Archiv für den Monat: Mittwoch, der 19. Juli 2017

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC Newsletter Juli 2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

wie immer zum Sommersemester kommt hier der RCMC-Newsletter mit Ausblicken und Rückblicken zu Konferenzen, Workshops und Vorträgen, zu Projekten und Publikationen im Umfeld der RCMC-Mitglieder.

Die jüngsten Ereignisse rund um den G20-Gipfel in Hamburg haben in höchstem Maße öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen, in und um Hamburg. Ein Medienereignis, das in das kollektive Gedächtnis der Hansestadt eingehen wird, verbunden mit mediatisierten wie auch direkten Erfahrungen und Kommunikationen vor Ort, etlichen Teilöffentlichkeiten, lokal und regional und global, unterschiedliche Meinungen, anhaltende Debatten – jede Menge Stoff für kommunikations- und medienwissenschaftliche Debatten und Forschungsprojekte.

Zuletzt ein Wort in eigener Sache: Ein Stabwechsel steht an. Ich verabschiede mich als RCMC-Sprecherin und Herausgeberin des RCMC-Newsletter und freue mich, diese Aufgaben an meine Kollegen und RCMC-Direktoriumsmitglieder Michel Clement und Uwe Hasebrink weitergeben zu dürfen. Der nächste RCMC-Newsletter erscheint wie gewohnt im Herbst – alle  RCMC-Mitglieder erhalten rechtzeitig eine Mail mit der freundlichen Aufforderung, die Meldungen an das Redaktionsteam zu senden, die Sie gerne im Newsletter publizieren möchten.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen und sonnigen (Rest-)Sommer, und gleichermaßen erholsame und produktive Wochen in der vorlesungsfreien Zeit.

Mit besten Grüßen, Ihre

Irene Neverla

– Herausgeberin des RCMC-Newsletter –

1. Come and Meet:

* Keynote-Vortrag von Astrid Böger bei der Summer School „Transnational Graphic Narratives“ an der Universität Siegen.
Die Summer School wird vom 31.7.-5.8.2017 stattfinden. Astrid Böger wird einen Vortrag zum Thema “Transnational Graphic  Narratives from Down Under: An Overview.“ halten.

* Diskussionsbeitrag von Astrid Böger zur Konferenz “Poverty viewed at a distance? Depicting Destitution across Media an der Universität Graz.
Die Diskussion wird vom 11.-13. Oktober 2017 am Center for Intermediality Studies an der Universität Graz, Österreich, stattfinden.

* Das Thema des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen lautet im Wintersemester 17/18 „Rahmungen und Rahmen“.
Als Gäste begrüßt der Verbund Michi Knecht und Jürgen Raab mit jeweils einem Vortrag und anschließender Diskussion.

* Tagung „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“, HFBK Hamburg, 13. und 14.10.2017.
Die Tagung wird von den wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen organisiert. Auf den Call der Tagung hat es rund 60 Bewerbungen aus Europa, Australien und den USA gegeben. Das umfassende Programm wird in Kürze auf den Seiten des Forschungsverbundes unter diesem Link veröffentlicht.

2. Good to know

* Relaunch der Website des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung.
Seit 14. Juni 2017 ist sie online, die neue Seite des Hans-Bredow-Instituts! Voller Informationen, thematisch noch besser vernetzt, hübsch und modern. Über Kommentare und Hinweise darauf, was noch nachgebessert werden sollte, freut sich die Socialmedia-Redaktion des Instituts unter socialmedia@hans-bredow-institut.de!

* Projektergebnisse: Wissenschaftliches Gutachten des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung veröffentlicht.
Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat am 27. Juni 2017 den wissenschaftlichen Teil des Medien- und Kommunikationsberichts der Bundesregierung veröffentlicht, der die Entwicklung der Medien in Deutschland zwischen 2013 und 2016 untersucht. Mit dem wissenschaftlichen Gutachten war das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung beauftragt. Das Gutachten stellt die zentralen Entwicklungen im Berichtszeitraum dar und skizziert zukünftige Chancen und Herausforderungen für die Beteiligten auf den Märkten für Medien und Kommunikationsdienstleistungen sowie für Politik und Gesellschaft.
Gutachten zum Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung 2017
Kurzzusammenfassung des Gutachtens zum Medien- und Kommunikationsbericht 2017
Projekt-Informationen finden Sie hier.

