Archiv für den Tag: Freitag, der 14. April 2017

Newsletter des Research Center Media and Communication (RCMC) vom Mai 2015

RCMC-Newsletter Nr. 21/ April 2017 – aktualisiert am 17.5.2017

Editorial

Liebe RCMC-Mitglieder, liebe Interessierte,

wie immer zu Beginn des Semesters kommt der neue RCMC-Newsletter mit zahlreichen Ankündigungen vor allem zu Konferenzen und Tagungen auf dem Gebiet der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Forschung an der UHH.

Vorab ein Hinweis, der fachübergreifend für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Bedeutung ist: Am 22. April findet der March for Science statt, weltweit in über 400 Städten, und auch in Hamburg, hier am Rathausmarkt. Demonstriert wird für die Bedeutung von Wissenschaft, Fakten und Evidenz. Im Bereich der Medien bilden die Debatten um Fake News und ‚alternative Fakten’ sowie die pauschale Diffamierung von ‚Lügenpresse’ spezielle Herausforderungen, und das öffentliche Bekenntnis zur evidenzbasierten Medien- und Kommunikationsforschung ist mehr als angebracht.

Schöne Ostertage und ein erfolgreiches, produktives und vergnügtes Sommersemester wünscht Ihre

Irene Neverla

– für das RCMC-Direktorium –

1. Come and Meet:

1. Come and Meet:

* Wissensforum des Teilprojekts Medienästhetische Strategien des Rahmens und Übersetzens in Graphic Novels: „Drawing Illness. Graphic Memoir and the Art of Getting Better“

ZEIT: 20. April 2017, 18 Uhr
ORT: Strips & Stories, Wohlwillstr. 28 Hamburg

Unter der Leitung von Prof. Dr. Astrid Böger und der Mitarbeit von Johannes C. P. Schmid wird eingeladen. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Graphic Memoir als eines der erfolgreichsten Genres alternativer grafischer Literatur herausgebildet. Diese Werke stellen echte Erfahrungen dar, die von Krieg und Verfolgung bis zu Flucht und Diskriminierung reichen. Im Graphic Illness Writing als weiterem wichtigen Subgenre berichten AutorInnen über ihre Erlebnisse mit physischen und psychischen Erkrankungen. Die Comicform erweist sich hierbei als besonders geeignet, um besonders emotionale Erfahrungen persönlicher Krisen und Traumata darzustellen. Die Abstraktion des Cartoon-Zeichenstils, sowie die von den LeserInnen zu füllenden Lücken zwischen den Panels erlauben es AutorInnen Erlebnisse dazustellen, die sich anderen Medien entziehen.

In ihrem aktuellen Graphic Memoir Lighter than my Shadow (2013) berichtet die britische Autorin Katie Green über Essstörungen und Missbrauch in ihrer Jugend. Diese „Reise in das schwarze Herz einer tabuisierten Krankheit“ ist aber auch eine Geschichte der Genesung, des Erwachsenwerdens und des Selbstausdrucks durch Kunst. Der Zeichenprozess selbst wird für die Autorin zum Weg, ihre Erfahrungen aufzuarbeiten und darstellbar zu machen. Schlussendlich ist das Zeichnen ihre Rettung. Dieser Workshop will untersuchen, wie gekritzelte Linien komplexe emotionale Vorgänge ausdrücken und Comicpanels dort Krankheitserlebnisse rahmen, einfassen und ausdrücken können, wo Worte versagen.

Neben einem Vortrag der britischen Autorin Katie Green und Dr. des. Lukas Etter vom English Department der Universität Siegen gibt es eine Panel Diskussion, zu der auch BeiträgerInnen aus dem Publikum herzlich eingeladen sind.

Das Programm und den Veranstaltungsflyer gibt es hier.

 

* Jahrestagung des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen: Situated in Translation: Global Media and Cultural Practices

ZEIT: 18. – 20. Mai 2017
ORT: Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Die Tagung bringt WissenschaftlerInnen und ExpertInnen aus den Bereichen Philosophie, Medien, Kunst, Performance und Cultural Studies zusammen, deren Arbeiten auf dynamische Prozesse kultureller Transformationen in einem globalen Kontext fokussieren. Den gemeinsamen Ausgangspunkt bildet ein Verständnis von Kultur als kontinuierlichem, wechselwirksamem Prozess des Rahmens und Übersetzens. Zu der Konferenz wurden ReferentInnen eingeladen, deren Beiträge existierende Konzepte des Rahmens und Übersetzens erweitern. Die Konferenz will den Blick auf die Art und Weise richten, wie mediale Praktiken nicht nur immer schon gerahmte und übersetzte Ausdrücke bestimmter, meist westlicher Kulturen sind, sondern welche anderen, nicht-westlichen und häufig unsichtbaren und ungehörten Formen des Gestaltens und Übersetzens existieren.

