozessen und (medien-)pädagogischer Theoriebildung“ hat Prof. Dr. Rudolf Kammerl an der Tagung teilgenommen. Die an medienpädagogischer Theoriebildung orientierten Beiträge behandeln die Transformation des Verhältnisses von Subjekt und Raum, Aushandlungsprozesse für die Identitätsentwicklung Adoleszenter, Implikationen einer medienbezogenen Didaktik partizipativen grenzüberschreitenden Lernens sowie aus systemtheoretischer Perspektive Spielräume der Freiheit für Bildungsprozesse in realen und virtuellen Lebenswelten. Weitere Informationen

 

* Rückblick:  Vortrag „Democracy and Expertise in the Public Spheres“

Prof. Dr. irene Neverla hat am 31. März 2016  im Rahmen der Max-Weber-Conference 2016 an der New York University, Center for European and Mediterranean Studies, einen Vortrag gehalten. Schwerpunkte der Tagung waren die Expertisefelder der EU-Politikplanung, des Finanz-und Bankenwesens, und der Wissenschaftskommunikation, jeweils in ihrem Spannungsverhältnis zu Anforderungen der Demokratie. Journalistische Medien und Social Media sind gefordert solche science-policy-interfaces kritisch zu begleiten. Weitere Informationen

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Beitrag: Digitalisierung, Digitales Lernen, Digitale Bildung?

Prof. Dr. Rudolf Kammerl hat in der 1. Ausgabe von merz: schule. smart. mobil einen Beitrag zum Digitalen Lernen veröffentlicht. Darin diskutiert er unter anderem ein Mehr an Digitalem Lernen an Schulen. Durch das schlechte Abschneiden in internationalen Vergleichsstudien steigt der Druck auf Schulen in Deutschland, digitale Medien im Unterricht besser zu integrieren. Aber worin liegt der Mehrwert einer Integration digitaler Medien? Lernen Schülerinnen und Schüler wirklich besser, lernen sie anders oder etwas Anderes? Anhand aktueller Befunde und Vorstöße wird der Nutzen für die schulische Medienbildung an allgemeinbildenden Schulen diskutiert. Weitere Informationen

Kammerl, Rudolf (2016): Digitalisierung, Digitales Lernen, Digitale Bildung? In: Merz, 1/2016.

 

* Buchreihe: „Beiträge zur Hamburger Film- und Fernsehgeschichte“

Prof. Dr. Joan Bleicher ist Herausgeberin der Buchreihe „Beiträge zur Hamburger Film- und Fernsehgeschichte“. Darin wird die Geschichte des Hamburger Fernsehens seit 1979 beleuchtet, als bekannte Hamburger Filmemacher die Hamburger Erklärung unterzeichneten und die erste kulturelle Filmförderung entstand – das Hamburger Filmbüro. In dem Band sind verschiedenste Interviews mit bekannten und auch unbekannten FilmemacherInnen zu finden. Weitere Informationen

Kimminich, Ann; Ellenberger, Anja; von Deutsch, Marianne ; Wilke, Claudia (2015): Hamburger Filmemacher_innen im Gespräch. Avinus Verlag.

 

* Buch: „Neo-Victorianism and Globalisation: Transnational Dissemination of Nineteenth-Century Cultural Texts“
This special issue aims to strengthen and further expand the range of inquiry in neo-Victorian studies by looking at neo-Victorianism’s global reach and relevance beyond the Anglosphere. By looking at neo-Victorianism as both a globally consumed and globally produced commodity, it seeks to open up the debate on the role of neo-Victorianism as a global, adaptive and adaptational phenomenon, one that exists in a digital era of quickly re-mediated generic forms, responding to the demands and liberties of convergence culture, and where the global language of exchange is English. Such an approach, we argue, necessitates a closer interdisciplinary involvement not only with postcolonial and adaptation studies, but also with translation studies and world literature.