* Projektergebnisse: Fernsehen bleibt wichtigste Nachrichtenquelle. Hans-Bredow-Institut veröffentlicht deutsche Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2017“ zur Nachrichtennutzung im internationalen Vergleich.
Mehr als drei Viertel der erwachsenen Internetnutzer in Deutschland schauen sich Nachrichten im Fernsehen an (77 %). Für mehr als die Hälfte ist das Fernsehen die wichtigste Quelle (52 %) für Informationen über das Weltgeschehen. Auch über die Hälfte der 18- bis 24-jährigen Onliner schaut regelmäßig Nachrichten im TV (59 %), und für jeden Dritten dieser Altersgruppe ist das Fernsehen die wichtigste Ressource für News. Weitere Ergebnisse in der Pressemitteilung.

* Ergebnisse des „Reuters Institute Digital News Report 2017″ für Deutschland (erschienen in der Reihe Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Instituts, Nr. 42; pdf zum Download).
Reuters Institute Digital News Report 2017 (englisch).
Projektseite mit Übersicht zur aktuellen Studie und Links zu den Ergebnissen der letzten Jahre.

* Mitschnitte von der Tagung Körperbilder im Deutschland-Radio Nova und als Podcast im Netz.
Einige Vorträge der Tagung Körperbilder – Körperpraktiken (im Oktober 2017 vom Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft ausgerichtet) wurden bzw. werden demnächst in der Sendereihe „Hörsaal“ des Deutschlandradio ausgestrahlt. Bei „Hörsaal“ werden Keynotes, Vorträge, Paneldiskussionen usw. aus dem zumeist akademischen Kontext gesendet und auch als Podcast zur Verfügung gestellt.

  • Unter dem Titel „Vorbildliche Körper: Biertrinkende Männer und dicke Frauen“, wurden am 27. November 2016 bereits zwei Vorträge ausgestrahlt, die man nachhören kann:
    Praxeologie und Performativität: (De-)Konstruktionsprozesse und (Re-)Präsentation maskuliner Körperidentitäten im Spannungsfeld zwischen Bier- und Kosmetikwerbung, von Florian Diener.
  • Plus Size Blogs – Praktiken visueller Repräsentationen von Körpern und die Infragestellung weiblicher Normkörper in der Mode als Kampf um Anerkennung, von Melanie Haller (Universität Paderborn/HAW Hamburg)
  • Am Samstag, den 15. Juli 2017 um 18:05 Uhr gibt es Meme als Diskursintervention: Visuelle Körperrepräsentationen im Diskurs um Sexismus am Beispiel von #distractinglysexy, von Cornelia Brantner (Technische Universität Dresden), Katharina Lobinger (USI – Università della Svizzera italiana) & Miriam Stehling (Universität Tübingen) und Coole Posen mit Lederjacken und Zigaretten. Visualisierungsstrategien von Coolness in der Literatur der Weimarer Republik, von Catharina Rüß (Fahmoda Akademie für Mode und Design Hannover/Universität Hamburg).

 

AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN UND NEUERSCHEINUNGEN

* CD-Veröffentlichung Alina Tiews.
Korrektur des letzten Newsletters: Im RCMC-Newsletter vom April ist uns leider ein Fehler bezüglich der CD-Publikation von Alina Tiews unterlaufen. Wir bitten alle Leser_innen, dies zu entschuldigen. Im Folgenden finden Sie die korrigierten Informationen:
„Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, erstellt am Hans-Bredow-Institut in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv und mit Förderung der Historischen Kommission der ARD. Hier finden Sie alle Informationen.
Hans-Ulrich Wagner und Alina Tiews gaben dem WDR 5 dazu ein Interview. Hier können Sie es nachhören.