Weiter Informationen. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten:

fuer.bw(at)uni-hamburg.de

 

* Wissensforum: „dokART“

ZEIT: 8. und 22. Mai 2017

ORT: Universität Hamburg, Hörsaal M, Edmund-Siemers-Allee 1

In der Serie „dokART“ finden am 8.5. und am 22.5.2017 Vorträge und Filmabende statt, die sich den RegisseurInnen des Autorendokumentarfilms widmen. Das Teilprojekt Authentizität transformieren. Übersetzen und Rahmen als Praktiken des dokumentarischen Films in medialen Milieus unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Weber und Mitarbeit von Eva Knopf lädt zu diesen sogenannten Wissenforen des Forschungsverbundes ein. Es finden jeweils ein Vortrag und eine Kinovorführung mit Diskussion statt. Zu Gast werden Daniel R. Müller und Nicolas Steiner sein. Weitere Informationen.

 

* 23. Internationaler Fachkongress: „OverFlow“

ZEIT:      8. – 11. Juni 2017
ORT:      Kampnagel Hamburg, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg

OverFlow – so lautet das Leitthema des Internationalen Fachkongresses „Performance Studies international“, der von den Performance Studies der Universität Hamburg in Kooperation mit Kampnagel vom 8. Bis zum 11.6.2017 in Hamburg ausgerichtet wird. In Verbindung mit dem Festival „Theater der Welt“ (25.05.-11.06.2017), das unter dem Thema „Hafen“ stattfindet, fragt OverFlow nach den Voraussetzungen, Bedeutungen und Effekten von ökonomischen, sozialen, kulturellen und politischen ÜberFlutungen.

Nicht der Mangel, die Einschränkung, der Verlust, die derzeit eher die öffentlichen Debatten beherrschen, stehen hierbei im Fokus, sondern genau ihr Gegenteil: der ÜberFluss in all seinen positiv wie negativ besetzten Spielarten.

Mehr als 800 internationale WissenschaftlerInnen undKünstlerInnen widmen sich in unterschiedlichen Formaten wie Lecture Performance, Workshops, Performances oder Vorträgen – der metaphorischen Mehrdeutigkeit und gesellschaftlichen Wirkmacht des OverFlow.

Insgesamt über 300 ReferentInnen und KünstlerInnen aus über 40 verschiedenen Ländern.

OverFlow ist eine Zusammenarbeit zwischen Performance Studies Universität Hamburg, Kampnagel – Zentrum für Schönere Künste und Performance Studies International (PSi) unter der Leitung von RCMC-Mitglied Prof. Dr. Gabriele Klein. Weitere Infos.

 

* Internationale Konferenz des Teilprojekts ‚Performing Poetry‘. Mediale Übersetzungen und situationale Rahmungen zeitgenössischer Lyrik: „Poetry in the Digital Age“

ZEIT: 15. – 17. Juni 2017
ORT: Akademischer Senatsaal der Universität Hamburg

Gegenstand der internationalen Tagung ist die Relevanz von der auf den ersten Blick anachronistisch anmutenden Textsorte ‚Gedicht‘ im digitalen Zeitalter. Die Veranstaltung geht davon aus, dass sich Lyrik erstens gegenwärtig einer durchaus erklärungsbedürftigen Beliebtheit erfreut und, dass sie zweitens heutzutage in höchst unterschiedlichen Formaten und Medien zu finden ist. In vier Sektionen diskutieren die ReferentInnen ästhetische Strategien des Herausstellen der Materialität sprachlicher Zeichen in zeitgenössischer Lyrik, die in poetischen Traditionen seit der Avantgarde stehen (Foregrounding Materiality – Polyphonic and Multilingual Poetry), die musikalischen Ursprünge sowie Formen von Lyrik und deren gegenwärtigen Ausprägungen (‚Music(alization) and the Lyric’), produktionsästhetische und übersetzungstheoretische Fragestellungen (‚Audioliteral Poetry between Text, Performance, and Mediatization’) und verschiedene mediale Darbietungsformen (‚Poetry and Audiovisual Media’).