Pietrzak-Franger, Monika und Antonija Primorac (2015): Neo-Victorianism and Globalisation: Transnational Dissemination of Nineteenth-Century Cultural Texts. Special Issue of Neo-Victorian Studies Journal 8:1.

 

* Buch: „Handbuch Soziale Medien“

Die ersten Beiträge des „Handbuch Soziale Medien“, das Jan-Hinrik Schmidt und Monika Taddicken in der Reihe „Springer NachschlageWissen“ herausgeben, sind erschienen. Zielsetzung des Handbuchs ist die Bündelung und Aufbereitung des aktuellen Forschungs- und Diskussionsstand zu sozialen Medien in der Kommunikationswissenschaft sowie der angrenzenden sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Eine Übersicht der aktuell online verfügbaren Artikel findet sich hier.
Insgesamt sind 20 Beiträge geplant; sobald alle Texte vorliegen, wird eine Print-Ausgabe des Handbuchs produziert.

Schmidt, Jan-Hinrik / Taddicken, Monika (Hrsg.) (2015): Handbuch Soziale Medien. Online-Publikation:http://link.springer.com/referencework/10.1007/978-3-658-03895-3 . DOI: 10.1007/978-3-658-03895-3

 

* Buch: „Transnational Mediations. Negotiating Popular Culture between Europe and the United States”

In the 20th and 21st centuries, American media have been continually received, adapted, and transformed by European cultures. Initially based on the competition among the early film industries and continuing with today’s global dominance of American web-based companies, these productive exchanges entail complex economic, aesthetic, and cultural negotiations. The dynamic and scope of these negotiations have been ambiguous, ranging from instances of cultural imperialism to the subversion of social and cultural hierarchies. More often than not, they have furthered the exchange of creative ideas and cross-fertilization of media and art productions. This publication by Astrid Böger and Christof Decker highlights core arenas of transnational cultural encounters including photography, film, fashion, advertising, television, and the new media. Weitere Informationen

Böger Astrid; Decker, Christof (2015): Transnational Mediations. Negotiating Popular Culture between Europe and the United States. Heidelberg: Winter Verlag.

3. Graduate School Media and Communication:

* GMaC member, Wesam Amer, defended his PhD under the title “War Reporting in the International Press: A Critical Discourse Analysis of the Gaza War of 2008-2009”. This study analyses the representation of social actors in reports on the Gaza war of 2008-09 in four international newspapers: The Guardian, The Times London, The New York Times and The Washington Post. The study draws on three analytical frameworks from the area of Critical Discourse Analysis (CDA) models. The supervisors were RCMC-members Prof Dr. Jannis Androutsopoulos and Prof. Dr. Irene Neverla“.

* Further, Wesam Amer, has gained a Marie Curie Fellowship for a postdoctoral study. This project will be done basically at Newcastle University. Amer will stay a member of the Research Center for Media and Communication (RCMC).
The title of the project is “Media Warfare and the Discourse of Islamic Revival: The Case of the Islamic State (IS)”. This project seeks to better our understanding of how Islamist movements use Social Media to reinforce their discourses, ideologies and thoughts during times of conflict, i.e. ideological levels of struggle. In brief, this study takes as its mission the task of unravelling patterns of rhetorical propaganda employed by the Islamic State (IS) and how this movement attracts individuals from all over the world and influences security in Europe and the world. This proposal suggests employing interdisciplinary methods: critical discourse analysis (CDA), Corpus Linguistics, visual content analysis and multi-modal analysis. This aims to examine discourse, content and visual frames.

 

* Tobias Steiner hat in der Zeitschrift für interdisziplinäre Bildwissenschaften einen Beitrag mit dem Titel “Under the Macroscope: Convergence in the US Television Market between 2000 and 2014.” veröffentlicht. Darin widmet er sich den Veränderungen, die die digitalen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts für den US-Fernsehmarkt gebracht haben, aus einer Makroperspektive. Weitere Informationen

Steiner, Tobias. “Under the Macroscope: Convergence in the US Television Market between 2000 and 2014.” IMAGE, no. 22 (July 31, 2015): 4–21.