* „Syphilis in Victorian Literature and Culture”, Autorin Monika Pietrzak-Franger.
Die Studie behandelt die offenkundige, aber bisher weitgehend unerforschte, Verflechtung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in Diskursen über Syphilis. Eine Neubetrachtung der Krankheit hinsichtlich ihres doppeldeutigen Status und der Sichtweisen, die sie generierte, ermöglicht es, das komplexe Geflecht soziokultureller und politischer Wechselbeziehungen zu überdenken, das durch Syphilis verhandelt wurde. Gleichzeitig wirft eine solche Betrachtung weitergehende Fragen zur Funktion der Krankheit im Bezug auf die Konstruktion individueller, nationaler und imperialer Identitäten auf. Syphilis in Victorian Literature and Culture ist die erste groß-angelegte interdisziplinäre Untersuchung zu Syphilis im spätviktorianischen Großbritannien. Ihre Relevanz liegt vor allem in ihrem neuartigen Fokus auf den multimedialen und multidiskursiven Evokationen von Syphilis. Viele der heterogenen Quellen, die dieses Buch heranzieht, haben sich bisher kritischer Aufmerksamkeit weitestgehend entzogen; ihre Analyse ermöglicht es erstmals die komplexen und poly-ideologischen Ursachen für die Aktivierung der komplexen Syphilis-Symbolik und deren Funktion in spätviktorianischer Kultur zu beleuchten. Die Publikation ist ab sofort beim Verlag bestellbar.

* Sammelband „Lügenpresse. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs.“ Herausgegeben von Volker Lilienthal und Irene Neverla.
Köln: Kiepenheuer und Witsch, Erscheinungstermin: August 2017. Details können hier eingesehen werden.
Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ markiert das Extrem eines Vertrauensverlusts, dem der Journalismus – in Teilen – unterliegt. Den Medien wird von vielen nicht mehr zugetraut, die Menschen „wahrheitsgemäß“ zu informieren. Was sind die Hintergründe dieser Glaubwürdigkeitskrise? Im Band – hervorgegangen aus einer Ringvorlesung an der UHH im WS 16/17 – gehen Journalist_innen und Wissenschaftler_innen den politischen und medialen Hintergründen nach und skizzieren, was Journalismus und Kommunikationsforschung angesichts der Verunsicherungen und Fehlentwicklungen tun können. Zu den Autor_innen dieses Bandes gehören u.a.  Katharina Kleinen-von Königslöw und Michael Brüggemann, (beide Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, UHH), sowie Jakob Augstein (der Freitag), Klaus Brinkbäumer (Der Spiegel), Giovanni de Lorenzo (Die Zeit), Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung).

* „Lachen, Lieben, Leiden. Alter und Erotik in fiktionalen Sendungen des Deutschen Fernsehens“ von Joan Kristin Bleicher.
In: Anja Hartung, Dagmar Hoffmann, Hans Dieter Kübler, Bernd Schorb, Clemens Schwender (Hrsg.): Erotik und Sexualität. Medien und Altern H.9. 2016. S. 34-46.

* „Gestorben wird immer – Tod im Fernsehen.“ Joan Kristin Bleicher.
In: Ilona Norden (Hrsg.): Tod und Trauer im Netz. Mediale Kommunikation in der Bestattungskultur. Stuttgart: Kohlhammer Verlag 2016. S. 153-168.

* “A story bigger than your life? The safety challenges of journalists reporting on democratization conflicts” von Judith Lohner und Sandra Banjac erscheint im Sammelband ‚The Assault on Journalism: Building Knowledge to Protect Freedom of Expression‘, eds. Ulla Carlsson and Reeta Pöyhtäri.
Das Buch wurde anlässlich des Welttages der Pressefreiheit in Jakarta Mai 2017 vorgestellt und steht zum Kauf bzw. Download bereit bei Nordicom. Diese Publikation entstand aus dem von Irene Neverla geleiteten Projekt Journalistic ethics and work practices in conflict societies, Teil des EU Forschungsprojekts ‚Media, Conflict and Democratisation‘ (MeCoDEM, mecodem.eu).

* Arbeitspapier “Data-Driven Reporting – an On-Going (R)Evolution? A Longitudinal Analysis of Projects Nominated for the Data Journalism Awards 2013–2015“ von Fenja De Silva-Schmidt, Promovendin am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft, und Mitglied der GMaC, Wiebke Loosen und Julius Reimer.
Die Publikation steht zum Download auf der Homepage des Hans Bredow-Instituts zur Verfügung.

* Aufsatz „Kreative Zwischenräume. Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels“ von Astrid Böger.
In: Claudia Benthien, Gabriele Klein, Hrsg., Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen. Paderborn: Wilhelm Fink Verlag, 2017, S. 75-87.