Die Tagungssprache ist Englisch. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Claudia Benthien und Wiebke Vorrath in Verbindung mit Catrin Prange veranstaltet.

 

* 8. Hamburger Mediensymposium: „Künstliche Intelligent statt menschlicher Dummheit?“

ZEIT: 13. Juni 2017, 13:30 Uhr

ORT: Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg

8. Hamburger Mediensymposium, veranstaltet vom Hans-Bredow-Institut, der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) und der Handelskammer Hamburg zur Frage, wie die Digitalisierung öffentliche Kommunikation verändert. Weiterführende Informationen.

 

* Wissensforum: „Lyrik Live!: Nora Gomringer und Jan Wagner lesen Gedichte

ZEIT: 15. Juni 2017, 19:30 Uhr

ORT: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 HamburgEtwas mit Sprache machen, und einem Bienenschwarm: „Lyrik live!“ bringt zwei der renommiertesten DichterInnen der deutschsprachigen Lyrikszene zusammen: Nora Gomringer und Jan Wagner werden eigene, aber auch Gedichte anderer LyrikerInnen auf Deutsch und Englisch lesen und performen.

Dies eröffnet einen Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Öffentlichkeit. Im Anschluss an ihren Auftritt diskutieren Gomringer und Wagner mit den Literaturwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Claudia Benthien und Wiebke Vorrath Fragen zur gegenwärtigen Popularität von Dichterlesungen, dazu, wie die Aufführungssituation das poetische Werk als ›ästhetisches Ereignis‹ hervorbringt, und zur Übersetzbarkeit fremdsprachiger Gedichte.

Nora Gomringer, Jahrgang 1980, ist Lyrikerin, Spoken-Word-Poetin und Rezitatorin. Sie leitet das Künstlerhaus Concordia in Bamberg. Seit 2000 hat sie acht Lyrikbände veröffentlicht, 2017 erschien »Moden« (Voland & Quist). Zuletzt wurden ihr der Ingeborg Bachmann-Preis und der Weilheimer Literaturpreis zugesprochen.

Jan Wagner, Jahrgang 1971, ist Lyriker und Lyrikübersetzer. Seit 2001 hat er acht Lyrikbände veröffentlicht, für seinen Gedichtband „Regentonnenvariationen“ (Hanser) erhielt er 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik. Zuletzt wurde ihm der Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreises verliehen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Literaturhaus Hamburg mit dem Forschungsprojekt Performing Poetry. Situationale Rahmungen und mediale Übersetzungen zeitgenössischer Lyrik, in dem Gegenwartslyrik unter medien- sowie performativitätstheoretischer Perspektive untersucht wird. Das Projekt ist Teil des Forschungsverbunds Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen, der durch die Landesforschungsförderung Hamburg finanziert wird.

Weitere Informationen zum Forschungsverbund gibt es hier.

* Symposium: „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“

ZEIT: 13. und 14. Oktober 2017

ORT: Hochschule für bildende Künste, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Vom 13. bis zum 14. Oktober 2017 findet das Symposium „Translating Pasts into Futures. Dekoloniale Perspektiven auf Dinge in Kunst, Design & Film“ an der Hochschule für bildende Künste Hamburg statt. Das Symposium – organisiert von den Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des Forschungsverbundes Übersetzen und Rahmen. Praktiken medialer Transformationen – widmet sich Fragen kultureller Transformationsprozesse aus postkolonialen Perspektiven. Die Veranstaltungsreihe „PraMeTra“ wurde vom 31.03.-01.04.2016 an der Universität Hamburg mit einem interdisziplinären Symposium eröffnet und mit einer Tagung zu „Übertragungen in und aus dem digitalen Raum“ im Dezember 2016 ebenfalls an der Universität Hamburg fortgeführt. Die dritte Veranstaltung im Oktober 2017 widmet sich Beobachtungen von Zeitlichkeit im Hinblick auf Funktion, Produktion, Nutzung und Bedeutung von Dingen in post- und dekolonialen Kontexten. Sich daraus ergebende Fragen können sein: Wie werden zeitlichen Querungen von Dingen verursacht? Wie gehen wir mit Dingen in Archiven um? Welches transformatorische Potential ist den Dingen eigen oder zugedacht? Können Dinge übersetzt werden oder übersetzen Dinge selbst etwas? Können sich Dinge – oder ihre Handhabung und Wahrnehmung – von ihren Kontexten emanzipieren?