* Außerdem hat Tobias Steiner einen Artikel zu “Steering the Author Discourse: The Construction of Authorship in Quality TV, and the Case of Game of Thrones.” in SERIES publiziert. In dem Artikel geht er der Frage nach, wie Verfasser und Autoren als ein Indikator für Qualität im Marketing der HBO Serie „Game of Thrones“ diskursiv geschaffen und auch angewandt werden. Steiner verbindet damit das Konzept der literary studies mit dem der visual media und versucht so auch, die Stimme des Autors in der Serie herauszufiltern. Weitere Informationen

Steiner, Tobias. “Steering the Author Discourse: The Construction of Authorship in Quality TV, and the Case of Game of Thrones.” SERIES – International Journal of TV Serial Narratives 1, no. 2 (December 31, 2015): 181–92.

 

* Auf dem Blog CSTOnline hat Tobias Steiner zwei Beiträge veröffentlicht:

In „Narcos, Language and Transnational Period Drama“ widmet er sich der Netflix-Serie „Narcos“ als Beispiel für die derzeitige Beliebtheit von 80er-Jahre Sujets in Fernsehserien: Blogeintrag

In dem Beitrag „Meticulous world-building in space: The Expanse, and the current resurgence of Science Fiction“ beleuchtet er die Entwicklung der Science Fiction als Genre und widmet sich in diesem Zusammenhang der neuen Fernsehserie The Expanse: Blogeintrag

5. People at the RCMC:

Wir freuen uns neue Mitglieder am RCMC willkommen zu heißen:

Natascha Buhl, Dipl.Journ., WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Dr. Judith Lohner, WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Dr. Stefanie Walter,  WiSo-Fakultät, Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Alina Laura Tiews, M.A., Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg

Janine Weißer-Gleißberg, M.A., Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Medien und Kommunikation

David Ziegenhagen, M.A., Fakultät für Geisteswissenschaften, Institut für Medien und Kommunikation

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de

Buhl, Natascha Dipl.-Journ.

Natascha Buhl (Jahrgang 1987) ist seit März 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg. Sie hat ihr Diplom in Journalistik an der TU Dortmund erworben. Als Journalistin arbeitete sie unter anderem bei der Hessisch-/Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) (Volontariat) und bei tagesschau.de. Im Rahmen ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit digitalen Gegenöffentlichkeiten und dem politischen Meinungsspektrum.

Veranstaltung: Wie nutzen Kinder in Europa Onlinemedien und was bedeutet das für die elterliche Erziehung?

ZEIT: 20.01.2016, von 16.00 – 18.00 Uhr
ORT: Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, ESA-West 221

Spielen, kommunizieren, sich vernetzen – Kinder und Jugendliche nutzen mit großer Begeisterung die digitalen Möglichkeiten, die sich ihnen bieten. Welche Chancen und Risiken mit der Nutzung einhergehen und welche Herausforderungen sich Heranwachsenden, aber auch Eltern im Erziehungsalltag stellen, wird auf dieser Veranstaltung am Beispiel von Ergebnissen aus den Projekten EU Kids Online und Net Children Go Mobile aufgezeigt und diskutiert.

 

Programm:

EU Kids Online: the European overview
Uwe Hasebrink, Hans-Bredow-Institut/University of Hamburg

Net Children Go Mobile: the role of smartphones and tablets
Giovanni Mascheroni, Department of Sociology, Università Cattolica, Milano

Digital parenting: Findings and challenges
Sofie Vandoninck, Institue for Media Studies, KU Leuven

Discussion on future research agenda

 

Tagungsorganisation

Die Tagung wird vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung und dem Research Center for Media and Communication (RCMC) organisiert.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.