* Aufsatz „Revisiting Past Futures at the New York World’s Fair (1939-1940)“ von Astrid Böger.
In: Filippo Carlà-Uhink, Florian Freitag, Sabrina Mittermeier, Ariane Schwarz, Hrsg., Time and Temporality in Theme Parks. Hannover: Wehrhahn Verlag, 2017, S. 189-200.

*Arbeit an Sammelband des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen.
Die Mitglieder des Forschungsverbundes arbeiten zurzeit an der Herausgabe des Sammelbandes der internationalen Tagung „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“, die im Mai dieses Jahres an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg stattfand. Des Weiteren wird an der Veröffentlichung zur Tagung „Praktiken medialer Transformationen: Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ gearbeitet, die am 9. und 10.12.2016 an der UHH stattfand. Beide Veröffentlichungen werden im kommenden Jahr erscheinen.

* M&K-Themenheft „Konstruktivismus in der Kommunikationswissenschaft“
Das über 300 Seiten starke Heft 2/2017 M&K widmet sich als Themenheft einer prominenten, umstrittenen Theorie: dem Konstruktivismus. Mit Beiträgen zu den theoretischen Zugängen von Siegfried J. Schmidt; Ricarda Drüeke / Elisabeth Klaus / Martina Thiele; Gerhard Vowe. Mit Beiträgen zu neuen Theorieperspektiven von Jo Reichertz; Peter Gentzel; Hektor Haarkötter; Hagen Schölzel; Andreas Hepp / Uwe Hasebrink. Mit Beiträgen zu aktuellen Transformationen von Wiebke Loosen / Armin Scholl; Margreth Lünenborg; Hendrik Michael; Christoph Neuberger, zum Inhalt.
Der Einleitungsbeitrag der Gastherausgeber kann frei heruntergeladen werden.

*  „Reuters Institute Digital News Survey 2017 – Ergebnisse für Deutschland.“ Von Sascha Hölig und Uwe Hasebrink. Hamburg: Verlag Hans-Bredow-Institut, Juni 2017 (Arbeitspapiere des Hans-Bredow-Institut Nr. 42) (pdf)
Zum Download: Reuters Institute Digital News Survey 2017 – Ergebnisse für Deutschland

* The Internet of Toys: A Report on Media and Social Discourses around Young Children and IoToys.
Der Bericht aus der COST-Action DigiLitEY enthält u.a. Beiträge von Claudia Lampert. Mehr Informationen im pdf zum Download.

 

RÜCKBLICKE AUF VERGANGENE VERANSTALTUNGEN, SOMMERSEMESTER 2017:

* Tagung: Historische Authentizität und Medien
Tagung des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und des Hans-Bredow-Instituts
Der zweitägige Workshop, geleitet von Christoph Classen und Hans-Ulrich Wagner führt zwölf Beiträge zusammen, die sich empirisch oder theoretisch mit dem Verhältnis von Medien und Authentizität beschäftigen und dabei eine historische Perspektive einnehmen. Zwei Keynotes von Helmut Lethen (Wien) und Judith Keilbach (Utrecht) leiten die Veranstaltung ein. Ziel ist es, aus historischer, medien- und kommunikationswissenschaftlicher, museologischer sowie sprach- und kulturwissenschaftlicher Sicht das spannungsreiche Verhältnis von Massenmedien und Authentizitätszuschreibungen bzw. -erwartungen insbesondere im Verlauf des „langen 20. Jahrhunderts“ paradigmatisch zu analysieren.
Programmflyer (pdf)
Mehr Informationen

* Symposium „Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Umbruch“.
Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Umbruch
stand im Mittelpunkt eines öffentlichen Symposiums der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg. Aus der Kommunikationswissenschaft berichtete Katharina Kleinen-von Königslöw über ihre zukünftige Forschung zum Thema „Bürger-Debatten zu nachhaltiger Ernährung in sozialen Netzwerken“. Sie war damit eine von acht Forscher_innen, die Einblicke in zukünftige und laufende Projekte gaben. Themen waren etwa die Zukunft von Nachhaltigkeit und die gesellschaftlichen Bedingungen nachhaltiger Ernährung. Der Umweltpolitik-Leiter vom „Naturschutzbund Deutschland“ (NABU), Malte Siegert, und der wirtschaftspolitische Journalist Mark Schieritz von der Wochenzeitung „Die Zeit“ kommentierten die Ausführungen.
Das Symposium war Auftakt des neuen sozialwissenschaftlichen Forschungsclusters Nachhaltigkeit an der Universität Hamburg. Ziel des Verbundes ist es, das Thema Nachhaltigkeit unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen fachübergreifend zu erforschen. Neben den acht Vortragenden ist auch Michael Brüggemann Teil des Forschungsclusters, das aus insgesamt neun Professuren aus den Fachgebieten Soziologie, Sozialökonomie, Kommunikationswissenschaft und Kriminologie besteht.