Weiterführende Informationen zu der Veranstaltung.

2. Good to know

2. Good to know

* Teilnahme an Jahrestagung: Das Hans-Bredow-Institut auf der Jahrestagung 2017 der DGPuK „Vernetzung: Stabilität und Wandel gesellschaftlicher Kommunikation“

Zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Hans-Bredow-Instituts waren als ReferentInnen und PodiumssprecherInnen auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e. V. (DGPuK) vertreten. Sie präsentierten einige aktuelle Projekte, zu denen am Hans-Bredow-Institut geforscht wird. Mehr dazu. 

 

* DFG-Projekt „Literarizität in der Medienkunst“ wird um ein weiteres Jahr verlängert

Das von Prof. Dr. Claudia Benthien geleitete Forschungsprojekt „Literarizität in der Medienkunst“ (Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Jordis Lau und Maraike Marxsen) ist in das Jahr 2017 mit zwei schönen Erfolgen gestartet. Zum einen wurde die Förderung von der DFG um ein weiteres Jahr verlängert, sodass das Projekt nun bis zum 30.06.2018 läuft. Zum anderen ist die gemeinsame Monografie „The Literariness of Media Art“ nun in Vorbereitung. Sie wird 2018 bei Routledge erscheinen und so die Forschungsergebnisse auch einem internationalen Publikum zugänglich machen. Nähere Infos zum Projekt.

 

* Call for Applications: Visiting Postdoctoral Fellowships “Algorithmed Public Spheres”

Das Hans-Bredow-Institut bietet im Rahmen seines Post-Doc-Kollegs „Algorithmed Public Spheres“ 3- bis 12-monatige Forschungsaufenthalte für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der Rolle von Algorithmen in der öffentlichen Kommunikation befassen an. Die internationale Ausschreibung richtet sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aus Fächern wie Computerwissenschaft und Informatik, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Recht, Soziologie, Philosophie etc. Weitere Infos in englischer Sprache.

 

Aktuelle Veröffentlichungen und Neuerscheinungen:

* Buch: „Biopunk Dystopias Genetic Engineering, Society and Science Fiction“

Das assoziierte RCMC-Mitglied Prof. Dr. Lars Schmeink hat ein neues in englischer Sprache verfasstes Buch veröffentlicht.

‚Biopunk Dystopias‘ contends that we find ourselves at a historical nexus, defined by the rise of biology as the driving force of scientific progress, a strongly grown mainstream attention given to genetic engineering in the wake of the Human Genome Project (1990-2003), the changing sociological view of a liquid modern society, and shifting discourses on the posthuman, including a critical posthumanism that decenters the privileged subject of humanism. The book argues that this historical nexus produces a specific cultural formation in the form of „biopunk“, a subgenre evolved from the cyberpunk of the 1980s. The analysis deals with dystopian science fiction artifacts of different media from the year 2000 onwards that project a posthuman intervention into contemporary socio-political discourse based in liquid modernity in the cultural formation of biopunk. Biopunk makes use of current posthumanist conceptions in order to criticize contemporary reality as already dystopian, warning that a future will only get worse, and that society needs to reverse its path, or else destroy all life on this planet. As Rosi Braidotti argues, „there is a posthuman agreement that contemporary science and biotechnologies affect the very fibre and structure of the living and have altered dramatically our understanding of what counts as the basic frame of reference for the human today“. The proposed book analyzes this alteration as directors, creators, authors, and artists from the field of science fiction extrapolate it from current trends.

Dank der Knowledge Unlatched-Förderung ist der Band hier ebenfalls kostenlos als PDF verfügbar.

Lars Schmeink: Biopunk Dystopias Genetic Engineering, Society and Science Fiction. Liverpool: Liverpool Science Fiction Texts and Studies. 2016.  

* Zeitschriftenpublikation: „Medien & Kommunikationswissenschaft 1/2017“

Das Hans-Bredow-Institut hat im Nomos-Verlag die neueste Ausgabe der Zeitschrift „Medien & Kommunikationswissenschaft” publiziert. Darin enthalten sind Artikeln zur Darstellung von Menschen mit Behinderung in deutschen Daily Soaps, zur Verarbeitung von Audioinhalten in Multitasking-Situationen, zur Leserbeurteilung der Qualität journalistischer Online-Artikel unter Berücksichtigung des Einflussfaktors Medienreputation,  zu Belegmustern und Akteuren in Polit-Talkshows zur Griechenlandkrise sowie mit zwei Beiträgen in der Reihe „Methodeninnovationen in der Kommunikationswissenschaft“ zur Messung von States und Traits in der Kommunikationswissenschaft sowie zum faktoriellen Survey.