* Workshop zur Rolle von Journalismus und Wissenschaft in der Klimawandel-Debatte vom 21.-23. Juni.
Michael Brüggemann und sein Team haben zum Workshop „Re-defining the Boundaries of Science and Journalism in the Debate for Climate Change“ eingeladen, zu dem renommierte Wissenschaftler_innen beigetragen haben wie Max Boykoff, Center for Science and Technology, Policy Research der University of Colorado; Lance Bennett, Professor der Politikwissenschaften an der Universität Washington; Risto Kunelius, University of Tampere, Finnland, und Radhika Mittal, National Academy of Administration, Mussorie, India.
Das Programm ist hier einsehbar.
Im Workshop ging es um die veränderten Rollen von Wissenschaft und Journalismus in der öffentlichen Kommunikation über ein ‚post-normales’ Wissenschaftsthema, den Klimawandel: Können Diskurskoalitionen über die Organisationsgrenzen von Wissenschaft und Journalismus hinweg geknüpft werden? Wie werden Normen professioneller Kommunikation neu verhandelt und führen sie zu neuen Praktiken? Wie unterscheiden sich die Muster post-normaler Wissenschaftskommunikation in verschiedenen Ländern? Die ersten beiden Tage dieses Workshops wurden intern genutzt, um die o. g. Fragen zu diskutieren. Der dritte und letzte Veranstaltungstag war für das allgemeine Publikum geöffnet. Die abwechslungsreiche Mischung von Vorträgen zu verschiedenen Facetten der Klimakommunikation war gut besucht und auch per Skype waren internationale Teilnehmer_innen zugeschaltet.
Fotos und ein ausführlicherer Bericht zu dem Workshop finden sich hier.

* VortragFilm- und Fernsehkritik zwischen Kunstform und Werbung“, am 11.05.2017. Von Joan Bleicher / Aileen Pinkert, beide Institut für Medien und Kommunikation. Ringvorlesung Kritisch denken in den Geisteswissenschaften. Universität Hamburg, Sommersemester 2017
Wie können Sprache und Schrift die flüchtigen Bilder und Töne des Films und des Fernsehens einfangen? Film- und Fernsehkritik unternimmt den Versuch, diese sich entziehenden Erscheinungen in eine neue Form zu übersetzen. Von Beginn an entwickelte sie sich dabei in einem Spannungsverhältnis zwischen journalistischer Medienkritik und Medientheorie. Indes sind Filme und Fernsehsendungen nicht nur Gegenstand der (Kunst-) Kritik, sondern selbst als Medien der Kritik zu verstehen. Als „Gegenkino“ oder „Anti-Fernsehen“ verfolgen sie die Absicht, eine genuin kritische Ästhetik zu entwickeln, die quer stehen soll zu bisherigen Konzepten oder Stilen. Der Vortrag fragt daher einerseits nach beobachtbaren Modellen der Film- und Fernsehkritik, andererseits aber auch nach selbstreflexiven Momenten medieninterner Kritik: Welche Formen kritischer Selbstbeobachtung finden sich im Film und im Fernsehen? Prozesse dieser medialen Selbstvergewisserung über Werte- und Urteilssysteme sollen freigelegt werden.

* Vortrag „Die Wut der Bella Block, wenn Pfefferkörner in Wolke 7 über dem Campus schweben und sie der Tiger küsst. Zur Darstellung der Universität Hamburg in Spielfilmen und Serien.“, am 26. Juni 2017. Von Joan Bleicher. Ringvorlesung (Fast) 100 Jahre Universität Hamburg, Universität Hamburg, Sommersemester 2017

* Vortrag „Das Geld und seine Koffer. Zur Inszenierung des Preises in Showformaten des Fernsehens.“, am 9.6.2017. Von Joan Bleicher, Tagung (Falsch)Bilder des Geldes. Bildkultur und Medienreflexion, Universität Hamburg

* Beiträge der Journalistik auf der ICA-Conference, International Communication Association, in San Diego 25.-29. Mai 2017

  • Lohner, Judith; Neverla, Irene; Banjac, Sandra: “Conflict (-sensitive) journalism: How journalists perceive their role when communicating conflicts in transitional regimes.”
  • Lohner, Judith: “Voices to be heard? On the use of citizen eyewitness accounts in journalistic conflict reporting in the digital age”. Paper accepted for presentation at ICA Preconference „Ordinary citizens in the news“.
  • Brüggemann, Michael: “Postnormal Journalism: Climate Journalism and its Changing Contribution to an Unsustainable Debate”.
  • Zusammen mit Tobias Keller von der Uni Zürich trug Katharina Kleinen-von Königslöw zum Thema vor: “Predicting the Digital Success of Swiss Politicians and Parties on Facebook and Twitter”.

Auch das Hans-Bredow-Institut zeigte starke Präsenz: Sieben Mitarbeiter_innen des Instituts wurden eingeladen, ihre Forschungsergebnisse auf der internationalen Fachtagung zu präsentieren, in einem, zwei oder gar vier Vorträgen. Zu ihnen gehörten Michael Grimm, Wiebke Loosen, Lisa Merten, Cornelius Puschmann, Julius Reimer und Lies van Roessel.

* Beitrag auf der Lesbian Lives Konferenz in Brighton am 25. Februar 2017.
Monika Pater hielt einen Vortrag zum Thema „Working against oblivion. The case of fembio and lesbengeschichte.org„.

* Matchmaking-Workshop “Transnational Media Histories”, 22.-26. Mai 2017, mit Wissenschaftler_innen der Fudan-Universität, Shanghai (China).
Im Rahmen von „Transnational Media Histories“, dem bestehenden Kooperationsprojekt der Forschungsstelle Mediengeschichte, fand an der Universität Hamburg ein Matchmaking-Workshop mit den Professor_innen Huang Dan, Sun Wie, Lu Ye und Pan Ji, vier kommunikationswissenschaftlichen Kolleg_innen der Fudan University in Shanghai (China), statt.
Ein Bericht über den Besuch auf der Homepage des Forschungszentrums der Fudan University findet sich hier.

* Visiting Fellows Macquarie University Jeannine Baker and Justine Lloyd from Sydney at the Research Centre Media History
From June 26th to June 29th Jeannine Baker and Justine Lloyd from the Centre for Media History, Macquarie University in Sydney (Australia) were Visiting Fellows at the Research Centre Media History. The invitation to Hamburg was enabled by the MQ-FU-HAM Trilateral Strategic Partnership, a network program of the Universität Hamburg with Macquarie University (Australia) and Fudan University (China). Their stay was part of the research program ‘Transnational Media Histories’ established by Hans-Ulrich Wagner (Hamburg) and Bridget Griffen-Foley (Sydney).
There were two events to which colleagues and students were invited:

  •  Seminar: “London calling: Australian women broadcasters at the BBC, 1930s–1950s”.
  •  Film session: Dead Europe (Dir. Tony Krawitz, AUS 2012), Introduction by Justine Lloyd.

* Veranstaltungsnachlese: Künstliche Intelligenz statt menschlicher Dummheit? Wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert.
Dass Big Data und Algorithmen auch positive Potenziale für Medienunternehmen und den Journalismus haben können, war Thema des 8. Hamburger Mediensymposiums, das das Hans-Bredow-Institut am 13. Juni 2017 gemeinsam mit der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg veranstaltet hat. Über 250 Expert_innen diskutierten  darüber, wie Big Data und Algorithmen für das kommunikative Gemeinwohl eingesetzt werden können. Die Veranstaltungsdokumentation mit Videos findet sich hier.

* Internationale Tagung „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“ vom 18.-20. Mai 2017 an der Hochschule für Bildenden Künste.
Die Tagung fand im Rahmen der Forschergruppe Übersetzen und Rahmen statt. Praktiken medialer Transformationen. Als Organisator_innen fungierten Thomas Weber, Michaela Ott und Astrid Böger.