* CD: Flucht und Vertreibung im Rundfunk

Ist die Lage von Flüchtlingen in Deutschland heute wirklich neu? Oder gibt es nicht zeit- und länderübergreifende Ähnlichkeiten? Wo liegen Spezifika, wo Parallelen von Flucht- und Integrationsprozessen in Geschichte und Gegenwart? Antworten auf diese Fragen und Anregungen zu Diskussionen bietet eine neue CD zum Thema „Flucht und Vertreibung im Rundfunk – Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“, die das Hans-Bredow-Institut mit Unterstützung der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und der Historischen Kommission der ARD herausgegeben hat.
Die CD enthält Ausschnitte aus Tondokumenten des deutschen Rundfunks, die die Aufnahme und Erfahrungen deutscher Flüchtlinge und Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg behandeln. Zu hören sind sowohl Produktionen des Rundfunks in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik als auch des Rundfunks in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR. So verfolgt die CD die Kommunikation über die deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 im Massenmedium der Zeit, dem Radio. Sie leistet deshalb Aufklärung über die zeit- und medienhistorische Situation, wirft aber ebenso Fragen nach Parallelen und Unterschieden zur Gegenwart auf.
Die CD kann im Institut abgeholt oder durch Zusendung eines frankierten Rückumschlags (DinA5, frankiert mit EUR 1,45 für 1 Exemplar) bestellt werden: Hans-Bredow-Institut, Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg. Bei Bestellung mehrerer Exemplare wenden Sie sich bitte zur Klärung der Höhe der Frankierung des Rückumschlags an info@hans-bredow-institut.de oder 040/45021711.

* Projektergebnisse zum Download: Zur Relevanz von Online-Intermediären für die Meinungsbildung

Auch wenn die Nutzung von Intermediären weit verbreitet ist, sind Online-Intermediäre in der Regel nicht zentrale Quellen des Informationsrepertoires zu gesellschaftlich relevanten Ereignissen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Hans-Bredow-Institut (Dr. Jan-Hinrik Schmidt / Lisa Merten / Prof. Dr. Uwe Hasebrink) durchgeführte Studie, die im Auftrag der Medienanstalten entstand. Nachdem erste Ergebnisse der qualitativen Studie bereits in einer Veranstaltung der Medienanstalten „Intermediäre und Meinungsbildung“ im November 2016 vorgestellt wurden, ist seit März 2017 auch der wissenschaftliche Endbericht online verfügbar.

Weitere Informationen

3. People at the RCMC:

Das RCMC-Direktorium hat seit dem 1.4.2017 mit Prof. Dr. Michel Clement einen neuen Sprecher (BW-Fakultät). Die weiteren Vorstandsmitglieder sind unverändert Prof. Dr. Uwe Hasebrink (HBI und GW-Fakultät) und Prof. Dr. Thomas Weber (GW-Fakultät), beide zugleich stellvertretende Sprecher; sowie Prof. Dr. Irene Neverla und Prof. Dr. Michael Brüggemann (beide WiSo-Fakultät bzw. CLISAP), Prof. Dr. Gabriele Klein (PB-Fakultät), Prof. Dr. Astrid Böger (GW-Fakultät), Prof. Dr. Wolfgang Schulz (HBI und Fakultät für Rechtswissenschaft) und Prof. Dr. Henrik Sattler (BWL-Fakultät).

Die Koordination der GMaC (Graduate School Media and Communication) liegt seit 1. April 2017 bei Uwe Hasebrink. Die Verantwortung für den Newsletter bis zum Ende des Sommersemesters 2017 bei Irene Neverla.

Informationen für den Newsletter bitte an:

Der nächste Newsletter wird voraussichtlich am Ende des Sommersemesters im Juni 2017 erscheinen. Bis dahin haben alle RCMC-MitgliederInnen im Laufe des Juni die Möglichkeit neue Informationen für den Newsletter einzureichen. Bis zum 15.06.2017 können diese an Hendrik Kannenberg gerichtet werden:

RCMC@uni-hamburg.de