* Teilprojekt ‚Performing Poetry‘. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik, Projektleitung Claudia Benthien.
Die internationale Konferenz „Poetry in the Digital Age“ fand vom 15. bis 17. Juni 2017 im Akademischen Senatssaal der Universität Hamburg statt. Die Tagung wurde vom Teilprojekt ‚Performing Poetry‘ des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen verantwortet. Gegenstand der Tagung war die Relevanz der auf den ersten Blick anachronistisch anmutenden Textsorte ‚Gedicht‘ im digitalen Zeitalter. Von den Prämissen ausgehend, dass sich Lyrik erstens gegenwärtig einer durchaus erklärungsbedürftigen Beliebtheit erfreut und, dass sie zweitens heutzutage in höchst unterschiedlichen Formaten und Medien zu finden ist, diskutierten die Teilnehmer_innen verschiedene Themen.
Die von Claudia Benthien, Wiebke Vorrath und Catrin Prange organisierte Tagung war sehr produktiv und anregend, v. a. im Hinblick auf den Austausch sowie die Zusammenführung von Ansätzen der interdisziplinären und medienorientierten Lyrikforschung in verschiedenen europäischen Ländern. So bildet die Veranstaltung die Grundlage für die weitere, internationale Zusammenarbeit.

* Abendveranstaltung im Literaturhaus Hamburg mit dem Titel „‚Lyrik Live!‘ Nora Gomringer und Jan Wagner lesen Gedichte“ (am 15. Juni im Rahmen der Konferenz „Poetry in the Digital Age“).
Der Auftritt dieser jüngst mit dem Bachmann- bzw. Büchner-Preis ausgezeichneten Dichter_innen im Veranstaltungsformat des sogenannten ‚Wissensforum‘ des Forschungsverbunds ermöglichte einen Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit. Im Anschluss diskutierten Gomringer und Wagner mit den Literaturwissenschaftlerinnen Claudia Benthien und Wiebke Vorrath Fragen zur gegenwärtigen Popularität von Dichterlesungen, dazu, wie die Aufführungssituation das poetische Werk als ‚ästhetisches Ereignis‘ hervorbringt, und zur Übersetzbarkeit fremdsprachiger Gedichte.
Auch das Wissensforum war eine Veranstaltung des Forschungsprojekts ‚Performing Poetry. Situationale Rahmungen und mediale Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik‘, in dem Gegenwartslyrik unter medien- und performativitätstheoretischer Perspektive untersucht wird. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformation und wird durch die Landesforschungsförderung Hamburg finanziert.
Weitere Informationen finden Sie hier.

* Forschungsverbund Übersetzen und Rahmen: Internationale Jahrestagung: „Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices“ vom 18.-20. Mai 2017.
Die Tagung wurde organisiert von den Projektleiter_innen Astrid Böger (UHH), Michaela Ott (HFBK) und Thomas Weber (UHH) an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Hier diskutierten Wissenschaftler_innen und Künstler_innen aus den Bereichen Philosophie, Medien, Kunst, Performance und Cultural Studies über mediale Praktiken als Rahmungspraktiken. Neben den wissenschaftlichen Beiträgen haben künstlerische Perspektiven die thematische Bandbreite der Tagung bereichert: Der Philosoph Souleymane Bachir Diagne (USA) fokussierte in seiner Keynote anhand der Begriffe Undurchsichtigkeit und Transparenz auf Sichtbarkeitsaspekte. Im Hinblick auf vornehmlich westliche Übersetzungs- und Aufklärungsansprüche forderte er das Recht einer Opazität und Unübersetzbarkeit kultureller Praktiken und stärkte Aspekte von Transparenz und Störung als wertvolle Verstehensleistungen. Weitere Beiträger_innen der Tagung waren die Soziologin Encarnación Gutiérrez Rodríguez (DE), die Literaturwissenschaftlerin Deniz Göktürk (USA), der Tanzwissenschaftler Ramsay Burt (GB), die anglistische Literaturwissenschafterin Julia Lajta-Novak (AT), der Germanist Martin Jörg Schäfer (DE), der Medienwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann (ISR) und die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth El Refaie (GB). Neben den wissenschaftlichen Beiträger_innen haben die künstlerischen Perspektiven der Künstlerin und Graphic Novel Autorin Birgit Weyhe (DE), der Decolonising Design Group (INT) und die des Künstlers Kadia Attia (DE) die thematische Bandbreite der Tagung bereichert.
Im Nachgang erwies sich, auch aus der Sicht der internationalen Referent_innen und Gäste, insbesondere die interdisziplinäre Ausrichtung der Tagung und das breite Spektrum der empirischen Beispiele, durch das die zentralen Begriffe der Tagung – Übersetzung und Situativität – beleuchtet wurden, als sehr fruchtbar. Der Forschungsverbund nimmt die Arbeit an dem international ausgerichteten Sammelband auf, der die Beiträge der Tagung versammeln und 2018 erscheinen soll.

* Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels / Projektleitung: Astrid Böger. Wissensforum: „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better”
 Am 20.4.2017 fand ein Wissensforum statt, zu dem das Teilprojekt Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels unter der Leitung von Astrid Böger und Mitarbeit von Johannes C. P. Schmid eingeladen hat.
Nach Beiträgen der englischen Graphic Novel Autorin Katie Green sowie von Lukas Etter (Universität Siegen) und Christina Maria Koch (Universität Marburg) entwickelte sich unter den Podiumsgästen und mit dem Publikum eine rege Diskussion über die Darstellbarkeit von Krankheit und Trauma, über grafischen Stil und Authentizität sowie über den Prozess des Zeichnens und praktische Arbeitsweisen.

* Workshop “Redefining the Boundaries of Science and Journalism in the Debate on Climate Change” am 21.-.23 Juni 2017.
Als Auftakt zu einem neuen Forschungsprojekt fand unter der Leitung von Michael Brüggemann ein Workshop mit internationalen Gästen statt, bei dem die veränderten Rollen von Wissenschaft und Politik in Zeiten postnormaler Wissenschaftskommunikation diskutiert wurden. Als Länder-Experten nahmen u.a. Lance Bennett (University of Washington, Seattle, USA), Maxwell Boykoff (University of Colorado-Boulder, USA), Risto Kunelius (University of Tampere, Finnland) und Radhika Mittal (National Academy of Administration, Mussoorie, India) teil.

* Bredows unterwegs: Cornelius Puschmann nahm am 29./30. Juni 2017 am „Workshop Harmful Speech Online: At the Intersection of Algorithms and Human Behavior“ des Berkman Klein Center for Internet and Society at Harvard University teil.

* Bei der Veranstaltung „Wahlkampf im Social Web – Transparenz oder Manipulation?“ in der Reihe „Wir wollen reden – Bürgerschaft im Diskurs“ der Bremischen Bürgerschaft und der Bremischen Landesmedienanstalt hielt Lisa Merten den Impulsvortrag und nahm an der Podiumsdiskussion teil.

5. People at the RCMC:

* Im Team der Professur von Michael Brüggemann gibt es einen Personalwechsel.
Ines Lörche
r, die zuvor bereits am Lehrstuhl von Irene Neverla tätig war, übernimmt für ein Jahr die Elternzeit-Vertretung von Fenja De Silva-Schmidt. In dieser Zeit wird sie vor allem in das Forschungsprojekt zu postnormaler Wissenschaftskommunikation eingebunden sein.

* Neue Doktorandinnen am Hans-Bredow-Institut.
Amélie Pia Heldt und Anne-Kristin Polster unterstützen seit April/Mai den rechtswissenschaftlichen Bereich des Instituts und promovieren auch hier. Amélie Heldt studierte französisches und deutsches Recht an den Universitäten Paris Ouest Nanterre und Potsdam, absolvierte ein Zusatzstudium in Design-Thinking am Hasso-Plattner-Institut und arbeitete in der Rechtsabteilung eines marktführenden Musiklabels. Ihr Rechtsreferendariat führte sie u.a. nach Kambodscha. Anne-Kristin Polster studierte Rechtswissenschaft mit Schwerpunkt Immaterialgüterrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin und war bereits während des Studiums für ein Potsdamer Medienunternehmen tätig.

* Wechsel im RCMC-Vorstand.
Irene Neverla, seit 1992 an der UHH als Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft tätig, Mitbegründerin des RCMC, Mitglied im RCMC-Vorstand und bis 2016 auch RCMC-Sprecherin, verabschiedet sich zu Ende September 2017 in den Ruhestand. RCMC-Sprecher seit Beginn 2017 ist Michel Clement, stv. Sprecher und zugleich Sprecher der GMaC, Graduate School für Media and Communication des RCMC, ist nun Uwe Hasebrink.

Informationen für den Newsletter bitte an:

RCMC@uni-hamburg.de